Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) - Eckpunkte zum Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege sind die Grundlage

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Klartext zum PpSG - Es reicht hinten und vorne nicht!

Beitrag von WernerSchell » 02.08.2018, 07:29

... und nochmals Klartext ...

Es gibt mittlerweile zahlreiche Stellungnahmen zum im Bundeskabinett beschlossenen PpSG. Dabei wird oft von "Schritt in die richtige Richtung" oder ein "Anfang ist gemacht" …(usw.) … gesprochen. Dann folgen nicht selten deutlich kritische Anmerkungen…. Ich bleibe bei meiner klaren Einschätzung: Die GroKo hat die Pflegemisere nicht wirklich verstanden. Denn die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag und die bis jetzt bekannt gewordenen Aktivitäten reichen hinten und vorne nicht. Wer meint, mit 13.000 Stellen für die Altenpflege den Pflegenotstand minimieren zu können, hat nichts verstanden. In einer Pressemitteilung vom 19.02.2018 habe ich bereits alles gesagt > viewtopic.php?f=4&t=22504&p=102336#p102336
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Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) - Eckpunkte zum Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege sind die Grundlage

Beitrag von WernerSchell » 02.08.2018, 09:02

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Bei Facebook gepostet:

Seit Monaten gibt es allerseits nette Erklärungen für die Pflegekräfte und Ankündigungen dazu, dass alles gut werde. Herr Spahn wird nicht müde, v.a. in den sozialen Medien, mit Filmchen sein Verständnis für alle Probleme zu erläutern und lässt sich gerne mit einem Auszubildenden ablichten, der ihm die Pflegewelt erklären soll (ein Affront gegenüber all denjenigen Experten, die sich seit Jahren mit konkreten Reformvorschlägen zu Wort gemeldet haben - siehe u.a. das hiesige Statment vom 06.07.2018 > viewtopic.php?f=4&t=22733 ). Die Ankündigungen für Reformen sind in den entscheidenden Punkten aber völlig unzureichend - 13.000 Stellen zum Ausgleich für die den Heimen bereits obliegende Behandlungspflege…. Die erforderlichen zusätzlichen Stellen sind eher mit 100.000 richtig benannt (weiter ansteigend). Es muss JETZT für alle Pflegekräfte, und die es werden wollen (einschließlich mögliche Rückkehrer), klar gemacht werden, wie der Rahmen gedacht ist (ich riet zu einem Masterplan Pflege). Dabei versteht sich, dass die Stellen mangels vorhandener Pflegekräfte (noch) nicht besetzt werden können. Dass die Vergütungen ausgeweitet werden müssen, versteht sich. Insoweit ist aber nicht die Politik vorrangig zuständig. Insoweit sind die Tarifvertragsparteien gefordert. - Herr Spahn wurde mehrfach eingeladen, zum nächsten Pflegetreff nach Neuss zu kommen. Mehrere Termine wurden ihm zur Auswahl angeboten. Leider gibt es insoweit keine angemessene Rückmeldung. Es scheint so, als wolle man die von Herrn Gröhe gepflegten guten Kontakte und Besuche beim den hiesigen Treffs (mit streitigen Erörterungen - siehe z.B. > https://youtu.be/4cy5Ey-cBNg ) nicht fortführen.
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Nette Erklärungen für die Pflegekräfte ... helfen nicht

Beitrag von WernerSchell » 02.08.2018, 09:05

Bei Facebook gepostet:

Seit Monaten gibt es allerseits nette Erklärungen für die Pflegekräfte und Ankündigungen dazu, dass alles gut werde. Herr Spahn wird nicht müde, v.a. in den sozialen Medien, mit Filmchen sein Verständnis für alle Probleme zu erläutern und lässt sich gerne mit einem Auszubildenden ablichten, der ihm die Pflegewelt erklären soll (ein Affront gegenüber all denjenigen Experten, die sich seit Jahren mit konkreten Reformvorschlägen zu Wort gemeldet haben - siehe u.a. das hiesige Statment vom 06.07.2018 > viewtopic.php?f=4&t=22733 ). Die Ankündigungen für Reformen sind in den entscheidenden Punkten aber völlig unzureichend - 13.000 Stellen zum Ausgleich für die den Heimen bereits obliegende Behandlungspflege…. Die erforderlichen zusätzlichen Stellen sind eher mit 100.000 richtig benannt (weiter ansteigend). Es muss JETZT für alle Pflegekräfte, und die es werden wollen (einschließlich mögliche Rückkehrer), klar gemacht werden, wie der Rahmen gedacht ist (ich riet zu einem Masterplan Pflege). Dabei versteht sich, dass die Stellen mangels vorhandener Pflegekräfte (noch) nicht besetzt werden können. Dass die Vergütungen ausgeweitet werden müssen, versteht sich. Insoweit ist aber nicht die Politik vorrangig zuständig. Insoweit sind die Tarifvertragsparteien gefordert. - Herr Spahn wurde mehrfach eingeladen, zum nächsten Pflegetreff nach Neuss zu kommen. Mehrere Termine wurden ihm zur Auswahl angeboten. Leider gibt es insoweit keine angemessene Rückmeldung. Es scheint so, als wolle man die von Herrn Gröhe gepflegten guten Kontakte und Besuche beim den hiesigen Treffs (mit streitigen Erörterungen - siehe z.B. > https://youtu.be/4cy5Ey-cBNg ) nicht fortführen.
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Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz - Laumann sieht Gefahr für die Altenpflege

Beitrag von WernerSchell » 02.08.2018, 12:52

Ärzte Zeitung vom 02.08.2018:
Pflegepersonal-Stärkungsgesetz
Laumann sieht Gefahr für die Altenpflege

Aus der Pflegebranche kommen Lob und Kritik für das geplante Pflegepersonal-Stärkungsgesetz. NRW-Gesundheitsminister Laumann befürchtet einen Nachteil für die Altenpflege. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Flüchtlinge - CDU-Parlamentarier fordert, Pflegekräfte nicht abzuschieben

Beitrag von WernerSchell » 06.08.2018, 06:17

Ärzte Zeitung vom 06.08.2018:
Flüchtlinge
CDU-Parlamentarier fordert, Pflegekräfte nicht abzuschieben

Flüchtlinge, die in Gesundheitsberufen arbeiten, sollten nach dem Willen des nordrhein-westfälischen CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer nicht mehr abgeschoben werden. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Spahns `Weiter so´ gefährdet die Versorgungsqualität in Krankenhäusern

Beitrag von WernerSchell » 09.08.2018, 12:14

0694 / 9. August 2018
Pressemitteilung von Harald Weinberg


Spahns `Weiter so´ gefährdet die Versorgungsqualität in Krankenhäusern

„Ein weiteres Mal werden die unhaltbaren Zustände an deutschen Krankenhäusern deutlich, wenn das Sterberisiko beispielsweise bei einer Bauchaorten-OP davon abhängig ist, wie und in welchem Krankenhaus operiert wird. Eine der Möglichkeiten zur Verbesserung wäre, bundesweit einheitliche Standards für die Pflegequalität an Krankenhäusern einzuführen, die Bundesregierung schreibt jedoch den Ist-Zustand einfach fort“, erklärt Harald Weinberg, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Vorstellung des Barmer-Krankenhausreports 2018. Weinberg weiter:

„Spahn verkündete Anfang Juli: `Wir haben verstanden, was in der Pflege los ist. Und machen etwas dagegen!´. Damit steht er bei den Pflegekräften und den Patienten im Wort. Die Änderungen im Kabinettsentwurf zum Pflegepersonalstärkungsgesetz sorgen aber nur für eine Fortschreibung des Ist-Zustands, statt den Krankenhäusern Vorgaben bezüglich der Personalausstattung zu machen. Die Maßnahmen sind untauglich und sollten aus dem Gesetz entfernt werden.

Ein Prozent Zuwachs an Pflegekräften reicht nicht aus, um die Qualität zu verbessern. Ein ‚Weiter so‘ gefährdet die Versorgungsqualität, das Ruder muss dringend rumgerissen und der richtige Kurs eingeschlagen werden. Überfällig ist ein pflegewissenschaftlich erstelltes Personalbemessungssystem, das Vorgaben in Form von Pflegekraft-Patienten-Verhältniszahlen je Station und Schicht enthält.“

F.d.R. Susanne Müller
-----------------------------------------------------------------------------------------
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Pressesprecher: Michael Schlick, Tel. 030/227-50016, Mobil 0172/373 13 55 Stellv. Pressesprecher: Jan-Philipp Vatthauer Tel. 030/227-52801, Mobil 0151/282 02 708 Stellv. Pressesprecherin: Caroline Heptner Tel. 030/227-52810, Mobil 0151/576 92 455 Telefax 030/227-56801, pressesprecher@linksfraktion.de, www.linksfraktion.de
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Fachkräftemangel in der Pflege: Zeit für alternative Ansätze

Beitrag von WernerSchell » 10.08.2018, 16:41

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Fachkräftemangel in der Pflege: Zeit für alternative Ansätze

Ein Diskussionspapier der Ernst-Abbe-Hochschule Jena nimmt eine kritische Situationsbewertung zum Mangel an Fachkräften im Pflegebereich vor. Der Autor, Prof. Dr. Klaus Watzka aus dem Fachbereich Betriebswirtschaft, zeigt die hohe Brisanz und zeitliche Dringlichkeit des Problems auf und plädiert nachdrücklich für einen alternativen Lösungsweg.

Zusammenfassend äußert sich der Autor wie folgt:

„Wunschdenken trifft auf Realität! Das Bundeskabinett hat am 01.08.2018 das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz beschlossen. Unter anderem ist darin die Einstellung von 13.000 zusätzlichen Pflegefachkräften vorgesehen. Angesichts der derzeitigen Mangelsituation in diesem Berufsfeld bestehen starke Zweifel, ob diese Stellen adäquat besetzt werden können.

Zukunftsprojektionen für das Jahr 2030 zeigen, dass sich die Pflegekraftlücke noch deutlich vergrößern wird. Auch der Zugriff auf bislang unerschlossene Arbeitskräftepotenziale wird zur Schließung nicht ausreichend sein. Die soziale Dramatik dieses Problems verbietet eine abwartende Haltung. Bisher beschlossene Maßnahmen sind zu kleinteilig und zu reaktiv angelegt. Es sind kurzfristig Handlungen erforderlich, die einen aktiven Lösungsbeitrag in einer substanziellen Größenordnung leisten.

Vorgeschlagen wird in einem stark fokussierten Handlungsansatz die Errichtung einer groß dimensionierten Pflegefachschule (10.000 Plätze) in einem Drittland. Es wird ein begründeter Kriterienkatalog für die Auswahl geeigneter Länder vorgestellt. Als potenziell geeignetes Land wird Vietnam diskutiert.“

Details sind dem von Prof. Watzka veröffentlichten Diskussionspapier zu entnehmen, das im Anhang bereitsteht. Es ist erschienen in der Schriftenreihe „Jenaer Beiträge zur Wirtschaftsforschung“.

Prof. Dr. Klaus Watzka ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und lehrt im Fachbereich Betriebswirtschaft der Ernst-Abbe-Hochschule Jena insbesondere Personalmanagement.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus Watzka
klaus.watzka@eah-jena.de

Weitere Informationen:
http://www.eah-jena.de

Anhang
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Quelle: Pressemitteilung vom 10.08.2018
Sigrid Neef Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Ernst-Abbe-Hochschule Jena
https://idw-online.de/de/news700540
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Pflegeschule in Vietnam zur Fachkräftesicherung in Deutschland?

Beitrag von WernerSchell » 15.08.2018, 06:08

Ärzte Zeitung vom 15.08.2018:
Ungewöhnlicher Plan
Pflegeschule in Vietnam zur Fachkräftesicherung in Deutschland?

Ein Betriebswirtschaftsprofessor schlägt die systematische Rekrutierung von Pflegekräften im Ausland vor - durch den Aufbau einer staatlichen Pflegefachschule vor Ort. Das soll den deutschen Pflegearbeitsmarkt entspannen. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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