Clowns in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aktiv

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Clowns in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aktiv

Beitrag von WernerSchell » 06.11.2017, 07:20

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Betriebskrankenkassen und ROTE NASEN Deutschland e.V. starten Präventionsprojekt

Berlin, 2. November 2017. Die Verbände der Betriebskrankenkassen und der ROTE NASEN Deutschland e.V. haben eine Rahmenvereinbarung zur Prävention in Pflegeheimen unterzeichnet. „Damit kommen die bekannten Clowns künftig auch Senioreneinrichtungen zum Einsatz“, erklärt Burkhard Spahn, Vorstand des federführenden BKK Landesverbandes Mitte. Denn: Nicht nur kranke Kinder, sondern auch Seniorinnen und Senioren brauchen oft seelische Unterstützung. Mit dem ROTE NASEN Deutschland e.V. habe man einen erfahrenen Partner gewonnen, der genau diese Unterstützung anbiete, so Spahn.

Nach Inkrafttreten des Präventionsgesetzes können nach den Krankenkassen nun auch die Pflegekassen Projekte zur Primärprävention unterstützen. Daher haben die BKK Landesverbände Bayern, Mitte, Nordwest und Süd sowie der BKK Dachverband e.V mit dem ROTE NASEN Deutschland e.V. eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die den Einsatz speziell ausgebildeter Künstler in Senioreneinrichtungen vorsieht.

„Clownvisiten werden überwiegend finanziert von der Großzügigkeit vieler Privatspender. Es gibt keine staatlichen Zuschüsse. Dass nun aber die Betriebskrankenkassen unsere Arbeit fördern, ist mehr als eine Anerkennung. Es macht deutlich, dass Clownvisiten als essenziell für die Pflege gesehen werden. Das ist eine wichtige Entwicklung für uns von ROTE NASEN und andere Clownorganisationen, die ähnlich arbeiten wie wir“, so Claus Gieschen, Geschäftsführer von ROTE NASEN Deutschland e.V.

Während der Clownvisite motivieren die Künstler die Seniorinnen und Senioren auf humorvolle Weise zum Mitmachen. Gezielt werden damit die vorhandenen Ressourcen gefördert. Ziel ist, den Alltag durch das gemeinsame Lachen zu meistern. „Bei Bedarf bieten die Clowns auch Schulungen für das Personal an“, so Burkhard Spahn.

Die 87 Betriebskrankenkassen versichern bundesweit 9,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Parallel schenken derzeit 26 ausgebildete Clowns pro Jahr rund 35.000 jungen und alten Menschen fröhliche Augenblicke. Um die Clownvisite anzubieten, erklärt die entsprechende BKK ihren Beitritt zur Rahmenvereinbarung. Anschließend organisiert sie den Einsatz der Clowns in den Pflegeeinrichtungen, mit denen sie eine Kooperation abgeschlossen hat. Als erste Krankenkassen sind die BKK VBU und die BAHN BKK der Vereinbarung beigetreten.

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Konrad Ehing, Vorsitzender des Vorstandes des BKK Landesverbandes Süd, Claus Gieschen, Geschäftsführer von ROTE NASEN Deutschland e.V., Reinhard Horstkotte, künstlerischer Leiter von ROTE NASEN Deutschland e.V. als Clown „Filou“, Andrea Galle, Vorständin der BKK VBU, Burkhard Spahn, Vorstand des BKK Landesverbandes Mitte, Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern, Manfred Puppel, Vorstand des BKK Landesverbandes Nordwest, Hanka Knoche, Vorstand der BAHN-BKK, Hans-Jörg Gittler, Vorstandsvorsitzender der BAHN-BKK und Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes bei der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung (v.l.n.r.)

Quelle: Pressemitteilung vom 02.11.2017
BKK Landesverband Mitte • Körperschaft des öffentlichen Rechts
Eintrachtweg 19 • 30173 Hannover
https://www.bkkmitte.de/presse/artikel/ ... ojekt.html
https://www.bkk-dachverband.de/presse/p ... ichtungen/
https://www.rotenasen.de/bkk-foerdert-clownvisiten/

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Deutsches Ärzteblatt vom 02.11.2017:

Betriebskranken­kassen bringen Clowns ins Seniorenheim

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Quelle: Deutsches Ärzteblatt /dpa

Berlin – Die Verbände der Betriebskrankenkassen (BKK) und der Verein Rote Nasen Deutschland haben eine Rahmenvereinbarung zur Prävention in Pflegeheimen unterzeichnet. Damit können Clowns künftig nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in Senioreneinrichtungen zum Einsatz kommen.

Während der Clown-Visite motivieren die Künstler Senioren auf humorvolle Weise zum Mitmachen und fördern damit gezielt vorhandene Ressourcen. Ziel ist, den Alltag durch das gemeinsame Lachen zu meistern. „Bei Bedarf bieten die Clowns auch Schulungen für das Personal an“, sagte Burkhard Spahn, Vorstand des federführenden BKK-Landes­verbandes Mitte > https://www.bkkmitte.de/ . Grundlage der Zusammenarbeit ist das Präventionsgesetz, das neben Krankenkassen nun auch Pflegekassen ermöglicht, Projekte zur Primärprävention zu unterstützen.

Links
Deutsches Ärzteblatt print
Studie zu Klinikclowns: Wohlbefinden steigern > https://www.aerzteblatt.de/archiv/17298 ... n-steigern
aerzteblatt.de
Klinikclowns wünschen mehr Unterstützung von Land und Bund > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... d-und-Bund
Kinder- und Jugendpsychiatrie: „Manege frei“ für Dresdner Patienten > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... sychiatrie

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Der 27. Neusser Pflegetreff ist für den 22.11 2017 geplant und wird sich mit dem Thema
"Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit schenken
- körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter …

befassen. …. Mit Blick auf das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz ist das Thema ganz wichtig (> Infos - ständige Aktualisierung - > viewtopic.php?f=7&t=22212 ).
Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und auch Demenz lassen sich durch eine frühzeitig begonnene gesunde Lebensführung (richtige - mediterrane - Ernährung, ausreichende Bewegung und Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte usw.) weitgehend vermeiden. Gleichwohl eintretende Gesundheitsstörungen (z.B. Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes) lassen sich durch eine gesunde Lebensführung günstig beeinflussen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. Es macht Sinn, möglichst frühzeitig eine gesunde Lebensführung zu praktizieren. ….Auch für ältere Menschen macht Prävention … Sinn. Daher gibt es für die Stationären Pflegeeinrichtungen mittlerweile eine Leitlinie zur Prävention, die aber fast überhaupt nicht bekannt ist. … Dies sollte Veranlassung geben, das o.a. Thema auch im Interesse der älteren und pflegebedürftigen Menschen aufzugreifen.
Beim Pflegetreff wird aber auch das Thema "Humor und Lachen" mit Blick auf zielgerichtete Clownsangebote in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen informiert. Dazu passt die o.a. Vereinbarung!


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> viewtopic.php?f=6&t=21224
> viewtopic.php?f=7&t=22212
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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