Die Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Die Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen

Beitrag von WernerSchell » 09.05.2014, 14:57

Die Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen
>>> viewtopic.php?f=4&t=19752

> Notfall Krankenhaus. In unseren Kliniken regieren nicht mehr die guten Götter in Weiß,
sondern längst der "Markt". Der Wettbewerb nährt eine Gesundheitswirtschaft, die alle
möglichen Interessen befriedigt - nur die Gesundheit des Patienten wird hintenangestellt. <
"Die Medizin ist zu einem ´Gesundheitsmarkt` mutiert und wird von Gesetzen gesteuert,
die ihre eigentliche Aufgabe des ´Helfens`, ´Heilens` und ´Schützens" nur noch in
Fragmenten erkennen lassen."


Christoph Lohfert in seinem Buch "Das medizinische Prinzip - Handbuch für das
Krankenhaus der Zukunft, Knaus Verlag, München 2013."

Zum Buchtipp: > viewtopic.php?f=4&t=20375&p=79823#p79823

>>>
Probleme werden verdeutlicht beim Pflegetreff am 13.05.2014
>>> viewtopic.php?f=7&t=19125

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Pflegenotstand und die Reformerfordernisse

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2014, 07:43

Pflegenotstand und die Reformerfordernisse

Das anlässlich des Pflegetreffs am 13.05.2014 Herrn Bundesminister Gröhe übergebene Papier mit den
"Anforderungen an die von der Großen Koalition (GroKO) in Aussicht gestellte Pflegereform 2014"
ist im Netz unter folgender Adresse verfügbar: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... lungen.php
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Mehr Personal und weniger Pillen - die einfache Botschaft

Beitrag von WernerSchell » 28.06.2014, 10:26

Mehr Pflegepersonal in den Pflegeeinrichtungen – weniger Psychopharmaka

"Psychopharmaka in der Altenpflege - Spaziergang statt Pille." - So lautet der Titel eines Beitrages in der "Süddeutschen" - > viewtopic.php?f=6&t=20477 Dazu ergibt sich u.a.:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk spricht die Arzneimittelversorgung der älteren Menschen, u.a. auch die Gabe von Psychopharmaka in den Pflegeeinrichtungen, seit Jahren kritisch an und hat erreicht, dass sich u.a. die Gesundheitskonferenz des Rhein-Kreises Neuss mit dem Thema befasst und am 04.06.2014 Handlungsempfehlungen beschlossen hat. Unabhängig von vielfältigen Bemühungen, die Gabe von Psychopharmaka einzuschränken, wird auch an dieser Stelle noch einmal auf die "Anforderungen an die von der Großen Koalition (GroKO) in Aussicht gestellte Pflegereform 2014" - nachlesbar unter > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf / viewtopic.php?f=3&t=20429 - verwiesen. Darin sind die Hauptursachen für zahlreiche Fehlentwicklungen in den Pflegesystemen näher ausgeführt. Es wird vor allem die Auflösung des Pflegenotstandes eingefordert. Die einfache Botschaft lautet: Ohne mehr Pflegepersonal wird es keine bessere Pflege geben können! Es muss nicht - wieder einmal - nach irgendwelchen Projekten und Verfahrenswegen gesucht werden. Der Pflegenotstand ist die Hauptursache. Es fragt sich, wann endlich die Verantwortlichen dies kapieren! - Bei der Arzneimittelversorgung tragen im Übrigen die Ärzte eine große Verantwortung. Denn die Verordnung der Arzneimittel erfolgt allein durch Ärzte. Sie haben es daher auch vorrangig in der Hand, die Gabe von Psychopharmaka durch die Zurückführung entsprechender Verordnungen einzuschränken. - Werner Schell - http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de
Dazu ein passender Text: "Pflegekräfte wollen eine gute Pflege abliefern, werden aber permanent daran gehindert, weil ihnen die Zeit dafür fehlt. Das Pflegepersonal, das kann man drehen und wenden wie man will, ist überall zu knapp bemessen. Und das hat Folgen. Wer als Pflegekraft seine Pflichten ordentlich erledigen will, muss immer Abstriche machen und sich im Zweifel auf das Notwendigste beschränken. Das führt aber schnell zu Beanstandungen bzw. zu dem, was viele Neunmalkluge als Mängel bezeichnen. Pflegekräfte werden auch gerne von solchen Leuten für diejenigen HeimbewohnerInnen verantwortlich gemacht, die scheinbar unbeachtet oder unversorgt herumsitzen. Dann wird auch noch behauptet, die Pflege würde diese Personen mit Pillen voll dröhnen. Eine völlige Verkennung der Situation. Wie schon gesagt, es fehlt die Zuwendungszeit an allen Ecken und Enden. Und Pillen können / dürfen nur vom Pflegepersonal verabreicht werden, wenn sie ärztlich verordnet sind. Wer sich also über zu viele Pillen für ältere Menschen aufregt, muss die Ärzte in die Pflicht nehmen. - Das musste so noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden." (Texteinstellung von Cornelia unter folgender Adresse: > viewtopic.php?f=6&t=17490&p=80891#p80891 )

Quelle: https://www.facebook.com/werner.schell.7
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Die Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen

Beitrag von WernerSchell » 25.10.2014, 15:21

Ethischer Anspruch und Kostendruck im Krankenhaus sind nur schwer miteinander vereinbar

Der Klinikalltag zwischen ethischem Anspruch und ökonomischen Bedingungen war Gegenstand der öffentlichen Herbsttagung, zu der der Deutsche Ethikrat am 22. Oktober 2014 nach Dresden eingeladen hatte.

Welche Auswirkungen haben die ökonomischen und strukturellen Bedingungen im Krankenhaus auf die Patientenversorgung? Wie lassen sich die wirtschaftlichen Vorgaben mit den ethischen Ansprüchen von Medizin und Pflege in Einklang bringen?

Über diese und weitere Fragen diskutierte der Deutsche Ethikrat mit Sachverständigen verschiedener Fachdisziplinen, Vertretern aus der medizinischen und pflegerischen Praxis und über 200 Gästen am vergangenen Mittwoch im Dresdener Hygiene-Museum.

Ziel der Veranstaltung war es, auf der Grundlage einer differenzierten Analyse Ethik und Ökonomie zusammenzubringen, um Lösungsperspektiven zu entwickeln, wie man unter den Bedingungen knapper finanzieller Ressourcen eine am Patienten orientierte gute medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung sicherstellen kann. Denn, so die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates Christiane Woopen, „der Patient ist Zweck der Gesundheitsversorgung, nicht Mittel zur Erlösmaximierung“.

Über die ökonomischen und strukturellen Veränderungen des Krankenhauses seit den 1970er-Jahren berichtete Michael Simon von der Hochschule Hannover. Irmtraut Gürkan vom Universitätsklinikum Heidelberg analysierte die Probleme aus der Sicht des Ökonomen. In Kurzvorträgen wurden diese Probleme und ihre Folgen aus den Perspektiven der Ärzte, Pflegenden, Krankenhausträger und Patienten von Arved Weimann vom Klinikum St. Georg in Leipzig und Meike Friedrichs vom Universitätsklinikum Heidelberg, Magdalene Günther von den AWO-Gesundheitsdiensten Hannover sowie Carola Sraier von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland beleuchtet. Über die ethischen Herausforderungen im Krankenhausalltag reflektierten Giovanni Maio von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Nikola Biller-Andorno von der Universität Zürich.

Die abschließende Podiumsdiskussion war Lösungskonzepten für ein „gesundes“ Krankenhaus vorbehalten. Ratsmitglied Eckhard Nagel diskutierte mit Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Andrea Lemke vom Evangelischen Waldkrankenhaus Berlin-Spandau, Klaus Lieb von der Universitätsmedizin Mainz, Georg Marckmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Mitglied des Deutschen Ethikrates, sowie dem Klinikmanager im Ruhestand Rüdiger Strehl.

Als zentrales Problem der Patientenversorgung im Krankenhaus wurde ein vorrangig an ökonomischen Effizienzgesichtspunkten ausgerichtetes Finanzierungssystem herausgearbeitet, bei dem das Patientenwohl und die Qualität der Versorgung zunehmend in den Hintergrund gerate. Es komme zu Unter- und Überversorgung. Arbeitsverdichtung, Prozessoptimierung und Outsourcing seien als Mittel zur Hebung von Wirtschaftlichkeitsreserven in vielen Krankenhäusern ausgeschöpft, ohne dass damit ihre Existenz gesichert werden könne. Die Arbeitsverdichtung und die Überformung medizinischen sowie pflegerischen Handelns durch wirtschaftliche Faktoren werde von vielen Krankenhausmitarbeitern internalisiert, und es werde als persönliches Versagen empfunden, Patienten nicht mehr so versorgen zu können, wie man es eigentlich fachlich für notwendig hält.

Es müsse ein qualitätsorientiertes, nachhaltiges Finanzierungssystem geschaffen werden, das ärztliche Entscheidungen, die sich am Patientenwohl orientieren, ermöglicht und nicht ökonomisch bestraft. Auf welche Weise dabei auch psychosoziale Größen und patientenberichtete Ergebnisse erfasst werden können, müsse noch erörtert werden. Anreize sollten im Sinne einer Beziehungsmedizin geschaffen und an konkrete Zielsetzungen gekoppelt werden. Ökonomie sowie ärztliche und pflegerische Kompetenz sollten in der Krankenhausleitung gleichberechtigt zusammenarbeiten. Einig waren sich die Teilnehmer schließlich darin, dass eine Rückkehr in alte Strukturen nicht möglich und auch nicht wünschenswert sei.

Auf jeden Fall aber müsse es eine Zone medizinischen Handelns geben, die von ökonomischen Zwängen freigehalten werde, so Ratsmitglied Thomas Heinemann zum Abschluss der Tagung. Das Krankenhaus solle sich auf seine historischen Wurzeln als soziale Einrichtung besinnen.

Der Deutsche Ethikrat wird beraten, auf welche Weise er das Thema der Tagung weiterentwickelt, und wird Empfehlungen erarbeiten.

Die Beiträge der Herbsttagung können in Kürze unter http://www.ethikrat.org/veranstaltungen ... ankenhaus-... nachgehört und nachgelesen werden.

Weitere Informationen:
http://www.ethikrat.org/veranstaltungen ... ankenhaus-...

Quelle: Pressemitteilung vom 24.10.2014
Ulrike Florian
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
http://idw-online.de/de/news609923
Deutscher Ethikrat
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Ökonomisierung in den Kliniken ist politisch gewollt!

Beitrag von WernerSchell » 21.11.2014, 07:47

Leitartikel: Ökonomisierung in den Kliniken ist politisch gewollt!
Rangiert in den Kliniken die Ökonomie vor der Empathie? Dieses Gefühl haben immer mehr Mitarbeiter
in den Krankenhäusern und auch Patienten - sie leiden darunter. Doch daran wird sich für viele so schnell
nichts ändern. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=873 ... ent&n=3876
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Arbeitsdichte in Kliniken mindert Behandlungsqualität

Beitrag von WernerSchell » 24.11.2014, 15:40

Arbeitsdichte in Kliniken mindert Behandlungsqualität
Junge Ärzte fordern Bürokratieabbau und reformierte Arbeitsabläufe


Wiesbaden – Mehr als drei Stunden täglich verbringen Ärzte allein mit der schriftlichen Dokumentation ihrer Arbeit. Das „Bündnis JUNGE ÄRZTE“ kritisiert in einem aktuellen Positionspapier die zunehmende Arbeitsverdichtung im deutschen Gesundheitssystem. Der wirtschaftliche Druck führe früher oder später zu Qualitätseinbußen in der medizinischen Versorgung: „Bereits heute geht dies auf Kosten dessen, wofür wir Arzt geworden sind: Behandeln, Heilen und der Kontakt zum Patienten“, bemängelt Dr. med. Alexis Müller-Marbach, der die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) in dem Bündnis vertritt.

Eine alternde Gesellschaft und moderne, aufwendige Therapien treiben die Kosten im Gesundheitswesen in die Höhe. Viele Kliniken reagieren darauf mit Einsparungen, auch beim Personal. „Gerade die Behandlung chronisch Kranker und Patienten mit Mehrfacherkrankungen nehmen sehr viel Zeit in Anspruch – das persönliche Gespräch bleibt da mitunter auf der Strecke“, sagt Müller-Marbach, Oberarzt an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf. Doch insbesondere die in der Betreuung und Dokumentation zeitintensiven Patienten, wie beispielsweise Menschen mit seltenen Erkrankungen, seien aus rein finanzieller Sicht für Kliniken unattraktiv. Dies müsse das DRG-System ausgleichen, das die Vergütungen im Gesundheitswesen regelt. Das Bündnis fordert dafür klare Kriterien anstelle der erneut dokumentationsintensiven Nachweispflicht des Aufwands im Einzelfall.

Die DGIM begrüßt das Positionspapier des „Bündnis JUNGE ÄRZTE“, so DGIM Generalsekretär Professor Dr. med. Dr. h.c. Ulrich R. Fölsch aus Kiel: „Viel zu häufig gehen Einsparungen in Kliniken auch zu Lasten einer anspruchsvollen Aus- und Weiterbildung.“ Doch gerade diese sei wichtig, um die medizinische Versorgung in ihrer jetzigen Qualität auch für die Zukunft zu erhalten. „Auf den hohen Kosten, die durch die Aus- und Weiterbildung entstehen, dürfen die Kliniken nicht sitzenbleiben“, betont Professor Fölsch.

Das Bündnis schlägt vor, die finanzielle Förderung von Weiterbildung an Qualitätskriterien zu koppeln, um hochwertige Programme zu fördern. Darüber hinaus sprechen sich die jungen Ärzte dafür aus, Arbeitsabläufe zu reformieren. Nur so könne sich der Arzt wieder auf seine eigentliche Tätigkeit, die Behandlung von Patienten, konzentrieren. Eine Möglichkeit wäre hier die Delegation nicht-ärztlicher Aufgaben an geschultes Personal. Aber auch ganz praktisch orientierte Lösungsansätze könnten die Ärzte entlasten: Schon effizientere IT-Systeme sparen Zeit, die den Patienten direkt zu Gute kommt.

Das „Bündnis JUNGE ÄRZTE“ ist ein Zusammenschluss der Vertreter der jungen Ärzte aus verschiedenen Verbänden und Fachgesellschaften, unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM).

Das vollständige Positionspapier des „Bündnis JUNGE ÄRZTE“ finden Sie hier.
http://dgim.de/portals/pdf/Kommissionen/Positionspapier Finale Version 15-06-2014 V2.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 24.11.2014
Pressekontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Pressestelle
Anne-Katrin Döbler
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-552
Fax: 0711 8931-167
voormann@medizinkommunikation.org
http://www.dgim.de
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Arzneimittelversorgung älterer Menschen - mehr Sorgfalt

Beitrag von WernerSchell » 26.12.2014, 09:29

Arzneimittelversorgung älterer Menschen - mehr Sorgfalt geboten!

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"Das wichtigste Medikament in der Gerontopsychiatrie ist Wasser.
Ein wesentlicher Anteil der unklaren Verwirrtheitszustände im Alter
ist auf einen Flüssigkeitsmangel zurückzuführen."

Ältere Menschen sind nicht einfach nur alte Erwachsene. Sie haben andere Erkrankungen, andere Stoffwechselgeschwindigkeiten
und andere Bedürfnisse.
Quelle: Dr. med. Jan Dreher in "Psychopharmakotherapie griffbereit", Schattauer Verlag, 2015
> viewtopic.php?f=4&t=20833

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Gute Informationen bzw. Handlungsempfehlungen sind im übrigen zu entnehmen:

Gesundheitsamt Bremen:
Flüssigkeitsversorgung älterer Menschen - aktueller Kenntnisstand
Quelle: Internethinweise
> http://www.gesundheitsamt.bremen.de/det ... .c.7978.de

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V.
Zu viele und inadäquate Medikamente für ältere Patienten – und die fatalen Folgen
Quelle: Pressemitteilung vom 13.09.2013
> viewtopic.php?f=6&t=19582&hilit=Arbeitskreis

Cornelia Stolze:
"Krank durch Medikamente", Piper Verlag, 2014
> viewtopic.php?f=4&t=20774

Hilko J. Meyer / Stefanie Kortekamp (Herausgeber):
Medikationsmananagement in stationären Pflegeeinrichtungen: Teamarbeit der Solisten
> viewtopic.php?f=4&t=20735

MDS:
"Grundsatzstellungnahme Essen und Trinken im Alter Ernährung und Flüssigkeitsversorgung älterer Menschen"
> viewtopic.php?f=3&t=20533

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
Seit Jahren wird in Pflegetreffs und Veröffentlichungen auf die Notwendigkeit, die Arzneimittelversorgung
älterer Menschen zu verbessern, aufmerksam gemacht. Auf Drängen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
hat sich der Rhein-Kreis Neuss in der Gesundheitkonferenz durch Einrichtung eines Arbeitskreises mit der
Thematik befasst und am 04.06.2014 Handlungsempfehlungen für die Pflegeeinrichtungen beschlossen.
Quelle. Zahlreiche Informationen im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
> index.php
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"Operation um jeden Preis"

Beitrag von WernerSchell » 28.01.2015, 10:08

Frontal21, ZDF, berichtete am 27.01.2015:
"Operation um jeden Preis"
> http://www.zdf.de/frontal-21/die-grosse ... 11194.html
(Beitrag - vorübergehend - anschaubar)!
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Pflege im Krankenhaus

Beitrag von WernerSchell » 25.02.2015, 15:44

Blickpunkt Klinik Februar 2015:
Pflege im Krankenhaus
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(25.02.15) Stress, Frust, Überlastung - so erleben viele Krankenschwestern und Pfleger ihren Arbeitsalltag. Laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung steigt die Belastung für die Pflegenden im Krankenhaus. Vor allem Gespräche mit Patienten und deren Betreuung blieben immer öfter auf der Strecke. Für die Situation machen Forscher den Personalmangel auf Stationen verantwortlich. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Stellen im Pflegedienst der Kliniken nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seit 2007 stetig zu, während die Pflegetage weiter zurückgehen. Mehr zu den Hintergründen und zu möglichen Lösungen für das Personalproblem in der Krankenpflege bietet der aktuelle "Blickpunkt Klinik".

Zum Blickpunkt Klinik:
http://www.blickpunkt-klinik.de
----
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes vom 25.02.2015
Herausgeber: AOK-Bundesverband
Webredaktion Tel.: 030/220 11-200 - Fax: 030/220 11-105
mailto: aok-mediendienst@bv.aok.de - http://www.aok-bv.de

+++ Bild +++
Alles - seit Jahren - bekannt und vorgetragen.
Siehe auch unter > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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"Stell Dir vor, der Arzt ist weg …" Ökonomie führt Regie

Beitrag von WernerSchell » 03.04.2015, 18:00

"Stell Dir vor, der Arzt ist weg …" Ökonomie führt Regie

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"Stell Dir vor, der Arzt ist weg … Ärzte trommeln gegen das geplante Versorgungsgesetz. Sie warnen vor einem Praxen-Sterben. Die Regierung will dagegen die Landflucht stoppen … Wenn manche Ärzte nun Ängste vor einem Praxen-Sterben schüren, ist das genauso unredlich, wie Patienten mit Verweis auf drohende Krankheiten zum Kauf von Igel-Leistungen zu nötigen. Viele Ärzte arbeiten hart und aufopferungsvoll. Manche aber nutzen die strukturelle Schwäche ihrer Nachfrage aus. Da der Markt es nicht richten kann, muss der Gesetzgeber einschreiten." - Quelle: Antje Höning, in einer Kolumne der Rheinischen Post vom 07.03.2015. - Der Ökonomin Antje Höning kann uneingeschränkt zugestimmt werden. Wenn die Kassenärzte durch den von den Krankenkassen finanzierten Sicherstellungsauftrag ein gesichertes Einkommen garantiert erhalten, muss es auch zulässig sein, bei Fehlentwicklungen im Interesse der beitragszahlenden Patienten steuernd einzugreifen. Dies ist dringend erforderlich, weil im Gesundheits- und Pflegesystem ohnehin schon über Gebühr die Ökonomie die Regie übernommen hat.
> viewtopic.php?f=4&t=20398&hilit=%C3%96konomie
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Ökonomie führt Regie

Beitrag von WernerSchell » 30.05.2015, 07:19

Texteinstellung bei Facebook am 30.05.2015:
Die Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen. Die kranken Menschen sind als "Fallpauschalen" (zur DRG-Entgeltabrechnung) willkommen, als "Patienten", die auf gute Zuwendung hoffen, stören sie nur! > viewtopic.php?f=4&t=20398&hilit=%C3%96konomisierung - Dazu Christoph Lohfert in seinem Buch "Das medizinische Prinzip - Handbuch für das Krankenhaus der Zukunft", Knaus Verlag, München 2013: "Notfall Krankenhaus. In unseren Kliniken regieren nicht mehr die guten Götter in Weiß, sondern längst der "Markt". Der Wettbewerb nährt eine Gesundheitswirtschaft, die alle möglichen Interessen befriedigt - nur die Gesundheit des Patienten wird hintenangestellt. … Die Medizin ist zu einem ´Gesundheitsmarkt` mutiert und wird von Gesetzen gesteuert, die ihre eigentliche Aufgabe des ´Helfens`, ´Heilens` und ´Schützens" nur noch in Fragmenten erkennen lassen."
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Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen

Beitrag von WernerSchell » 07.06.2015, 06:53

Texteinstellung bei Facebook am 07.06.2015:

"Die Ökonomie hat im Gesundheitssystem die Regie übernommen" (> viewtopic.php?f=4&t=20398). Die Praxis vieler Krankenhäuser, die leitenden Ärzte zur Steigerung der Operationszahlen zu zwingen, stößt zunehmend auf politischen Widerstand. Bundesminister Gröhe plant, den Chefarzt-Boni durch gesetzliche Regelungen zu kippen! (Quelle: Rheinische Post vom 06.06.2015). Man kann dazu nur sagen: Na endlich! Dazu meinte die Ärzte Zeitung bereits am 20.04.2015: "Diagnostik und Therapie: Weniger kann auch besser sein." Siehe im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk zahlreiche Beiträge zum Thema: "Mehr Operationen und medizinische Prozeduren ..." viewtopic.php?f=4&t=18006
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Druck auf Klinikärzte: "Viele sind ausgebrannt"

Beitrag von WernerSchell » 01.07.2015, 06:23

Ärzte Zeitung vom 01.07.2015:
Druck auf Klinikärzte: "Viele sind ausgebrannt"
Der ökonomische Druck in Kliniken wächst. Der Bremer Arzt und Medizinethiker, Professor Karl-Heinz Wehkamp,
hat Klinikärzte nach ihren Erfahrungen gefragt - die Antworten sind teils verheerend, wie er im Gespräch mit der
" Ärzte Zeitung" schildert.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=889 ... hik&n=4319
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Das Gespräch ist der Kern der Medizin

Beitrag von WernerSchell » 18.07.2015, 06:32

Aus Forum:
viewtopic.php?f=2&t=21180

Das Gespräch ist der Kern der Medizin

"Der kranke Mensch ist derjenige, der am Ende mit einem Gefühl nach Hause gehen muss, dass ihm geholfen wurde.
Dieses Gefühl kann entstehen, wenn der Arzt eine Atmosphäre geschaffen hat, innerhalb derer sich der Patient verstanden
und als Individuum ernst genommen fühlt. Ohne eine solche Atmosphäre kann keine wirkliche Qualität realisiert werden."

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Prof. Dr. Giovanni Maio in Zeitschrift "MDKforum", Das Magazin der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung, Heft 2/2015 (Seite 30).
Prof. Dr. Giovanni Maio ist Autor des Buches "Medizin ohne Maß?"
Näheres unter folgender Adresse: viewtopic.php?f=2&t=20658

+++
Der vorstehende Text wurde am 17.07.2015 u.a. bei Facebook gepostet.
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Gesunde werden für krank erklärt - Ökonomisierung

Beitrag von WernerSchell » 01.09.2015, 06:46

Aus Forum:
viewtopic.php?f=6&t=21239

Am 01.09.2015 wurde folgender Texte bei Facebook gepostet:

Gesunde werden für krank erklärt - Ökonomisierung hemmungs- und grenzenlos!
"Boreout statt Burnout - Wenn Langeweile krank macht". Wirklich eine neue Krankheit oder nur ein Geschäftsmodell? (> Info vom 27.08.2015) - Müssen wir uns nicht auf die wirklich wichtigen psychischen Krankheitssituationen konzentrieren? Gefordert werden u.a. "… strengere Regulierung der Werbung für bestimmte Medikamente oder Behandlungen, um erst gar keine Modekrankheiten aufkommen zu lassen. So müsse etwa verboten werden, Arzneimittel als Lösung für bloße Befindlichkeitsstörungen anzupreisen." - Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 11/2015 - Der WDR, Westpol, informierte am 10.05.2015 sehr anschaulich über Modekrankheiten. http://www1.wdr.de/mediathek/video/send ... en100.html (Näheres im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: viewtopic.php?f=6&t=21239 )
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