Fortbildung in der Pflege soll verpflichtend sein

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Fortbildung in der Pflege soll verpflichtend sein

Beitrag von WernerSchell » 30.11.2017, 07:26

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Studie:
Fortbildung in der Pflege soll verpflichtend sein

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Auch in der Pflege sollte es eine gesetzliche Verpflichtung zur Fortbildung geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die jetzt am Fachbereich Gesundheitswesen der Hochschule Niederrhein erstellt wurde. Gesundheitsökonom Prof. Dr. Christian Timmreck befragte zusammen mit drei Studierenden aus dem Masterstudiengang Healthcare Management bundesweit rund 750 Pflegedienstleiter aus 140 Krankenhäusern, 319 Pflegeheimen und 268 ambulanten Pflegediensten zum Status Quo und der Zukunft von Fort- und Weiterbildungen in den Pflegeberufen.

„Der kontinuierliche wissenschaftliche und medizinische Fortschritt, die gestiegenen Qualitätsansprüche aus Politik und Gesellschaft und das Streben der Pflege nach mehr Eigenständigkeit führen zu der Forderung nach einer ständigen Aktualisierung des pflegerischen Wissens“, sagt Timmreck. Fort- und Weiterbildungen böten die Chance, die Qualität der Pflege zu verbessern, das Arbeiten nach evidenzbasierten Erkenntnissen zu etablieren und die Arbeitsbelastungen für die Beschäftigten zu reduzieren.

Während auf der einen Seite fachlich gut qualifiziertes Personal einen wichtigen Erfolgsfaktor für Pflegeeinrichtungen darstellt, engen auf der anderen Seite der Mangel an qualifiziertem Personal und der komplexe Schichtbetrieb die Möglichkeiten einer systematisierten Fort- und Weiterbildung ein. Timmreck sieht daher in einer gesetzlichen Verpflichtung zur Fortbildung und einer entsprechenden institutionellen Überwachung eine Lösungsmöglichkeit. „Das könnte man ähnlich handhaben wie bei den Ärzten mit der Continuing Medical Education“, sagt Timmreck.

Der Markt für Fort- und Weiterbildungsangebote ist derzeit fragmentiert und unstrukturiert. Über 90 Prozent der Pflegekräfte nutzen hausinterne Fortbildungen und Programme von Drittanbietern. Dies sind vor allem Berufsverbände und öffentliche Anbieter. Darüber hinaus nutzt ein Drittel der Befragten Freiberufler oder Privatdozenten. Dabei kommt es häufig zu Qualitätsschwankungen bei den Dozenten. „Zur inhaltlichen Qualitätssicherung müssten daher gesetzliche Standards festgelegt werden“, fordert Timmreck.

Die Autoren der Studie erwarten, dass sich künftig neue professionelle Anbieter in diesem Segment etablieren werden, die bei den Fort- und Weiterbildungen verstärkt auf Blended Learning Konzepte zurückgreifen. Die Hochschule Niederrhein hat diesen Bedarf ebenfalls erkannt und startet zum Sommersemester 2018 einen neuen dualen Bachelorstudiengang Pflege, der in Kooperation mit derzeit acht regionalen Pflegeschulen angeboten wird. Ab 2019 wird für bereits ausgebildete Pflegekräfte die Möglichkeit geschaffen, berufsbegleitend verkürzt über sechs Semester den Bachelorabschluss in der Pflege zu erwerben.

„Zukünftig werden akademisch qualifizierte Pflegekräfte im Krankenhaus und in der ambulanten Versorgung eine große Rolle spielen. Die Anforderungen an eine kontinuierliche Weiterbildung werden daher deutlich steigen“, sagt Prof. Dr. Benno Neukirch, Dekan des Fachbereichs Gesundheitswesen der Hochschule Niederrhein. Viele Einrichtungen scheinen das schon verstanden zu haben. Trotz aller finanziellen Herausforderungen betrachten die Befragten das zur Verfügung stehende Budget für Fort- und Weiterbildungen als ausreichend.

Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat Hochschulkommunikation der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02151 822 3610; E-Mail: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

Quelle: Pressemitteilung vom 07.11.2017
Dr. Christian Sonntag Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences
https://idw-online.de/de/news684172
https://www.hs-niederrhein.de/news/news ... ein-19170/
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Heterogenität pflegerischer Fort- und Weiterbildungen

Beitrag von WernerSchell » 08.12.2017, 06:59

Heterogenität pflegerischer Fort- und Weiterbildungen erschwert Überblick und Orientierung
Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe legt Studienergebnisse vor


Während die Ausbildung in den Pflegeberufen bundeseinheitlich geregelt ist, imponiert der Bereich der pflegerischen Fort- und Weiterbildungen durch Heterogenität und Vielfalt. Landes- und privatrechtliche Regelungen sowie sozialrechtlich verankerte Vorgaben erschweren zunehmend den Überblick für professionell Pflegende, für Einrichtungsträger und gleichermaßen für die zu pflegenden Menschen und ihre Angehörigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln im Auftrag des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe (DBR) durchgeführt hat und die heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie analysiert pflegerische Fort- und Weiterbildungsangebote und entwirft eine erste domänenspezifische Systematik für die Erfassung, Bewertung und Standardisierung von Bildungsangeboten zur Professionalisierung der klinischen Pflegepraxis.
„Eine professionelle Pflegepraxis in zunehmend komplexeren Pflegesituationen und Settings erfordert ein transparentes und anschlussfähiges Fort- und Weiterbildungssystem, das vergleichbaren und verbindlichen Standards folgt“, ist Gertrud Stöcker, Vorsitzende des DBR, überzeugt. Deshalb habe der DBR eine Vorstudie initiiert, die vor allem die Ist-Situation von pflegerischen Fort- und Weiterbildungen unterhalb der Ebene landesrechtlicher Regelungen analysiere und bewerte, um konzeptionelle Grundlagen für eine Systematisierung, Standardisierung und Weiterentwicklung der Angebote zu schaffen. „Auch die Reform der pflegerischen Erstausbildung ab 2020 muss Konsequenzen für die Fort- und Weiterbildung haben“, so Prof. Gertrud Hundenborn, Leiterin der Abteilung Pflegebildungsforschung im DIP und Projektleiterin. „Die generalistische Ausrichtung der Ausbildung, die vorbehaltenen Tätigkeiten, die Möglichkeiten eines primärqualifizierenden Pflegestudiums und von erweiterten Kompetenzen im Bereich heilkundlicher Aufgaben müssen die bestehenden Weiterbildungen auf den Prüfstand stellen und Angebote zur Anpassung für bereits aus- und weitergebildete Pflegefachpersonen an die künftigen Ausbildungsstandards beinhalten,“ führt Gertrud Stöcker weiter aus.
Überblick und Ordnung in den Angeboten pflegerischen Fort- und Weiterbildungen herzustellen, Orientierung zu erleichtern, Vereinheitlichung zu fördern und Qualitätsstandards sicherzustellen, mit diesen vorrangigen Zielen ist die Bildungsstudie des DBR verbunden, die als Vorstudie konzipiert den Weg eröffnet für eine größer angelegte Hauptstudie, in der auch der entwickelte Systematisierungsentwurf erprobt und weiterentwickelt werden soll, der erstmals eine umfassende domänenspezifische Ordnung von pflegerischen Fort- und Weiterbildungen ermöglicht.
Die Präsentation ist abrufbar unter: http://bildungsrat-pflege.de/wp-content ... dungen.pdf

Berlin, 04. Dezember 2017
gez. Gertrud Stöcker
Vorsitzende

Quelle: Pressemitteilung vom 04.1.2017
Susanne Adjei|Sozialmanagerin | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
adjei@dbfk.de| www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-11 | Fax 030-219157-77
Umsatzsteuer Id.-Nr. DE 114235140

Siehe auch unter > http://bildungsrat-pflege.de/
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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