Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 23.12.2014, 17:22 
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Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 23.12.2014
erneut über das geplante Pflegeheim in Norf und titelte:
"Neuss sieht gute Chancen für eine Seniorenzentrum in Norf".
Neuss - Trotz der Ankündigung des Rhein-Kreises, keine neuen Altenheime zu unterstützen, wird der Neusser Bauverein
Anfang nächsten Jahres - über die Neusser Diakonie - beim Kreis einen Antrag stellen, in Norf das geplante Seniorenzentrum
an der Nievenheimer Straße zu errichten. Das ist das Ergebnis eines runden Tisches, zu dem der Bauverein Vertreter aus
Politik und Stadtverwaltung eingeladen hatte. .....
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk war mit seinem Vorstand Werner Schell beim Runden Tisch vertreten.

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BeitragVerfasst: 01.01.2015, 19:22 
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Der Rhein-Kreis Neuss hat den hier in Rede stehenden Kreistagsbeschluss
übersandt. Er lautet:


"Der Kreistag hat in seiner 4. Sitzung am 16.12.2014 folgenden Beschluss gefasst:
Der Kreistag beschließt gemäß § 7 Abs. 6 APG NRW das Gutachten „Pflegebedarfsanalyse
Rhein-Kreis Neuss“ der Institut for Health Care Buisness GmbH vom November 2013 zur
Örtlichen Planung im Sinne des § 7 Abs. 1 APG NRW zu erklären.
Die Verwaltung wird beauftragt, das Gutachten und diesen Beschluss des Kreistages gemäß
§ 7 Abs. 6 Satz 1 APG NRW öffentlich bekannt zu machen.
Der Kreistag beschließt des Weiteren, dass gemäß § 11 Abs. 7 APG NRW eine Förderung für
vollstationäre Pflegeeinrichtungen im Sinne des § 14 AGP NRW, die im Rhein-Kreis Neuss
neu entstehen und zusätzliche Plätze schaffen sollen, davon abhängig ist, dass für diese
Einrichtungen auf der Grundlage der örtlich verbindlichen Bedarfsplanung nach § 7 Abs. 6
APG NRW ein Bedarf bestätigt wird (Bedarfsbestätigung). Maßstab für die Bedarfsfeststellung
ist alleine der Gesamtbedarf im Rhein-Kreis Neuss. Der Kreistag wird im Prozess der
Umsetzung des Beschlusses auf die Ausgewogenheit des Bedarfs in den Städten und
Gemeinden achten.
Die Verwaltung wird beauftragt, diesen Beschluss des Kreistages gemäß § 11 Abs. 7 Satz 2
APG NRW öffentlich bekannt zu machen."


Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und der Rhein-Kreis Neuss haben sich in
mehreren Schriftsätzen über die Beurteilung der Angelegenheit ausgetauscht.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk möchte erreichen, dass neben den Bettenzahlen
auch andere Kriterien bei der Planung von stationären Pflegeeinrichtungen
Berücksichtigung finden. Insbesondere muss Bedeutung haben, dass mit dem Bau
einer neuen Pflegeeinrichtung auch ein altengerechtes Quartier mit vielfältigen
Angeboten gestaltet wird.


Werner Schell

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BeitragVerfasst: 18.01.2015, 07:43 
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Zitat der Woche in CAREkonrekt vom 02.01.2015:
"Ich möchte im Alter nicht eingesperrt in einem eigenen Dorf für Demente leben."
Barbara Steffens (Grüne), Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen, in der "Westdeutsche Allgemeinen Zeitung" (WAZ).
> viewtopic.php?f=4&t=20303&hilit=Hameln

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Ergänzend dazu:
Pflegeheim mit offenen Türen > http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/qua ... dh100.html - In dem niederländischen "Dorf" werden nur solche Demenzkranke betreut, die in die Struktur des Unternehmens passen. Wir haben 2013 im "Nachtcafé", SWR, darüber bereits informiert.
> viewtopic.php?f=7&t=18545&hilit=Nachtcaf%C3%A9
Es ist sicherlich nicht "DIE" Lösung. - Es gibt vielfältige Möglichkeiten der Pflege und Betreuung. Aber wir müssen darauf achten, dass dementiell erkrankte Menschen möglichst nicht ausgesondert werden, sondern in altengerechten Quartieren verbleiben können. Darum müssen wir uns wohl vorrangig kümmern! - Über die Neusser Situation wird übrigens beim Pflegetreff am 14.04.2015 informiert (auch mit Infoständen):
> viewtopic.php?f=7&t=20569

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BeitragVerfasst: 21.01.2015, 17:00 
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viewtopic.php?f=4&t=20866

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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


21.01.2015

Planung von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere und behinderte bzw. pflegebedürftige Menschen

Das Alten- und Pflegesetz Nordrhein-Westfalen - APG NRW - vom 02.10.2014 (GV. NRW - Ausgabe 2014 Nr. 29 vom 15.10.2014 1) regelt die Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und beschreibt Grundsätze zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen.
Dabei ist das Ziel die Sicherstellung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Unterstützungsstruktur für ältere Menschen und pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige durch die Förderung der Entstehung, Entwicklung und Qualität von Dienstleistungen, Beratungsangeboten, Pflegeeinrichtungen und alternativen Wohnformen. Sämtliche Maßnahmen nach diesem Gesetz sind darauf auszurichten, das Selbstbestimmungsrecht von älteren Menschen und pflegebedürftigen Menschen in jeder Lebensphase zu sichern (§ 1 APG NRW).
Ausgangspunkt für Planungen und die Gestaltung der Angebote sind die Bedarfe älterer Menschen, pflegebedürftiger Menschen und deren Angehöriger. Die Angebote sollen orts- beziehungsweise stadtteilbezogen vorgehalten und weiterentwickelt werden und den älteren oder pflegebedürftigen Menschen weitestgehend ermöglichen, an dem Ort ihrer Wahl wohnen zu können; die besonderen Bedarfe des ländlichen Raums sind zu berücksichtigen (§ 2 APG NRW).
Die Kreise und kreisfreien Städte sind nach dem APG NRW verpflichtet, eine den örtlichen Bedarfen entsprechende pflegerische Angebotsstruktur sicherzustellen, und beziehen die kreisangehörigen Städte und Gemeinden ein (§ 4 APG NRW). Dabei ist der quartiersnahen Versorgung höchste Priorität zugedacht (§ 5 APG NRW).
Die Planung der Kreise und kreisfreien Städte hat übergreifende Aspekte der Teilhabe einer altengerechten Quartiersentwicklung zur Sicherung eines würdevollen, inklusiven und selbstbestimmten Lebens, bürgerschaftliches Engagement und das Gesundheitswesen einzubeziehen. Die örtlichen Planungsergebnisse sowie die Umsetzung von Maßnahmen sind durch Beschluss der Vertretungskörperschaft festzustellen, beginnend mit dem Stichtag 31.12.2015. Dieser Beschlussfassung muss zwingend eine Beratung in der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege voraus gehen (§ 7 APG NRW).

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk erklärt aus gegebenem Anlass:

Die den Kreisen und kreisfreien Städten obliegenden Planungsaufgaben nach dem APG NRW sind danach auszurichten, dass den älteren und pflegebedürftigen Menschen möglichst wohnortnahe Angebote zur pflegerischen und sonstigen Versorgung zur Verfügung stehen sollten. Dabei müssen Auswahlmöglichkeiten bestehen.

Wenn es auch richtig erscheint, bei den hier in Rede stehenden Planungen bereits vorhandene Angebote zu berücksichtigen, darf und kann das nicht dazu führen, diesbezügliche Planzahlen als wichtigstes oder gar als alleiniges Entscheidungskriterium heranzuziehen. Würde man diesem Grundsatz folgen, wären die Auswahlmöglichkeiten der älteren und pflegebedürftigen Menschen unverhältnismäßig eingeschränkt und eine selbstbestimmte Entscheidung über die gewünschte bzw. erforderliche (stationäre) Versorgung ausgeschlossen. Im Übrigen wären die Kriterien der marktwirtschaftlichen Ordnung komplett ausgehebelt.

Daher müssen zum Beispiel neben den Bettenzahlen der bereits am Markt befindlichen stationären Pflegeeinrichtungen auch andere Erwägungen eine Rolle spielen. Die auf der Grundlage von Qualitätsprüfungen des MDK vorgestellten Berichte und Pflegenoten sollen gerade ausdrücklich dazu animieren, unter den vorhandenen Angeboten auswählen zu können. Die Pflegenoten sollen – gesetzgeberisch gewollt - bei der Heimauswahl eine maßgebliche Rolle spielen. Eine Regelung dergestalt, dass die Wahlfreiheit durch Verweis auf freie Betten bei einem Träger mit weniger guten Noten eingeschränkt wäre, ist unter keinen Umständen hinnehmbar. 2)

Bei der Heimauswahl sind unter Umständen auch weitergehende Überlegungen von Bedeutung: 3)
Werden ein gutes medizinisches Netzwerk und eine bestmögliche Arzneimittelversorgung garantiert? Gibt es ausreichend absenkbare Betten (u.U. zur Vermeidung von Fixierungen)? Was bietet die Einrichtung zu den folgenden Dienstleistungsbereichen? … Schmerzmanagement, Dekubitusprophylaxe einschließlich Wundversorgung, Inkontinenzversorgung, Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung … Steht insoweit entsprechend geschultes Personal zur Verfügung?
Können durch andere geeignete Maßnahmen freiheitsentziehende Maßnahmen (Fixierung, Psychopharmaka) ausgeschlossen werden (absenkbare Betten - siehe oben)? Gibt es eine funktionierende Palliativpflege mit entsprechend qualifiziertem Personal oder ggf. gute Zusammenarbeit mit einem ambulanten Hospizdienst? Gibt es die Möglichkeit, eine Patientenverfügung durch eine hausärztliche Notfallanordnung zu ergänzen (zur Vermeidung von unnötigen Krankenhausaufenthalten – siehe dazu das Projekt „beizeiten – begleiten“)? Erscheinen die Führungskräfte besonders geeignet und sind sie in der Lage, ihre MitarbeiterInnen trotz schlechter Pflege-Rahmenbedingungen zu motivieren und Ehrenamtler für ergänzende Hilfen einzuwerben? Wird die Einrichtung offen geführt und ist sie ggf. Teil eines altengerechten Quartiers? …

Die Träger sind nach all dem aufgefordert, bestmögliche Dienstleistungen anzubieten und zu gestalten. Dazu gehört auch, vorhandene Zweibettzimmer in Einbettangebote umzuwandeln. „Normale“ Pflegebetten können ggf. auch in Kurzzeitpflegeplätze umgewandelt werden. Auch andere ergänzende Angebotsveränderungen sind vorstellbar: Tages- oder Nachtpflegeplätze. …

Die Entscheidungen der Kreise und kreisfreien Städte für oder gegen eine weitere stationäre Pflegeeinrichtung müssen nach Auffassung von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk immer nach den maßgeblichen örtlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Daher ist es auch mit dem APG NRW unvereinbar, allein auf Planzahlen abzustellen. Auch die Regelungen des SGB XI, die auf eine pflegwissenschaftlich gründende Pflege abstellen (vgl. z.B. § 11 SGB XI) wären eingeschränkt.

Es macht daher zum Beispiel wenig Sinn, pflegebedürftige Menschen bzw. ihre Angehörigen einfach auf wohnortfern vorhandene Einrichtungen mit freien Betten verweisen zu wollen. Zu bedenken ist nämlich u.a., dass bei einer Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung immer der möglichst unkomplizierte Kontakt zu Familie, Nachbarschaft oder Freunden ermöglicht werden sollte. Dies sind ja auch Erwägungen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung und Gestaltung von altengerechten Wohnquartieren wichtig sind.

Die Kreise und kreisfreien Städte dürften unter Berücksichtigung des ausreichend vorliegenden Datenmaterials in der Lage sein, die gebotenen Entscheidungen mit eigenen Dienstkräften vorzubereiten. Soweit aber die Einschätzung einer externen Institution für erforderlich erachtet wird, müsste durch einen entsprechend formulierten Gutachterauftrag sichergestellt werden, dass neben dem Datenmaterial (Zahl der Einrichtungen, Bettenzahlen) auch andere wichtige Faktoren angemessen gewichtet werden. Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk steht insoweit auch für eine Mitbeurteilung zur Verfügung.

Werner Schell
Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

1) https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_det ... g=0&menu=1
2) Hier soll unberücksichtigt bleiben, dass der bestehende Pflege-TÜV seit Jahren in der Kritik steht und durch eine bessere Regelung abgelöst gehört.
3) Siehe hierzu auch den 4. Pflege-Qualitätsbericht des MDS, vorgelegt am 14.01.2015 >>> viewtopic.php?f=4&t=20851

+++
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).

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Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 25.02.2015:
Neuss
In Norf soll jetzt doch ein Altenheim gebaut werden

Neuss. Der Rhein-Kreis sieht eine "Lösung zum Greifen nahe".
Im lange währenden Streit um das angestrebte Altenheim an der Nievenheimer Straße in Norf ist offenbar eine Kompromisslinie gefunden worden. Statt der 80 gewünschten Plätze stellt der Kreis, so ist zu hören, die Genehmigung für eine reduzierte Bettenzahl im Bereich der stationären Pflege in Aussicht. Die Kreis-Diakonie der evangelischen Kirche als interessierter Betreiber und der Neusser Bauverein als Investor müssen nun ausrechnen, ob sich auf dieser Basis ein wirtschaftlicher Betrieb der Einrichtung darstellen lässt.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.4902325

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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 14:39 
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Konsens für Pflegeheim in Norf gefunden:
40 Plätze und ein "Quartierskonzept"


Rhein-Kreis Neuss. Der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Neuss, der Neusser Bauverein und die Diakonischen Werke haben sich in der Debatte über ein künftiges Pflegeheim in Norf geeinigt. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sprach von "einer sinnvollen Lösung, die die Belange aller Beteiligten, vor allem aber die der Norfer Bürgerinnen und Bürger, berücksichtigt". Der Kreistag hatte kürzlich eine kommunale Pflegebedarfsplanung verabschiedet, die derzeit ein Überangebot an Pflegeplätzen feststellt.

Jetzt geschah aber der Durchbruch: Der Kreis gibt grünes Licht für eine weitere Planung mit 40 vollstationären Plätzen. Es werden in den kommenden Jahren bei verschiedenen Heimträgern im Kreisgebiet Plätze verloren gehen, weil bestehende Einrichtungen modernisiert und Doppel- in Einzelzimmer umgewandelt werden. "Dies wird uns wahrscheinlich im Zuge der angedachten Sanierung des in Trägerschaft des Kreises befindlichen Seniorenhauses ,Lindenhof' in Grevenbroich selbst treffen", so Petrauschke. "Die so wegfallenden Plätze sollen dann in Norf gebündelt werden und dort in einem Neubau den Menschen aus dem Neusser Süden für eine ortsnahe Unterbringung zur Verfügung gestellt werden", ergänzt Landratsvertreter Jürgen Steinmetz.

Die Stadt Neuss hatte großen Wert auf solch eine Lösung gelegt, da sie auf ihrem Gebiet knappe Kapazitäten an Heimplätzen befürchtete. "Dies ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Versorgungssituation der Menschen im Neusser Süden", freut sich Sozialdezernent Stefan Hahn.

Wesentliches Argument für die Zustimmung des Rhein-Kreises Neuss für das Vorhaben in Norf war neben der geringen Größe des Heims mit nur 40 Plätzen die Zusage von Investor und Betreiber, die neue Pflegeeinrichtung zum Mittelpunkt eines "Quartierskonzepts" zu machen. Betreutes Wohnen, ein Stadtteiltreff, eine Tagespflegeeinrichtung und ambulante Angebote sollen als Bausteine eines entstehenden Wohnviertels geprüft werden.

"Wir haben mit dem von uns betreuten Wohnprojekt auf der südlichen Furth bereits Erfahrungen mit solchen Verbundsystemen", erklärt Christoph Havers, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in der Stadt Neuss. Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk im Rhein-Kreis Neuss unter Leitung von Bernd Gellrich will er für das Norfer Projekt die Trägerschaft übernehmen. Die Beteiligten prüfen die Einrichtung eines Quartiermanagers, der mit Fördermitteln zur "Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW" bezuschusst werden könnte.

Errichtet werden soll der Komplex vom Neusser Bauverein. Dessen Vorstandsvorsitzender Frank Lubig freut sich schon auf "die Chance, Norf sowohl im sozialen als auch im städtebaulichen Bereich ein gutes Stück voranbringen zu können". Er begrüßt die Entscheidung, das 26 000 Quadratmeter große Areal generationenübergreifend zu entwickeln: "In Zeiten des demographischen Wandels ist eine wohnortnahe Versorgung älterer Menschen im Sinne einer sozialen, zukunftsorientierten Stadt unverzichtbar."

Quelle: Pressemitteilung vom 25.02.2015
Thilo Zimmermann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impressum:
Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Harald Vieten (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anne Bueren
Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: +49 2131 928 1301
Fax: +49 2131 928 81301
Email: Anne.Bueren@rhein-kreis-neuss.de

Lernen Sie den Rhein-Kreis Neuss in nur 7 Minuten kennen!
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BeitragVerfasst: 26.02.2015, 09:35 
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Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 26.02.2015:
Neuss
Norf erhält 40 neue Altenheim-Plätze
Neuss. Moderne Pflegeeinrichtung soll Mittelpunkt eines Quartierkonzeptes werden.
Von Ludger Baten
Perfekt: Der Rhein-Kreis wird ein neues Pflegeheim für Senioren mit 40 vollstationären Plätzen im Neusser Süden genehmigen. Der städtische Bauverein wird als Investor das 26 000 Quadratmeter große Grundstück an der Nievenheimer Straße in Norf entwickeln; die Pflegeeinrichtung werden die Diakonischen Werke betreiben. Mit einer gemeinsamen Pressemitteilung bestätigten gestern der Rhein-Kreis, die Stadt Neuss, der Bauverein und die Diakonischen Werke einen entsprechenden NGZ-Bericht. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke spricht von "einer sinnvollen Lösung, die die Belange aller Beteiligten, vor allem aber die der Norfer Bürger, berücksichtigt."
...
Über die nun gefundene Lösung freut sich auch der Erfttaler Werner Schell. Der Motor des Vereins "Pro Pflege" hat nach eigener Einschätzung "nicht unmaßgeblich" mit seinen konkreten Hinweisen auf ein Quartierkonzept, einen Quartiermanager und bereitstehende Fördermittel zum Erfolg beigetragen.
Quelle: NGZ - http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.4904685

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 Betreff des Beitrags: Quartierskonzept notwendig
BeitragVerfasst: 10.08.2015, 06:30 
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"Wer dauerhaft auf Hilfe angewiesen ist, braucht Verbindlichkeit. Gute Pflege benötigt eine professionelle Unterstützungskultur, zu der nicht nur eine geeignete Architektur, sondern auch informelle Unterstützungswerke zählen … In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Menschen sich wünschen, in den eigenen vier Wänden alt zu werden, ist ein behutsames Quartiersmanagement notwendig."
Eva Douma in "Juhu, wir werden alt und bauen ab!", Cividale Verlag, 2015 (Seite 227). Quelle: viewtopic.php?f=4&t=21156
Das passt zur Fachtagung am 14.08.2015 im Kreishaus Grevenbroich: viewtopic.php?f=7&t=21148

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BeitragVerfasst: 02.12.2015, 09:01 
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Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 02.12.2015:
"Land soll Quartiersmanager fördern
Kreis und Diakonie sollen mit Norfer Projekt an Modellprojekt teilnahmen"

von Christoph Kleinau
...

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat dazu am 02.12.2015 der NGZ mitgeteilt:

Sehr geehrter Herr Kleinau,
ich danke für Ihre Hinweise zu unseren Erfttaler Quartiershilfen und den Anfordernissen, solche Hilfen in allen Stadtteilen zu installieren. Insoweit gibt es eine bescheidene Weiterentwicklung: Die Stadt Neuss hat nämlich eine Bedienstete, Frau Gudrun Jüttner, angestellt, die sich u.a. in den Neusser Stadtteilen entsprechend umschauen soll, um dort Hilfestrukturen zu unterstützen. Ich habe mit Frau Jüttner bereits mehrere Gespräche geführt und habe den Eindruck, dass sie mit großer Sachkunde und hoch motiviert tätig ist.
Unabhängig davon muss im politischen Bereich eine Menge mehr passieren. Dazu habe ich ja umfängliche Statements verfasst und auch kürzlich die SPD-Fraktion bzw. den neuen Bürgermeister angeschrieben. Siehe dazu u.a. unter:
viewtopic.php?f=4&t=21346
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf / viewtopic.php?f=4&t=21213
Die Entwicklung von Quartierskonzepten ist dringlich, zumal nach einem aktuellen Barmer GEK Report die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stärker steigen wird als erwartet - siehe > viewtopic.php?f=4&t=21367
Ich werbe daher immer noch dafür, das Thema "kommunale Quartierskonzepte" in einem größeren Zusammenhang aufzugreifen. Das Norfer Quartier kann dabei als Musterbeispiel dienen, wie man zukünftig kommunale Entwicklungsarbeit anzugehen hat. An einigen Vorgesprächen betr. die Norfer Planungen war ich im Übrigen beteiligt und habe in diesem Zusammenhang auch ein Papier zur Planung von Wohn- und Betreuungsangeboten vorgestellt - siehe > viewtopic.php?f=4&t=20866 Letztlich habe ich auch ein wenig mit dazu beigetragen, dass die ursprünglich mit 80 Betten geplante Pflegeeinrichtung kleiner ausgestaltet wird, 40 Betten, und so die Billigung des Rhein-Kreises Neuss finden konnte (eine Art Kompromiss wurde gefunden). Bekanntlich wurde ja im politischen Bereich über die Heimplanung und die Kapazitätsfragen lebhaft gestritten.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 27.01.2016, 07:59 
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Am 27.01.2016 bei Facebook gepostet:

Pflegeheimplanung muss - auch im Rhein-Kreis Neuss - vorrangig auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen bzw. ihrer Angehörigen abgestellt werden. Es ist nicht akzeptabel, den Schwerpunkt solcher Erwägungen vornehmlich auf die wirtschaftlichen Interessen der Kostenträger abzustellen. > viewtopic.php?f=4&t=21256&p=90656#p90656 Bedauerlicherweise neigen die Medien dazu, in erster Linie die behördliche Meinung vorzustellen und die eher kritischen Anmerkungen derjenigen, die die "Pflegewelt" tagtäglich hautnah erleben, unberücksichtigt zu lassen. - Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk - http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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BeitragVerfasst: 12.03.2016, 08:47 
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Am 12.03.2016 bei Facebook gepostet:
"Zu viele Pflegeplätze, zu wenig Ärzte?" (NGZ-Bericht vom 12.03.2016) > http://www.rp-online.de/nrw/staedte/gre ... -1.5830640 - Dazu ergibt sich: Pflegeheimplätze müssen an den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen ausgerichtet werden (vgl.: Presseinfo vom 21.01.2015). > viewtopic.php?f=4&t=20866 - Über die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung (auf dem Land) wird seit Jahren diskutiert. Veränderungen werden immer im "Kleinschrittformat" angekündigt. Da wir grundsätzlich keinen Ärztemangel haben, liegt das Problem in der "Verteilung" der Ärzte. Daher müssen die Vorgaben für die Zulassung entsprechend geändert und konsequent durchgesetzt werden. Das auch von der Politik unterstützte Drängen von Fachärzten in städtische Zentren muss beendet werden. Ergänzend erscheint eine Stärkung der "sprechenden Medizin" zwingend. Rd. 90% der Diagnosen können im Gespräch erkundet bzw. abgeklärt werden. Daher sind viele Einsätze der sog. Apparatemedizin entbehrlich und belasten das Gesundheitssystem unnötig. Siehe u.a. unter > viewtopic.php?f=4&t=18219

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CAREkonkret, Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege, hat in Ihrer Ausgabe am 25.11.2016
zum "Zwist um Pläne für ein modernes Heim in Neuss-Norf" berichtet und weiter getitelt
:
"Das Ende im monatelangen Kostenstreit ist in Sicht".
Der entsprechende Bericht von Uwe Lötzerich steht als pdf-Datei zur Verfügung und ist unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.neuss-erfttal.de/forum/viewt ... ?f=5&t=202

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BeitragVerfasst: 15.07.2017, 06:41 
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Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete 15. Juli 2017:

Neuss
Pachtvertrag für Altenheim in Norf unterschrieben


Neuss. Der Pachtvertrag für das geplante Seniorenheim an der Nievenheimer Straße ist unterschrieben. Das teilte der Neusser Bauverein gestern mit. Die Diakonie Neuss und die Diakonie Rhein-Kreis haben einen Pachtvertrag über 25 Jahre unterschrieben, um das Seniorenheim mit 40 Plätzen - optional mit 80 Plätzen - zu betreiben. "Wir freuen uns, dass wir mit der Diakonie einen starken Sozialpartner gefunden haben. Es ist für uns das erste Seniorenheim, das wir errichten werden", erklärte Frank Lubig, Vorstandsvorsitzender des Neusser Bauvereins.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.6950220

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