Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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 Betreff des Beitrags: Geld für Pflegehilfen bleibt liegen
BeitragVerfasst: 13.09.2016, 07:02 
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Rheinische Post / NGZ berichtet am 13.09.2016:
Zu wenig Anträge bei Krankenkassen
Geld für Pflegehilfen bleibt liegen

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Exklusiv | Berlin. Pflegebedürftige haben Anspruch auf zusätzliche Leistungen, etwa im Haushalt oder bei der Betreuung. Davon profitieren auch Angehörige. Doch bei den Kassen gehen nur wenige Anträge ein.
Von Jan Drebes
Jedes Jahr steigt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland. Doch viele Betroffene und deren Angehörige nehmen die ihnen zustehenden Leistungen der Pflegekassen gar nicht oder nur unvollständig in Anspruch. Das gilt insbesondere für die sogenannten "zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen", die beispielsweise mehr professionelle Hilfe bei der Pflege ermöglichen, oder haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufs- oder Putzhilfen umfassen.
... (weiter lesen unter) ...
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http://www.rp-online.de/leben/gesundhei ... -1.6255382
http://www.presseportal.de/nr/30621

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BeitragVerfasst: 13.09.2016, 10:23 
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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


13.09.2016

An die
Rheinische Post / NGZ


Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie berichten heute zu dem o.a. Thema. Es wird dargestellt, dass bestimmte Leistungen nur zögerlich in Anspruch genommen werden. > viewtopic.php?f=4&t=21792 Dies hat u.a. damit zu tun, dass es keine exakten Regelungen gab, nach welchen Kriterien Leistungen für haushaltsnahe Dienstleistungen abgerufen werden können. Dazu habe ich bereits im vergangenen Jahr lebhaft Schriftwechsel, u.a. mit der AOK, geführt.

Wie ich nun heute feststellen konnte, gibt es für Nordrhein-Westfalen zwischenzeitlich eine Regelung, die eine Mittelinanspruchnahme ermöglicht. Siehe dazu den entsprechenden Verordnungstext unter folgender Adresse > https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_det ... g=0&menu=1

Vielleicht können Sie ergänzend informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 21.04.2017, 14:50 
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Projektstart: Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen
Schwarzarbeit verhindern, sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen


Fachkräftebedarf in der Region sichern und Schwarzarbeit verhindern - darum geht es in einem neuen Modellprojekt rund um haushaltsnahe Dienstleistungen. Initiatoren sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg (WM), die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit (RD) und die Stiftung Diakonie Württemberg. Mittels Gutscheinen sollen Betroffene unterstützt werden, um haushaltsnahe Dienstleistungen zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bezahlen zu können. Mit der Umsetzung ist das Diakonische Werk Württemberg beauftragt.

Die Idee: Frauen und Männer, die ihre Wochenarbeitszeit erhöhen, erhalten einen Zuschuss in Höhe von acht Euro je Stunde, wenn sie sozialversicherungs-pflichtig haushaltnahe Dienstleistungen wie Putzen, Bügeln oder Wäschewaschen in Anspruch nehmen. Der Haushalt muss also trotz vollzeitnaher Arbeit nicht liegen bleiben. Gleichzeitig bieten die Agenturen für Arbeit Qualifizierungsmaßnahmen für Dienstleister an und tragen so zur Professionalisierung von haushaltsnahen Dienstleistungen bei. Die Idee stammt aus Belgien.

"Mit professioneller Hilfe im Haushalt wird es leichter Beruf und Familie zu vereinbaren. Unser Ziel ist es, qualifizierte Frauen, die stark in die Familienarbeit eingebunden sind, aber gerne wieder - oder wieder mehr - arbeiten würden, zu unterstützen. Durch haushaltsnahe Dienstleistungen können sie in ihrem Alltag entlastet werden", betonte Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium. „Auf der anderen Seite stärken wir mit dem Modellprojekt die Dienstleistungsunternehmen und bekämpfen wirksam Schwarzarbeit, da die Gutscheine nur da eingelöst werden können, wo die Firmen ihr Personal sozialversicherungspflichtig beschäftigen.“

„Unsere Erfahrung zeigt, dass häufig gut qualifizierte Frauen weniger Stunden arbeiten als sie möchten, um neben den familiären Verpflichtungen die Aufgaben im Haushalt erledigen zu können. Wenn diese Frauen ihre Wochenarbeitszeit um fünf bis zehn Stunden erhöhen und dafür von uns einen Gutschein bekommen, mit dem sie sich qualitativ gute Hilfe im Haushalt leisten können, schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, erklärt Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der RD Baden-Württemberg. Eine höhere Arbeitszeit ginge oft einher mit qualifizierteren Aufgaben und somit mehr Gehalt für die Arbeitssuchenden. Ebenso würden sozialversicherungspflichtige Jobs im Bereich haushaltsnahe Dienstleistungen geschaffen.

„Mit dem zweijährigen Modellprojekt übernimmt Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle in Deutschland. Wir erproben innovative Handlungsansätze der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik und tragen mit den Gutscheinen sowohl zur Professionalisierung haushaltsnaher Dienstleistungen als auch zur Steigerung der Erwerbsbeteiligung und des Arbeitsvolumens von Frauen bei. Unser Ziel ist es, das Fachkräftepotenzial von Frauen noch besser für die Südwestwirtschaft zu erschließen“, erklärt Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Durch die Gutscheine können beispielsweise Wiedereinsteigerinnen dabei unterstützt werden, in den Beruf zurückzukehren und entsprechend ihrer Qualifikation berufstätig zu sein. Angesichts des demografischen und familialen Wandels eröffnen wir neue und zeitgemäße Möglichkeiten für die parallele Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wirken Schwarzarbeit im Sektor haushaltsnaher Dienstleistungen entgegen und stärken gleichzeitig die Regionen“, so die Ministerin weiter.

Mit der Möglichkeit für geringqualifizierte Personen, sich im Rahmen des Projekts weiterzubilden und einen hauswirtschaftlichen Abschluss zu erlangen, bieten haushaltsnahe Dienstleistungen eine attraktive Jobalternative. Momentan beschäftigen lediglich knapp ein Prozent der rund vier Millionen Privathaushalte Dienstleistende sozialversicherungspflichtig. Seriöse Dienstleistungs-unternehmen würden momentan von Internet-Anbietern verdrängt. „Dies hat zur Folge, dass zum einen die gute Qualität der Arbeit, zum anderen die soziale Absicherung der Dienstleistenden komplett außer Acht gelassen werden“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg und der Stiftung Diakonie Württemberg, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, seine Beobachtungen. „Wir brauchen aber dringend einen gleichberechtigten Zugang aller zur Erwerbsarbeit, damit wir eine gleichberechtigte Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft garantieren können!“

Hintergrund:
Seit dem 1.März 2017 läuft das Modellprojekt in den Arbeitsagenturen Aalen und Heilbronn, Projektende ist Februar 2019.Mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Millionen Euro finanzieren BMFSFJ, RD Baden-Württemberg, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Stiftung Diakonie das Projekt.
Web-Ansicht: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/p ... gen/115886

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 041 Veröffentlicht am 21.04.2017
Kontakt
Telefon: 030 201 791 30
E-Mail: poststelle@bmfsfj.bund.de (mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de)
Glinkastraße 2410117 Berlin

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 Betreff des Beitrags: Gute Arbeit in privaten Haushalten
BeitragVerfasst: 26.04.2017, 13:54 
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Beiträge: 17535
SPD-Bundestagsfraktion
Nr. 222/2017 - 26.04.2017
Arbeitsgruppe: Arbeit und Soziales


Gute Arbeit in privaten Haushalten
Waltraud Wolff, zuständige Berichterstatterin:

Die SPD-Bundestagsfraktion hat ein Impulspapier „Gute Arbeit in privaten Haushalten“ beschlossen. Rund eine Million Beschäftigte erbringen in Deutschland haushaltsnahe Dienstleistungen. Mehr als 400.000 Beschäftigte sind direkt in Privathaushalten angestellt. Auch für diese Beschäftigten muss es gute Arbeitsbedingungen und einen fairen Lohn geben.
„Der Anteil des Schwarzmarkts ist allerdings sehr hoch, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind oft nur geringfügig beschäftigt. Viele Arbeitsverhältnisse im privaten Haushalt sind daher prekär und nicht sozial abgesichert. Dies wollen wir ändern. Wir wollen gute Rahmenbedingungen für die Arbeit in privaten Haushalten schaffen.
Mit dem Impulspapier „Gute Arbeit in privaten Haushalten“ zeigen wir auf, auf welchem Weg dies gelingen kann:
Wir wollen die Haushalte dabei unterstützen, legale Beschäftigung zu schaffen. Dazu soll das Verfahren vereinfacht werden, ein Arbeitsverhältnis im privaten Haushalt abzuschließen. Gleichzeitig soll die bisherige Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen über die Einkommenssteuer durch ein Guthaben für Sozialversicherungsbeiträge ersetzt werden.
Wir wollen für gute Arbeitsbedingungen in Privathaushalten sorgen. Insbesondere wollen wir die Beschäftigten in privaten Haushalten möglichst umfassend in die verschiedenen Zweige der gesetzlichen Sozialversicherung miteinbeziehen.
Wir wollen den Schwarzmarkt bekämpfen. Die nach dem Grundgesetz garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung verhindert Kontrollen in Privathaushalten. Wir wollen die Kontrollen stärken, die ohne Zutritt zur Privatwohnung möglich sind. Vor allem können Dienstleister und Vermittlungsagenturen kontrolliert und so Verstöße entdeckt werden. Finanzämter und Sozialversicherungsträger müssen konsequent überprüfen, ob entsprechende Anmeldungen vorliegen und Beiträge gezahlt werden.
Einen Sonderfall der Arbeit in privaten Haushalten stellen die Live-in-Arbeitskräfte in der 24-Stundenbetreuung dar. Auch eine rund um die Uhr-Betreuung muss unter legalen Arbeitsbedingungen stattfinden. Individuelle Betreuung rund um die Uhr mit guter und gerecht entlohnter Arbeit übersteigt jedoch die finanzielle Leistungsfähigkeit vieler Haushalte. Hier wollen wir Alternativen schaffen.
Seit der Einführung der Pflegeversicherung in Deutschland hat sich eine vielfältige Angebotslandschaft mit einer breiten Angebotspalette für Pflege- und andere haushalts- und personenbezogene Dienstleistungen entwickelt. Insbesondere die ambulanten und teilstationären Leistungen der Pflegeversicherung wurden mit den Pflegestärkungsgesetzen noch einmal wesentlich erweitert. Bereits bestehende Leistungen können jetzt noch besser kombiniert werden. Auch die Umsetzung des neuen erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriffs bietet noch mehr Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten. Diese Leistungen bieten die Möglichkeit, Alternativen zur 24-Stundenbetreuung zu entwickeln. Um Hilfe- und Unterstützungsangebote gut aufeinander abstimmen zu können, muss die Beratung über die zur Verfügung stehenden Pflegeleistungen sowie niedrigschwelligen Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten weiter verbessert werden. Dabei können Pflegestützpunkte eine wichtige Rolle übernehmen.“
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Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/presse/presse ... haushalten
Die komplette Pressemitteilung als PDF:
http://www.spdfraktion.de/node/1984136/pdf

V.i.S.d.P. Herausgeberin Christine Lambrecht MdB, Redaktion Ali von Wangenheim
TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69
E-MAIL presse@spdfraktion.DE
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