Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

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BeitragVerfasst: 02.05.2014, 09:03 
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Presseinformation – 1/5/2014 Düsseldorf, 2. Mai 2014

Ministerin Steffens:
Land unterstützt Pflegeheime beim Ausbau von Sterbebegleitung und Palliativversorgung nach Prinzipien der Hospizarbeit – Abschiednehmen in Würde erleichtern

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit Unterstützung des Landes sollen Pflegeeinrichtungen verstärkt in die Lage versetzt werden, Heimbewohnerinnen und -bewohnern eine Sterbebegleitung nach den Prinzipien der Hospizarbeit anzubieten: Würdevoll, selbstbestimmt und möglichst schmerzfrei. Dazu fördert das Land zwei Ansprechstellen zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung (kurz: ALPHA-Stellen): Für das Rheinland in Bonn, für Westfalen in Münster. Außerdem wird Pflegeeinrichtungen mit der neuen Broschüre „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen - Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“ ein schriftlicher Leitfaden angeboten.

„Früher starben Menschen häufig zuhause im Kreis der Familie, heute sterben sie oft in einer stationären Pflegeeinrichtung. Deshalb sollen die vom Ministerium geförderten ALPHA-Stellen jetzt auch Pflegeeinrichtungen beim Aufbau einer Hospizkultur professionell unterstützen“, erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens.

Damit schafft Nordrhein-Westfalen die Grundlage dafür, dass schwerstkranke und sterbende Menschen in Pflegeeinrichtungen umfassend und professionell in ihrer vertrauten Umgebung bedarfs- und bedürfnisgerecht versorgt und in der Sterbephase fürsorglich begleitet werden können. Unnötige Krankenhauseinweisungen sollen dadurch vermieden, die Lebensqualität dieser Menschen bis zum Eintritt des Todes deutlich verbessert und auch deren Angehörige mit unterstützt werden.

„Wir wollen die in Nordrhein-Westfalen bestehende gute Infrastruktur in der Palliativversorgung und Hospizarbeit nutzen und durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen und der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ganzheitliche Hospiz- und Palliativversorgung in den Einrichtungen erreichen. Damit sollen die Versorgungsqualität verbessert und die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen unterstützt werden“, so die Ministerin weiter.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 300 ambulante Hospiz- und rund 150 Palliativdienste. Ihr Einsatz wird in der Regel von den Krankenkassen bezahlt.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Gesundheitswesens sowie Expertinnen und Experten der Hospiz- und Palliativversorgung hat das Gesundheits- und Pflegeministerium eine Konzeption mit Umsetzungsmöglichkeiten für die Implementierung von Leistungsangeboten der Palliativversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen entwickelt. Diese kann nun mit Unterstützung des Ministeriums in den Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden.

„Die qualitätsgesicherte Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen, die mir sehr am Herzen liegt, wird zunehmend zur Kernaufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen. Mit den erhöhten Anforderungen wollen wir die Einrichtungen nicht allein lassen, sondern entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten bei der Realisierung der neuen Versorgungskultur unterstützen und beraten“, ergänzt Ministerin Steffens.

Pflegeeinrichtungen können sich von einem ALPHA-Team beim Aufbau einer Hospizkultur unterstützen lassen. Dazu gehören neben der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch eine Vernetzung der Einrichtung mit Palliativteams und ambulanten Hospizdiensten aus der Region.

Die Broschüre unter dem Titel „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“ kann kostenfrei bestellt und heruntergeladen werden auf der Internetseite des Ministeriums http://www.mgepa.nrw.de unter Service / Publikationen. Telefonische Bestellungen sind möglich bei „Nordrhein-Westfalen direkt“ unter 0211 837-1001 (bitte Veröffentlichungsnummer 144 angeben).

Hintergrundinformationen:
- In NRW existieren rund 2200 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 179.000 Plätzen.
- Nach Studien versterben in Deutschland rund 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme und 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres.
- Adressen der beiden bereits seit langem bestehenden APLHA-Stellen in Bonn und Münster, die zusätzlich die Unterstützung von Pflegeeinrichtungen zum Ausbau von Sterbebegleitung und Palliativversorgung nach Prinzipien der Hospizarbeit übernehmen, lauten: ALPHA-Rheinland, Von-Hompesch-Straße 1, 53123 Bonn, Telefon 0228 746547, E-Mail: rheinland@alpha-nrw.de; ALPHA-Westfalen, Friedrich-Ebert-Str. 157-159, 48153 Münster, Telefon 0251 230848, E-Mail: alpha@muenster.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter,
Telefon 0211 8618-4246.
Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de


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BeitragVerfasst: 16.05.2014, 07:44 
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Pflegenotstand und die Reformerfordernisse

Das anlässlich des Pflegetreffs am 13.05.2014 Herrn Bundesminister Gröhe übergebene Papier mit den
"Anforderungen an die von der Großen Koalition (GroKO) in Aussicht gestellte Pflegereform 2014"
ist im Netz unter folgender Adresse verfügbar: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... lungen.php

Pflegereform alles gesagt!
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BeitragVerfasst: 02.07.2014, 08:08 
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Palliativmediziner fordern bessere Versorgung in Pflegeheimen

Die Sterbebegleitung in Pflegeheimen ist Experten zufolge noch lange nicht optimal. Ein Grund sei die Vergütung:
Die Palliativversorgung in Hospizen werde von der Sozialversicherung weit besser honoriert, kritisiert die Deutsche Stiftung Patientenschutz.
Die medizinische Versorgung sterbenskranker Menschen in Altenpflegeheimen muss nach Ansicht von Palliativmedizinern wesentlich verbessert werden.
"Wir haben immer mehr schwerkranke Menschen in Pflegeheimen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP),
Prof. Friedemann Nauck, am Mittwoch in Düsseldorf. Die Arbeitsbedingungen dort seien aber "zum Teil katastrophal".
... Quelle: http://www.journalmed.de/newsview.php?id=43415

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BeitragVerfasst: 11.07.2014, 08:05 
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Ministerin Steffens:
Sterben in Würde erleichtern

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Das Land weitet seine Aktivitäten für eine umfassende professionelle Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in Pflegeeinrichtungen aus. Eine Auftaktveranstaltung für engere Zusammenarbeit zwischen Palliativversorgung und Hospizarbeit mit Pflegeeinrichtungen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:stärkere Zusammenarbeit zwischen Expertinnen und Experten aus Palliativversorgung und Hospizarbeit mit Pflegeeinrichtungen soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen dabei unterstützen, den Bewohnerinnen und -bewohnern ein Abschiednehmen in Würde zu erleichtern.

„Alle profitieren, wenn Hospizarbeit, Palliativversorgung und stationäre Pflegeeinrichtungen bei der Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase eng zusammenarbeiten“, erklärte Ministerin Steffens in Düsseldorf.

Die Ministerin ruft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen, Akteurinnen und Akteure der Hospizarbeit und Palliativversorgung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte und Pflegekonferenzen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen zur Teilnahme an einer Auftaktveranstaltung in Bochum auf. Sie trägt den Titel „Gemeinsam auf dem Weg – Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen“ und findet am 21. Oktober 2014 von 10.00 bis 16.00 Uhr im RuhrCongress in Bochum statt.

Grundvoraussetzung für eine bedarfsgerechte und qualitätsbasierte ambulante Hospiz- und Palliativversorgung rund um die Uhr, die den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe in den Hintergrund stellt, ist die kooperative, interdisziplinäre und Sektor übergreifende Zusammenarbeit aller für die individuelle Versorgung einer Patientin bzw. eines Patienten erforderlichen Berufsgruppen. Der fachliche Dialog auf der Veranstaltung soll dazu beitragen, die Implementierung entsprechender Leistungsangebote der Hospiz- und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen weiter zu fördern.

Organisiert wird die Veranstaltung von ALPHA NRW, die als Ansprechstellen zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung im Auftrag des Landes Pflegeeinrichtungen beim Aufbau einer Hospizkultur professionell unterstützen.

Hintergrundinformationen:
- Informationsflyer und Anmeldung zur Veranstaltung „Gemeinsam auf dem Weg“:
http://alpha-nrw.de/wp-content/uploads/ ... 240614.pdf

- Broschüre „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“
https://broschueren.nordrheinwestfalend ... auto-pages

- In NRW existieren rund 2200 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 179.000 Plätzen.

- Nach Studien versterben (in Deutschland) rund 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme und 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres.

Quelle: Pressemitteilung vom 10.07.2014 - 504/7/2014
Kontakt: Reisdorf, Petra - Petra.Reisdorf@mgepa.nrw.de -

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 18:27 
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Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen
in Nordrhein-Westfalen
Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis

Broschüre informiert - Näheres unter > https://broschueren.nordrheinwestfalend ... falen/1775

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BeitragVerfasst: 21.10.2014, 14:17 
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Beiträge: 17761
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

um möglichst vielen Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen, wird auf Initiative von Gesundheitsministerin Barbara Steffens die Zusammenarbeit zwischen Pflegeheimen, ambulanten Hospizangeboten und Pallativteams verbessert. Zum Start dieser Landesinitiative gab es heute eine große Auftaktveranstaltung in Bochum.

"Während derzeit zum Teil menschenunwürdige Debatten über das Sterben geführt werden, beschreitet Nordrhein-Westfalen den richtigen Weg: Wir möchten erreichen, dass die letzte Lebensphase nicht von Einsamkeit und unnötigem Leiden, sondern von einer bedürfnis- und bedarfsorientierten Unterstützung, Versorgung und Betreuung geprägt wird, die den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe in den Hintergrund treten lässt", sagte die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) heute (20.10.2014) bei der Veranstaltung "Gemeinsam auf dem Weg" in Bochum. Auf Initiative der Ministerin trafen sich dort mehr als 700 Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeeinrichtungen, Hospiz- und Palliativversorgung zum Meinungsaustausch und zur Stärkung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für ein würdevolles Sterben in Pflegeeinrichtungen weiter zu verbessern.
Fünf weitere dieser Veranstaltungen in den verschiedenen Regionen von NRW werden im Rahmen der Landesinitiative „Gemeinsam auf dem Weg“ folgen.
"Wenn wir als Teil der geburtenstarken Jahrgänge nicht ein Leitbild in die Gesellschaft senden, wie ein würdevolles Sterben mit Begleitung und ohne Schmerzen möglich ist, und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, werden unsere Kinder später möglicherweise noch ganz anders über Sterbehilfe diskutieren als es zum Teil schon heute erfolgt - und dies möchte ich uns ersparen", sagte die Ministerin.
Pflegeheime werden immer mehr zu Sterbeorten. Hospiz- und Palliativversorgung wird zunehmend zur Kernaufgabe für Pflegeheime. 30 Prozent der Heimbewohnerinnen und -bewohner sterben innerhalb der ersten drei Monate, weitere 60 Prozent im ersten Jahr. NRW will die Vernetzung von Pflegeeinrichtungen mit professionellen Palliativteams und ambulanten Hospizdiensten deutlich verbessern, denn Pflegekräften in den Heimen fehlen im hektischen Arbeitsalltag bisher oft Raum und Zeit, um Menschen in der Sterbephase würdevoll zu begleiten. Ministerin Steffens: „Die Zahl derjenigen, die eigentlich eine Hospiz-Begleitung bräuchten, aber in ein Pflegeheim kommen, wird immer größer."

Weitere Zitate der Ministerin zum Thema:
"Die Angst vor Tod ist in einer individualisierten Leistungsgesellschaft größer als in einer Gesellschaft, in der sich für einander Zeit zu nehmen selbstverständlich ist."
"Wenn ich weiß, dass Sterben ein Übergang ist und Menschen mir dabei beistehen, will ich diese Phase vielleicht bewusst erleben, weil ich dann keine oder weniger Angst davor habe."
"Wir wissen nicht, was uns erwartet, aber wir müssen wissen: was erwarten wir. Die meisten Menschen möchten in vertrauter Umgebung möglichst begleitet von vertrauten Menschen sterben. Sie möchten möglichst keine Schmerzen haben, noch teilhaben, kommunizieren und in Ruhe Abschied nehmen. Hierbei spielen Palliativmedizin, Hospizdienste und die Pflegekräfte eine Schlüsselrolle.“

Pflegeeinrichtungen, die noch Beratungsbedarf zum Aufbau einer Hospizkultur und ganzheitlichen Palliativversorgung haben, können sich an die „Ansprechstellen zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung“ (ALPHA) wenden, die vom Land gefördert werden.
Vom Land geförderte Beratungsstellen:
Pflegeeinrichtungen können sich beim Ausbau von Hospizarbeit und Palliativversorgung beraten und unterstützen lassen (u.a. Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vernetzung der Einrichtung mit Palliativteams und ambulanten Hospizdiensten aus der Region).

ALPHA Rheinland
Heinrich-Sauer-Straße 15
53111 Bonn
Telefon: 0228 / 746547
rheinland@alpha-nrw.de

ALPHA-Westfalen
Friedrich-Ebert-Str. 157-159
48153 Münster
Telefon 0251 230848
alpha@muenster.de

Internet: http://www.alpha-nrw.de/

Hintergrund:
Daten und Fakten zu Pflege, Hospizarbeit und Palliativversorgung:
• In NRW gibt es
o 2200 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 179.000 Plätzen
o mehr als 8.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der
Hospiz- und Palliativversorgung
o über 300 ambulante Hospizdienste
o rund 120 ambulante Palliativpflegedienste
o rund 400 Palliativbetten
o 61 stationäre Hospize (einschließlich Kinder- und Jugendhospize)
o 31 ambulante Kinderhospizdienste
o 52 Kinderkrankenpflegedienste, von denen 26 auch Kinderpalliativ-
pflege anbieten
o interdisziplinär arbeitende Palliativ Care-Teams bzw. Palliativmedizinische
Konsiliardienste in allen Kreisen und kreisfreien Städten

• Nach Studien versterben (in Deutschland) rund 30 Prozent der
Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung
innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme und 60 Prozent
innerhalb des ersten Jahres.
Vom Land geförderte Beratungsstellen:
Pflegeeinrichtungen können sich beim Ausbau von Hospizarbeit und Palliativversorgung beraten und unterstützen lassen (u.a. Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vernetzung der Einrichtung mit Palliativteams und ambulanten Hospizdiensten aus der Region).

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Meinerz
Leiter des Referates "Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation"
Pressesprecher
Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,
Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 8618 4246
Telefax: +49 (0)211 8618 4566
Mobil: +49 (0)174 1561 116
E-Mail: christoph.meinerz@mgepa.nrw.de
Internet: http://www.mgepa.nrw.de

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BeitragVerfasst: 25.10.2014, 06:47 
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„Das Ende des Lebens aus Tabuzone holen“
- so titelte die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) zum Pflegetreff am 22.10.2014.
Weitere Informationen (Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Bilddatei …) folgen.

>>>
Siehe auch bei Facebook unter
https://www.facebook.com/werner.schell.7
Dort können Bild und Text vergrößert aufgerufen werden.

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BeitragVerfasst: 29.10.2014, 07:55 
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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt u.a. regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.

Pressemitteilung vom 01.11.2014

„Patientenautonomie am Lebensende“ – Thema beim Neusser Pflegetreff am 22.10.2014

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte zum 21. Pflegetreff am 22.10.2014 nach Neuss-Erfttal eingeladen. Als Gäste konnten rd. 300 Pflegefachkräfte und interessierte BürgerInnen begrüßt werden. Auch zahlreiche MedienvertreterInnen waren erschienen. – Beim Pflegetreff ging es diesmal um die „Patientenautonomie am Lebensende“ (schwere Krankheit, Sterben und Tod); ein Thema, dem angesichts der im politischen Raum lebhaft geführten Debatte um die assistierte Selbsttötung große Aktualität zukommt.

Bild
Foto vom Pflegetreff am 22.10.2014:
Wolfgang Bosbach, MdB, Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW und Werner Schell (v.l.)

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Leiter des Pflegetreffs, hatte für dieses Thema (wieder) hochkarätige Referenten gewinnen können:

-- Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen,
-- Wolfgang Bosbach, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) und Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages,
-- Birgit Lotz, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes der Augustinerinnen in Neuss - cor unum -,
-- Dr. med. Jürgen in der Schmitten, Arzt für Allgemeinmedizin, Uniklinik Düsseldorf - Projekt „beizeiten begleiten“® - und
-- Sebastian Appelfeller, Evangelischer Pfarrer - Neuss - 2. Pfarrbezirk: Gnadental – Erfttal –Meertal.
-- Dr. med. Michael Dörr, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Kreises Neuss, moderierte den Treff.

Nach einer kurzen Begrüßung aller Gäste durch Werner Schell wurde die weitere Moderation des Pflegetreffs von Dr. med. Michael Dörr übernommen.

Dr. med. Michael Dörr ging bei seiner Moderation zunächst auf die engagierte Arbeit von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ein und machte deutlich, dass von dieser Initiative bzw. von Vorstand Werner Schell wertvolle Aktivitäten zur Verbesserung der Pflege-Rahmenbedingungen ausgingen. Insoweit sei ein Dankeschön auszusprechen. Sodann wurden durch sehr kompetente Ankündigungen die einzelnen Podiumsgäste vorgestellt bzw. ihre Statements durch hilfreiche Hintergrundinformationen eingeleitet.

Barbara Steffens verdeutlichte in ihrem Grußwort, dass es großen Sinn mache, sich zeitgerecht mit der letzten Lebensphase – dem Sterben – auseinanderzusetzen. Es müssten vielfältige Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichen, in Würde zu altern und zu sterben. Dabei sei auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Palliativversorgung bzw. Hospizarbeit mit Pflegeeinrichtungen notwendig. Die Aktivitäten für eine umfassende professionelle Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in Pflegeeinrichtungen müssten zielgerichtet ausgeweitet werden.

Wolfgang Bosbach befasste sich in seiner Eigenschaft als Mitglied des Deutschen Bundestages vornehmlich mit den Patientenrechten und der Patientenverfügung. Dabei ging er auf die aktuelle Rechtslage ein. Er selbst, so Wolfgang Bosbach, habe für sich keine Patientenverfügung erstellt und wisse auch gar nicht, was er da hinein schreiben solle: „Woher soll ich wissen, was ich mir für eine Situation wünsche, die ich noch gar nicht kenne.“ Dann erläuterte er die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und verdeutlichte anhand interessanter Gerichtsentscheidungen die geltende Rechtslage.

Dr. med. Jürgen in der Schmitten warb in seinem Statement für das Projekt „beizeiten begleiten“®. Damit könne gewährleistet werden, dass die Menschen v.a. in den Heimen durch geeignete Informationen frühzeitig selbstbestimmte Entscheidungen treffen, wie sie in krisenhaften Situationen bzw. beim Sterben versorgt werden möchten. Ziel sei es daher, unter Beteiligung von Angehörigen und Hausärzten verbindliche Anordnungen zeichnen zu lassen, die in aller Deutlichkeit die Handlungswünsche aufzeigen. Letztlich soll dabei auch vermieden werden, todkranke Patienten ohne ausreichende medizinische bzw. pflegerische Indikation in eine Klinik zu verlegen.

Birgit Lotz erläuterte die ambulante hospizliche Arbeit am schwer kranken bzw. sterbenden Menschen und verdeutlichte, wie konkret die betroffenen Menschen und die Familien Unterstützung durch Zuwendung erfahren können. Das oberste Gebot sei dabei, die Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, nicht, diesen Weg vorzugeben. Es wurde klar, dass angesichts der demografischen Entwicklung die Nachfrage nach diesbezüglicher Begleitung zunehmen wird und die weitere Einwerbung ehrenamtlicher HelferInnen erforderlich erscheint.

Sebastian Appelfeller erläuterte, wie aus christlicher Sicht mit schwerer Krankheit, Sterben und Tod umzugehen sei. Er berichtete über eigene Erfahrungen im Familienverband und knüpfte im Übrigen bei seinen Ausführungen an den Würdebegriff an. Er plädierte dafür, das Sterben und den Tod wieder in die Gesellschaft hineinzunehmen, also aus der Tabuzone herauszuholen. Dabei sei eine Sterbebegleitung, die auch schweigend erfolge könne, ungemein wichtig. Eine Patientenverfügung könne nach seiner Ansicht entlastend sein, weil der Patient selbst die Entscheidung über seine weitere Behandlung bereits getroffen habe.

Heinz Sahnen, Schirmherr des Treffs, bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Beteiligten und brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass der Pflegetreff ein wichtiges und zudem aktuelles Thema aufgegriffen habe. Der Treff sei, das gelte es zu bekräftigen, mittlerweile zur Institution, nicht nur für Neuss, sondern mit bundesweiter Bedeutung geworden. Die Veranstaltung habe viele nachdenklich stimmende Hinweise vermittelt.

Im Zusammenhang mit dem Pflegetreff gab es vielfältige Informationsmöglichkeiten. Es standen in der Zeit von 15.00 - 19.00 Uhr folgende Infostände zur Verfügung:

• Bürgerhaus Neuss - Erfttal in Trägerschaft des Sozialdienstes Katholischer Männer e.V. (SKM) mit dem Projekt „Altersgerechte Hilfen“ mit Lotsenpunkt Bürgerhaus Erfttal
• Hospiz Immaculata, das Augustinus-Hospiz in Neuss – „Zuwendung in der letzten Lebensphase“
• Seniorenhaus Lindenhof, Auf der Schanze 3, 41515 Grevenbroich, mit dem Projekt "beizeiten begleiten®"
• Johanniter-Stift Kaarst, Am Sandfeld, 41564 Kaarst
• Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst im Diakonischen Werk Neuss, Plankstr. 1, 41462 Neuss
• Stadt Neuss - Betreuungsstelle

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei

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BeitragVerfasst: 31.10.2014, 07:29 
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Ärzte Zeitung vom 31.10.2014:
Palliativversorgung: Herausforderung für Pflegeheime
Pflegeheime müssen sich darauf einrichten, dass zu ihnen immer mehr Menschen kommen, die kurz vor dem Tod stehen.
Das heißt auch: Pflegestandards müssen modifiziert werden.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=872 ... ege&n=3831

Kommentar zur Palliativversorgung: Guter Wille reicht nicht
Bei der allgemeinen und der spezialisierten Palliativversorgung hat sich in den vergangenen Jahren viel getan.
Den Patienten stehen immer mehr ambulante und stationäre Angebote zur Verfügung, die auf die spezifischen Bedürfnisse
am Lebensende ausgerichtet sind.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=872 ... ege&n=3831

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BeitragVerfasst: 16.12.2014, 12:51 
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Presseinformation – 911/12/2014 Düsseldorf, 16. Dezember 2014

Ministerin Steffens:
Bestmögliche Unterstützung für Sterbende und ihre Angehörigen – Land fördert Implementierung von Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit einer stärkeren Verankerung der Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeheimen soll in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Wohnorte erweitert werden, in denen schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen bestmögliche Unterstützung und Begleitung erfahren können bis zu ihrem Tod.

„Der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe wird in den Hintergrund treten, wenn Menschen die Angst vor der letzten Lebensphase genommen werden kann“, erklärte Ministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Qualifizierte Hospizarbeit und Palliativversorgung stehen für ein Sterben in Würde, das nicht von Einsamkeit und unnötigem Leiden geprägt ist. Mit der Landesinitiative ‚Gemeinsam auf dem Weg‘, die eine breite Zustimmung bei Heimträgern, Ärzteschaft und Pflegepersonal findet, unterstützen wir jetzt systematisch die Ausweitung der Hospiz- und Palliativversorgung“, so Steffens weiter.

Das Landeskonzept trägt den Titel „Gemeinsam auf dem Weg – Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen“. Träger von Pflegeeinrichtungen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bisher noch nicht gezielt mit ambulanten Hospiz- und Palliativteams zusammenarbeiten, erhalten konkrete Hilfestellung, wie sie den gesetzlichen Anspruch ihrer Bewohnerinnen und Bewohner auf eine medizinisch-pflegerische Versorgung in der letzten Lebensphase wirkungsvoll umsetzen können. Im Landeshaushalt für 2015 sind rund eine halbe Million Euro (498.000 Euro) zur Unterstützung der Arbeit der beiden ALPHA-Stellen vorgesehen.

„Im Rahmen eines zweijährigen Projektes werden die vom Land eingerichteten und finanzierten ALPHA-Stellen in Bonn und Münster die Pflegeheime in vielfältiger Weise gezielt unterstützen. Darunter fallen zum Beispiel Praxisleitfäden, die Erarbeitung von Indikatoren zur Notwendigkeit von Palliativversorgung und Anleitungen zur Schmerz- und Symptombehandlung“, sagte Martina Kern, Leiterin der ALPHA Rheinland. Die Unterstützungsleistungen berücksichtigen die individuell unterschiedlich gewachsenen Strukturen in den Heimen.

Studien zufolge sterben 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung, 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres.

„Grundvoraussetzung für die Sicherstellung einer ganzheitlichen Palliativversorgung ist, dass die an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen kooperativ, interdisziplinär und Sektor übergreifend zusammenarbeiten“, betonte Professor Lukas Radbruch, Direktor der Klinik für Palliativmedizin an der Universitätsklinik Bonn, der am Aufbau der Landesinitiative maßgeblich mitgewirkt hat. „Ebenso unverzichtbar ist die Einbindung der Pflegeeinrichtungen in die in Nordrhein-Westfalen bestehenden und gut funktionierenden Versorgungsnetzwerke“, so Professor Radbruch weiter.

Nach einer großen Auftaktveranstaltung zur Landesinitiative mit mehr als 700 Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeeinrichtungen, Hospiz- und Palliativversorgung Ende Oktober in Bochum sollen der Meinungsaustausch und die Stärkung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im kommenden Jahr u. a. bei fünf regionalen Veranstaltungen fortgesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.mgepa.nrw.de/gesundheit/vers ... index.php; http://www.alpha-nrw.de

Hintergrundinformationen:

Anteil der über 65-Jährigen in NRW wächst
2012: rund 3,6 Mio. = 20,3 Prozent der Bevölkerung
2030: rund 4,7 Mio. = 26,9 Prozent = + 26,9 Prozent gegenüber 2012
2050: rund 4,9 Mio. = 31,1 Prozent = + 34,4 Prozent gegenüber 2012

Anteil der über 80-Jährigen in NRW wächst besonders stark
2012: 0,9 Mio. = 5,3 Prozent der Bevölkerung
2030: 1,3 Mio. = 7,9 Prozent = + 41,5 Prozent gegenüber 2012
2050: 2,2 Mio. =14,0 Prozent = + 133 Prozent gegenüber 2012

Pflegebedürftige in NRW: 547.000 (2011) Anstieg auf 700.000 (2030), auf rund 920.000 im Jahr 2050
• In NRW werden rd. 159.000 Pflegebedürftige in Heimen versorgt, davon 154.000 in vollstationärer Dauerpflege – Tendenz steigend
• 2.325 Pflegeheime in NRW, darunter 2052 Heime mit vollstationärer Dauerpflege (2011)
• 30 Prozent der BewohnerInnen versterben innerhalb der ersten drei Monate, 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach Aufnahme ins Pflegeheim
• 1 Pflegekraft begleitet pro Jahr zurzeit durchschnittlich
9 Sterbende
• Mehr als 8.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in NRW in der Hospizversorgung
• Über 300 ambulante Hospizdienste
• Rd. 120 ambulante Palliativpflegedienste
• 66 stationäre Hospize (davon 5 Kinder- und Jugendhospize)
• 389 Palliativbetten (56 Feststellungbescheide)
• 23 spezialisierte ambulante Palliative Care Teams (PCT) im
rheinischen Landesteil (1 weiterer in Vorbereitung) und 34 spezialisierte Palliativmedizinische Konsiliardienste (PKD) in Westfalen-Lippe - flächendeckende ambulante Palliativversorgung in NRW
• Beispielhafte Unterstützungsleistungen der ALPHA-Stellen:
- Erstellung konkreter Praxisleitfäden
- Indikatoren zur Notwendigkeit der Palliativversorgung
- Anleitungen zur Schmerz- und Symptombehandlung
- Abläufe und Verantwortlichkeiten für die Palliativversorgung in Heimen
- Zugangswege zu hospizlichen und palliativen Versorgern
- Kooperationsvereinbarungen zum Auf- und Ausbau externer Kooperationen
- Broschüre für BewohnerInnen „Gemeinsam auf dem Weg“

Die Broschüre Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis (Veröffentlichungsnummer 144) bietet Pflegeinrichtungen einen schriftlichen Leitfaden.

Die Broschüre ist auf der Internetseite des Ministeriums unter http://www.mgepa.nrw.de/publikationen bestellbar und kann dort auch heruntergeladen werden. Bitte Veröffentlichungsnummer angeben.

Telefonische Bestellungen sind möglich bei Nordrhein-Westfalen direkt unter der Nummer 0211 – 837-1001. Bitte Veröffentlichungsnummer angeben.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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BeitragVerfasst: 23.12.2014, 07:37 
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Ärzte Zeitung vom 23.12.2014:
Hospizdienste: Mehr Kooperation mit Pflegeheimen
Mit gezielten Beratungs- und Unterstützungsangeboten will NRW dazu beitragen, dass Hospizkultur und Palliativversorgung
stärker als bisher in den stationären Pflegeeinrichtungen verankert werden.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=876 ... ege&n=3941

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BeitragVerfasst: 24.01.2015, 13:49 
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Gute Palliativmedizin und Hospizplätzen gestalten! - „Die Defizite des Umsetzungsstandes der Palliativversorgung sind so groß, dass eine Entscheidung des Bundestages für eine flächendeckende Versorgung mit guter Palliativmedizin und Hospizplätzen vorrangig nötig ist“ = Lesen Sie dazu die Einbecker Empfehlungen (von 10/2014) mit Kommentierung > viewtopic.php?f=2&t=20869 - Zu der konkreten Hospizarbeit in Neuss informieren wir am 28.01.2015, 14.30 Uhr, im Bürgerhaus Neuss-Erfttal. Näheres > viewtopic.php?f=7&t=20743

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BeitragVerfasst: 04.11.2015, 07:47 
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Aus Forum:
viewtopic.php?f=2&t=21351


Gesetzesinitiativen: Palliativversorgung und Hospizarbeit & Regelung der Sterbehilfe
Nachfolgend eine Zuschrift an die Mitglieder des Deutschen Bundestages. Zu den Themen gibt es im hiesigen Forum bereits zahlreiche Beiträge u.a.:
viewtopic.php?f=2&t=20985
viewtopic.php?f=2&t=20596
viewtopic.php?f=2&t=21084
viewtopic.php?f=2&t=21303

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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


03.11.2015

An die
Mitglieder des Deutschen Bundestages


Sehr geehrte Damen und Herren,

in den nächsten Tagen stehen Beschlussfassungen zu einigen Gesetzesinitiativen an. Dazu wird in Kürze zur Entscheidungsfindung mitgeteilt:

Hospiz- und Palliativgesetz:
Es wird sehr begrüßt, dass hinsichtlich der Palliativversorgung und Hospizarbeit deutliche Verbesserungen vorgesehen sind. Allerdings erscheint es dringend geboten, die Erhöhung der Finanzierung von Hospizeinrichtungen nicht nur von 90% auf 95% vorzusehen. Es muss per Gesetz eine 100%-Finanzierung vorgegeben werden. Es gibt zwar von einigen Verbänden Äußerungen dergestalt, dass eine 95%-Finanzierung ausreiche. Dabei wird aber unterstellt, dass der Rest zur Hospizarbeit unproblematisch durch Spenden eingeworben werden kann. Dies ist auch bei einigen Anbietern gut möglich. Aber die Mehrzahl der Hospize kann damit nicht zurecht kommen, weil es die benötigten Spenden nicht gibt. Vor allem wird damit verhindert, dass in der "Fläche" ein weiterer Ausbau der Hospizversorgung stattfinden kann.
Im Übrigen muss im Gesetzestext deutlicher ausgeführt werden, dass die Stationären Pflegeeinrichtungen für die Palliativversorgung mehr Fachpersonal einfordern können und müssen. Die jetzt vorgesehenen Regelungen sind insoweit unzureichend und geben den Einrichtungen keine verlässliche Planungsgrundlage. - Das Sterben in den Pflegeeinrichtungen wird vielfach als Sterben zweiter Klasse beschrieben. Wie man das auch immer nennen mag: Verbesserungen sind dringlich. Der vorliegende Gesetzentwurf muss insoweit nachgebessert werden.

Regelung der Sterbehilfe:
Ich habe in den zurückliegenden Jahren zum Thema Bücher und Beiträge in Fachzeitschriften verfasst. Dabei habe ich bis vor einigen Jahren immer wieder deutlich gemacht, dass allein auf eine gute Sterbebegleitung gesetzt werden muss, Assistenz bei einer Selbsttötung müsse ausgeschlossen werden. Diese Auffassung vertrete ich nach vielfältigen Erfahrungen bei Menschen im Sterbeprozess so nicht mehr und neige dazu, die vorliegenden Vorschlägen von Hintze & Lauterbach für sinnvoll zu erachten. Dr. Borasio u.a. hat in ähnlicher Weise im Rahmen einer Buchveröffentlichung votiert.
Leider ist es so, dass trotz Verbesserungen in der Palliativmedizin nicht alle Leidenszustände so minimiert werden können, dass die Sterbenden dies für angemessen und ausreichend erachten. Wenn dann durch eine näher geregelte ärztliche Hilfe durch Verordnung geeigneter Medikamente geholfen werden kann, wäre das ein vertretbares Angebot. Die bloße Möglichkeit, dass ärztliche Hilfe in Betracht kommen kann, wird sicherlich mit dazu beitragen, den letzten Schritt in Richtung Selbsttötung nicht zu gehen. Korrekt und hilfreich ist natürlich, geschäfts- bzw. erwerbsmäßige Sterbehilfe durch Vereine etc. zu verbieten. Unstreitig ist, dass Tötung auf Verlangen weiterhin strafbar bleiben muss.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

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Am 03.11.2015 wurde bei Facebook gepostet:
Palliativversorgung, Hospizarbeit & Regelung der Sterbehilfe - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich am 03.11.2015 an die Mitglieder des Deutschen Bundestages gewandt und einige Hinweise zur Entscheidungsfindung gegeben. U.a. wurde die Vollfinanzierung der Hospize und eine auskömmliche Stellendotierung der Pflegeeinrichtungen, auch im Bereich der Palliativversorgung, gefordert. > viewtopic.php?f=2&t=21351

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BeitragVerfasst: 22.12.2015, 17:08 
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HPG - Mehr Personal für Sterbebegleitung erforderlich
viewtopic.php?f=2&t=21436

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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Pressemitteilung vom 22.12.2015

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Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) - Mehr Personal für Sterbebegleitung erforderlich

Das Hospiz- und Palliativgesetz (HPG - in Kraft ab 01.01.2016) sieht einige Leistungsverbesserungen vor. Die vielfältigen Hinweise von Pro Pflege - Stelbsthilfenetzwerk, u.a. am 03.11.2015 an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die für notwendig erachtete Vollfinanzierung der Hospize und eine auskömmliche Stellendotierung der Pflegeeinrichtungen, auch im Bereich der Palliativversorgung vorzusehen, haben leider keine Beachtung gefunden (>http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=2&t=20985 ). Elisabeth Scharfenberg, MdB und Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, hat anlässlich der Verabschiedung des HPG u.a. erklärt: "Ein Grund, die Hände in den Schoss zu legen, ist das neue Gesetz jedoch nicht. Wir brauchen weiterhin mehr Personal im Krankenhaus, im Pflegeheim und im ambulanten Bereich für die Begleitung in der letzten Lebensphase. Nur so kann eine gute, all umfassende Pflege gelingen, in der Raum für Gespräche und Zuwendung ist." Der Bundesrat und zahlreiche Experten sehen ebenfalls Lücken im HPG. So hat z.B. der Berliner Palliativmediziner Peter Thuß-Patience gegenüber DPA erklärt, dass u.a. eine deutliche Aufstockung des Pflegepersonals für die Betreuung schwer kranker, sterbender Menschen erforderlich sei (Quelle: Ärzte Zeitung vom 21.12.2015). - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk kann sich dem nur anschließen.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk https://www.facebook.com/werner.schell.7

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).

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BeitragVerfasst: 06.10.2016, 06:40 
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Am 06.10.2016 bei Facebook gepostet:
Patientenautonomie Lebensende! - Vortrag mit Diskussion in der Volkshochschule Neuss am 10.10.2016, 17.30 - 19.00 Uhr. Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht, referiert über Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung. - Der Eintritt ist frei! - Bei der Veranstaltung wird auch auf den Beschluss des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 06.07.2016 - XII ZB 61/16 - eingegangen. Dieser Beschluss befasst sich mit den Anforderungen an Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung im Zusammenhang mit dem Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen und verdeutlicht die notwendigen textlichen Erfordernisse. Da der BGH deutliche Textformulieren als erforderlich erachtet, scheinen zahlreiche Patientenverfügungen dem nicht gerecht zu werden. Sie sind unwirksam. - Grund genug, sich aktuell zu informieren.
> viewtopic.php?f=7&t=21736

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