Demografiestrategie der Bundesregierung

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Demografiestrategie der Bundesregierung

Beitrag von Service » 04.10.2012, 11:38

Aufbruch gewagt
Demografiestrategie der Bundesregierung

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat heute im Kabinett die Demografiestrategie der Bundesregierung "Jedes Alter zählt" vorgelegt. Die Strategie beinhaltet Vorschläge, wie Deutschland künftig die Chancen und Potenziale des demografischen Wandels nutzen kann, um Wachstum und Wohlstand langfristig zu sichern. Der demografische Wandel wird in den kommenden Jahrzehnten Deutschland tiefgreifend verändern. Die Bevölkerungszahl wird aufgrund der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung und dauerhaft niedriger Geburtenzahlen weiter sinken. Gleichzeitig steigt das durchschnittliche Alter der Bevölkerung. Die gewonnenen Jahre und die längeren Lebensspannen werden die Biografien der einzelnen Menschen prägen.

Bundesinnenminister Dr. Friedrich sagte dazu: "Die demografische Entwicklung ist eine Chance für jeden, der zusätzliche Jahre für sich gewinnt. Es liegt an uns allen, den Wandel kreativ zu gestalten. Die Strategie der Bundesregierung zeigt, wie wir diese Aufgabe in der Familie, am Arbeitsplatz und in den ländlichen Regionen bewältigen können. Wir müssen die Kräfte in Staat und Gesellschaft bündeln und neue Lösungen entwickeln. Dazu gehört auch ein breiter Dialog mit allen Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft", so der Bundesinnenminister.

Die Bundesregierung hat mit ihrem Demografiebericht vom Oktober 2011 einen Überblick über die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung und die bislang ergriffenen Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels gegeben. Zudem hat sie mit dem "Handlungskonzept zur Sicherung der privaten und öffentlichen Infrastruktur in vom demografischen Wandel besonders betroffenen ländlichen Räumen" Erfahrungen aus den Neuen Ländern ausgewertet und Lösungen aufgezeigt. Auf der Grundlage von Demografiebericht und Handlungskonzept wurde unter Federführung des Bundesinnenministers nunmehr eine ressortübergreifende Demografiestrategie erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lebensbereiche, in denen die Menschen die Auswirkungen des demografischen Wandels ganz unmittelbar und am stärksten erfahren. Die Handlungsfelder der Strategie lauten:

■Familie als Gemeinschaft stärken
■Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten
■Selbstbestimmtes Leben im Alter
■Lebensqualität in ländlichen Räumen und integrative Stadtpolitik fördern
■Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand sichern
■Handlungsfähigkeit des Staates erhalten

Die Demografiestrategie formuliert für diese Handlungsfelder konkrete Ziele und zeigt Maßnahmen zu deren Verwirklichung auf. Sie bezieht sich dabei nicht allein auf Maßnahmen des Bundes. Es sind auch Vorschläge enthalten, die nur gemeinsam mit den Ländern und Kommunen, Verbänden, Sozialpartnern und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft zu realisieren sind. Um die Voraussetzungen für eine gelungene Kooperation zu schaffen, wird die Bundesregierung einen breiten Dialogprozess anstoßen.

Wo dies für die Förderung fairer Chancen der Menschen in unserem Land sinnvoll und erforderlich ist, soll nicht nur die ressort-, sondern insbesondere auch die ebenenübergreifende Zusammenarbeit ausgebaut werden. Dazu beabsichtigt die Bundesregierung, die Gestaltungspartner regelmäßig zu einem Demografiegipfel einzuladen. Zur Vorbereitung dieser Treffen sollen Arbeitsgruppen zu Schwerpunktthemen Lösungsvorschläge entwickeln. Die Arbeitsgruppen werden auf dem ersten Demografiegipfel im Herbst 2012 eingesetzt.

Quelle: Mitteilung vom 04.10.2012
http://www.bmi.bund.de/DGS/DE/Demografi ... _node.html

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Pflegebedürftige brauchen konkrete Verbesserungen

Beitrag von Presse » 04.10.2012, 11:40

Demografie-Gipfel: Pflegebedürftige brauchen konkrete Verbesserungen / bpa begrüßt Initiative der Bundesregierung, fordert aber zügige Ergebnisse

Berlin (ots) - "Insbesondere für die Pflege hat die demografische Entwicklung in Deutschland dramatische Auswirkungen. Deswegen ist es gut, dass die Bundesregierung heute zum Demografie-Gipfel eingeladen hat. Wir werden aber die Initiative an den konkreten Verbesserungen für die Pflegebedürftigen messen. Das gilt insbesondere auch für die Allianz für Menschen mit Demenz, die zentraler Baustein der Demografiestrategie ist", so Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), der auf Einladung des Bundesinnenministers am heutigen Demografie-Gipfel der Bundesregierung teilnimmt.

"Zur demografischen Entwicklung in Deutschland kennen alle die Zahlen, Fakten und Schaubilder. Was wir brauchen, sind zügige Taten", sagt der bpa-Präsident.

Es wird immer mehr Pflegebedürftige in Deutschland geben und der Grad der Pflegebedürftigkeit wird zunehmen. Jede zweite Frau und jeder dritte Mann wird dement, so die Prognose. Der bpa begrüßt es deshalb, dass im Rahmen der Demografiestrategie die Allianz für Menschen mit Demenz von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Bundesseniorenministerin Kristina Schröder aus Anlass des Weltalzheimer-Tages konstituiert worden ist.

Der bpa beteiligt sich auch an der Allianz und unterstützt deren
Ziele: die Weiterentwicklung von Hilfen und Unterstützung für Betroffene sowie die Förderung von Verständnis und Sensibilität für Demenzerkrankungen. Vorgesehen sind außerdem Hilfenetzwerke im Lebensumfeld Betroffener, die als "Lokale Allianzen" mehr soziale Teilhabe und Hilfestellung ermöglichen sollen.

"Wir begrüßen, dass es zum 1. Januar nächsten Jahres mehr Leistungen für einen Teil der ambulant versorgten Menschen mit Demenz von der Pflegeversicherung gibt. Das ist aber nur ein Teilschritt.
Wir brauchen zügig weitere Maßnahmen. Dazu zählt insbesondere ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff bei Erhalt und Weiterentwicklung der bisherigen Leistungen. Wir brauchen außerdem altengerechte Kommunen und vor allem brauchen wir ein deutliches Zeichen an die Pflegeeinrichtungen und an die Pflegekräfte. Sie sind es, die die hilfebedürftigen Menschen von heute und morgen versorgen. Da der demografische Wandel den Fachkräftemangel verschärft, ist auch eine gezielte Zuwanderung von qualifizierten Pflegekräften unabdingbar", so Bernd Meurer.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.10.2012 bpa - priv. Anbieter sozialer Dienste
Pressekontakt: Bernd Tews, Geschäftsführer, Tel.: 030 - 30 87 88 60.

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Demografische Entwicklung - Bundesregierung zu zögerlich

Beitrag von PflegeCologne » 04.10.2012, 11:50

Service hat geschrieben:Aufbruch gewagt
Demografiestrategie der Bundesregierung
Was die Bundesregierung großspurig anstößt, ist seit Jahren überfällig. Die demografische Entwicklung und die daraus sich ergebenden Konsequenzen sind längst bekannt. Dass die Koalition das Thema bislang nicht auf der Agenda hatte, ist ein einziges Trauerspiel. Nicht einmal die kürzlich beschlossene Neuausrichtung der Pflegeversicherung greift das Thema entschieden genug auf. Es wird offensichtlich auf Zeit gespielt. Die kürzlich beschlossenen neuen Regelungen sind ein Flop, so hat es Pro Pflege - Selbsthilfenetz korrekt beschrieben. Siehe >>> viewtopic.php?t=17124
Es muss daher schnellstmöglich eine Kehrtwende zu Gunsten der Pflegesysteme geben. Die hilfe- und pflegebedürftigen Menschen gehören in den Mittelpunkt der Erörterungen und der gesetzlichen Regelungen - nicht aber die Arbeitgeberinteressen.
Man darf gespannt sein, wie sich jetzt alles weiter entwickelt. Offensichtlich sind aber die hilfe- und pflegebedürftigen Menschen bei den Strategieerörterungen nicht beteiligt, nur die üblichen Funktionäre. Und da geht es vorwiegend um ökonomische Interessen!

Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Demografiegipfel hat nicht gehalten, was er versprochen hat

Beitrag von Presse » 05.10.2012, 06:39

Der Standpunkt zum Demografiegipfel: Die Kunst des Kleinerwerdens
Der Demografiegipfel hat nicht gehalten, was er versprochen hat, findet Florian Staeck.
Er vermisst klare Vorgaben und Entscheidungen.


Demografiegipfel - das klingt bedeutungsvoll und verheißt Entscheidungen, klare Vorgaben.
Nichts von dem leistet der Demografiegipfel, zu dem die Bundesregierung Vertreter aus Ländern, Kommunen und Wissenschaft gebeten hat.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=823 ... aft&n=2250

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Demografischer Wandel: Altern ist keine Katastrophe

Beitrag von Presse » 07.10.2012, 06:48

Demografischer Wandel: Altern ist keine Katastrophe
Dtsch Arztebl 2012; 109 ( 38 ): A-1860 / B-1510 / C-1482
Korzilius, Heike
Die Gesellschaft wird älter, die Zahl der chronisch Kranken und Pflegebedürftigen steigt.Das wird die Sozialsysteme über kurz oder lang kollabieren lassen.
Dieser gängigen Prognose widersprechen Experten. Sie fordern mehr Optimismus bei der Suche nach Lösungen.
... Weiter lesen unter
http://www.aerzteblatt.de/archiv/130253 ... atastrophe

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Demografischer Wandel erfordert Reaktionen

Beitrag von Gerhard Schenker » 07.10.2012, 06:59

Presse hat geschrieben:Demografischer Wandel: Altern ist keine Katastrophe
Wir müssen den demografischen Wandel nicht mit einer Katastrophe gleichsetzen. Es handelt sich nämlich um eine gesellschaftliche Entwicklung, die seit Jahrzehnten im Gange ist und deren Auswirkungen in Grundzügen bekannt sein müssten.
Allerdings haben die politisch Verantwortlichen, wie die gesamte Gesellschaft, das Problem bislang völlig verdrängt, so dass wir bei den jetzigen Erörterungen zum Thema, eigentlich "etwas spät dran sind".
Es gab und gibt umfänglichen Handlungsbedarf. Dem müssen wir gerecht werden, denn sonst bekommen wir die Probleme, die die veränderte Gesellschaft zwangsläufig aufwirft, nicht in den Griff. Bei diesen Erörterungen müssen wir uns auch darauf einstellen, dass die Veränderungen auch geprägt sein werden, zwangsläufig, von einem wirtschaftlichen Rückgang. Denn wer meint, unsere Wirtschaft laufe über Jahrzehnte so weiter wie bisher, irrt gewaltig. Die Globalisierung geht weiter und wird uns gewaltige Veränderungen aufzwingen, ob wir das wahr haben wollen oder nicht. Für das Pflege- und Gesundheitssystem werden wir über Rationierung und Priorisierung reden müssen. Die Sozialleistungen für Menschen, die die Gesellschaft durch Arbeitsleistung nicht mit tragen (können - oder wollen) müssen zurückgeführt werden. ... usw. ... Solchen Wahrheiten müssen wir uns stellen. Denn sonst gibt es wirklich eine Katastrophe!

Gerhard Schenker
Das Pflegesystem bedarf einer umfassenden Reform - Pflegebegriff erneuern und Finanzierung zukunftsfest machen!

Anja Jansen
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Demografischer Wandel erfordert Reaktionen

Beitrag von Anja Jansen » 11.10.2012, 07:08

Gerhard Schenker hat geschrieben:
Presse hat geschrieben:Demografischer Wandel: Altern ist keine Katastrophe
Wir müssen den demografischen Wandel nicht mit einer Katastrophe gleichsetzen. Es handelt sich nämlich um eine gesellschaftliche Entwicklung, die seit Jahrzehnten im Gange ist und deren Auswirkungen in Grundzügen bekannt sein müssten.
Allerdings haben die politisch Verantwortlichen, wie die gesamte Gesellschaft, das Problem bislang völlig verdrängt, so dass wir bei den jetzigen Erörterungen zum Thema, eigentlich "etwas spät dran sind".
Es gab und gibt umfänglichen Handlungsbedarf. Dem müssen wir gerecht werden, denn sonst bekommen wir die Probleme, die die veränderte Gesellschaft zwangsläufig aufwirft, nicht in den Griff. Bei diesen Erörterungen müssen wir uns auch darauf einstellen, dass die Veränderungen auch geprägt sein werden, zwangsläufig, von einem wirtschaftlichen Rückgang. Denn wer meint, unsere Wirtschaft laufe über Jahrzehnte so weiter wie bisher, irrt gewaltig. Die Globalisierung geht weiter und wird uns gewaltige Veränderungen aufzwingen, ob wir das wahr haben wollen oder nicht. Für das Pflege- und Gesundheitssystem werden wir über Rationierung und Priorisierung reden müssen. Die Sozialleistungen für Menschen, die die Gesellschaft durch Arbeitsleistung nicht mit tragen (können - oder wollen) müssen zurückgeführt werden. ... usw. ... Solchen Wahrheiten müssen wir uns stellen. Denn sonst gibt es wirklich eine Katastrophe! ...
Guten Morgen,
es ist natürlich längst überfällig, dass die Bundesregierung das Thema Demografie aufgreift. Wir sind insoweit "spät dran". Denn die beschriebene Entwicklung ist doch seit Jahrzehnten bekannt.
Was wir nicht brauchen: lange Debatten, Beiräte, Kommissionen, Ausschusssitzungen usw. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Es sind jetzt Aktivitäten zur Umsetzung der bereits vorliegenden Konzepte angesagt. An erster Stelle wäre es wichtig und richtig gewesen, eine vernünftige Pflegereform auf den Weg zu bringen. Aber selbst das hat die Berliner Koalition nicht einmal zustande gebracht.
Ich würde mir wünschen, dass die Versorgung der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen in der Politik stärkere Berücksichtigung finden würde. Solche Aktivitäten dürfen nicht auf politische Strategiegipfel beschränkt bleiben.
MfG Anja
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

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Demografiestrategie der Bundesregierung

Beitrag von Service » 27.10.2012, 07:17

Demografiestrategie der Bundesregierung
Der Paritätische informiert - von: Anne Idler
Auf dem ersten Demografiegipfel der Regierung wurde die bereits im April 2012 beschlossene Demografiestrategie diskutiert,
welche auch die Teilhabe und Selbstbestimmtheit von Älteren und pflegebedürftigen Menschen verbessern soll.
... weiter unter ...
http://www.der-paritaetische.de/22/?tx_ ... 719e8335e6

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Zweites Berliner Demografie Forum

Beitrag von Presse » 15.11.2012, 07:41

BMFSFJ Internetredaktion
Pressemitteilung Nr. 101/2012
14.11.2012

Zweites Berliner Demografie Forum im Januar 2013 Unabhängige Plattform setzt Dialog zum Thema demografischer Wandel fort

Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Vom 9. bis 10. Januar 2013 findet in Berlin zum zweiten Mal das Berliner Demografie Forum statt. Nach einem erfolgreichen Auftakt im Januar 2012 bringt die unabhängige Plattform nun erneut Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Im Fokus steht im Jahr 2013 das Themenspektrum "Generationen - Lernen - Wohlstand". Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Allianz sind die Initiatoren des Forums. Die Konferenzleitung übernehmen erneut Botschafter Dr. h.c. Wolfgang Ischinger und Prof. Jörg Rocholl, Präsident der ESMT European School of Management and Technology.

Das Berliner Demografie Forum setzt sich parteiübergreifend und interdisziplinär mit den Herausforderungen der demografischen Veränderungen auseinander. Im Rahmen des zweiten Forums geht es vor allem um das Zusammenspiel der einzelnen Generationen, das Erfordernis und die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen sowie die Bedingungen für gesellschaftlichen und persönlichen Wohlstand.

Zu den hochkarätigen Teilnehmern des Berliner Demografie Forums zählen neben Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder auch Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, Allianz-Chef Michael Diekmann, Wladyslaw Kosiniak-Kamysz, polnischer Minister für Arbeit und Soziales und Philip D. Murphy, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland.

"Familien sind die stabilen Kerne unserer Gesellschaft. In der Familie finden Menschen Rückhalt, Schutz und Unterstützung in einem Maß, das weit über die Leistungsfähigkeit der staatlichen Solidargemeinschaft hinausgeht", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder.
"Gleichzeitig verändert der demografische Wandel das Verhältnis von Frauen und Männern in Partnerschaft und Familie. Dem trägt die Bundesregierung mit Ihrer Demografiestrategie Rechnung."

Das Berliner Demografie Forum setzt bei seiner zweiten Veranstaltung verstärkt auf internationale Teilnehmer, um den nationenübergreifenden Dialog zu stärken und den Austausch von best-practices zu fördern.

Erstmalig wird es ein von der Robert Bosch gefördertes "Young Expert Panel" geben, bei dem junge Menschen mit Vertretern der Generation 80+ Herausforderungen, Chancen und Lösungsansätze des demografischen Wandels diskutieren.

Darüber hinaus wird es das "Forum Berliner Impuls" geben. In diesem diskutieren Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft mit dem Ziel, einen "Impuls" zum Thema demografischer Wandel zu formulieren. Dieser "Impuls" wird im Nachgang von vier Politikern kommentiert.

Ausrichter des Forums ist die ESMT European School of Management and Technology in Berlin.

Über das Berliner Demografie Forum:
Das Berliner Demografie Forum ist eine parteiübergreifende, internationale Debattenplattform zum Thema demografischer Wandel. Das Forum führt internationale Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam Lösungsansätze zu diskutieren und zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Hiermit soll auch die Bedeutung demografischer Einflussfaktoren in einer breiteren Öffentlichkeit verankert werden. Das Forum wird einmal im Jahr ausgerichtet; die Auftaktveranstaltung fand im Januar 2012 statt. Initiatoren sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Allianz. Die Konferenzleitung übernehmen Botschafter Wolfgang Ischinger und Prof.
Jörg Rocholl, PhD. Ausrichter des Forums ist die ESMT European School of Management and Technology.

http://www.berlinerdemografieforum.org

Pressekontakt:
CNC - Communications & Network Consulting Helmut Kranzmaier Spreedreieck Friedrichstraße 140
10117 Berlin
Tel.: 030 / 408 17 66 18
helmut.kranzmaier@cnc-communications.com

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de
Servicetelefon: 01801 90 70 50
Wann können Sie anrufen?
montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr

WernerSchell
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Demografie - wo bleiben die Folgerungen ?

Beitrag von WernerSchell » 07.12.2012, 08:38

Demografischer Wandel: Gesundheitswesen ist nicht vorbereitet
viewtopic.php?p=70160#70160
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Deutschland braucht ein Demografie-Ministerium

Beitrag von Presse » 12.12.2012, 11:41

Bevölkerungsentwicklung Deutschland braucht ein Demografie-Ministerium

Köln (ots) - Der Rückgang der Bevölkerung und die zunehmende Alterung der Gesellschaft erfordern eine klare institutionelle Aufwertung des Themas Demografie. Dies sollte durch die Schaffung eines eigenen Bundesministeriums geschehen, so Prof. Gerhard Naegele, Direktor des Instituts für Gerontologie e.V. an der TU Dortmund, und Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, in einem heute in Berlin vorgelegten gemeinsamen Thesenpapier. Das neue Ressort müsse mit allen übrigen betroffenen Politikfeldern, wie Familie, Zuwanderung, Arbeit, Infrastruktur, Gesundheit und Pflege strategisch vernetzt sein. Dabei gehe es um die systematische und aufeinander abgestimmte Umsetzung von Politikzielen. Außerdem sei eine Demografie-Ministerkonferenz erforderlich, um auch auf Länderebene handlungsfähig zu sein. Auf der hochgradig arbeitsteiligen kommunalen Ebene wiederum müsse die Koordination zwischen den einzelnen Ämtern und Behörden verbessert werden.
Hüther und Naegele sprechen sich zudem dafür aus, künftig jede "Politikmaßnahme in Bezug auf ihre Demografie-Festigkeit" hin verbindlich zu prüfen. Der demografische Wandel stellt die Bundesrepublik dem Papier zufolge vor "beachtliche Herausforderungen". Doch er sei für die Gesellschaft keine grundsätzliche Bedrohung, da es hinreichend Gestaltungspotenzial gebe. Wichtig sei, nachhaltig wirtschaftliches Wachstum zu fördern, um den Handlungsspielraum künftiger Generationen so groß wie möglich zu halten.

Weitere Informationen in: Demografiepolitik - Herausforderungen und Handlungsfelder, Prof. Michael Hüther, Prof. Gerhard Naegele (Hrsg) Springer Fachmedien Wiesbaden 2013,
http://www.springer.com/springer+vs/pol ... 58-00778-2

Quelle: Pressemitteilung vom 12.12.2012 Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln
Pressekontakt: Ansprechpartner im IW: Hans-Peter Klös, Tel: 0221 4981 710 Auf der Veranstaltung vor Ort in Berlin: Katrin Rüffer mobil:
0172-388-1022

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Deutschland braucht ein Demografie-Ministerium

Beitrag von Rob Hüser » 12.12.2012, 12:05

Presse hat geschrieben:Bevölkerungsentwicklung Deutschland braucht ein Demografie-Ministerium ....
Die Bevölkerungsentwicklung und die zu erwartenden Verwerfungen in der Gesellschaft sind seit Jahrzehnten bekannt und die Politik hat das alles komplett ignoriert. Wir wissen was kommt, wir wissen auch eigentlich was zu tun ist.
Lange Diskussionen und Aufbau einer gesonderten Bürokratisie brauchen wir nicht.

Rob Hüser
Das Pflegesystem muss dringend zukunftsfest reformiert werden!

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Demografiegipfel ist teure Inszenierung des Nichtstuns

Beitrag von Presse » 12.05.2013, 14:04

Diana Golze:
Demografiegipfel ist teure Inszenierung des Nichtstuns

Berlin (ots) - "Die Demografiegipfel der Regierung sind teure Inszenierungen des Nichtstuns. Diese Regierung hat im Kampf gegen Altersarmut, Pflegenotstand und Erwerbslosigkeit älterer Beschäftigter schmählich versagt. Das kann kein noch so aufwändig präsentierter Gipfel kaschieren", erklärt Diana Golze, Mitglied im Vorstand der Fraktion und des Spitzenteams der LINKEN für die Bundestagswahl, zum bevorstehenden Demografiegipfel der Bundesregierung. Golze weiter:

"Unmittelbar vor dem Demografiegipfel werden aus der Union Stimmen laut, die älteren Erwerbslosen das Arbeitslosengeld kürzen wollen.
Das ist kein Ausrutscher, sondern Kerngedanke der Demografiepolitik der Bundesregierung. Weil die Menschen älter werden, wird bei den Älteren gekürzt und gestrichen, was das Zeug hält. Nach wie vor sind nur ein Bruchteil der 64jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wer über 60 ist und seinen Arbeitsplatz verliert, kann von einer Neueinstellung nicht mal mehr träumen. Die Rente reicht für immer mehr Menschen kaum noch zum Leben. Dennoch wird das Renteneintrittsalter Jahr für Jahr heraufgesetzt.

Die Regierung redet über Demografie und handelt entweder gar nicht oder wenn, dann wird sie zur akuten sozialen Bedrohung für die Älteren in unserer Gesellschaft."

Quelle: Pressemitteilung vom 12.05.2013 Fraktion DIE LINKE.
Pressekontakt: Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de

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Demografie - Lieberknecht fordert klare Vorgaben

Beitrag von Presse » 13.05.2013, 06:32

Demografie - Lieberknecht fordert klare Vorgaben
ERFURT.. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat einen "Demografiecheck" für neue Gesetze, Auflagen und Förderprogramme gefordert.
mehr
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=838 ... aft&n=2704

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Demographischer Wandel erfordert politisches Handeln

Beitrag von Presse » 14.05.2013, 17:06

Presseinformation – 401/5/2013 - 14. Mai 2013

Ministerin Steffens:
Demographischer Wandel erfordert politisches Handeln - Bund könnte von Nordrhein-Westfalen lernen


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Längst vorliegende Erkenntnisse endlich für dringend erforderliche politische Weichenstellungen zu nutzen, dazu fordert Ministerin Barbara Steffens die Bundesregierung anlässlich ihres zweiten Demographiegipfels auf. „Die Folgen des demographischen Wandels sind hinreichend bekannt. Auf die Auswirkungen einer immer älter werdenden Bevölkerung muss die Politik deshalb nicht mit Gipfeltreffen, sondern mit wirkungsvollen Strategien für eine zukunftssichere Gesellschaft reagieren“, erklärte Ministerin Steffens in Düsseldorf.

Leider sei es der Bundesregierung nicht einmal in dem von ihr selbst ausgerufenen „Jahr der Pflege“ gelungen, bereits vorliegende Konzepte wie die Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffes als Grundlage für eine bessere Unterstützung für Pflegebedürftige und ihrer Angehörigen umzusetzen. Auch die Zuschuss-Förderung für den altengerechten Umbau von Wohnungen sei - trotz steigenden Bedarfs - einfach beendet worden.

„In Nordrhein-Westfalen konzentrieren wir uns darauf, die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass wir den demographischen Wandel in unserem Land positiv gestalten können“, betont die Ministerin. Sie verweist dabei beispielhaft auf die Initiative gegen den Fachkräftemangel, den Inklusionsplan, die Landesinitiative „Kein Kind zurücklassen“, Projekte zu demographiefester Quartiersentwicklung und die Reform des gesamten Landespflegerechts. „Mit der Einführung der Ausbildungsumlage im Bereich der Altenpflege ist es uns außerdem bereits im ersten Jahr gelungen, mehr als 2000 zusätzliche Ausbildungsplätze in der Pflege zu schaffen“, so Steffens weiter.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de

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