Hiilfsmittelversorgung verbessern - Überschüsse einsetzen

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Moderator: WernerSchell

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Presse
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Hiilfsmittelversorgung verbessern - Überschüsse einsetzen

Beitrag von Presse » 28.02.2012, 07:29

In die Diskussion um die aktuell hohen Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen hat sich jetzt die Vorsitzende der Bundesinitiative Daheim statt Heim eingeschaltet. Silvia Schmidt: "Wir brauchen dringend eine bessere und vor allem verlässlichere Versorgung mit Hilfsmitteln. Ein Beispiel sind Treppensteighilfen für behinderte Menschen, deren Bezahlung von den Krankenkassen regelmäßig abgelehnt wird. Für solche Dinge muss das zusätzliche Geld dringend verwendet werden."
Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
http://www.bi-daheim.de

Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband spricht sich dafür aus, die aktuellen Überschüsse für Leistungsverbesserungen statt für Beitragsrückzahlungen zu verwenden, weil dabei jeder Versicherte nur maximal vier Euro pro Monat erhalten würde. Eine bessere Versorgung hält Gesundheitsexpertin Dr. Ilona Köster-Steinebach dagegen für sinnvoller und für dringend geboten: "Bei der Versorgung mit Hilfsmitteln berichten Patienten von erheblichen Qualitätsverschlechterungen. Und antragspflichtige Leistungen wie zum Beispiel Mutter-Kind-Kuren werden zu einem hohen Prozentsatz abgelehnt." Nach Ansicht von Köster-Steinebach wären die Gelder gut investiert, "wenn die Krankenkassen hier nicht mehr einem übermächtigen Spardiktat unterworfen wären. Ergänzend sollten Strukturen geschaffen werden, um mehr Transparenz für Patienten und Verbraucher über die Qualität der Kassen in derartigen Punkten zu schaffen." Die Gesundheitsexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes kritisiert, dass manche Kassen Anträge auf bestimmte Hilfsmittel reflexhaft ablehnen. "Und diese reflexhafte Ablehnung bevorzugt jene, die sich wehren und benachteiligt andere, die vielleicht nicht die Kraft dazu haben."
Auch Daheim statt Heim erfährt immer wieder von solchen Fällen. Silvia Schmidt, Vorsitzende der Bundesinitiative: "Viele Krankenkassen ziehen ihr Spardiktat auf dem Rücken derjenigen durch, die durch Krankheit oder Behinderung ohnehin entmutigt sind und sich deshalb gegen die Ablehnung ihres Antrag auf Hilfe nicht wehren können. Spätestens mit dem Bekanntwerden der aktuellen Überschüsse muss damit endlich Schluss sein."

Quelle: Pressemitteilung vom 27.02.2012
Kontakt: Bundesinitiative Daheim statt Heim
presse@bi-daheim.de
0151-55506408

Marlene Böttinger
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Krankenkassen müssen Ansprüche bedienen

Beitrag von Marlene Böttinger » 29.02.2012, 10:46

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Überschüsse nicht in den Kassen der Krankenkassen, sondern Beträge, die im Gesundheitsfond noch vorhanden sind. Überschüsse, die vorübergehend angesammelt werden, sollten kein "Spielgeld" für Sondertöpfe sein. Allerdings halte ich es für richtig, die Hilfsmittelversorgung anzusprechen und insoweit das Leistungsgeschehen zu verbessern. Diesbezüglich sehe ich die Krankenkassen bzw. die Aufsichtsinstanzen in der Pflicht. Die im SGB V angesprochenen Ansprüche der Versicherten müssen bedient werden, für kleinkarierte einschränkende Aktionen der Krankenkassen ist kein Raum. Ähnliches gilt auch für Kuren bzw. Rehabiliationsmaßnahmen.

Marlene
Pflege braucht Zuwendungszeit!

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