Armutsbericht: Armut in Deutschland verfestigt sich

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Arm bleibt arm - Armut stagniert auf hohem Niveau

Beitrag von WernerSchell » 30.08.2017, 06:37

Im Auftrag der Nationalen Armutskonferenz (nak) versenden wir nachfolgende
Pressemitteilung:

Arm bleibt arm - Armut stagniert auf hohem Niveau

Berlin, 28. August 2017 Zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Armut in Deutschland erklärt Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz und Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz:

"Trotz guter wirtschaftlicher Lage und niedriger Arbeitslosenzahlen stagniert die Armut in Deutschland mit einer Armutsquote von fast 16 Prozent auf hohem Niveau. Diese Zahlen sind ein bedrückendes Zeugnis für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik der letzten Jahre. Die Bundesregierung hat kaum etwas getan, um die systematische soziale Benachteiligung von Frauen und von Menschen mit Migrationshintergrund zu überwinden. Sie hat die Notwendigkeit, gute Arbeit statt prekärer Beschäftigung zu fördern, nicht erkannt. Die aktuellen Armutszahlen sind ein Aufruf zum Handeln und zur klaren Schwerpunktsetzung in der heißen Phase des Wahlkampfes. Wir brauchen endlich eine entschiedene Politik der Armutsbekämpfung in Deutschland."

Hintergrund: Fast jede zweite Alleinerziehende lebt in Armut. Die Armutsquote von Seniorinnen ist vier Prozent höher als die von Männern im Seniorenalter.
Fast zwei Drittel aller Erwerbslosen lebt in Armut. Mehr als jede dritte Person mit geringem Qualifikationsniveau ist arm. Und das Armutsrisiko von Menschen mit Migrationshintergrund ist doppelt so hoch wie das aller anderen.

(Quelle: Statistisches Bundesamt - http://www.amtliche-sozialberichterstat ... uoten.html )

Pressekontakte:
Nationale Armutskonferenz
c/o Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.
Telefon: 030 820 97 111
E-Mail: diakonie-pressestelle@dwbo.de

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

******************************
Sarah Spitzer

Pressestelle, Zentrum Kommunikation
Telefon +49 30 65211-1780 | Fax +49 30 65211-3780
E-Mail: pressestelle@diakonie.de

Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband Caroline-Michaelis-Str. 1 | 10115 Berlin Telefon +49 30 65211-0 | Fax +49 30 65211-3333
E-Mail: diakonie@diakonie.de | http://www.diakonie.de
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Jeder dritte Single von Armut bedroht

Beitrag von WernerSchell » 14.02.2018, 08:15

Ärzte Zeitung online, 14.02.2018

Statistik
Jeder dritte Single von Armut bedroht

Einsamkeit geht in Deutschland oft mit Armut einher. Auch ein Job sichert vielen kein ausreichendes Einkommen.

BERLIN. Fast jeder dritte Alleinstehende in Deutschland ist von Armut bedroht. Nach den jüngsten Zahlen des europäischen Statistikamts Eurostat waren dies 2016 insgesamt 32,9 Prozent der Alleinstehenden. Zehn Jahre zuvor waren nur 21,5 Prozent von ihnen armutsgefährdet.
In den vergangenen Wochen sind soziale und gesundheitliche Folgen von Einsamkeit verstärkt in den Fokus gerückt, nachdem in Großbritannien ein Regierungsposten gegen Einsamkeit eingerichtet wurde.
Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, sagte, die Betroffenen hätten es sich häufig nicht selbst ausgesucht, alleinstehend zu sein. "Das verpflichtet die Gemeinschaft, diesen Menschen strukturell zu helfen."

... (weiter lesen unter) ... https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... llschaft.x
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Einsam im Alter - Wenn alle Freunde und Verwandten fort sind

Beitrag von WernerSchell » 04.03.2018, 18:34

Aus Forum:
viewtopic.php?f=6&t=22546

Die Rheinische Post berichtete am 3. März 2018:
Einsam im Alter
Wenn alle Freunde und Verwandten fort sind


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Jürgen Lemacher hat in der Nähe keine Freunde und Verwandten mehr. Er lebt zurückgezogen in einer kleinen Wohnung mit Blick ins Grüne.FOTO: Andreas Bretz - Rheinische Post

Einsamkeit in Deutschland
Mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen über 65 Jahre lebten laut Statistischem Bundesamt 2016 in Deutschland allein, mehr Frauen als Männer. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) hat jeder vierte alte Mensch nur noch einmal im Monat Besuch von Freunden und Bekannten. "Der Stellenwert von Ehe und Familie hat während der vergangenen Jahrzehnte abgenommen, und entsprechend hat die Einsamkeit der Menschen zugenommen", sagt der Gehirnforscher Manfred Spitzer, Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik Ulm und des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen. Unter dem Titel "Einsamkeit, die unerkannte Krankheit", hat der Professor gerade ein Buch zum Thema veröffentlicht. Darin fordert er, Einsamkeit nicht länger als "Nebensache" abzutun. Es handle sich um eine Krankheit, denn Untersuchungen belegten: Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz.

… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/panorama/ju ... -1.7432894
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