Pflegereform - Eckpunkte der Bundesregierung vom 16.11.2011

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Gaby Modig
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Gohde bezweifelt Bahrs Willen - und wirft hin

Beitrag von Gaby Modig » 19.12.2011, 07:11

Es hagelt seit Tagen Kritik an Bahr`s Vorgehen im Zusammenhang mit der anstehenden Pflegereform. Die Ärzte Zeitung greift das Thema auch auf und es werden Rücktrittsforderungen angesprochen - wohl zurecht:

Gohde bezweifelt Bahrs Willen - und wirft hin
Rückschlag für Gesundheitsminister Bahr bei der Pflege: Dr. Jürgen Gohde will den Vorsitz des Pflegebeirats nicht erneut übernehmen - stattdessen zieht er sich ganz zurück. Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" kritisiert er die Regierung scharf. Bahr sieht sich derweil mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=683 ... ege&n=1560

Gaby Modig
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Pflegereform: Kabinett beschließt Eckpunkte

Beitrag von Presse » 20.12.2011, 08:03

Pflegereform: Kabinett beschließt Eckpunkte

Das Bundeskabinett hat am 16. November 2011 die Eckpunkte zur Umsetzung der Pflegereform beschlossen. Geplant sind gezielte Verbesserungen für Pflegebedürftige, insbesondere für Demenzkranke, aber auch für pflegende Angehörige. Die Finanzierung der Pflegeversicherung wird auf eine nachhaltigere Grundlage gestellt:
http://www.bmg.bund.de/pflege/eckpunkte ... eform.html

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
GP_aktuell vom 14.12.2011

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Pflegenotstand muss vorrangig angegangen werden

Beitrag von Ina Böhmer » 26.12.2011, 10:33

Minister Bahr hat Eckpunkte für eine Pflegereform präsentieren lassen, die in der jetzigen Form inakeptabel sind. Es mangelt offensichtlich an einem Konzept, dass die Pflege wirklich neu und gut aufstellt und damit für die Zukunft hilfreich sein kann. Dass Minister Bahr gegen eine Verschärfung der Zugangsvoraussetzungen votiert, ist richtig und verdient Anerkennung: viewtopic.php?t=16239
Im Übrigen müssen aber die Vorschläge für eine Pflegereform komplett überarbeitet und in entscheidenden Punkten verändert werden. Vor allem sind Maßnahmen geboten, die mehr Pflegepersonal in die Pflegesystem bringen. Stellenschlüssel und Ausbildungsangebote müssen deutlich ausgeweitet werden. Gewerkschaften und Berufsverbände müssen sich endlich dazu aufraffen, verbesserte Vergütungen einzufordern und durchzusetzen. Es darf nicht nur von einem Aufstand in der Pflege geredet werden. Entsprechendes Handeln ist erforderlich.

Ina
Der Pflegeberuf verdient mehr Anerkennung!

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Pflegenotstand - wird die FDP jetzt "liefern" ....

Beitrag von Bajuware » 01.01.2012, 10:56

Pflegenotstand - wird die FDP jetzt "liefern" ....
Man darf gespannt sein! Siehe
viewtopic.php?t=16798
Die Rahmenbedingungen des Pflegesystems stimmen nicht (mehr)! Dies gilt es zu beklagen. Pflegebedürftige und Pflegepersonal leiden unter dem System. - Verantwortungsträger sind gefordert!

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Verbraucherschützer kritisiert Pflegereform

Beitrag von Presse » 03.01.2012, 19:15

Verbraucherschützer kritisiert Pflegereform
03.01.2012

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes Gerd Billen hat die geplante Pflegereform als unzureichend kritisiert. Die von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) im November vorgestellten Eckpunkte gäben keine überzeugenden Antworten auf die Frage, wie die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen künftig bedarfsgerecht versorgt werden sollen. „Auch die beschlossene Beitragserhöhung um 0,1 Prozentpunkte bedeutet noch keine nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung“, schreibt Billen im aktuellen Editorial der Verbandszeitschrift „verbraucher. politik. kompakt.“ >>> http://www.vzbv.de/cps/rde/xbcr/vzbv/vp ... Januar.pdf ....
...
Quelle dieser Mitteilung:
http://www.bibliomed.de/news/-/content/detail/575644

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Pflegeberuf - Blockade durch die SPD ?

Beitrag von Presse » 05.01.2012, 13:26

SPD droht mit Blockade von Pflegereform im Bundesrat
Montag, 2. Januar 2012

Frankfurt/M. Die SPD hat gedroht, die Pläne von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) für eine steuerlich geförderte Privatvorsorge in der Pflege im Bundesrat scheitern zu lassen. Die geplante Förderung durch Steuervorteile sei der falsche Weg und werde zu mehr sozialer Ungerechtigkeit führen, sagte die SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann der Frankfurter Rundschau vom Montag. Nur wohlhabende Bevölkerungsgruppen könnten die steuerlich geförderte Vorsorge Anspruch nehmen.
.... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... -Bundesrat

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Herausforderung Pflege und 1000 Fragen

Beitrag von Presse » 07.01.2012, 07:42

Herausforderung Pflege und 1000 Fragen
Alles wischiwaschi oder was? Die schwarz-gelbe Regierungskoalition bekommt für ihr Konzept zur Pflegereform heftig Prügel.
Zu unausgegoren seien die Pläne, sagen Kritiker. Vor allem für Demenzpatienten zeichnen sich offenbar keine positiven Veränderungen ab. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=683 ... 011&n=1599

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Schäuble macht die Pflege-Rechnung

Beitrag von Presse » 07.01.2012, 08:08

Schäuble macht die Pflege-Rechnung

Kein Spielraum für die Pflege: Das Finanzministerium drückt auf die Sparbremse und
will für die Pflegereform nicht mehr als eine halbe Milliarde Euro pro Jahr herausrücken. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=800 ... ege&n=1601

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Pflegereform steht vor der Spaltung

Beitrag von Presse » 09.01.2012, 17:45

Pflegereform steht vor der Spaltung

Gesundheitsminister Bahr bastelt eifrig an der Pflegereform - mit Spannung wird der Gesetzentwurf erwartet. Möglicherweise werden es sogar zwei Gesetze - womöglich nur, um die Zustimmungspflicht des Bundesrates zu umgehen. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=800 ... ege&n=1604

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Demenzkranke nicht weiter benachteiligen

Beitrag von Presse » 18.01.2012, 18:53

VdK-Pressemeldung vom 18.01.2012 - VdK fordert ein Ende der Benachteiligung für Demenzkranke
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VdK fordert ein Ende der Benachteiligung für Demenzkranke VdK-Präsidentin Mascher: Endlich neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff umsetzen - "Auch wenn bei den Leistungen für Demenzkranke jetzt offenbar nachgebessert werden soll - das reicht noch lange nicht aus". Das erklärte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, anlässlich von Medienberichten, nach denen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die Leistungen der Pflegeversicherung für eine halbe Million Demenzkranke anheben will. "An der grundsätzlichen Benachteiligung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen im System der Pflegeversicherung ändert dieser Vorstoß nichts."
--
Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Michael Pausder (verantwortlich)
In den Ministergärten 4 - 10117 Berlin
Telefon 030 72629-0400
Telefax 030 72629-0499
http://www.vdk.de - presse@vdk.de

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Pflegereform in den Startlöchern

Beitrag von Presse » 18.01.2012, 18:56

Pflegereform in den Startlöchern
Das vergangene "Jahr der Pflege" war keines. Doch langsam nimmt die Koaltion Fahrt auf: Noch in diesem Jahr soll die Pflegereform kommen. Minister Bahr verspricht mehr Geld für Demenzkranke - und Ärzte.
.... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=801 ... ege&n=1625

Ärzte Hand in Hand mit Pflegern
Immer mehr Pflegebedürftige, immer weniger Fachkräfte: Wie kann man dieses Problem lösen? Zumindest nicht mit mehr Geld, glauben Hausärzte und private Pflegeanbieter. Ein Teil ihrer Lösung: Pflege-Berater. mehr »
... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=801 ... ege&n=1625

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700 Millionen Euro extra für Demenzkranke

Beitrag von Presse » 19.01.2012, 13:21

Reform der Pflegeversicherung: 700 Millionen Euro extra für Demenzkranke

Die Leistungen für Demenzkranke und deren Angehörige werden deutlich ausgeweitet. Darauf haben sich die Gesundheitspolitiker der Bundesregierung verständigt. ...
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/r ... 13013.html

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Demenzkranke: SoVD fordert umfassendes Hilfskonzept

Beitrag von Presse » 19.01.2012, 13:30

Demenzkranke: SoVD fordert umfassendes Hilfskonzept

Berlin (ots) - Zu den Medienberichten über geplante zusätzliche Leistungen für Demenzkranke erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Der SoVD begrüßt die von der Bundesregierung angekündigten Zusatzleistungen für Demenzkranke. Gleichwohl müssen jetzt weitere Schritte erfolgen, denn ein großer Wurf ist mit dieser ersten Hilfe noch nicht gelungen. Die an Demenz erkrankten Menschen und ihre pflegenden Angehörigen benötigen umfassende Unterstützung, die den Betroffenen spürbar hilft. Dazu gehört neben dem Ausbau der gesetzlichen Pflegeversicherung zu einer Pflege-Bürgerversicherung auch die Umsetzung des bereits seit 2009 vorliegenden Pflegebedürftigkeitsbegriffes. Zudem müssen die Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation in der Pflege umfassender und effizienter ausgeschöpft werden. Dann kann auch die Notsituation der Demenzkranken und ihrer Angehörigen spürbar verbessert werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.01.2012
Kontakt: Benedikt Dederichs
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: pressestelle@sovd.de

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Stufenmodell für die Demenzversorgung gefordert

Beitrag von Presse » 19.01.2012, 13:33

Betroffene brauchen keine Wasserstandmeldungen aus dem Gesundheitsministerium
Patientenschützer fordern ein zukunftsicherndes Stufenmodell für die Demenzversorgung


Zu dem Entwurf aus dem Gesundheitsministerium, dass eine halbe Million dementiell erkrankte Menschen zusätzlich Leistungen erhalten sollen, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:

"Bundesgesundheitsminister Bahr und die Regierungskoalition dürfen dementiell erkrankte Menschen und ihre Angehörigen nicht weiter enttäuschen. Dabei geht es nicht um eine Luxusversorgung, sondern lediglich um die Basishilfe. Für die Betroffenen ist es seit Jahren unerträglich als Bittsteller aufzutreten, nur weil der Gesetzgeber nicht in der Lage ist, einen klaren Rechtsanspruch für die Betreuung dementiell erkrankter Menschen in die gesetzliche Pflegeversicherung aufzunehmen. Die Patientenschutzorganisation fordert Bahr auf, einen konkreten Vorschlag vorzulegen. Tägliche Wasserstandmeldungen können kein tragfähiges Konzept ersetzen. Deshalb brauchen wir ein verlässliches Stufenmodell, das sowohl die Situation jetzt als auch die Herausforderungen der Zukunft klar benennt und Lösungen bereithält. Das Herumgewurschtel von Legislaturperiode zu Legislaturperiode muss ein Ende haben."

Quelle: Pressemitteilung vom 18.01.2012

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höhere Leistungen für Demenzkranke

Beitrag von Presse » 19.01.2012, 15:30

Presseinformation 02/12
vom 18.01.2012

DRK begrüßt höhere Leistungen für Demenzkranke, DRK-Präsident Dr. Seiters fordert Reform bei der Ausbildung der Pflegekräfte

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters, begrüßt eine Aufstockung der Leistungen für Demenzkranke bei der geplanten Pflegereform der Bundesregierung. „Ehrenamtliche Arbeit und die Pflege zuhause muss deutlich besser gestellt werden“, sagte Seiters. Deshalb sei es besonders positiv, dass auch Familienangehörige, die Demenzkranke pflegen, mehr Geld erhalten sollen. Es sei ein guter erster Schritt, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff konsequent weiter umzusetzen.

Nach Medienberichten sollen nach einem ersten Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums Leistungen für eine halbe Million Demenzkranke deutlich angehoben werden. Geplant ist danach, dass Pflegebedürftige in der Pflegestufe I insgesamt 325 Euro mehr im Monat für ambulante Pflegedienste erhalten.

DRK-Präsident Dr. Seiters fordert darüber hinaus eine umfassende Reform bei der Ausbildung der Pflegekräfte. „Wir brauchen in Deutschland eine Aufwertung der Pflegeberufe, die es für junge Menschen deutlich attraktiver macht, den Beruf der Gesundheits-, Kranken-, Kinder- und Altenpflege zu ergreifen“, sagte er. Ein Berufegesetz der Pflege sei daher seit langem überfällig. Sonst werde es immer schwieriger, Stellen im Pflegebereich besetzen zu können.

Schon jetzt zeichne sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ab, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von derzeit 2,2 Millionen auf 4,5 Millionen im Jahr 2050 ansteige. Um den gesamten Bedarf an Pflegekräften zu decken, müssten bis zu diesem Zeitpunkt rund 800.000 Pflegekräfte zusätzlich eingestellt werden.

Das Deutsche Rote Kreuz mit seinem Verband der Schwesternschaften betreibt in Deutschland rund 500 Altenheime mit rund 32.000 Plätzen, 500 ambulante Pflegedienste und fast ebenso viele Hausnotrufdienste.

Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de

Fredrik Barkenhammar
Tel. 030 85404 155
barkenhf@drk.de

Hier geht es zur DRK-Homepage
http://www.drk.de

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