Praxisgebühr entfällt ab 01.01.2013

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Praxisgebühr entfällt ab 01.01.2013

Beitrag von Presse » 05.11.2012, 08:20

Koalition schafft Praxisgebühr ab

Berlin – Die Koalitionsparteien von Union und FDP haben in siebenstündigen Verhand­lungen zentrale Streitpunkte ausgeräumt. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sprach am frühen Montagmorgen in Berlin von „guten Entscheidungen“. Beschlossen wurde unter anderem die Abschaffung der Praxisgebühr zum 1. Januar und die Einführung des Betreuungsgelds – allerdings mit einigen Monaten Verspätung zum August 2013.

Die seit 2004 geltenden Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro wird zum 1. Januar 2013 abgeschaftt, sagte FDP-Generalsekretär Patrick Döring. Die Koalition sieht die Bürger dadurch um zwei Milliarden Euro pro Jahr entlastet. Die von der Union bis zuletzt geforderte Senkung der Krankenkassenbeiträge wird es den Beschlüssen zufolge nicht geben.
.... (mehr) http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52270

Siehe auch die früheren Beiträge zur Praxisgebühr unter
viewtopic.php?t=16728

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Koalitionsgipfel: Praxisgebühr wird abgeschafft

Beitrag von Presse » 05.11.2012, 11:59

Koalitionsgipfel: Praxisgebühr wird abgeschafft
Die Zuzahlung von zehn Euro soll schon zum 1. Januar 2013 entfallen. Auf eine Senkung der Krankenkassenbeiträge wird dagegen verzichtet. Die SPD spricht von einem Kuhandel.
Quelle: Frankfurter Rundschau
http://www.fr-online.de/wirtschaft/koal ... easer.html

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Koalitionsgipfel - Die Praxisgebühr stirbt

Beitrag von Presse » 05.11.2012, 12:56

Ärzte Zeitung online, 05.11.2012
Koalitionsgipfel - Die Praxisgebühr stirbt
Nach Monaten der Diskussion hat sich die Koalition am Montagmorgen auf ein Ende der Praxisgebühr geeinigt. Schon in zwei Monaten soll sie begraben werden.
Ihre Abschaffung aber nur ein Teil eines politischen Deals.

BERLIN (dpa). Unter dem Druck des aufziehenden Wahlkampfs hat sich die schwarz-gelbe Koalition auf eine Entlastung der Bürger in Milliardenhöhe geeinigt.
Der Koalitionsausschuss beschloss am frühen Montagmorgen die Abschaffung der Praxisgebühr zum 1. Januar 2013.
... (mehr) http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... tirbt.html

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Praxisgebühr: Ärzte bejubeln das Aus

Beitrag von Presse » 06.11.2012, 07:27

Praxisgebühr: Ärzte bejubeln das Aus
Am 1. Januar 2013 ist die Praxisgebühr Geschichte, das hat die Koalition beschlossen.
Die Ärzte sind erfreut - die Opposition ätzt: teure Wahlgeschenke.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=826 ... sen&n=2325

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Praxisgebühr hat ihr Ziel nicht erreicht

Beitrag von Rita Reinartz » 07.11.2012, 07:50

Die Abschaffung der Praxisgebühr ist eigentlich begrüßenswert, entlastet es doch diejenigen, die wegen Krankheit ärztliche Hilfe brauchen. Sie wurden durch die Praxisgebühr quasi zu einer zusätzlichen Beitragsleistung verpflichtet. Soweit so gut.
Allerdings hatte die Praxisgebühr auch einen Anspekt der Steuerung. Es sollten nämlich Patienten veranlasst werden zu prüfen, ob sie denn überhaupt einen Arzt benötigen. Also die Inanspruchnahmen in Bagatellfällen sollte vermieden werden. Allerdings hat diese Steuerungsfunktion wohl nie so richtig funktioniert, denn die Deutschen sind - statistisch gesehen - rd. 18x pro Jahr beim Arzt gewesen. Das ist auch weltmeisterlich.
Wahrscheinlich müssen wir uns in Zukunft andere Konzepte überlegen, um die Gesundheitsausgaben "im Rahmen" zu halten. Das gehört auch dazu, wenn man an den demografischen Faktor denkt.

R.R.
Menschenwürdegarantie bedarf bei der Umsetzung entsprechender Rahmenbedingungen. Insoweit gibt es aber Optimierungsbedarf!

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Praxisgebühr: Sachverständige rüffeln Merkel und Co.

Beitrag von Presse » 07.11.2012, 18:03

Praxisgebühr: Sachverständige rüffeln Merkel und Co.
Die Wirtschaftsweisen gehen mit der Bundesregierung hart ins Gericht:
Sie finden das Aus für die Praxisgebühr völlig falsch -
und lassen an der Gesundheitspolitik insgesamt kein gutes Haar.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=826 ... tik&n=2331

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Kranken­kassenbeiträge - Steigerung erwartet

Beitrag von Presse » 08.11.2012, 09:26

Wirtschaftsweise erwarten deutlich steigende Kranken­kassenbeiträge
Nach einem Tiefpunkt im laufenden Quartal erwarten die fünf sogenannten Wirtschaftsweisen im kommenden Jahr
eine Erholung der Konjunktur. Im Jahresdurchschnitt werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2012 und 2013 jeweils um 0,8 Prozent ansteigen ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52311

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Praxisgebühr wird abgeschafft - Zahlen und Fakten

Beitrag von Service » 09.11.2012, 13:48


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Ärzte dringen auf Ersatz für die Praxisgebühr

Beitrag von Presse » 10.11.2012, 07:58

Ärzte dringen auf Ersatz für die Praxisgebühr
VON BIRGIT MARSCHALL UND EVA QUADBECK - zuletzt aktualisiert: 10.11.2012

Berlin (RP). Die Ärzteschaft und der Rat der Wirtschaftsweisen plädieren für ein neues Steuerungsinstrument, um die Zahl der Arztbesuche zu senken.

Mit den Stimmen aller 548 anwesenden Abgeordneten von Union, FDP, SPD, Grünen und Linken hat der Bundestag die Abschaffung der Praxisgebühr beschlossen. Auch in der Gesundheitsbranche wurde die Entscheidung einhellig begrüßt. Doch Ärzteschaft, Wirtschaftsexperten und die Krankenkassen fordern, dass eine Alternative geschaffen wird, die einen Anreiz setzt, nicht wegen jedes Wehwehchens gleich zum Arzt zu gehen. Immerhin sind die Deutschen Weltmeister bei Arztbesuchen. Im Durchschnitt besucht jeder Bürger 18 Mal pro Jahr einen niedergelassenen Mediziner.
... (weiter lesen unter) .... http://nachrichten.rp-online.de/titelse ... -1.3063357

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Praxisgebühr - Aus und vorbei

Beitrag von Presse » 12.11.2012, 07:41

Ärzte Zeitung, 09.11.2012
Praxisgebühr - Aus und vorbei
Am 1. Januar 2013 ist Schluss: Der Bundestag hat am Freitag das Ende der Praxisgebühr beschlossen - und zwar einstimmig.
Von Sunna Gieseke
BERLIN. Mit seltener Einigkeit hat der Bundestag die Praxisgebühr gekippt: Einstimmig beschlossen die 548 Abgeordneten die Abschaffung der Zehn-Euro-Gebühr.
"Das habe ich im Deutschen Bundestag noch nie erlebt", sagte der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse (SPD), am Ende der namentlichen Abstimmung.
Damit ist nun zum 1. Januar 2013 Schluss mit dem Obolus pro Quartal beim Arztbesuch. Mit den Stimmen der Koalition wurde das umstrittene Betreuungsgeld beschlossen, ein Projekt der CSU.
... weiter lesen ... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=826 ... sen&n=2337

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Gesundheitswesen 2013 - Das ändert sich ...

Beitrag von Presse » 29.12.2012, 07:44

Das ändert sich im Gesundheitswesen 2013
Auch 2013 kommen auf Ärzte und Patienten neue Gesetze und Verordnungen rund um die Kranken- und Sozialversicherungen zu.
Praxisgebühr Neun Jahre nach Einführung der Praxisgebühr wird sie 2013 wieder abgeschafft.
... » http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52869

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Ende der Praxisgebühr

Beitrag von Presse » 07.01.2013, 14:05

Pressemitteilung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) vom 07.01.2013

Ende der Praxisgebühr: Keine Änderungen bei Belastungsgrenzen und freier Arztwahl

+++ Seit Anfang 2013 entfällt die Praxisgebühr. An der Belastungsgrenze
+++ bei Zuzahlungen ändert das aber nichts. Das Gleiche gilt für Besuche
+++ beim Facharzt. Sie sind wie bisher ohne Überweisung möglich. +++


Der Wegfall der Praxisgebühr hat bei Patienten nicht nur zu Freude geführt. "Es wenden sich auch Ratsuchende an uns, die durch die neue Regelung irritiert sind", sagt Rainer Sbrzesny von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Verbreitet sei vor allem die Annahme, dass sich mit dem Entfallen der Gebühr der individuelle Gesamtbetrag für Zuzahlungen verringert habe. Sbrzesny: "Das ist ein Irrtum."

Für die Grenze der Zuzahlungen gilt auch 2013 folgendes: Die Höhe der jährlichen Belastungsgrenze liegt bei zwei Prozent des Bruttoeinkommens, für chronisch Kranke bei einem Prozent. Die Zuzahlungen sind fällig für verschreibungspflichtige Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, stationäre Behandlung, Fahrtkosten und häusliche Krankenpflege. Bis Ende letzten Jahres konnte man außerdem die bezahlten Praxisgebühren geltend machen.

Wer regelmäßig hohe Zuzahlungen hat, kann diese bis zu seiner Belastungsgrenze im Voraus bezahlen und muss so nicht alle Quittungen sammeln und bei der Krankenkasse einreichen. "Das ist besonders sinnvoll für chronisch Kranke", sagt Patientenberater Sbrzesny. Wer nicht sicher ist, ob er die Grenze auch ohne die Praxisgebühr erreicht, sollte die Belege zunächst sammeln bis er seinen individuellen Betrag erreicht hat. Anschließend kann man sich für das restliche Jahr von Zuzahlungen befreien lassen.

Ein weitere Irritation nach dem Ende der Praxisgebühr: "Patienten fragen, ob sie für den Facharzt eine Überweisung brauchen", sagt Sbrzesny. "Auch hier hat sich gegenüber letztem Jahr nichts geändert." In Deutschland kann man mit wenigen Ausnahmen den Facharzt seiner Wahl ohne Überweisung aufsuchen. Bis Ende 2012 war dann nur erneut die Praxisgebühr fällig. Ausnahmen gelten etwa bei besonderen Fachärzten oder der Teilnahme an einem Hausarztmodell.

Zudem haben Überweisungen durchaus ihren Sinn. Sbrzesny: "Wenn man sich zu Fachärzten überweisen lässt, behält der Hausarzt besser den Überblick und kann die Behandlung entsprechend ausrichten." Nicht aufeinander abgestimmte Medikamente und überflüssige Mehrfachuntersuchungen lassen sich so eher vermeiden.

+++

Die UPD berät im gesetzlichen Auftrag zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen – in 21 Beratungsstellen, über ihren Arzneimittelberatungsdienst und ein kostenfreies* Beratungstelefon:

Deutsch: 0800 0 11 77 22 (Mo. bis Fr. 10-18 Uhr, Do. bis 20 Uhr)
Türkisch: 0800 0 11 77 23 (Mo. und Mi. 10-12 Uhr, 15-17 Uhr)
Russisch: 0800 0 11 77 24 (Mo. und Mi. 10-12 Uhr, 15-17 Uhr)

* Mobilfunktarife für die Beratung auf Deutsch abweichend

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Zuzahlungen - die falsche heile Welt

Beitrag von Presse » 09.01.2013, 15:41

Ärzte Zeitung, 09.01.2013
Leitartikel zur Selbstbeteiligung
Die falsche heile Welt
Gut fünf Milliarden Euro zahlen GKV-Versicherte als Zuzahlung. Um zwei Milliarden werden sie durch den Wegfall der Praxisgebühr entlastet.
Dennoch: Das Ausmaß der Eigenbeteiligung ist in Wirklichkeit viel höher.
Von Helmut Laschet
Das Aus für die Praxisgebühr lässt sich genauso opportunistisch begründen wie ihre Einführung. Derzeit schieben die Krankenkassen und der
Gesundheitsfonds Finanzreserven von über 20 Milliarden Euro vor sich her - ein Umstand, der es erlaubt, Bonbons an Ärzte und Patienten zu verteilen. ....
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... nkenkassen

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Wegfall der Praxisgebühr - Überweisungen u.U. nötig

Beitrag von Presse » 10.01.2013, 13:04

BARMER GEK Pressemitteilung vom 10. Januar 2013

Wegfall der Praxisgebühr macht Überweisungen nicht automatisch überflüssig

Berlin - Seit Anfang des Jahres entfällt für Patientinnen und Patienten die Zahlung der Praxisgebühr. Die BARMER GEK weist darauf hin, dass für die Untersuchung bei bestimmten Fachärzten dennoch weiterhin eine Überweisung des Hausarztes notwendig ist. Dazu gehören unter anderem Anästhesisten oder Radiologen. Sollen beispielsweise eine Sonographie, eine Magnetresonanztomographie (MRT), eine Computertomographie (CT) oder andere Untersuchungen, die der Diagnostik dienen, angefertigt werden, muss dies durch eine Überweisung veranlasst werden.

Auch aus medizinischer Sicht rät die BARMER GEK, möglichst zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Dieser koordiniert die Untersuchungen und erfährt auf kurzem Weg die Ergebnisse. Damit hat er den besten Überblick über Diagnosen, Krankheitsverlauf und Medikamentengaben. Er kann also auch einschreiten, wenn sich Medikamente gegenseitig beeinflussen, mehrere Fachärzte dasselbe oder Ähnliches verschreiben.

Selbstverständlich ist es jedem Patienten unbenommen, bestimmte Fachärzte auch ohne Überweisung aufzusuchen. Nach wie vor kann beispielsweise eine Frau selbst entscheiden, wann sie zur gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung geht oder wann man einen Augenarzt benötigt. Es gilt das Recht auf freie Arztwahl.
______________________________________________
BARMERGEK Pressestelle
Tel.: 0800 33 20 60 99 1401
presse@barmer-gek.de
Athanasios Drougias (Ltg.), Tel.: 0800 33 20 60 99 1421
Dr. Kai Behrens, Tel.: 0800 33 20 60 44 3020

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Praxisgebühr - Wegfall - kaum Auswirkungen ....

Beitrag von Presse » 26.04.2013, 18:14

Wegfall der Praxisgebühr bislang ohne Einfluss auf Facharztkontakte und Wartezeit
Obwohl viele Deutsche den direkten Draht zum Facharzt suchen, ist ihnen nach wie vor der Hausarzt bei der Suche nach Spezialisten wichtig.
Das geht aus einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage im Auftrag der Barmer GEK ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... -Wartezeit

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