Noten für Heime - Bewertung mit 82 Prüfkriterien

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Mit Schulnoten gegen Pflege-Missstände

Beitrag von Presse » 29.12.2008, 09:53

Öffentliche Qualitätskontrollen ab 2009
Mit Schulnoten gegen Pflege-Missstände


Welches Heim pflegt die Angehörigen am besten? Antworten auf diese Frage gibt ab 2009 eine unabhängige Qualitätsprüfung mit Schulnoten. Der medizinische Dienst wird seine Kontrollberichte veröffentlichen. Doch das ist nur ein erster Schritt gegen Missstände in der Branche.

Von Christian Feld, WDR

.... Weitere Informationen mit Video
http://www.tagesschau.de/inland/pflege114.html

Anmerkung der Moderation:
Das Thema
Schulnoten für Heime
wird am 17.02.2009 beim Pflegetreff in Neuss-Erfttel besprochen!
Siehe Ankündigung unter
viewforum.php?f=7

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Schwaben hätten lieber Sterne als Schulnoten

Beitrag von Presse » 08.01.2009, 08:12

Schwaben hätten lieber Sterne als Schulnoten

HEILBRONN (hom). Im Südwesten formiert sich Widerstand gegen das geplante Schulnotensystem zur Darstellung der Qualität in Heimen.

"Das Bewertungssystem wurde mehr oder weniger hinter verschlossenen Türen entwickelt", sagte Andreas Haupt, Vorsitzender des "Pflegenetzes Heilbronn", in dem sich rund 40 Pflegeanbieter aus der Region zusammengeschlossen haben.
...
http://www.pflegenetz-heilbronn.de
...
Quelle: ÄrzteZeitung online, 30.12.2008
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=526476

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Qualitätsprüfungen & Schulnoten

Beitrag von Presse » 09.01.2009, 13:17

Qualitätsprüfungen: bad e.V. vereinbart was wie öffentlich gemacht wird!

Mit der Pflegeversicherungsreform wurde in § 115 Abs. 1a SGB XI die Verpflichtung der Pflegekassen eingeführt, die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen zukünftig verständlich, übersichtlich und vergleichbar zu veröffentlichen. Dies sollte jedoch nicht geschehen, bevor nicht mit den Leistungserbringerverbänden die Kriterien der Veröffentlichung, einschließlich einer Bewertungssystematik, vereinbart wurden. Am 17.12.2008 hat der bad e.V. die o.g. Vereinbarung für stationäre Einrichtungen abgeschlossen. Am gleichen Tag wurden für ambulante Pflegeeinrichtungen Prüfungsfragen vereinbart, deren Antworten veröffentlicht werden sollen. Hier steht noch die Vereinbarung einer Ausfüllanleitung und der Bewertungssystematik aus. Letztere wird sich jedoch an der Systematik aus dem stationären Bereich orientieren.

Was sind die wichtigsten Änderungen?
Es wird neue Prüffragen geben, auf die der bad e.V. erstmals Einfluss gehabt hat. Die Prüffragen werden Themenbereichen zugeordnet und mit Noten von 1,0 (Sehr Gut) bis 5,0 (Mangelhaft) bewertet. In einer Übersicht wird ersichtlich sein, wie welcher Bereich abgeschnitten hat und eine Gesamtnote gebildet. Die Note aus dem Bereich der Kundenbefragung steht gleichberechtigt neben der Gesamtnote. Außerdem werden Patienten, bei denen die Prüfung stattfindet, nicht mehr nach ihrer Schwerstpflegebedürftigkeit, sondern nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Aufgrund der weit reichenden Änderungen werden die aktuellen Qualitätsprüfungsrichtlinien, nach denen der MDK derzeit prüft, geändert werden.

Welche Prüfungsergebnisse werden veröffentlicht?
Neben Ergebnissen des MDK können auch andere veröffentlicht werden, z.B. die von Zertifizierern. Ergebnisse von Prüfungen aus den Jahren vor 2009 bleiben unveröffentlicht.

Ab wann greifen die Änderungen?
Die Vereinbarungen sollen am 27.01.2009 abgeschlossen werden. Danach wäre die Veröffentlichung juristisch möglich. In Anbetracht der Tatsache, dass der MDK jedoch noch Zeit für die Umsetzung brauchen wird (neue Prüfrichtlinien, Schulung seiner Prüfer, neue Software, etc.), ist auch dann nicht sofort einer Veröffentlichung auszugehen.

Mitglieder können den aktuellen Verhandlungsstand bei der Bundesgeschäftsstelle des bad e.V. unter der Tel.: 0201-354001 oder info@bad-ev.de abfragen. Gerne stellen wir Ihnen auch die vereinbarten Regelungen schriftlich zur Verfügung und helfen Ihnen bei Ihren Fragen.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass der bad e.V. nach Abschluss aller Vereinbarungen für seine Mitglieder bundesweit Informationsveranstaltungen zu den praktischen Auswirkungen (Konsequenzen auf die Vorbereitung und Durchführung von Qualitätsprüfungen) durchführen wird. Über die Veranstaltungsorte und -zeiten werden wir Sie noch gesondert informieren!

Zusätzlich entwickeln wir für unseren Mitgliederservice derzeit ein Merkblatt zu den Neuerungen, die die Veröffentlichung von Qualitätsprüfungsergebnissen mit sich bringt. Auch dieses werden Sie in Kürze in unserer Bundesgeschäftsstelle abrufen können.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Kapp, RA'in - Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin
Sebastian Froese, RA - Justitiar

Quelle:; Mitteilung vom 9.1.2009
Bundesverband Ambulante Dienste
und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Krablerstr. 136
45326 Essen
Tel.: 0201 - 35 40 01
Fax: 0201 - 35 79 80
Email: info@bad-ev.de
Internet: http://www.bad-ev.de

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MDK-Prüfungen allein sorgen nicht für eine gute Pflege

Beitrag von Presse » 19.01.2009, 12:18

Hibbeler, Birgit
Pflegeeinrichtungen: MDK-Prüfungen allein
sorgen nicht für eine gute Pflege

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/art ... e&id=62884
Dtsch Arztebl 2009; 106(1-2): A-14 / B-13 / C-13

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Pflegeheime werden benotet

Beitrag von Presse » 22.01.2009, 18:21

Pflegeheime werden benotet

Pflegebedürftige und deren Angehörige sollten von ihrem neuen Recht auf eine individuelle Beratung Gebrauch machen, empfiehlt CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß. "Die Pflegekassen sind verpflichtet, seit Januar ein so genanntes Fallmanagement anzubieten", sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Auf jeden Einzelfall müsse konkret eingegangen werden. Damit werde die Hilfe für Pflegebedürftige verbessert. Die Betroffenen hätten sogar das Recht, zu Hause beraten zu werden. Die Beratung werde künftig umfassender sein, weil nicht nur zu Pflegeleistungen beraten werde, sondern auch zu anderen sozialen Fragen. Laut Krauß sind die sächsischen Krankenkassen sehr gut auf die gesetzliche Neuregelung vorbereitet. Auf Anraten der Wohlfahrtsverbände, der Pflegekassen und der privaten Pflegedienste habe sich der Freistaat Sachsen gegen die so genannten Pflegestützpunkte entschieden, so Krauß. Mit den Stützpunkten wären Doppelstrukturen und zusätzliche Bürokratie geschaffen worden.

Seit diesem Monat würden auch die Pflegeheime benotet, so Krauß. Der Medizinische Dienst prüfe nach 82 Qualitätskriterien und vergebe für jedes Heim Schulnoten von "sehr gut" bis "mangelhaft". Die Benotung müsse in den Häusern gut sichtbar ausgehängt werden. "Dies wird den Qualitätswettbewerb zwischen den Pflegeheimen erhöhen", sagte der CDU-Politiker. Schwarze Schafe unter den Altenheimen ließen sich von den Angehörigen nunmehr leichter erkennen. Ab 2011 sollen auch die Berichte der Heimaufsicht veröffentlicht werden. Dies sehe der Entwurf des Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetzes vor.

Quelle: Pressemitteilung vom 22. Januar 2009
Pressestelle der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Telefon (0351) 49 35 - 6 10 / 6 11
Telefax (0351) 49 35 - 4 44
E-Mail: cdu-presse@slt.sachsen.de
Internet http://www.cdu-sachsen-fraktion.de/

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Wie gut sind Pflegeheime?

Beitrag von Presse » 26.01.2009, 17:22

Wie gut sind Pflegeheime?
VON ROLF WINKEL
Ratgeber Mehr Hilfe für Angehörige

Düsseldorf Wie gut oder schlecht Pflegeheime und ambulante Pflegedienste sind, wird künftig für Betroffene und ihre Angehörigen leichter durchschaubar werden. Seit der Pflegereform vom Juli 2008 müssen Pflegeeinrichtungen stärker kontrolliert werden. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen muss die Leistung der Anbieter seitdem regelmäßig unangemeldet begutachten. ...
http://nachrichten.rp-online.de/article ... eime/27859

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Unangemeldete Überprüfung der Pflegeheime beginnt

Beitrag von Presse » 27.01.2009, 13:51

Unangemeldete Überprüfung der Pflegeheime beginnt

In der gesetzlich beschlossenen qualitativen Bewertung von Pflegeheimen beginnt der Medizinische Dienst der Krankenkassen jetzt mit den Überprüfungen der Pflegeheime. Das sagte Sprecher Markus Juhls von der AOK Mecklenburg-Vorpommern. Dabei gehe es um 82 Kriterien. Im Nordosten würden bis 2010 alle 226 Pflegeheime getestet. „Die Prüfer melden sich dabei nicht vorher an“, sagte Juhls. Er rechnet mit ersten Ergebnissen bereits bis Sommer. Sie sollen im Internet dargestellt und in den Heimen gut sichtbar ausgehängt werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 27.1.2009
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Beitrag von nancy.4227 » 30.01.2009, 13:04

Es auf jedenfall notwendig dass Pflegeheime gut Überprüfung werden bevor man eines auswählt und vorallem ist eine gesetzliche überprüfung sehr wichtig.
Für meine Großmutter haben wir jetzt auch ein Seniorenheim in Stuttgart gefunden und sind mehr als begeistert damit.

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Mehr Hilfe für Demenzkranke in Aussicht

Beitrag von Presse » 30.01.2009, 16:26

Mehr Hilfe für Demenzkranke in Aussicht

Nach Plänen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sollen Demenzkranke mehr Hilfe aus der Pflegeversicherung bekommen.
http://www.focus.de/gesundheit/gesundhe ... 66019.html
Quelle: Focus

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Klagen gegen Pflegeheim-Benotung vorausgesagt

Beitrag von Presse » 06.02.2009, 18:03

Klagen gegen Pflegeheim-Benotung vorausgesagt

Mit gerichtlichen Klagen von Heimen gegen ihre Benotung rechnet der Verband der Ersatzkassen (VDEK) in Niedersachsen. Wie berichtet, werden Pflegeheime künftig deutlich häufiger unter die Lupe genommen und bekommen bundesweit vom Sommer an Schulnoten. VDEK-Landesleiter Jörg Niemann hält eine derartige Bewertung für einen wirksamen Weg, um Missstände in der Pflege abzustellen. Nach der Pflegereform muss jede Einrichtung - in Niedersachsen sind es 2.700 Heime und ambulante Dienste - einmal im Jahr überprüft werden. Die Bewertung der Qualität nach Noten wird dann veröffentlicht.

Quelle: Mitteilung vom 6.2.2009
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MDK-Chef kritisiert Pflegeheim-Bewertungen

Beitrag von Service » 09.02.2009, 15:33

Aus Forum:
Noten für Heime / Vorkasse beim Arzt - TV-Tipp 09.02.09
viewtopic.php?t=10993

Rheinland-Pfalz:
MDK-Chef kritisiert Pflegeheim-Bewertungen

Mainz. Der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) Rheinland-Pfalz, Gundo Zieres, kritisiert die Systematik, nach der die Qualität der Leistungen von stationären Pflegeeinrichtungen künftig veröffentlicht werden soll. "Nach meiner Auffassung wird es zukünftig in Deutschland zumindest auf dem Papier keine mangelhaften Einrichtungen mehr geben", sagte der MDK-Chef im Interview mit "Report Mainz".
Zieres ist sicher, dass sich schlechte Einrichtungen gute Noten zurechtbiegen können. So könne zum Beispiel ein nicht sachgerechter Umgang mit Medikamenten durch regelmäßige Mitarbeiterschulungen in erster Hilfe und Notfallmaßnahmen ausgeglichen und für die Gesamtnote neutralisiert werden.
Um das Problem zu lösen, fordert MDK-Chef Gundo Zieres die Einführung von so genannten K.-o.-Kriterien, zum Beispiel bei Verstößen gegen angemessene Demenz-, Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung. "Wenn alle oder ein Teil dieser Kriterien mit mangelhaft bewertet sind, muss die Einrichtung insgesamt als mangelhaft gelten", so Zieres.

Report Mainz sendet heutet um 21.45 in der ARD den Beitrag: "Transparenz in der Pflege - Wie schlechte Heime zu guten Noten kommen"

Quelle: Mitteilung der Zeitschrift CAREkonkret vom 9.2.2009
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net/

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Pflegeheim-Zeugniss kiritisiert

Beitrag von WernerSchell » 10.02.2009, 07:48

Presseinformation REPORT MAINZ, Montag, 09.02.2009 , 21:45 Uhr im ERSTEN

Medizinischer Dienst (MDK) Rheinland Pfalz kritisiert Pflegeheim-Zeugnisse

MDK-Chef Gundo Zieres: In Deutschland wird es „zumindest auf dem Papier keine mangelhaften Einrichtungen mehr geben“

Mainz. Der Geschäftsführer des medizinischen Dienstes Rheinland-Pfalz, Gundo Zieres, kritisiert die Systematik, nach der die Qualität der Leistungen von stationären Pflegeeinrichtungen künftig veröffentlicht werden soll. „Nach meiner Auffassung wird es zukünftig in Deutschland zumindest auf dem Papier keine mangelhaften Einrichtungen mehr geben“, sagte der MDK Chef im Interview mit REPORT MAINZ. Aus insgesamt 64 vom MDK zu prüfenden Kriterien wird künftig eine Schulnote ermittelt. Zieres ist sicher, dass sich schlechte Einrichtungen gute Noten zurechtbiegen können. So könne zum Beispiel ein nicht sachgerechter Umgang mit Medikamenten durch regelmäßige Mitarbeiterschulungen in erster Hilfe und Notfallmaßnahmen ausgeglichen und für die Gesamtnote neutralisiert werden. Genau so bestehe die Möglichkeit einen nicht angemessenen Ernährungszustand von Bewohnern durch schriftliche Verfahrensanweisungen „zu erster Hilfe und Verhalten in Notfällen“ schön zu rechnen. Diesen Zusammenhang hält Zieres für skandalös: „Stellen Sie sich vor, Sie halten eine Hand auf eine kochend heiße Herdplatte und gleichzeitig die andere Hand in eine Extremtiefkühltruhe. Obwohl sie ohne Zweifel beide Hände verlieren werden, spricht man mathematisch im Mittelwert von einer angenehmen Körpertemperatur. Nach dem gleichen Verfahren funktioniert die neue Bewertungssystematik“.

Kritik an der Systematik kommt auch von Heimvertretern, wie dem Geschäftsführer der Sozialholding Mönchengladbach, Helmut Wallrafen-Dreisow. So hätten sich bei der Festlegung der jetzt abgefragten Kriterien die Interessen der Heimträger im Wesentlichen durchgesetzt: „Für mich wird deutlich, dass da nicht in ausreichendem Maße auch die Verbraucher beteiligt worden sind.“ Gerd Peter, Geschäftsführer der Münchenstift, glaubt, dass heimplatzsuchende Menschen mit den geplanten Transparenzregelungen wenig anfangen können: „Weil ich mich schon schwer tue, das zu verstehen. Also ohne fachliche Hilfe komme ich da gar nicht durch.“

Um das Problem zu lösen, fordert MDK-Chef Gundo Zieres die Einführung von so genannten k.o. Kriterien, zum Beispiel bei Verstößen gegen angemessene Demenz-, Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung. „Wenn alle oder ein Teil dieser Kriterien mit mangelhaft bewertet sind, muss die Einrichtung insgesamt als mangelhaft gelten“, so Zieres wörtlich.

Alle stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland werden künftig nach einem einheitlichen System bewertet und die Ergebnisse der Qualitätskontrollen in Form von Noten veröffentlicht. Mit der Maßnahme wird die Auflage aus der Pflegereform 2008 umgesetzt, die Prüfberichte des medizinischen Dienstes (MDK) transparenter zu machen.

Zitate gegen Quellenangabe frei
Bei Rückfragen rufen Sie bitte REPORT MAINZ, Tel.: 06131/929-3351.
Der Text als RTF-Datei unter: http://www.reportmainz.de
***********************

Weitere Informationen:
http://www.swr.de/report/presse/-/id=11 ... index.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Überprüfung von Pflegequalität verschleiert Mängel

Beitrag von Presse » 17.02.2009, 12:01

SoVD:
Verfahren für die Überprüfung von Pflegequalität verschleiert Mängel

Zur Umsetzung der Pflegereform erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen brauchen mehr Informationen über die Qualität von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten. Mit der Pflegereform, die im Juli 2008 in Kraft getreten ist, ist eine Veröffentlichung der Qualitätsberichte von Pflegeeinrichtungen beschlossen worden. Die Umsetzung lässt allerdings auf sich warten und die ersten Ergebnisse geben Anlass zu großer Sorge.

Das Verfahren für die Qualitätsprüfung, auf das sich Pflegekassen und Pflegeanbieter inzwischen verständigt haben, ist mangelhaft und muss dringend überarbeitet werden. Bei den bislang vorliegenden Entwürfen haben sich die Interessen der Heimbetreiber und ambulanten Pflegedienste durchgesetzt. Es ist vorgesehen, dass Mängel in einem Bereich durch gute Ergebnisse in einem anderen Bereich ausgeglichen werden können und dann insgesamt eine positive Bewertung erfolgt. Es darf aber nicht sein, dass z. B. eine schlechte Flüssigkeitsversorgung von Pflegebedürftigen mit regelmäßigen Erste-Hilfe-Schulungen "verrechnet" werden kann.

So entsteht keine Transparenz, sondern Mängel werden verschleiert. Das Verfahren führt zu dem absurden Ergebnis, dass Pflegeeinrichtungen, die gut dokumentieren und schlecht pflegen, besser bewertet werden als Einrichtungen, die schlecht dokumentieren und gut pflegen. Der SoVD fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des Prüfverfahrens. Dafür werden wir uns einsetzen.

Vor diesem Hintergrund ist sehr zu begrüßen, dass es Initiativen wie www.heimverzeichnis.de gibt, die die Lebensqualität in Pflegeeinrichtungen bewerten. Dies ist eine sinnvolle Ergänzung der Prüfung von Pflegequalität. Das Versprechen der Pflegereform für mehr Transparenz bei der Pflegequalität muss aber eingelöst werden. Hier müssen Politik, Pflegekassen und Pflegeeinrichtungen in die Pflicht genommen werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 17.02.2009
V.i.S.d.P.: Dorothee Winden
Pressekontakt:
Kontakt:
Dorothee Winden
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: pressestelle@sovd.de

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Qualität der Pflegeheime verbessern

Beitrag von Presse » 18.02.2009, 08:06

Verbraucherschutzministerin Aigner will Qualität der Pflegeheime verbessern

Berlin. Bei der Suche nach einem guten Altenheim sollen künftig mehr Informationen im Internet helfen. Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), startete am Dienstag eine Datenbank der Interessenvertretung der Heimbewohner (BIVA) zur freiwilligen Bewertung von Einrichtungen. "Es geht auch und vor allem darum, dass den Heimbewohnern eine insgesamt hohe Lebensqualität und ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird", sagte Aigner. Die Qualität der Pflege sei dabei ein wichtiger Aspekt, mache aber nur einen Teil des Wohlbefindens aus.
Das Bundesgesundheitsministerium sieht das Projekt nur als Ergänzung zu der Heimbewertung, die die Pflegekassen im Rahmen der Pflegereform vorlegen müssen."Das ersetzt nicht die Prüfung dessen, was ein Pflegeheim leistet und
welche Qualität es anbietet", sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater.
Das freiwillige Verzeichnis, das vom Verbraucherministerium gefördert wird, soll bis 2010 im Internet komplett sein. Damit soll älteren Menschen und ihren Angehörigen die Entscheidung über ein Heim erleichtert werden.
Die Interessenvertretung der Heimbewohner räumte Probleme beim Start des freiwilligen Projekts ein. Es hätten sich noch nicht genug Heime gemeldet, sagte die Geschäftsführerin der Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA), Katrin Markus.

Das Heimverzeichnis im Internet: http://www.heimverzeichnis.de
Mehr Infos in den Print-Ausgaben von CAREkonkret

Quelle: Mitteilung vom 17.02.2009
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net/

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Bundesweite Pflege-Datenbank wird gefördert

Beitrag von Presse » 18.02.2009, 08:08

Verbraucherministerin fördert bundesweite Pflege-Datenbank

CSU-Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (Foto) will die Alten- und Pflegeheime in Deutschland genauer unter die Lupe nehmen. „Es soll eine unabhängige bundesweite Datenbank geschaffen werden, in der alle Heime bewertet werden“, sagte eine Ministeriumssprecherin gestern in Berlin. „Dabei sollen unter anderem auch die Lebensqualität und die Verbraucherfreundlichkeit gemessen werden.“ Geplant sei, dass unabhängige Gutachter bei dem freiwilligen Projekt die Heime ansehen. Getestet werden zum Beispiel die Größe der Wohnungen, persönliche Rückzugsmöglichkeiten und das Essen.
Ziel sei ein Heimverzeichnis im Internet.
Start des Projekts der Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA) sei für den heutigen Dienstag geplant. Das Ministerium fördert das Vorhaben. Den Anfang machen nach BIVA-Angaben Pflegeheime in Schleswig-Holstein. Einen Testlauf gab es bereits für rund 100 Einrichtungen in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen. Zur Pflegequalität sind in der Datenbank keine eigenen Erhebungen vorgesehen. Diese plant dagegen der Medizinische Dienst der Krankenkassen, der Pflegeheime mittels Schulnoten bewerten will (Bibliomed.de berichtete).

Quelle: Pressemitteilung vom 17.02.2009
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Website: http://www.bibliomed.de
E-Mail: info@bibliomed.de

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