Arztkosten - Quittung nach jedem Artzbesuch ?

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Arztkosten - Quittung nach jedem Artzbesuch ?

Beitrag von Presse » 31.07.2010, 15:16

Interview mit Gerd Billen
"Quittung nach jedem Arztbesuch"
zuletzt aktualisiert: 31.07.2010 - 09:58 (RP). Deutschlands oberster Verbraucherschützer Gerd Billen fordert mehr Transparenz für gesetzlich Versicherte. Sie sollen eine Quittung vom Arzt erhalten, um einen Überblick über die Kosten zu bekommen.
.... mehr)
http://www.ngz-online.de/wirtschaft/new ... 88295.html

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Patientenquittung zur Transparenz

Beitrag von Presse » 03.08.2010, 10:36

Patientenquittung würde Behandlungskosten transparent machen
vzbv fordert, das Sachleistungsprinzip beizubehalten und die Ärztevergütung zu reformieren


Seine Forderung nach einer Patientenquittung hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) konkretisiert. Diese soll im Rahmen des geltenden Sachleistungsprinzips realisiert werden. „Die Patientenquittung würde Ärzten und Patienten zeigen, was eine Behandlung gekostet hat“, erklärt Vorstand Gerd Billen. Voraussetzung sei allerdings eine Reform der Ärztevergütung. Das derzeitige System erlaubt es nicht, die realen Kosten für eine Behandlung zeitnah zu ermitteln. mehr...
http://www.vzbv.de/go/presse/1357/index ... einfo=true

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Patientenquittung überflüssig - Arzneimittelkosten senken

Beitrag von Rüdiger Bastigkeit » 04.08.2010, 07:53

Das Thema Arztquittung ist doch längst durch. Die Möglichkeit, solche Quittungen einzufordern, gibt es seit vielen Jahren. Die Versicherten sind daran überhaupt nicht interessiert. Diese Bescheinigungen bringen auch nichts, weil die Vergütungen für einzelne ärztliche Leistungen relativ gering sind. Die hohen Kosten im Gesundheitswesen summieren sich in anderer Weise. Vor allem die Arzneimittelkosten müsen drastisch gesenkt werden. Ich plädiere mit vielen anderen für eine Positivliste: wenige notwendige Arzneimittel werden voll finanziert, alles andere ist Privatsache. Dann könnten wir auch mehr persönliche Zuwendung (sprechende Medizin) von den Ärzten erwarten und bezahlen.
Rüdiger Bastigkeit
Pflegesystem verbessern - dringend!

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AOK gegen Patientenquittung

Beitrag von Presse » 03.12.2010, 08:55

AOK gegen Patientenquittung
Während Ärztefunktionäre sich für den Beleg erwärmen, sieht die AOK nur Nachteile


Baierbrunn (ots) - Verbraucherschützer fordern schon lange eine obligatorische Quittung vom Arzt nach jeder Behandlung. Damit wollen sie das Kostenbewusstsein der Patienten schärfen und Falschabrechnungen von Ärzten erschweren. Die größte gesetzliche Krankenversicherung, die nach Ansicht der Verbraucherschützer vor allem davon profitieren sollte, sieht darin jedoch keinen Sinn. "Patienten sind doch keine Abrechnungsexperten", sagt Udo Barske, der Sprecher des AOK-Bundesverbandes, in der "Apotheken Umschau". Er sieht zudem das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient in Gefahr. Dabei freundet sich gerade die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit der Quittung an. Den Vorstandsvorsitzenden Andreas Köhler zitiert das Gesundheitsmagazin: "Die Quittung schafft ein Kostenbewusstsein bei den Patienten." Der Ärzteverband Hartmannbund hat Vorbehalte: Eine Quittung helfe nur, wenn die gesetzlichen Krankenkassen ein System der Kostenerstattung einführen würden. Gerade die aber will die AOK verhindern. Für AOK-Sprecher Barske ist es effektiver und kostengünstiger, wenn die Abrechnungen wie bisher bei den Kassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen per EDV geprüft werden.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 12/2010 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.12.2010
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de
http://www.apotheken-umschau.de

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"Patienten-Quittung" im Internet abrufbar

Beitrag von Presse » 06.08.2012, 06:47

AOK Rheinland/Hamburg: Start für die "Patienten-Quittung"
Wie viel kostet die Versorgung? Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg können ab Montag in die Abrechnung sehen.
Dies ging bisher auch - allerdings nur auf Papier in den Geschäftsstellen. Das Interesse war nicht sonderlich groß.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=819 ... sen&n=2105

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Patientenquittung - nur mehr Bürokratie

Beitrag von conny24 » 09.08.2012, 07:08

Das Thema "Patientenquittung" wird nun schon seit vielen Jahren geführt. Es gibt Pro und Contra. Ich bin dabei eher auf der Contra-Seite. Denn für meine Begriffe bringt die Quittung überhaupt nichts. Die einzelnen Arztentgelte sind nämlich relativ bescheiden. Die Menge macht`s. Und was sollen denn die Patienten mit der Quittung überhaupt anfangen. Die Entgelte der Ärzte sind im Verhältnis zwischen Arzt und Patient nicht verhandelbar. Also ist das Ausstellen von Quittungen nur ein Beitrag zur Vermehrung der Bürokratie. Und die soll doch bekanntlich zurückgefahren werden.

Conny
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Neuer Durchblick bei Arztkosten

Beitrag von Gaby Modig » 18.08.2012, 11:39

Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtete am 18.08.2012 über die Patientenquittung und schreibt u.a.:
Neuer Durchblick bei Arztkosten
VON KERSTIN ARTZ - zuletzt aktualisiert: 18.08.2012Düsseldorf (RP). Weil viele Patienten Hemmungen haben, ihren Arzt um eine Quittung zu bitten, bietet die AOK Rheinland diesen Service nun im Internet an. Der Anspruch besteht schon lange, jetzt ist er leichter einzulösen. Patientenverbände kritisieren, dass die Positionen für Laien nicht verständlich sind. ....
http://nachrichten.rp-online.de/wirtsch ... -1.2957095

Die Darstellung zeigt eigentlich erneut, dass die Patientenquittung zu nichts nütze ist. Sie ist vielleicht ein Beschäftigungsprogramm für Ohnline-Bearbeiter der AOK. Was sollen Patienten denn mit den Ergebnissen wirklich anfangen? Welche Bedeutung hat die in den Bericht einbezogene Äußerung eines Vertreters der DGPV? Diese Gesellschaft erklärt nichts wirklich Hilfreiches zum Thema. Im Übrigen: Ich kenne keinen Patienten in meinem großem Bekanntenkreis, der diese Gesellschaft legitimiert hätte, für die Patienten oder Versicherten zu sprechen.

Die Ärztehonorierung ist nur ein Teilaspekt der Probleme im Gesundheitswesen. Wir brauchen umfassende Diskussionen über die gute Gesundheitsversorgung und Pflege unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Alle Probleme gehören auf den Tisch. Bitte nicht weiter jedes einzelne Thema, Patientenquittung, Praxisgebühr ... isoliert diskutieren.

Gaby Modig
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Arztbesuch: TK erklärt Kosten mit neuer Patientenquittung

Beitrag von Presse » 30.04.2013, 05:42

Arztbesuch: TK erklärt Kosten mit neuer Patientenquittung

Hamburg (ots) - Was kostet eigentlich mein Arztbesuch? Und wie setzen sich die Kosten zusammen? Ab sofort gibt die neue Patientenquittung der Techniker Krankenkasse Antwort auf diese Fragen. Übersichtlich und verständlich listet die Quittung alle vom Arzt abgerechneten Leistungen auf, so dass die Patienten die entstandenen Kosten systematisch nachvollziehen können. Die TK hat dazu rund 10.000 Fachbegriffe von A wie Apherese bis Z wie Zytostatikum in einfache Kurzbeschreibungen übersetzt, um die unverständlichen Ausdrücke zu erklären.

Um die Patientenquittung zu bestellen, genügt ein Anruf bei der TK. Per Post erhält der Kunde dann die gewünschte Kostenaufstellung.
Eine Tabelle zeigt die Informationen zum Datum des Arztbesuchs, den abgerechneten Positionen und dem als Orientierungswert ausgewiesenen Honorar des Arztes. Außerdem können Versicherte die gestellten Diagnosen anfordern. "Der Blick in die eigene Patientenquittung ist somit ein übersichtlicher und verständlicher Auszug aus der Krankengeschichte, der sowohl über erbrachte Leistungen als auch deren Kosten informiert", erläutert Markus Jochem, Versorgungsexperte bei der TK. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, den Patienten zum Gesundheitsexperten in eigener Sache zu machen. Unterstützende Angebote wie die Kursreihe 'Kompetent als Patient' oder der Klinik- und Ärzteführer sind bereits wichtige Bausteine auf diesem Weg. Die neue Patientenquittung ist nun ein weiterer Schritt in diese Richtung".

Zum Hintergrund:

Bestellt ein Patient die Quittung, verschickt die TK diese innerhalb von zwei Wochen. Darin enthalten sind alle Arztbesuche, die länger als ein halbes Jahr zurückliegen. Grund für den Zeitverzug ist, dass die Kassenärztlichen und -zahnärztlichen Vereinigungen erst sechs bis neun Monate nach der Behandlung die Abrechnungsdaten zur Verfügung stellen können. Dementsprechend erhält der Versicherte seine Daten erst zwei bis drei Quartale nach dem Arztbesuch. Die TK-Patientenquittung reicht maximal 18 Monate zurück.

Die neue Patientenquittung ersetzt das bestehende Verfahren, bei dem der Versicherte Einzelfallnachweise anfordern konnte, die sehr fachlich und mit bis zu 50 Seiten sehr umfangreich waren. Die neue Auflistung ist deutlich schlanker und kundenorientierter. Der Bedarf nach mehr Verständlichkeit ist da: Etwa jeder Zweite äußerte sich
2010 skeptisch, ob er den Leistungsauszug überhaupt fachlich nachvollziehen kann. Das hat eine bevölkerungsrepräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ergeben. Diese belegte aber auch eine große Nachfrage: 82 Prozent der Befragten bewerteten die Patientenquittung als sinnvoll.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.04.2013 TK Techniker Krankenkasse
Pressekontakt: Carina Heinrichs, TK-Pressestelle
Tel: 040-6909 3020
E-Mail: pressestelle@tk.de

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