Krankenhaus-Report 2013: Steigende Anzahl an Operationen ...

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

WernerSchell
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Steigende OP-Zahlen

Beitrag von WernerSchell » 25.08.2013, 14:57

Steigende OP-Zahlen sind „Ausdruck für leistungsfähiges Gesundheitssystem”
Die Zahl der Operationen in Deutschland ist seit 2005 um mehr als ein Viertel gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesund­heitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... eitssystem

Operationshäufigkeit: Qualitätsdiskussion angemahnt
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... -angemahnt
Bahr sieht Fehlanreize für Operationen in Krankenhäusern
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... enhaeusern
Krankenhäuser behandeln aus medizinischer Notwendigkeit
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... wendigkeit
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Rauel Kombüchen
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Steigende OP-Zahlen - kein gutes Signal ....

Beitrag von Rauel Kombüchen » 25.08.2013, 15:01

WernerSchell hat geschrieben:Steigende OP-Zahlen sind „Ausdruck für leistungsfähiges Gesundheitssystem”
Die Zahl der Operationen in Deutschland ist seit 2005 um mehr als ein Viertel gestiegen. ....
Die Leistungsfähigkeit deutscher Krankenhäuser kann niemand bestreiten. Allerdings wird offensichtlich aus ökonomischen Gründen zuviel operiert. Und das geht dann nicht in Ordnung und ist nicht zu rechtfertigen. Insoweit sind Maßnahmen geboten, die nur Eingriffe zulassen, für die es klare und eindeutige Indikation gibt. Insoweit müssen sich möglicherweise mehr die Krankenkassen bzw. der MDK einmischen.

Rauel Kombüchen
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Mehr oder weniger?: Verwirrung um Op-Zahlen

Beitrag von Presse » 26.08.2013, 06:52

Mehr oder weniger?: Verwirrung um Op-Zahlen
Die Zahl der Operationen steigt, meldet die Bundesregierung - und löst eine heftige Diskussion aus.
Doch die Zahlen sind nicht eindeutig. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=844 ... ent&n=2927

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Krankenhaus-Report - TV-Tipp für den 28.08.2013

Beitrag von WernerSchell » 28.08.2013, 06:30

Wiederholung am:

28.08.2013, 21.45 - 22.30 Uhr, Hessen - Fernsehen

Thema:
Krankenhaus-Report
Wo Medizin Kasse macht

Dokumentation 2013
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Schmerzfreie Hüfte ohne OP - TV-Tipp für 10.10.2013

Beitrag von WernerSchell » 10.10.2013, 06:26

10.10.2013, 21:00 Uhr - 21:45 Uhr, MDR-Fernsehen, Hauptsache gesund

Thema u.a.:
Schmerzfreie Hüfte ohne OP
Hüftschmerzen werden oft mit Arthrose gleichgesetzt. Die Ursachen dafür liegen jedoch manchmal ganz woanders: Bei den Muskeln rund um die Hüfte, Narben oder gar den Zähnen. Auch die Ernährung hat einen erheblichen Einfluss. "Hauptsache gesund" geht auf eine ganz ungewöhnliche Ursachensuche und zeigt, wie man dem Hüftschmerz mit natürlichen Mitteln beikommt.

Quelle: Mitteilung vom 09.10.2013
MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Anstalt des Öffentlichen Rechts
Kantstr. 71 - 73
D-04275 Leipzig
Postanschrift: D-04360 Leipzig
Telefon: 0341-3000
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Ökonomie im Gesundheits- und Pflegesystem = Pflegenotstand

Beitrag von WernerSchell » 22.10.2013, 08:30

Ökonomie im Gesundheits- und Pflegesystem - Patienten stehen nicht mehr im Mittelpunkt

Statement: Werner Schell
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Die BRD hat sich bereits in ihren Anfängen zur Marktwirtschaft bekannt. Im Gefolge dieser marktwirtschaftlichen Ausrichtung ist auch das Gesundheits- und Pflegesystem ökonomisch ausgerichtet worden. Diese ökonomische Ausrichtung ist wohl grundsätzlich richtig, darf aber nicht zum Selbstzweck werden. Vielfältige soziale Aspekte müssen Berücksichtigung finden (-> Art. 1, 2 und 20 Grundgesetz).

Leider sind aber die einschlägigen Lobbyisten seit vielen Jahren dabei, allein der ökonomischen Ausrichtung des Gesundheits- und Pflegesystems stets mehr Raum zu geben. Die Interessen der Patienten und pflegebedürftigen Menschen kommen dabei immer weniger zur Geltung. Es gelingt z.B. seit Jahren nicht einmal, die "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Personen" in subjektiv-öffentliche Rechte umzuwandeln und damit einen verbindlichen Rahmen zu geben.

So hat sich auch in den Krankenhäusern das Prinzip breit gemacht, dass Umsätze mittels Fallpauschalen (DRG) höchste Priorität haben (siehe z.B. die große Zahl unnötiger Operationen). Folglich bleiben auch die Interessen der Pflegekräfte auf der Strecke nach dem Motto: "Ärzte bringen Geld, Pflegekräfte kosten Geld." - Das ist eine Entwicklung, hier nur in Kürze skizziert, der in einer Gesundheits- und Pflegereform entschieden entgegen getreten werden muss.

Und dazu der Klartext für den Pflegebereich:

Pflegenotstand der BRD in Zahlen ... Auf 100 zu pflegende Personen ....
... über 80 Jahre kommen nach OECD-Berechnungen in der Langzeitpflege in Schweden 33,2 Vollzeitstellen, in Norwegen 22, in den Niederlanden 19, in der Schweiz 16,5 und in Deutschland lediglich 11,2.
Quelle: Zeitschrift „change“, Das Magazin der Bertelsmann Stiftung, 3/2013 (Seite 46). Titel der Ausgabe "Pflege - Ganz nah bei den Menschen - Große Herausforderungen und neue Wege in der Pflege".

Damit ist eindrucksvoll bestätigt, warum wir in Deutschland von einem Pflegenotstand sprechen müssen.
Wir haben einen Mangel dergestalt, dass für die stationären Pflegeeinrichtungen keine auskömmlichen Stellenschlüssel vorgesehen sind. Folglich fehlt für die gehörige Zuwendung Personal vorne und hinten. Würde man die dadurch eintretende Arbeitsverdichtungen u.a. durch bessere Stellenschlüssel auflösen und ergänzend angemessene Vergütungen vereinbaren, könnten wir uns auch mit Blick auf die Zukunft Diskussionen um einen Fachkräftemangel in der Pflege sparen (zumindest vorerst). Das Thema Pflegenotstand wird am 13.05.2014 Gegenstand eines großen Pflegetreffs in Neuss-Erfttal sein. Siehe dazu die ersten Hinweise unter:
viewtopic.php?t=19125
Zum Pflegenotstand finden Sie u.a. Beiträge unter:
viewtopic.php?t=18558
viewtopic.php?t=18285
Weiterhin richtig: „Mehr Personal, bessere Pflege"
-> http://www.ngz-online.de/neuss/nachrich ... e-1.316561
Quelle: viewtopic.php?t=19668

Ergänzend eine Krankenhausärztin:

"In dem ständig steigenden Arbeitsdruck geht langsam, aber stetig etwas verloren, was wesentlich wäre für eine patientenorientierte Medizin: genug Zeit für Zuwendung, Zuhören, Trost. Man muss es deutlicher sagen: Der Patient steht nicht mehr im Mittelpunkt medizinischer Bemühungen, sondern er, besonders sein kranker Körper, wird zum Störfaktor. Die ökonomisierte Medizin gleicht diese Probleme, die der Patient macht, mit Technik aus, die deutlich weniger Zeit und Personal erfordert:
- Kann ein Patient im Krankenhais nicht mehr genügend trinken und das heißt: nicht mehr genügend schnell, bekommt, bekommt er einen Tropf gelegt. …
- Isst ein Patient zu wenig oder zu langsam, wird ihm eine Magensonde gelegt. …
- Nässt ein Patient immer wieder ein, wird ihm ein Dauerkatheter gelegt. …
- Verhält sich ein Patient unruhig, werden Bettgestelle oder Fixierungen angebracht. …
… Rettet die Medizin vor der Ökonomie …"

Quelle: Werner Bartens "Das sieht aber gar nicht gut aus - War wir von Ärzten nie hören wollen"; Pantheon Verlag, München Oktober 2013 (Seite 82 ff.)
viewtopic.php?t=19688

Werner Schell - Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk - http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de
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Mehr Knie-Endoprothesen in wohlhabenden Regionen

Beitrag von Presse » 26.10.2013, 07:20

Dtsch Arztebl 2013; 110(43)
Hillienhof, Arne
Gelenkersatz: Mehr Knie-Endoprothesen in wohlhabenden Regionen
http://www.aerzteblatt.de/archiv/148447 ... n-Regionen
- die Zusammenfassung der Ergebnisse der Bertelsmann-Studie
https://faktencheck-gesundheit.de/filea ... rt_Web.pdf

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Neue Hüfte für über 90-Jährige?

Beitrag von Presse » 15.03.2014, 07:49

Neue Hüfte für über 90-Jährige?
Deutsches Ärzteblatt - 13. März 2014

Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass auch hochbetagte Patienten sich mit Hüftbeschwerden beim Orthopäden vorstellen.
Das American Joint Replacement Registry (AJRR) verzeichnete im letzten Jahrzehnt (April 2001 bis Dezember 2011) nicht weniger
als 183 Patienten, die mit 90 oder noch älter erstmals mit einer Totalendoprothese der Hüfte versorgt wurden.
... (weiter lesen) ... http://www.aerzteblatt.de/blog/57947/Ne ... 0-Jaehrige

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Mengenentwicklung von Operationen im Krankenhaus

Beitrag von Presse » 11.07.2014, 17:14

Pressemitteilung vom 11.07.2014

Forschungsbericht zur Mengenentwicklung von Operationen im Krankenhaus: Datenlage muss transparent werden

Berlin, 11.07.2014: Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) erachtet das vor zwei Jahren von der Bundesregierung beauftragte und jetzt am 10. Juli veröffentlichte Gutachten „Forschungsbericht zur Mengenentwicklung“1 , das sich mit steigenden Operationszahlen im Krankenhaus beschäftigt, als einen weiteren wichtigen Schritt zur besseren Analyse des im Umbruch befindlichen medizinischen Versorgungssystems. Der Bericht zeigt: Die Fallzahlen bei operativen Eingriffen steigen stetig. Der Bericht lässt jedoch aufgrund fehlender Daten, insbesondere bei der Trennung der sektoralen Vergütung, keine Schlussfolgerungen über unnötige Operationen oder Eingriffe aus wirtschaftlichen Gründen zu.
Um das bisher starke Gesundheitssystem in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der technologischen Fortschritte und der steigenden Anspruchshaltung der Patienten zukunftsfähig und tragbar zu gestalten, fordert die DGOU ein Miteinander der Akteure im Gesundheitswesens statt gegenseitige Schuldzuweisungen.
Das beinhaltet vor allem, dass die Informationshoheit der Krankenkassen über die QRS-Daten (Qualitätssicherung mit Routinedaten) aufgelöst wird, damit die Datenlage transparent und eine Evaluation operativer Eingriffe überhaupt möglich wird.
Der Anstieg der Operationen geht laut Gutachten zu 50 Prozent auf muskuloskelettale Erkrankungen und Erkrankungen des Kreislaufsystems zurück. Bemerkenswert dabei allerdings ist, dass im Begutachtungszeitraum zwischen 2007 und 2012 die Fallzahlen für endoprothetische Versorgungen an Hüfte und Knie, anders als aus demografischen Gründen erwartet, zurückgegangen sind. In der Wirbelsäulenchirurgie hingegen ist ein Anstieg der Operationen im beobachteten Zeitraum festzustellen. Schon seit Jahren sehen die DGOU und die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie diesen Anstieg sehr kritisch.
„Der Fehler dafür liegt im System“, sagt Professor Fritz Uwe Niethard, Generalsekretär der DGOU. „Früher wurde das Krankenhaus nach Verweiltagen der Patienten bezahlt, also stieg die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Heute wird nach Fallpauschalen bezahlt, also steigen die Operationszahlen. Die Kliniken im Wettbewerb passen sich an“, so Niethard.
Dieser Systemfehler lässt sich bei Rückenerkrankungen gut veranschaulichen.
Wenn ein rückengeplagter Wirbelsäulenpatient bei einem niedergelassenen Orthopäden und Unfallchirurgen versorgt wird, erhält dieser dafür 120 Euro für die gesamte Behandlung pro Jahr. Das gleiche Leiden wird bei einer operativen Behandlung im Krankenhaus mit einem Vielfachen vergütet. Das heißt: „Der Niedergelassene kommt mit seinem Budget nicht aus. Damit ergibt sich ein einspuriges Gleis in Richtung operative Therapie“, so Niethard.
„Das zur Begrenzung der Fallzahlen eingerichtete DRG-System2 hat keine wesentliche Veränderung gebracht“, sagt Professor Reinhard Hoffmann, stellvertretender Generalsekretär der DGOU. „Es handelt sich hierbei eher um ein Hindernis einer angemessenen hochwertigen Versorgung. Denn es zwingt die Versorger zum Teil in die Knie und begünstigt einen Teufelskreis. Sinnvoller ist ein System, das den Versorgungsauftrag, die Struktur- und Prozessqualität sowie Vorhaltekosten berücksichtigt, wie von der OECD gefordert.“
DGOU und DGOOC haben mit dem gemeinsam mit der AOK zusammengestellten Versorgungsatlas mehrfach verschiedene Anstöße zu Veränderungen der Versorgungsstrukturen gegeben. Die Fachgesellschaften bedauern, dass in diesem Bereich immer wieder einseitige Schuldzuweisungen an die Krankenhäuser erfolgen.

1) Forschungsauftrag zur Mengenentwicklung, Endbericht; Hamburg, Juli 2014. Vor zwei Jahren hatte die Bundesregierung die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und den GKV-Spitzenverband gebeten, ein Gutachten zur Erklärung für den Anstieg der Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern in Auftrag zu geben.
2) Diagnosis Related Groups (kurz DRG, deutsch: diagnosebezogene Fallgruppen)

Weitere Informationen:
www.dgou.de
Kontakt für Rückfragen:
Susanne Herda
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) e.V.
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: +49 (0)30 340 60 36 -06 oder -00 (Durchwahl: -06)
Telefax: +49 (0)30 340 60 36 01
E-Mail: presse@dgou.de

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Mengenentwicklung von Operationen im Krankenhaus

Beitrag von Presse » 11.07.2014, 17:15

Pressemitteilung vom 11.07.2014

Forschungsbericht zur Mengenentwicklung von Operationen im Krankenhaus: Datenlage muss transparent werden

Berlin, 11.07.2014: Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) erachtet das vor zwei Jahren von der Bundesregierung beauftragte und jetzt am 10. Juli veröffentlichte Gutachten „Forschungsbericht zur Mengenentwicklung“1 , das sich mit steigenden Operationszahlen im Krankenhaus beschäftigt, als einen weiteren wichtigen Schritt zur besseren Analyse des im Umbruch befindlichen medizinischen Versorgungssystems. Der Bericht zeigt: Die Fallzahlen bei operativen Eingriffen steigen stetig. Der Bericht lässt jedoch aufgrund fehlender Daten, insbesondere bei der Trennung der sektoralen Vergütung, keine Schlussfolgerungen über unnötige Operationen oder Eingriffe aus wirtschaftlichen Gründen zu.
Um das bisher starke Gesundheitssystem in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der technologischen Fortschritte und der steigenden Anspruchshaltung der Patienten zukunftsfähig und tragbar zu gestalten, fordert die DGOU ein Miteinander der Akteure im Gesundheitswesens statt gegenseitige Schuldzuweisungen.
Das beinhaltet vor allem, dass die Informationshoheit der Krankenkassen über die QRS-Daten (Qualitätssicherung mit Routinedaten) aufgelöst wird, damit die Datenlage transparent und eine Evaluation operativer Eingriffe überhaupt möglich wird.
Der Anstieg der Operationen geht laut Gutachten zu 50 Prozent auf muskuloskelettale Erkrankungen und Erkrankungen des Kreislaufsystems zurück. Bemerkenswert dabei allerdings ist, dass im Begutachtungszeitraum zwischen 2007 und 2012 die Fallzahlen für endoprothetische Versorgungen an Hüfte und Knie, anders als aus demografischen Gründen erwartet, zurückgegangen sind. In der Wirbelsäulenchirurgie hingegen ist ein Anstieg der Operationen im beobachteten Zeitraum festzustellen. Schon seit Jahren sehen die DGOU und die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie diesen Anstieg sehr kritisch.
„Der Fehler dafür liegt im System“, sagt Professor Fritz Uwe Niethard, Generalsekretär der DGOU. „Früher wurde das Krankenhaus nach Verweiltagen der Patienten bezahlt, also stieg die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Heute wird nach Fallpauschalen bezahlt, also steigen die Operationszahlen. Die Kliniken im Wettbewerb passen sich an“, so Niethard.
Dieser Systemfehler lässt sich bei Rückenerkrankungen gut veranschaulichen.
Wenn ein rückengeplagter Wirbelsäulenpatient bei einem niedergelassenen Orthopäden und Unfallchirurgen versorgt wird, erhält dieser dafür 120 Euro für die gesamte Behandlung pro Jahr. Das gleiche Leiden wird bei einer operativen Behandlung im Krankenhaus mit einem Vielfachen vergütet. Das heißt: „Der Niedergelassene kommt mit seinem Budget nicht aus. Damit ergibt sich ein einspuriges Gleis in Richtung operative Therapie“, so Niethard.
„Das zur Begrenzung der Fallzahlen eingerichtete DRG-System2 hat keine wesentliche Veränderung gebracht“, sagt Professor Reinhard Hoffmann, stellvertretender Generalsekretär der DGOU. „Es handelt sich hierbei eher um ein Hindernis einer angemessenen hochwertigen Versorgung. Denn es zwingt die Versorger zum Teil in die Knie und begünstigt einen Teufelskreis. Sinnvoller ist ein System, das den Versorgungsauftrag, die Struktur- und Prozessqualität sowie Vorhaltekosten berücksichtigt, wie von der OECD gefordert.“
DGOU und DGOOC haben mit dem gemeinsam mit der AOK zusammengestellten Versorgungsatlas mehrfach verschiedene Anstöße zu Veränderungen der Versorgungsstrukturen gegeben. Die Fachgesellschaften bedauern, dass in diesem Bereich immer wieder einseitige Schuldzuweisungen an die Krankenhäuser erfolgen.

1) Forschungsauftrag zur Mengenentwicklung, Endbericht; Hamburg, Juli 2014. Vor zwei Jahren hatte die Bundesregierung die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und den GKV-Spitzenverband gebeten, ein Gutachten zur Erklärung für den Anstieg der Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern in Auftrag zu geben.
2) Diagnosis Related Groups (kurz DRG, deutsch: diagnosebezogene Fallgruppen)

Weitere Informationen:
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Mengenentwicklung von Operationen

Beitrag von Presse » 12.07.2014, 07:55

Forschungsbericht zur Mengenentwicklung von Operationen: Datenlage muss transparent werden

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) erachtet das vor zwei Jahren von der Bundesregierung beauftragte und jetzt am 10. Juli veröffentlichte Gutachten „Forschungsbericht zur Mengenentwicklung“ , das sich mit steigenden Operationszahlen im Krankenhaus beschäftigt, als einen weiteren wichtigen Schritt zur besseren Analyse des im Umbruch befindlichen medizinischen Versorgungssystems.

Der Bericht zeigt: Die Fallzahlen bei operativen Eingriffen steigen stetig. Der Bericht lässt jedoch aufgrund fehlender Daten, insbesondere bei der Trennung der sektoralen Vergütung, keine Schlussfolgerungen über unnötige Operationen oder Eingriffe aus wirtschaftlichen Gründen zu.

Um das bisher starke Gesundheitssystem in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der technologischen Fortschritte und der steigenden Anspruchshaltung der Patienten zukunftsfähig und tragbar zu gestalten, fordert die DGOU ein Miteinander der Akteure im Gesundheitswesens statt gegenseitige Schuldzuweisungen. Das beinhaltet vor allem, dass die Informationshoheit der Krankenkassen über die QRS-Daten (Qualitätssicherung mit Routinedaten) aufgelöst wird, damit die Datenlage transparent und eine Evaluation operativer Eingriffe überhaupt möglich wird.

Der Anstieg der Operationen geht laut Gutachten zu 50 Prozent auf muskuloskelettale Erkrankungen und Erkrankungen des Kreislaufsystems zurück. Bemerkenswert dabei allerdings ist, dass im Begutachtungszeitraum zwischen 2007 und 2012 die Fallzahlen für endoprothetische Versorgungen an Hüfte und Knie, anders als aus demografischen Gründen erwartet, zurückgegangen sind. In der Wirbelsäulenchirurgie hingegen ist ein Anstieg der Operationen im beobachteten Zeitraum festzustellen. Schon seit Jahren sehen die DGOU und die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie diesen Anstieg sehr kritisch.

„Der Fehler dafür liegt im System“, sagt Professor Fritz Uwe Niethard, Generalsekretär der DGOU. „Früher wurde das Krankenhaus nach Verweiltagen der Patienten bezahlt, also stieg die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Heute wird nach Fallpauschalen bezahlt, also steigen die Operationszahlen. Die Kliniken im Wettbewerb passen sich an“, so Niethard.

Dieser Systemfehler lässt sich bei Rückenerkrankungen gut veranschaulichen.
Wenn ein rückengeplagter Wirbelsäulenpatient bei einem niedergelassenen Orthopäden und Unfallchirurgen versorgt wird, erhält dieser dafür 120 Euro für die gesamte Behandlung pro Jahr. Das gleiche Leiden wird bei einer operativen Behandlung im Krankenhaus mit einem Vielfachen vergütet. Das heißt: „Der Niedergelassene kommt mit seinem Budget nicht aus. Damit ergibt sich ein einspuriges Gleis in Richtung operative Therapie“, so Niethard.

„Das zur Begrenzung der Fallzahlen eingerichtete DRG-System2 hat keine wesentliche Veränderung gebracht“, sagt Professor Reinhard Hoffmann, stellvertretender Generalsekretär der DGOU. „Es handelt sich hierbei eher um ein Hindernis einer angemessenen hochwertigen Versorgung. Denn es zwingt die Versorger zum Teil in die Knie und begünstigt einen Teufelskreis. Sinnvoller ist ein System, das den Versorgungsauftrag, die Struktur- und Prozessqualität sowie Vorhaltekosten berücksichtigt, wie von der OECD gefordert.“

DGOU und DGOOC haben mit dem gemeinsam mit der AOK zusammengestellten Versorgungsatlas mehrfach verschiedene Anstöße zu Veränderungen der Versorgungsstrukturen gegeben. Die Fachgesellschaften bedauern, dass in diesem Bereich immer wieder einseitige Schuldzuweisungen an die Krankenhäuser erfolgen.

1) Forschungsauftrag zur Mengenentwicklung, Endbericht; Hamburg, Juli 2014. Vor zwei Jahren hatte die Bundesregierung die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und den GKV-Spitzenverband gebeten, ein Gutachten zur Erklärung für den Anstieg der Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern in Auftrag zu geben.
2) Diagnosis Related Groups (kurz DRG, deutsch: diagnosebezogene Fallgruppen)

Weitere Informationen:
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Telefax: +49 (0)30 340 60 36 01
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Quelle: Pressemitteilung vom 11.07.2014
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BVMed: "Die Gelenkersatzoperation ist einer der erfolgreichsten chirurgischen Eingriffe der letzten Jahrzehnte"

Beitrag von WernerSchell » 27.11.2018, 10:37

BVMed-Pressemeldung 91/18
https://www.bvmed.de/bvmed-zur-ard-doku ... -aber-fair


BVMed zur ARD-Doku "Außer Kontrolle" und "Hart aber fair": "Die Gelenkersatzoperation ist einer der erfolgreichsten chirurgischen Eingriffe der letzten Jahrzehnte"

Berlin | Zum in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ behandelten Themenkomplex des Hüft-und Kniegelenkersatzes verweist der BVMed auf folgende Fakten:

* Die Gelenkersatzoperation ist einer der erfolgreichsten chirurgischen Eingriffe der letzten Jahrzehnte. Sie ermöglicht Patienten wieder Mobilität und weitgehende Schmerzfreiheit.
* Die Qualitätskennzahlen zeigen: Gelenkersatz-Patienten sind in Deutschland sehr gut versorgt.
* Heute hält ein künstliches Hüftgelenk bei 90 Prozent der Patienten bis zu 20 Jahre. Die Lebensdauer (Standzeit) einer Endoprothese hängt dabei von vielen Faktoren ab: etwa vom Krankheitsbild, Begleiterkrankungen, vom Verlauf der Operation, aber auch von der Beanspruchung.

Zu den genannten Zahlen zur OP-Häufigkeit, Wechsel-Operationen und Implantatfehlern:

* Die Entwicklung der Eingriffszahlen und der Indikationsstellung zeigt, dass in Deutschland keineswegs zu viel operiert wird. Das Weißbuch Gelenkersatz zeigt, dass in den letzten zehn Jahren die Zahl der Eingriffe durchschnittlich jährlich nur um 1,4 Prozent (Hüft-OPs) bzw. 1,7 Prozent (Knie-OPs) zugenommen hat. Das entspricht der demografischen Entwicklung.
* Weniger als 2 Prozent der Probleme mit Hüftgelenkersatz betreffen direkt das Implantat.
* Die Wechseleingriffe beziehen sich auf die kumulierten Operationen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Hauptgründe sind Lockerungen beispielsweise nach einer längeren Standzeit.


Zu den im ARD-Abendprogramm vom 26. November 2018 genannten Themenfeldern nimmt der BVMed wie folgt Stellung:

1. Verantwortung

Der Patienten- und Anwenderschutz hat bei der Entwicklung, Produktion und Anwendung von Medizinprodukten oberste Priorität.

Die Unternehmen der MedTech-Branche stellen sich dieser Verantwortung und arbeiten intensiv an der Implementierung der neuen Regularien aus der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), die ab 2020 gelten sollen, und an der weiteren Verbesserung der Sicherheit und Qualität ihrer Produkte.

2. Sicherheit

Die MedTech-Branche ist heute schon extrem stark reguliert. Durch die neue MDR werden die hohen Anforderungen an die Benannten Stellen, an die Herstellung der Produkte, an die klinischen Daten und an die Marktüberwachung weiter erhöht. Zu den Anforderungen gehören:

* eine Risikoanalyse und Risikobewertung zum Nachweis der Sicherheit,
* der Nachweis der Einhaltung aller relevanten normativen und regulatorischen Anforderungen,
* die Durchführung einer klinischen Bewertung und Prüfung zum Nachweis der Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit,
* ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem,
* regelmäßige sowie unangekündigte Audits durch die Benannten Stellen bei Herstellern und Zulieferern,
* eine behördliche Überwachung.

Die Zulassung für Medizinprodukte ist dabei zeitlich befristet – im Gegensatz zu Arzneimitteln. Spätestens alle 5 Jahre werden die Produkte und das Qualitätsmanagementsystem der Hersteller re-zertifiziert. Außerdem finden jährliche Audits vor allem bei Medizinprodukten, die am Herzen und anderen Hochrisiko-Bereichen angewendet werden, statt. Darüber hinaus finden unangekündigte Audits statt.

Das regulatorische System für Medizinprodukte enthält damit gleich hohe, teilweise höhere Anforderungen als an Arzneimittel.

3. Partnerschaft

Eine enge Zusammenarbeit von Industrie mit medizinischen Einrichtungen und Ärzten ist für die Entwicklung von Medizinprodukten sowie für die sichere Anwendung von Medizinprodukten notwendig.

Nach dem Medizinprodukterecht gehört es zu den Pflichten der Hersteller, die Anwender in die sachgerechte Handhabung des Medizinprodukts einzuweisen. Zu einer erfolgreichen Patientenversorgung gehört dabei ein Dreiklang: 1. ein sicheres und qualitativ hochwertiges Produkt; 2. ein trainierter und erfahrener Chirurg/Arzt; 3. ein sich angemessen (compliant) verhaltener Patient.

Krankenhäuser, Ärzte, Unternehmen und Krankenkassen stehen gemeinsam in der Verantwortung, die Qualität der Behandlungsmethoden zu evaluieren und zu verbessern. Ein gutes Beispiel für eine solche erfolgreiche Zusammenarbeit ist das Endoprothesenregister (EPRD).

Weitere Informationen unter:
www.bvmed.de/medizinprodukte (https://www.bvmed.de/de/bvmed/publikati ... -inforeihe)
www.bvmed.de/faq (https://www.bvmed.de/de/bvmed/publikati ... odukte-faq)
www.bvmed.de/mdr (https://www.bvmed.de/de/bvmed/publikati ... verordnung)
www.bvmed.de/factsheet-gelenkersatz (https://www.bvmed.de/de/technologien/be ... lenkersatz)

--------------------------------------------------------------------------------
Pressetext online unter:
https://www.bvmed.de/bvmed-zur-ard-doku ... -aber-fair

Pressearchiv:
https://www.bvmed.de/pressemeldungen

V.i.S.d.P.:
Manfred Beeres M.A.
Leiter Kommunikation/Presse
BVMed - Bundesverband Medizintechnologie Reinhardtstr. 29 b D - 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 246 255-20
Fax: +49 (0)30 246 255-99
E-Mail: beeres@bvmed.de
Internet: http://www.bvmed.de
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BVMed befürwortet Implantateregister

Beitrag von WernerSchell » 27.11.2018, 10:39

BVMed-Pressemeldung 92/18
https://www.bvmed.de/bvmed-befuerwortet ... teregister


BVMed befürwortet Implantateregister

Berlin | Der BVMed befürwortet das Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, ein zentrales gesetzliches Implantateregister einzuführen, um die Qualität der Patientenversorgung flächendeckend zu stärken. "Die BVMed-Unternehmen unterstützen seit einigen Jahren Versorgungsregister aktiv. Ein gutes Beispiel ist hier das Deutsche Endoprothesenregister (EPRD)", sagte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

Das EPRD ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, des Verbandes der Ersatzkassen, des AOK-Bundesverbandes und des Bundesverbandes Medizintechnologie. "Hier ziehen alle beteiligten Partner an einem Strang, um die Qualität der Patientenversorgung weiter zu verbessern", so Schmitt.

Für die Aussagekraft eines Implantateregisters ist es dem BVMed wichtig, dass alle Hersteller, Krankenhäuser, Patienten und Krankenkassen verpflichtet werden, ihre Daten dafür zur Verfügung zu stellen. "Um auch zukünftig eine nachhaltig hohe Versorgungsqualität für die Patienten sicherzustellen, halten wir die Abbildung der gesamten Versorgungskette vom Implantat bis zum operierenden Mediziner in einem Register für die entscheidenden Parameter. Dadurch können auch starke regionale Unterschiede in der Versorgungsquantität und der Qualität erkannt, objektiviert und transparent gemacht werden", so der BVMed.

Ein gesetzliches Implantateregister stellt ein Frühwarnsystem bei Fehlentwicklungen dar, misst die Langzeit-Performance der Implantate und die Qualität der Kliniken bei Operationen. "Wir benötigen auch eine weiterführende Verwendung und Auswertung der Daten aus dem gesetzlichen Implantateregister in epidemiologischen Registern, klinischen Registern und der Vorkommnisdaten des BfArM", stellt der BVMed klar.

Bisherige Registerergebnisse, beispielsweise die EPRD-Daten, müssten in das gesetzliche Implantateregister überführt werden. Dies dürfe nicht an datenschutzrechtlichen Erwägungen scheitern. Im aktuellen Jahresbericht des Endoprothesenregisters finden sich die Angaben zu einzelnen Produkten. "Dies wünschen wir uns zukünftig auch für die Krankenhäuser, in denen die Produkte implantiert werden", so der BVMed abschließend.

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Medizinprodukte: Wenn Patienten viel zu wenig wissen

Beitrag von WernerSchell » 27.11.2018, 10:41

Medizinprodukte: Wenn Patienten viel zu wenig wissen
Es geht um Herzschrittmacher, künstliche Hüftgelenke oder Brustimplantate: Nach den Recherchen eines weltweiten Journalistennetzwerks sind die Kontrollen bei Medizinprodukten lax und werden nicht nur von Patienteninteressen geleitet.
Quelle: Deutschlandfunk > https://rdir.inxmail.com/vzbv/d/d.html? ... tn4nhpzbm6
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‚Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte‘ - ICN-Positionspapier informiert

Beitrag von WernerSchell » 10.07.2019, 16:17

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ICN-Positionspapier ‚Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte‘ jetzt in deutscher Übersetzung

Gefährliche Implantate, instabile Endoprothesen, verunreinigte Arzneimittel, gestreckte Wirkstoffbeimengungen, bedrohliche Lieferengpässe – die Liste der Probleme mit Medizinprodukten wird auch im deutschen Gesundheitssystem allmählich immer länger. Aus diesem Grund hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) jetzt ein kürzlich erschienenes Positionspapier des International Council of Nurses (ICN) mit dem Titel „Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte“ ins Deutsche übersetzt und stellt es als Download bereit.

Minderwertige Medizinprodukte entwickeln sich weltweit zunehmend zum Problem und lösen signifikante Gesundheitsgefahren aus, z.B. Antibiotikaresistenzen. Sie verhindern Therapieerfolge, verursachen immense Folgekosten und schwächen so insbesondere die Gesundheitssysteme, die ohnehin unter äußerst begrenzten Ressourcen leiden. Und sie führen zu einem erheblichen Rückgang des Vertrauens in die Leistungsfähigkeit einer Gesundheitsversorgung und die Kompetenz von Gesundheitsfachkräften. Es gibt also viele gute Gründe, diesem Thema besondere Aufmerksamkeit zu schenken und mit aller Konsequenz gegen minderwertige Medizinprodukte vorzugehen, damit sie vom Markt genommen werden.

ICN appelliert an nationale Regierungen, den Kampf gegen solche Produkte zu verstärken und deren Quellen zu eliminieren. Aber auch Pflegefachpersonen werden aufgerufen, wachsam zu sein, Medizinprodukte in der Anwendung und ihrer Wirksamkeit kritisch zu beobachten und bei begründetem Verdacht auf Minderwertigkeit und/oder Fälschung umgehend Meldung zu erstatten.

Das 4-seitige Papier „Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte“ gibt es als Download unter www.dbfk.de/de/veroeffentlichungen/Internationales.php

Quelle: Pressemitteilung vom 10.07.2019
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
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