Pflegekammer im Halbfinale

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Wechsel in der Geschäftsführung des DBfK Nordost

Beitrag von WernerSchell » 29.05.2015, 08:34

Wechsel in der Geschäftsführung des DBfK Nordost

Ulla Rose löst am 01. Juni 2015 Anja Kistler als Geschäftsführerin des DBfK Nordost e.V. ab. Die bisherige Amtsinhaberin wird Geschäftsführerin der Pflegekammer Rheinland-Pfalz.
Ulla Rose bringt eine breite Palette von Wissen und Erfahrung in die neue Tätigkeit ein. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin war Pflegedienstleitung im stationären und ambulanten Bereich, unterrichtete in der Aus- Fort- und Weiterbildung und wechselte später ins Management von Bildungseinrichtungen. Den Titel M.A. Library and Information Science erwarb sie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Frau Rose war mehrere Jahre im Qualitätsmanagement tätig und arbeitete freiberuflich im Bereich Beratung und Training im Gesundheitswesen. Nicht zuletzt hat sie Erfahrungen in der Berufspolitik und der Verbandsarbeit.
Anja Kistler war seit September 2008 Geschäftsführerin des DBfK Nordost. Prof. Margarete Reinhart, Vorsitzende, sagte: „Wir danken Anja Kistler für ihr erfolgreiches Engagement. Sie hat dem Regionalverband frische Impulse gegeben, zahlreiche positive Veränderungen angestoßen und das DBfK-Netzwerk stetig erweitert. Wir wünschen ihr viel Erfolg in ihrer neuen Position als Geschäftsführerin der ersten Pflegekammer in Deutschland!“
Reinhart weiter: „Ich freue mich, dass Ulla Rose die Geschäftsführung übernehmen wird. Vorstand und Delegierte haben sie einvernehmlich beauftragt. Frau Rose wird die Zukunft des Regionalverbandes gestalten. Auf eine gute Zusammenarbeit!“

DBfK Nordost e.V. | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.
Mehr Informationen über den Regionalverband DBfK-Nordost e.V. können Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de/regionalverbaende/no/rvno.php nachlesen. Falls Sie Interviewwünsche haben oder mehr Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse-nordost@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030 / 20 89 872-60 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 28.05.2015
Monika Kunz
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SPD Berlin will Pflege-Berufsverband statt Pflegekammer

Beitrag von WernerSchell » 29.05.2015, 08:43

SPD Berlin will Pflege-Berufsverband statt Pflegekammer

Die Berliner SPD stemmt sich mit aller Macht gegen die Errichtung einer Pflegekammer. Jüngster Vorschlag ist die Einführung eines Pflege-Berufsverbandes in Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, also ausgestattet mit hoheitlichen Aufgaben. Der DBfK Nordost wertet das Vorhaben als Weigerung, das Abstimmungsergebnis aus der Berliner Kammer-Studie gelten zu lassen.
Bei der repräsentativen Befragung im Rahmen der Berliner Kammer-Studie hatten sich 58,8 Prozent der befragten Pflegefachpersonen FÜR die Pflegekammer ausgesprochen. Das Votum besagt: Wir wollen für die Profession Verantwortung übernehmen.
Pflege ist heute in großen Teilen fremdbestimmt. Kostenträger und andere Interessengruppen dominieren die Entscheidungen. Die Mitgliedschaft ALLER Berufsangehörigen in der Pflegekammer wird ein Gegenmittel sein. Sie wird nach innen und außen die Stärke und das professionelle Wissen der Berufsgruppe sichtbar machen.
Der SPD-Vorschlag enthält viele Ungereimtheiten. Dazu gehören die Komponenten freiwillige Mitgliedschaft, freiwillige Beiträge und zugleich hoheitliche Aufgaben, „garantierte Rechte“ und „echte Durchschlagskraft“ – diese Bestandteile sind nicht kompatibel. Vielmehr kann es so funktionieren: Alle dreijährig Ausgebildeten als Mitglieder, dadurch niedrige Beiträge und viele Schultern, auf denen die Vertretung der Profession ruht.
Laut SPD sollen Hilfskräfte Kammermitglieder werden können, weil sie bisher kein Recht hätten, ihre Interessen auch politisch zu vertreten, Der DBfK hält dagegen: Die Hilfskräfte hatten und haben jedes Recht, sich zur Interessenvertretung zusammenzuschließen.
Der DBfK Nordost beurteilt die Alternative der Berliner SPD als unausgegoren und widersprüchlich.
Wir fordern: Gebt den Berliner Pflegefachpersonen die Pflegekammer, für die sie abgestimmt haben!
Die Arbeitsgemeinschaft SozialdemokratInnen im Gesundheitswesen (ASG) Berlin fordert in einem Antrag zum Landesparteitag der Berliner SPD am 13. Juni 2015 einen gesetzlichen Pflege-Berufsverband.

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Schleswig-Holstein stellt sich für die Pflegezukunft auf

Beitrag von WernerSchell » 10.06.2015, 18:52

Schleswig-Holstein stellt sich für die Pflegezukunft auf

Schleswig-Holstein ist mit den Vorbereitungen zur Errichtung einer Pflegekammer auf gutem Weg zu einer zukunftsfähigen Pflege. Nach Überzeugung der Befürworter der Pflegekammer ist diese das notwendige Instrument, die Attraktivität des Pflegeberufes zu sichern. Zwar könne die Selbstverwaltung der Pflege den aktuellen Pflegenotstand nicht abwenden, denn dieser ist von den bisherig zuständigen Entscheidungsträgern zu verantworten. Diese haben vor allem die Attraktivität des Pflegeberufes in den zurückliegenden Jahrzehnten beschädigt.
Mit Blick auf den Reformbedarf in der Pflege haben die Befürworter der Pflegekammer die besseren Argumente. Nicht weniger Qualifikation ist die Antwort auf den Pflegenotstand – der weitaus größte Personalbedarf in der Pflegeversorgung besteht bei den Pflegefachpersonen. Wie Forscher des Instituts für Arbeit und Technik in einem aktuellen Aufsatz im Pflege-Report 2015 aufzeigen, fehlen deutschlandweit in wenigen Jahren bereits 130.000 Pflegefachpersonen. Die notwendigen Anstrengungen zur Abwehr des Mangels müssen sich daher vor allem auf Ausbildung und Qualifizierung in der Pflege erstrecken, so die Forscher.

Die Pflegekammer in Schleswig-Holstein wird der Garant dafür sein, diese Entwicklung sicher zu stellen. Die Gegner der Pflegekammer unternehmen aus ihren persönlichen Interessenlagen eine Reihe von Anstrengungen, die die Zukunftsfähigkeit der Pflege ernsthaft gefährden würden. Wer heute noch ein auskömmliches Gehalt für Pflegende in Frage stellt, den Reformbedarf der Pflegeausbildung ignoriert und der akademischen Pflegeausbildung die Daseinsberechtigung abspricht, sollte an der Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der Pflegeberufe nicht beteiligt sein.

Die Pflegekammer ist das demokratisch legitimierte Selbstverwaltungsorgan der Pflege – die Pflege hat das Vertrauen verdient, die eigenen Dinge in die Hand nehmen zu können. Das sieht der größte Teil der Berufskollegen in Schleswig-Holstein auch so.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
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Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 10.06.2015
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
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Pflegering ist eine Mogelpackung

Beitrag von WernerSchell » 10.07.2015, 09:09

Pflegering ist eine Mogelpackung
Pflegende setzen sich weiter für eine starke Selbstverwaltung ein


München / Nürnberg, 10. Juli 2015 – Als Mogelpackung wertet der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) den von der Regierung geplanten Pflegering in Bayern. Bei der Mitgliederversammlung des Verbandes in Nürnberg wehrten sich die Pflegenden gegen die aktuellen Pläne der Politik. Hauptkritikpunkt ist, dass das Gesundheits- und Pflegeministerium eine Körperschaft des öffentlichen Rechts einrichten will, die nicht im Heilberufekammergesetz verankert ist. „Die Pflege verhandelt damit auch weiterhin nicht auf Augenhöhe mit den verkammerten Gesundheitsprofessionen“, sagte Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost e.V. Mit der Regierungserklärung der Gesundheitsministerin, dem Beschluss des Bayerischen Kabinetts und einer weiteren Abstimmung im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags wurden erste politische Weichen gestellt. Die Pflegenden votierten bei der Mitgliederversammlung dennoch weiter für eine starke Selbstverwaltung und stimmten sich auf einen heißen Herbst ein.

Der DBfK befürchtet, dass mit dem Pflegering eine Organisation konstruiert wird, bei der hauptsächlich Träger- und Arbeitgeberinteressen im Vordergrund stehen. „Wir gehen hier nur von einem Mitwirkungsrecht der Pflegenden aus, ein Mehrwert ist mit dieser Interessensvertretung äußerst fraglich“, sagte DBfK-Vorsitzende Sonja Hohmann.

Ministerin Huml plant als Organisationsform eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, in der Verbände und Einzelpersonen freiwillig Mitglied werden können. Eine wirkungsvolle Standesvertretung hat aber nur dann ein demokratisches Votum und kann für die Berufsgruppe sprechen, wenn alle Pflegefachpersonen Mitglied sind, daher ist eine Registrierung aller Pflegefachpersonen Grundvoraussetzung für eine schlagkräftige Organisation. Nur so werden auch die von vielen Seiten lange geforderten Informationen über Ausbildung und Anzahl der Pflegefachpersonen zu ermitteln sein. „Ohne dieses Wissen werden wir weder den Pflegeberuf weiterentwickeln, noch den künftigen Bedarf valide ermitteln können“, so Dr. Marliese Biederbeck.

Quelle: Pressemitteilung vom 10.07.2015
Sabine Karg
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Interessensvertretung nur mit einer Pflegekammer

Beitrag von WernerSchell » 25.09.2015, 08:56

Starke Interessensvertretung nur mit einer Pflegekammer möglich
DBfK distanziert sich von Informationskampagne des Gesundheitsministeriums


München, 25. September 2015 – Das Gesundheitsministerium in Bayern bewirbt derzeit in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens sein eigenes Modell zur Interessensvertretung der Pflegenden unter dem Motto „Gemeinsam.Direkt.Stark“. Der DBfK und alle Mitgliedsverbände der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge) als Vertreter der professionellen Pflege distanzieren sich ausdrücklich von diesem Modell, das auch unter der Bezeichnung bayerischer Weg oder Pflegering bekannt ist. Die Pflegenden in Bayern haben sich für eine Pflegekammer entschieden. Die Pflegeverbände bleiben bei ihrem Versprechen und setzen sich daher auch weiterhin für die Pflegekammer zur Stärkung der Berufsgruppe ein. Der DBfK warnt nochmals vor dieser „Mogelpackung“ des Ministeriums. Denn geplant ist eine Interessensvertretung auf freiwilliger Basis, bei der nicht nur die Pflege sondern auch Träger- und Arbeitgeberinteressen berücksichtigt werden. Hier wird es keine Möglichkeit geben, die Interessen aller Pflegenden in Bayern nach demokratischen Prinzipien zu vertreten. „Das Ministerium betreibt einen Etikettenschwindel und will erneut einen Sonderweg für die Pflege beschreiten. Die Pflege wird damit nicht gestärkt sondern weiter geschwächt. 150 Jahre Sonderweg in der Pflege sind genug“, so Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost e.V.

• Die Pflegekammer als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts muss auf Augenhöhe mit den anderen verkammerten Gesundheitsprofessionen verhandeln können. Dies ist mit dem Bayerischen Modell nicht geplant. Das Ministerium spricht in der Informationskampagne von mitwirken, die Pflegenden wollen aber mitbestimmen.
• Eine Interessensvertretung kann nur dann stark sein, wenn eine verpflichtende Registrierung aller Pflegenden vorgesehen ist und die Belange aller Pflegenden berücksichtigt werden. Nur durch eine berufsbezogene Mitgliedschaft können aussagekräftige Daten über Anzahl und Qualifikation der Berufsgruppe gegeben werden. Das ist wichtig, um den Bedarf sicherzustellen und verlässlich planen zu können. Das Ministerium sieht keine verpflichtende Mitgliedschaft vor.
• Bei einer Interessenvertretung der Pflegeden soll die Berufsgruppe beteiligt werden, beraten und ihre pflegefachliche Expertise einbringen können. Wenn Organisationen wie Arbeitgeberverbände mitwirken können, dann aber wird die Pflege weiterhin fremdbestimmt.

+++ Terminhinweis: Uns! Reicht’s! Jetzt! Die Pflege wird laut! Große Demonstration am 27.10. um 10 Uhr, Treffpunkt am Odeonsplatz München +++

Quelle: Pressemitteilung vom 25.09.2015
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Mitbestimmung und keine Beruhigungspille

Beitrag von WernerSchell » 26.10.2015, 15:19

„Wir fordern echte Mitbestimmung und keine Beruhigungspille mit dem Pflegering“
Große Demo am Odeonsplatz: Pflegeverbände rufen zum Protest auf


München, 26. Oktober 2015 – „Uns! Reicht´s! Jetzt! – Die Pflege wird laut!“ – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ruft seine Mitglieder dazu auf, sich an der morgigen Demonstration am Münchner Odeonsplatz zu beteiligen. „Es hat sich seit der letzten großen Demonstration 2011 leider wenig getan. Wir brauchen nach wie vor dringend bessere Rahmenbedingungen für die professionelle Pflege“, so Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) und stellvertretende Vorsitzende der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge). Die 15 Pflegeverbände in Bayern fordern für die größte Gruppe im Gesundheitswesen zudem die Einführung der Pflegekammer in Bayern als Garant für Mitsprache und Mitbestimmung auf Augenhöhe in allen beruflichen Belangen. Beginn der Demo ist um 10 Uhr am Odeonsplatz, anschließend ist eine Kundgebung vor der Staatskanzlei geplant.

Die aktuelle Lage in der pflegerischen Versorgung spitzt sich dramatisch zu:
Die Arbeitsbelastung in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und in den ambulanten Diensten ist mittlerweile untragbar. Verschiedene Studien weisen einen eklatanten Personalmangel nach. Mehr als 100 000 Pflegefachpersonen fehlen alleine in den Krankenhäusern. Ein Mangel von 350 000 Kräften im außerklinischen Bereich wird bis 2030 prognostiziert. Die Zahl der Menschen, die in den kommenden 20 Jahren versorgt werden müssen, steigt rapide an. Gleichzeitig verdichten sich die Aufgaben. Durch die Verkürzung der Verweildauer in den Krankenhäusern sind mehr pflegebedürftige Menschen in kürzerer Zeit zu versorgen. Die Arbeitsbelastung der Pflegenden ist enorm angestiegen. „Die Zahl der Pflegenden insgesamt muss sich deutlich erhöhen, um eine qualitativ hochwertige, menschenwürdige Pflege in Zukunft sicherzustellen“, so Dr. Biederbeck. Der DBfK fordert seit langem die Einführung verbindlicher Personalschlüssel, die sich am tatsächlichen Bedarf der Pflegebedürftigen orientiert. Professionelle Pflege braucht zudem dringend mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen. Durch eine Pflegekammer erhält das Berufsfeld Pflege die Möglichkeit, ihre Interessen auf politischer und gesetzgeberischer Ebene besser zu vertreten und Einfluss zu nehmen. Dr. Biederbeck: „Wir fordern echte Mitbestimmung bei politischen Entscheidungen und keine Beruhigungspille mit dem Pflegering.“

Quelle: Pressemitteilung vom 26.10.2015
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„UNS! REICHT`S! JETZT! – Pflegende forderten echte Mitspra

Beitrag von WernerSchell » 27.10.2015, 16:51

„UNS! REICHT`S! JETZT! – Pflegende forderten echte Mitsprache
Große Demo am Odeonsplatz: Über 2500 Menschen für eine bessere Pflege


München, 27. Oktober 2015 – „UNS! REICHT`S! JETZT! Die Pflege wird laut!“, skandierten die Demonstranten immer wieder. Dazwischen lautstark Trillerpfeifen, Trommeln und Ratschen. Dass das Maß voll ist, bewiesen eindrucksvoll über 2500 Pflegende, die zur großen Pflege-Demo an den Odeonsplatz gekommen sind. Von dort zogen sie bis zur Bayerischen Staatskanzlei und sendeten ein unüberhörbares Signal in Richtung Staatsregierung. „Sie sind der Beweis, dass bei uns etwas nicht stimmt!“, rief DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus vom Podium aus den Pflegenden zu. Die 15 Pflegeverbände in Bayern, zusammengeschlossen in der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge) forderten für die größte Gruppe im Gesundheitswesen in erster Linie die Einführung der Pflegekammer in Bayern als Garant für Mitsprache und Mitbestimmung auf Augenhöhe in allen beruflichen Belangen.

Die Pflegeverbände in Bayern hatten zur Demo aufgerufen, weil sich die aktuelle Lage in der pflegerischen Versorgung dramatisch zugespitzt hat. „Die Arbeitsbelastung in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und in den ambulanten Diensten ist mittlerweile untragbar und die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen hat noch immer keine eigene Stimme“, so DBfK-Geschäftsführerin Dr. Marliese Biederbeck.

„Wo bleibt die Pflegekammer?“, „Wir brauchen endlich eine Kammer“ – die Pflegenden hatten auf zahlreichen Transparenten die Selbstverwaltung gefordert. Seit 2011 wird sie den Pflegenden von der CSU versprochen, getan hat sich nichts, außer einem vom Ministerium lancierten Pflegering, der eben keine echte Interessensvertretung der professionellen Pflegenden ist, sondern eine Beruhigungspille ohne wirkliches Mitspracherecht. Die Demonstranten haben dem Pflegering heute eine sehr deutliche Absage erteilt. „Wir brauchen ein klares Ja der Politik und müssen in alle Entscheidungsprozesse einbezogen werden, eine beratende Stimme genügt nicht“, sagte Bay. Arge-Vorsitzende Edith Dürr.

Quelle: Pressemitteilung vom 27.10.2015
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Willen der Pflegenden wird ignoriert

Beitrag von WernerSchell » 29.10.2015, 18:01

Bayerische Regierung ignoriert den Willen der Pflegenden
CSU und SPD schmetterten trotz massiven Protests und nur einen Tag nach der großen Pflege-Demo Antrag zur Gründung einer Pflegekammer ab


München, 29. Oktober 2015 – Die Bayerische Regierung ignoriert den Willen der professionellen Pflege: Nur einen Tag nach der großen Pflege-Demo in München schmetterten die Politiker in der Plenarsitzung im Bayerischen Landtag mehrheitlich einen Antrag der Freien Wähler für eine Pflegekammer ab. „Hier werden demokratische Prinzipien systematisch missachtet“, moniert DBfK-Geschäftsführerin Dr. Marliese Biederbeck.

Lautstark hatten sich Pflegende bei der großen Demonstration am Münchner Odeonsplatz am vergangenen Dienstag für eine Pflegekammer ausgesprochen. Das war ein deutliches Signal an die Politik. Sie wehrten sich damit gegen den vom Ministerium propagierten Vorschlag, einer Interessensvertretung auf freiwilliger Basis für Bayern zu installieren. Dieser wird nun offenbar ohne Zustimmung der Pflegeverbände und trotz des massiven Protest weiter durchgesetzt: Unterstützung erfahren die Pflegenden von den Grünen und den Freien Wählern, die für die Pflegekammer votierten, CSU und SPD lehnen die Pflegekammer ab. Die Regierung setzt sich über den Willen der professionellen Pflege hinweg und das, obwohl sich in der repräsentativen Umfrage die Pflegefachpersonen mit über 50 Prozent für eine Pflegekammer ausgesprochen hatten. „Die CSU regiert mit 47 Prozent und trifft alle Entscheidungen alleine gegen den Willen der Pflegenden“, so Dr. Biederbeck. Und weiter: „Wertschätzung für die professionelle Pflege sieht anders aus.“ Großer Kritikpunkt ist auch, dass das Ministerium inzwischen eine große Infokampagne zur Interessensvertretung gestartet hat, obwohl weder Details bekannt sind, noch ein Gesetzesentwurf vorliegt.

Der DBfK setzt sich weiterhin für einen gemeinsamen Weg zusammen mit der Politik ein. Eine Interessensvertretung jedoch, wie es dem Ministerium vorschwebt, wird die Probleme in der Pflege, den extremen Fachpersonenmangel nicht lösen. Die Herausforderungen in der Pflege sind gewaltig, diese können nicht ohne die Expertise der Berufsgruppe gemeistert werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.10.2015
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pro Pflegekammer

Beitrag von WernerSchell » 20.11.2015, 07:57

Pflegeunternehmerinnen und Pflegeunternehmer im DBfK pro Pflegekammer

Die im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) organisierten Pflegeunternehmer/innen beziehen klare Stellung zur Selbstverwaltung der Pflegeberufe in Deutschland: Die Errichtung von Pflegekammern wird ausdrücklich gewünscht und aktiv unterstützt. In einem heute veröffentlichten Positionspapier legt die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflegeunternehmer nicht nur die dringende Notwendigkeit für eine Pflegekammer aus Sicht der Beschäftigten dar, sondern benennt den Nutzen einer Selbstverwaltung auch für die Arbeitgeberseite. Dieser liegt insbesondere in der nachhaltigen Sicherstellung des Unternehmenszwecks, in der Angleichung der Wettbewerbsbedingungen, in der Klarheit bezüglich Qualitätsanforderungen, z. B. der Dokumentation oder der Fort- und Weiterbildung, und nicht zuletzt in den Auswirkungen auf den Berufsverbleib und die Professionalisierung der Berufsangehörigen durch attraktive Rahmenbedingungen. Das ist eine Unternehmersicht, die in Deutschland derzeit noch wenig verbreitet ist. Gerade aus den Arbeitgeberverbänden der Pflege kommt bisher erheblicher Gegenwind gegen die Verkammerung der Pflegeberufe in Deutschland. Als Grund für die Widerstände darf vor allem die Sorge um den Verlust von Macht im System angenommen werden. Geht es dagegen um die Sicherstellung einer guten pflegerischen Versorgung, dann führt nach den Erfahrungen vergangener Jahre kein Weg an einer starken politischen Beteiligung der Pflegeberufe durch die Pflegekammer vorbei.

Das Positionspapier pro Pflegekammer der BAG Pflegeunternehmer/innen ist unter http://www.dbfk.de/media/docs/download/ ... -11-19.pdf abzurufen.

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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.11.2015
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
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Pflegering ohne DBfK

Beitrag von WernerSchell » 28.01.2016, 16:31

Pressemitteilung vom 28.01.2016

„Ohne Zustimmung der professionellen Pflege“
DBfK erteilt vermeintlicher Interessensvertretung klare Absage / Heutige Gründungskonferenz findet ohne Beteiligung der Pflegeverbände statt


München, 28. Januar 2016 – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) als Vertreter der professionell Pflegenden erteilt dem Pflegering, wie ihn die Bayerische Regierung mit der Gründungskonferenz am heutigen Donnerstag in die Tat umsetzen möchte, nochmals deutlich eine klare Absage. „Dieses Modell hat nicht die Zustimmung der professionell Pflegenden in diesem Land. Wir stehen zu unserem Wort und setzen uns weiter für die Pflegekammer ein“, sagte Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost e.V. Der Bayerische Landespflegerat, in dem neben dem DBfK die 14 Pflegeverbände in Bayern organisiert sind, hat der Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml und damit der konstituierenden Sitzung eine Absage erteilt.

Hauptkritikpunkt ist, dass der Pflegering keine Pflichtregistrierung vorsieht. „Eine wirkungsvolle Standesvertretung hat aber nur dann ein demokratisches Votum und kann für die Berufsgruppe sprechen, wenn alle Pflegefachpersonen Mitglied sind, daher ist eine Registrierung aller Pflegefachpersonen Grundvoraussetzung für eine schlagkräftige Organisation“, so Dr. Biederbeck. Der DBfK befürchtet zudem, dass mit dem so genannten Pflegering eine Organisation konstruiert wird, bei der hauptsächlich Träger- und Arbeitgeberinteressen im Vordergrund stehen. „Wir kämpfen für eine echte Interessensvertretung, bei der die Pflege den Hut aufhat und auf Augenhöhe mit den Akteuren im Gesundheitswesen verhandeln kann.“

Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
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Fax: 089-17 85 647

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Kabinett verbaut Weg zur Pflegekammer

Beitrag von WernerSchell » 13.07.2016, 14:40

Pressemitteilung vom 13.07.2016

Kabinett verbaut Weg zur Pflegekammer
DBfK erteilt der „Vereinigung der bayerischen Pflege“ klare Absage


München, 13. Juli 2016 – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) als Vertreter der professionell Pflegenden in Bayern kritisiert die nun auch im Kabinett beschlossene Einrichtung der „Vereinigung der bayerischen Pflege“ aufs Schärfste. Diese ist als freiwilliger Zusammenschluss von Organisationen, Einrichtungsträgern und Einzelpersonen geplant. „Wenn die Pflege attraktiver werden soll, hilft nur eine starke und schlagkräftige Organisation in Form einer Pflegekammer. Nur so können die Interessen der Pflegenden wirkungsvoll vertreten werden. Wenn künftig weiterhin fachfremde Organisationen, wie zum Beispiel Einrichtungsträger und Arbeitgeberverbände über die Belange der Pflege entscheiden, befürchten wir eine weitere massive Schwächung der Berufsgruppe“, sagte DBfK-Geschäftsführerin Dr. Marliese Biederbeck. Und weiter: „Mit der ‚Vereinigung der bayerischen Pflege‘ werden nicht die Berufsangehörigen und die Fachlichkeit gefördert sondern rein wirtschaftliche Interessen gestärkt – und das mit Steuermitteln.“

Die bei der Kabinettssitzung nun beschlossene „Vereinigung der bayerischen Pflege“ wird weder vom Bayerischen Landespflegerat (Vereinigung aller Pflegeverbände in Bayern) noch von der Pflegewissenschaft unterstützt. Der DBfK distanziert sich ganz ausdrücklich von einer freiwilligen Interessensvertretung, weil nur eine verpflichtende Mitgliedschaft die Meinung aller Pflegenden berücksichtigen und vertreten kann. „Der bayerische Sonderweg widerspricht demokratischen Prinzipien. Die Registrierung aller Pflegefachpersonen ist die Grundvoraussetzung für eine starke Interessensvertretung, bei der die Pflege den Hut auf hat.“ Als großes Manko sieht der DBfK auch, dass die „Vereinigung der bayerischen Pflege“ nicht im Heilberufekammergesetz verankert sein wird und damit eben nicht als gleichwertiger Partner im Gesundheitswesen auf Augenhöhe verhandeln kann.

In vielen anderen Bundesländern wird derzeit eine Pflegekammer auf den Weg gebracht. Mit dem bayerischen Sonderweg befürchtet der DBfK auch deshalb eine Schwächung der Pflege, weil Bayern bei Gründung einer Bundespflegekammer außen vor sein wird und wichtige pflegepolitische und pflegefachliche Belange nicht mitgestalten kann.

Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
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Pflegekammer in Bayern: Pläne endgültig vom Tisch

Beitrag von WernerSchell » 14.07.2016, 06:32

Ärzte Zeitung vom 14.07.2016:
Pflegekammer in Bayern: Pläne endgültig vom Tisch
Pflegekammer wird nun doch nicht kommen. Stattdessen will Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) eine
" Vereinigung der bayerischen Pflege" auf den Weg bringen. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=915 ... ege&n=5107
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Pflegekammer: Windhorst gefällt Bayerns Alternative

Beitrag von WernerSchell » 21.07.2016, 06:24

Ärzte Zeitung vom 21.07.2016:
Pflegekammer: Windhorst gefällt Bayerns Alternative
Eine starke und organisierte Interessenvertretung für Angehörige von Pflegeberufen könnte eine Alternative zu einer Pflegekammer sein,
findet der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=916 ... ege&n=5122
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Pflegeverbände rufen zum Protest auf

Beitrag von WernerSchell » 10.10.2016, 10:43

Pflegende kämpfen weiter für gute Versorgung und Mitbestimmung
Große Demo am Odeonsplatz: Pflegeverbände rufen zum Protest auf


München, 10. Oktober 2016 – „Der Personalmangel in den Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen hat sich weiter dramatisch zugespitzt. „Es hat sich seit der letzten großen Demonstration im Herbst 2015 nichts verändert. Deshalb sind weiter hartnäckig und lassen uns nicht weiter mit leeren Versprechungen abspeisen“, so Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) und stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Landespflegerates (BLPR). Die professionell Pflegenden setzten sich bei der Demonstration am Dienstag, 11. Oktober, unter dem Motto „Pflege.MACHT.Zukunft! WIR sind die Pflege!“ um 10 Uhr am Odeonsplatz lautstark für ihre Interessen ein. Anschließend findet eine Kundgebung vor der Staatskanzlei statt.

„Wir rufen die Politik erneut dazu auf, die Probleme in der Pflege ernst zu nehmen. Wir weisen seit Jahren immer wieder auf die dramatische Entwicklung hin, von echten Lösungsansätzen ist die Politik noch weit entfernt“, so Dr. Biederbeck. Die Pflegenden warnen vor dramatisch ansteigendem Personalmangel. Der Notstand führt nachweislich zu einer unzureichenden Versorgung pflegebedürftiger Menschen. „Das wollen wir nicht länger verantworten. Wir brauchen dringend mehr Personal.“ Ein großer Meilenstein ist aus Sicht des BLPR eine Interessensvertretung in Form einer Selbstverwaltung. Die 15 Pflegeverbände in Bayern pochen daher weiter auf die Einführung der Pflegekammer in Bayern. „Mit dem bayerischen Sonderweg, wie es das Ministerium vorsieht, wird die Pflege ins Abseits gedrängt. Nur die Pflegekammer vertritt die Interessen aller Pflegenden und garantiert wirkungsvolle Mitsprache und Mitbestimmung auf Augenhöhe in allen beruflichen Belangen.“

Um den Pflegeberuf für die künftigen Herausforderungen zu wappnen, fordert der BLPR zudem die zügige Umsetzung des Pflegeberufsgesetzes. Im Krankenhaus werden heute wesentlich mehr alte Menschen behandelt. Daher brauchen auch Krankenpflegepersonen heute umfassende Kompetenzen im Umgang mit chronisch kranken alten Menschen. Andererseits werden Menschen immer früher aus dem Krankenhaus entlassen. Dadurch wird akutpflegerisches Wissen im ambulanten Bereich stetig wichtiger. „Es ist ein notwendiger Reformschritt hin zu einem modernen Berufsbild, denn erstmals werden nun vorbehaltene Tätigkeiten und damit klar definierte Aufgabenbereiche für die Pflege festgelegt. Das ist längst überfällig.“

Quelle: Pressemitteilung vom 10.10.2016
Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
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80686 München
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„Wir wehren uns gegen den Sonderweg“

Beitrag von WernerSchell » 12.10.2016, 08:25

„Wir wehren uns gegen den Sonderweg“
Demo in München: Pflegende protestieren lautstark gegen die „Vereinigung bayerischer Pflege“


München, 12. Oktober 2016 – Trotz lautstarkem Protest der Pflegenden unmittelbar vor der Staatskanzlei hat das Bayerische Kabinett praktisch zeitgleich zur großen Pflegedemo am Dienstag die „Vereinigung der Bayerischen Pflege“ beschlossen. Die Pflegenden versuchten mit aller Macht diesen Entschluss noch abzuwenden. „Wir wollen eine echte Pflegekammer und keine Pseudovereinigung, bei der nach wie vor die Einrichtungsträger das Zepter in der Hand haben“, sagte Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost e.V. und stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Landespflegerats (BLPR).

Rund 2500 Pflegende waren dem Aufruf des Bayerischen Landespflegerates gefolgt, der unter dem Motto „Pflege.MACHT.Zukunft. WIR sind die Pflege!“ erneut zur Demo aufgerufen hat. Sie forderten für die größte Gruppe im Gesundheitswesen bessere Rahmenbedingungen, die Modernisierung der Ausbildung in der Pflege und die Einführung der Pflegekammer in Bayern als Garant für Mitsprache und Mitbestimmung auf Augenhöhe. Die Demonstranten zogen unüberhörbar vom Odeonsplatz direkt zur Staatskanzlei, wo an diesem Tag die besagte Kabinettssitzung stattfand. „Der Bayerische Landespflegerat hat bei der Demo noch einmal sehr deutlich gemacht hat, dass wir diese Pseudovereinigung nicht wollen. Dennoch beschließt das Kabinett die Vereinigung quasi als Geschenk für die Einrichtungsträger. So wird in Bayern Politik gemacht, die Stimme der Pflegenden zählt nicht“, empörte sich Dr. Biederbeck im Nachgang zur Demo. „Die drängenden Probleme in der Pflege – der gravierende Pflegefachpersonenmangel – bleiben nun nach wie vor ungelöst.“

Der DBfK befürchtet, dass mit der Vereinigung der bayerischen Pflege hauptsächlich Träger-und Arbeitgeberinteressen im Vordergrund stehen und die Pflege damit noch weiter geschwächt wird. Geplant ist diese als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Verbände und Einzelpersonen können hier freiwillig Mitglied werden. Viele der Redner bei der Schlusskundgebung warben unterdessen für die Pflegekammer als echte und unabhängige Interessensvertretung der Pflegenden in Bayern. DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus beispielsweise warnte davor, dass die beruflich Pflegenden in Bayern bundesweit isoliert werden, falls die Politik diesen Sonderweg tatsächlich einschlägt.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.10.2016
Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
Edelsbergstraße 6
80686 München

Telefon: 089-17 99 70-23
Fax: 089-17 85 647

E-Mail: s.karg@dbfk.de
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