Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 11.05.2017, 07:00 
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk macht seit vielen Jahren auf die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen aufmerksam und fordert umfängliche Verbesserungen. Einige Forderungen sind durch die zurückliegenden Reformgesetze aufgegriffen worden, andere Forderungen sind unerfüllt geblieben. So mahnt Pro Pflege … erneut die Schaffung von bundesweit geltenden Personalbemessungssystem an - JETZT. Dazu wurde u.a. beim Pflegetreff am 21.10.2015 gegenüber Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister, ganz konkret argumentiert.
Die entsprechenden Ausführungen sind in einem Filmauszug dokumentiert. Siehe insoweit:
> https://youtu.be/qbyHRxX9ikk
Die wesentlichen Aussagen:
- Mehr Pflegepersonal - jetzt und nicht später!
- Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen.
- Der im PSG II vorgesehene § 113c SGB XI, der ein Personalbemessungssystem anspricht, reicht nicht!
- Mängel müssen abgestellt werden, auch im Hinblick auf den Einsatz der Betreuungskräfte nach § 87b SGB XI.


Weitere Beiträge im Forum belegen die Aktivitäten Pro Pflege … z.B.:

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Auszubildende in Pflegeberufen leiden unter Zeitdruck - dpa Bildfunk
Notleidendes Pflegesystem = zielgerichtet verbessern!
viewtopic.php?f=4&t=22085

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"Nachlegen in der Pflege" - JETZT Pflegenotstand auflösen
viewtopic.php?f=3&t=22011
Merkel zollt Pflegekräften großen Respekt ... aber
viewtopic.php?f=3&t=21908
Interessenwahrnehmung für die Pflegekräfte ...
viewtopic.php?f=3&t=21365
Zitate & Statements zur Pflege 2016
viewtopic.php?f=3&t=21471
Personalbedarf Pflege - Buchtipp
viewtopic.php?f=3&t=21847

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Who cares? Der Personalnot in der Pflege begegnen
DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden am 10. Mai 2017 in München


MÜNCHEN – „Who cares? – Wie können Politik und Einrichtungen des Gesundheitswesens der Personalnot begegnen?“ Mit dieser zentralen Fragestellung beschäftigt sich der Kongress des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V. zum Tag der Pflegenden, der am 10. Mai im Sophiensaal der Landeshautstadt München stattfindet. Laut dem Statistischen Bundesamt fehlen bis zum Jahr 2025 rund 260.000 Pflegefachkräfte in Deutschland. Um eine adäquate und sichere Versorgung der Patienten/innen zu gewährleisten, sind mehr ausgebildetes Pflegepersonal, eine strukturierte und wertschätzende Führungskultur und mehr Raum für die Besprechung von Dilemmata in der unmittelbaren Patientenversorgung notwendig. Wenn Pflegefachpersonen entgegen ihrer persönlichen und beruflichen Wertvorstellung arbeiten, entsteht ein Konflikt. Dieser hat Auswirkungen auf die Pflegequalität und Motivation am Arbeitsplatz. Diese und weitere Aspekte greifen die Referenten/innen des Tages auf. Neben aktuellen Daten und Fakten zur Personalsituation in der Pflege erhalten die Kongressteilnehmer/innen außerdem Einblicke in die aktuelle Berufspolitik. Seit 1967 ist der „Internationale Tag der Pflegenden“ ein besonderer Tag für alle Pflegefachpersonen auf der ganzen Welt. Am 12. Mai, dem Geburtstag von Florence Nightingale, wird jedes Jahr an die Verdienste der Pionierin der professionellen Pflege erinnert.

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Foto: Florence Nightingale
http://de.wikipedia.org/wiki/Florence_Nightingale

Quelle: Mitteilung vom 14.02.2017
Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
Edelsbergstraße 6
80686 München
Telefon: 089-17 99 70-23
Fax: 089-17 85 647
E-Mail: s.karg@dbfk.de
Internet: http://www.dbfk.de
http://www.facebook.com/dbfk.suedost

Unsere nächsten Termine
DBfK-Fernlehrgang für das Pflegemanagement
Start: 8. Mai 2017
Weitere Infos: (089) 179970-0, http://www.dbfk.de

DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden
10. Mai 2017 in München

Unser gesamtes Fortbildungsangebot finden Sie unter http://www.dbfk.de

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BeitragVerfasst: 11.05.2017, 09:49 
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Pressemitteilung vom 10.05.2017

Personalnotstand in der Pflege: „Dringend Soforthilfe notwendig“
Münchner Erklärung „Personalnot in der Pflege stoppen – jetzt!“ zum Tag der Pflegenden verabschiedet und an die Politik übergeben / „Sichere Versorgung der Patienten ist akut gefährdet“

München, 10. Mai 2017 – „Wir brauchen dringend eine Soforthilfe für die professionelle Pflege. Die sichere Versorgung der Patienten/innen ist akut gefährdet“, sagte Sonja Hohmann, Vorsitzende des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V. anlässlich des DBfK-Kongresses zum Tag der Pflegenden heute in München. Die Personalsituation in der Pflege hat sich dramatisch zugespitzt. Stationen sind chronisch unterbesetzt, eine Normalversorgung ist kaum noch möglich. Die Zahlen sind brisant – eine Besserung ist nicht in Sicht. Aufgrund des Personalnotstandes in der Pflege müssen jetzt schon Abteilungen geschlossen und OPs verschoben werden. Mit der Münchner Erklärung „Personalnot in der Pflege stoppen – jetzt“ fordert der DBfK Sofortmaßnahmen für eine deutliche Verbesserung der Personalausstattung und des Arbeitsumfelds der Pflegenden.

Die Münchner Erklärung wurde an den Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath, stv. Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag übergeben. Die Forderungen beziehen sich auf die Arbeitsbelastung der Pflegenden, die Patientensicherheit, die Personalschlüssel, die Ausbildungsreform sowie eine starke Interessensvertretung zur besseren Durchsetzbarkeit der pflegerischen Belange.

„Schluss mit Überstunden und Überlastung der Pflegenden. Wir fordern bessere Personalschlüssel in der Pflege,“ sagte Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführung des DBfK Südost e.V.

Rund 60 000 Pflegestellen wurden in den letzten 20 Jahren in Krankenhäusern abgebaut. Mittlerweile fehlen auf Normalstationen in Krankenhäusern nach Berechnungen von Prof. Michael Simon rund 100 000 Pflegefachpersonen, während die Zahl der Patienten/innen deutlich zugenommen hat. Hinzu kommt, dass offene Stellen in der Krankenpflege durchschnittlich rund 4,5 Monate nicht nachbesetzt werden. Massenweise Überstunden (36 Millionen Überstunden in den Krankenhäusern) und die Verantwortung für zu viele Patienten/innen pro Schicht sind die Folge. Im Schnitt kümmert sich eine Gesundheits- und Krankenpflegerin um bis zu 14 Patienten/innen. Das ist ein Vielfaches mehr als in anderen Ländern vorgeschrieben ist, wie zum Beispiel Kalifornien und Australien (5) auf internistischen und chirurgischen Normalstationen.

„Diese skandalös chronische Unterbesetzung gefährdet die Patientenversorgung und die Gesundheit der Pflegenden gleichermaßen“, heißt es in der Münchner Erklärung. Die Zahlen sind brisant – eine Besserung ist nicht in Sicht. Bis zum Jahr 2030 fehlen laut Bertelsmann Stiftung rund 500 000 Pflegefachpersonen in Deutschland alleine in der Altenpflege, ohne Berücksichtigung der Lücken in den Krankenhäusern. Einer Prognose der Stiftung zufolge werden allein in der Altenpflege in Bayern bis dahin etwa 62 000 Fachkräfte fehlen.
Gute Pflege in Bayern braucht gute Arbeitsbedingungen: In einem Schulterschluss mit der Politik und den Einrichtungen fordert der DBfK in seiner Münchner Erklärung folgende Sofortmaßnahmen:

Die Münchner Erklärung

1. Schluss mit Zeitdruck und Hetze im Pflegealltag – Patientensicherheit geht vor!
Pflegende brauchen mehr Zeit für die Pflege. Die Arbeitsbelastung in der Pflege ist an ihrer Grenze, Pflegende sind erschöpft und ausgebrannt. In keinem anderen Beruf ist der Krankenstand so hoch. Die Pflegenden fordern Bedingungen, die ein menschenwürdiges und professionelles Arbeiten ermöglichen. Nur so lässt sich die Patientensicherheit gewährleisten.

2. Schluss mit Sonderwegen in der Ausbildung – Wir fordern die sofortige Reform der Pflegeausbildung nach europäischen Standards!
Der Pflegeberuf unterliegt einem ständigen Wandel. Heute und in Zukunft mehr denn je: Durch die Alterung der Gesellschaft und die immer kürzeren Krankenhausaufenthalte benötigt die Altenpflege die Kompetenzen der Krankenpflege und umgekehrt: Wir fordern Mut zur Reform des Pflegeberufs, nur so wird der Beruf zukunftsfähig und attraktiv für kommende Generationen.
3. Schluss mit der Fremdbestimmung – Wir fordern eine starke und unabhängige Vertretung der Pflegenden!
Die Pflege hat für die Versorgung der Bevölkerung eine hohe Relevanz und Verantwortung. Deshalb fordern die Pflegenden auch in Bayern eine pflegerische Selbstverwaltung, um ihre Belange selbst regeln zu können, so wie dies auch für andere Berufe im Gesundheitswesen selbstverständlich ist.
4. Schluss mit Überstunden und Überlastung der Pflegenden – Wir fordern bessere Personalschlüssel in der Pflege!
Nur mit einer guten Personalausstattung kann die professionelle Pflege die Versorgungsqualität gewährleisten. Der DBfK unterstützt die Personaluntergrenzen für die Pflege, auf die sich die Politik jetzt verständigt hat, jedoch nur, wenn es keine Personalumverteilung aus anderen Bereichen gibt. Fachlichkeit und Qualität müssen gesichert sein.

Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
Edelsbergstraße 6
80686 München
Telefon: 089-17 99 70-23
Fax: 089-17 85 647
E-Mail: s.karg@dbfk.de
Internet: http://www.dbfk.de
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Siehe auch unter > viewtopic.php?f=3&t=22011

"Nachlegen in der Pflege" - JETZT Pflegenotstand auflösen
Quelle: viewtopic.php?f=3&t=22011

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Pressemitteilung vom 11.05.2017

Tag der Pflegenden - AWO fordert bessere Lohn- und Personalausstattung

Berlin, 11. Mai 2017. Allein in der Bundesrepublik sind mittlerweile über eine Million Menschen in Pflegeheimen und in ambulanten Pflegediensten tätig. Den morgigen Internationalen Tag der Pflegenden möchte die AWO nutzen, um auf die schwierige Situation der beruflich Pflegenden aufmerksam zu machen. „Die Pflegenden sichern Lebensqualität und ein würdevolles Altern von kranken sowie hilfe-und pflegebedürftigen Menschen. Damit dies so bleibt, fordert die AWO bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen und eine deutlich bessere Personalausstattung“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker.
Vor allem in den zwei Bereichen Personalausstattung und Finanzierung der Pflegeversicherung bzw. Einführung einer Bürgerversicherung sieht die AWO Handlungsbedarf. „Gute Pflege muss auf einer soliden finanziellen Basis stehen. Die Pflege-Bürgerversicherung kann allen Bürgerinnen und Bürgern eine ausreichende Absicherung gewährleisten und macht eine private Zusatzversicherung überflüssig“, ist Döcker überzeugt. Die AWO fordert seit langem die Einführung einer Bürgerversicherung. Nur sie kann eine solidarische und auskömmliche Finanzierungsgrundlage für die Kranken- und Pflegeversicherung mit für die Versicherten auch langfristig bezahlbaren Beiträgen leisten. Zusätzlich fordert die AWO, dass die Behandlungspflege in stationären Einrichtungen systemgerecht über die Krankenversicherung und nicht wie bisher durch die Pflegeversicherung finanziert werden soll.
Die regional unterschiedliche, aber quasi überall defizitäre Personalausstattung stellt die Pflege seit langem vor eine große Herausforderung und geht zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen sowie der beruflich Pflegenden. „Eine gute personelle Ausstattung ist eine wichtige Voraussetzung für eine weiterhin hohe Versorgungsqualität von pflegebedürftigen Menschen“, betont Döcker abschließend.
In Erinnerung an die Vorreiterin der modernen Pflege, Florence Nightingale wird der 12. Mai international als Tag der Pflegenden begangen. Der diesjährige Tag der Pflegenden steht unter dem Motto „Eine starke Pflege weist den Weg“.

Mona Finder
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AWO Bundesverband e. V.
Pressesprecherin
T.: + 49 (0)30 26 309 222
F.: + 49 (0)30 26 309 32 222
Mobil: +49 (0)172 - 261 50 14
http://www.awo.org
mona.finder@awo.org

AWO Bundesverband e. V., Blücherstraße 62 - 63, 10961 Berlin
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg VR 29346 B
Bundesvorstand: Wolfgang Stadler (Vorsitzender), Brigitte Döcker, Selvi Naidu
Vorsitzender des Präsidiums: Wilhelm Schmidt

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Tag der Pflege: Pflegekräfte warten noch auf ihr Stärkungsgesetz

Zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai erklärt Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik:

Die Pflegekräfte in diesem Lande brauchen dringend mehr Anerkennung. Doch die Bundesregierung tut zu wenig. Schwarz-Rot hat mit den drei Pflege-Stärkungsgesetzen die großen Probleme der Pflegekräfte noch immer nicht gelöst. Die Reformen verschärfen den heute schon dramatischen Personalmangel in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und -diensten sogar noch. Die Ausweitung der Pflegeleistungen ist im Grundsatz richtig. Doch das erhöht den Druck auf die Pflegekräfte noch mehr. Für mehr Pflegeleistung brauchen wir mehr Personal. Und das fehlt heute schon. Ohne ausreichend Personal sind diese Reformen zum Scheitern verurteilt.
Gesundheitsminister Hermann Gröhe hätte auch ein Pflegekräfte-Stärkungsgesetz auf den Weg bringen müssen. Doch die überfällige Einführung eines Personalbemessungsverfahrens sowohl für Krankenhäuser als auch für die Altenpflege wurde auf die Zukunft verschoben. Bei der Reform der Pflege-Ausbildung konnten sich Union und SPD monatelang nicht einigen. Auch der jetzige Kompromiss steht auf tönernen Füssen, denn er wirft viele neue Fragen auf. Den neuen Gesetzentwurf hat die Koalition noch immer nicht vorgelegt. Seriöse Politik geht anders, deshalb fordern wir als Grüne eine öffentliche Anhörung. Sollte die Koalition diese verhindern, wäre das unverantwortlich.
Die Arbeitsbedingungen und Personalausstattung in der Pflege müssen jetzt verbessert werden. Wir fordern deshalb die schnellstmögliche Entwicklung und Einführung verbindlicher Personalbemessungsverfahren in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und –diensten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in einem Beruf, der hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird, enorm wichtig. Die überbordende Bürokratie setzt die Pflege zusätzlich unter Druck. Darum muss die Entbürokratisierung der pflegerischen Tätigkeiten vorangetrieben werden. Außerdem fordern wir mehr Mitbestimmungsrechte für die Pflegekräfte in der Selbstverwaltung. Dass der Pflegebeauftragte Herr Laumann das nun auch fordert, ist nur heiße Luft. Er hatte genug Zeit, es umzusetzen.

Die Zahlung tariflicher Löhne muss der Regelfall werden, insbesondere auch für die Häusliche Krankenpflege. Wir unterstützen zudem einen allgemein verbindlichen Tarifvertrag Soziales, um die Bedingungen für faire Löhne in der Pflege zu verbessern.
Nicht zuletzt brauchen wir eine Reform der Pflegeausbildung, die gemeinsame Lernzeiten in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege vorsieht und die speziellen Fachkompetenzen erhält. Außerdem muss die Pflegeausbildung endlich überall kostenfrei werden.
-------------------
Sabine Bichler – Büroleiterin

Abgeordnetenbüro Elisabeth Scharfenberg
Sprecherin für Altenpolitik und Pflege
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Tel: 030/227 -74531
Fax: 030/227-76655
E-Mail: elisabeth.scharfenberg@bundestag.de
Web: http://www.elisabeth-scharfenberg.de

Postanschrift:
Platz der Republik 1
11011 Berlin

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DEUTSCHE ALZHEIMER GESELLSCHAFT e.V. - Pressemitteilung vom 11.05.2017

Forderung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum Internationalen Tag der Pflege
DIE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE PFLEGE MÜSSEN DRINGEND VERBESSERT WERDEN!

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Berlin, 11. Mai 2017. Am 12. Mai wird international der Tag der Pflege begangen. Pflegekräfte leisten eine wichtige und wertvolle Arbeit. Gute Pflege bedeutet für Menschen mit Demenz, dass sie so selbstständig wie möglich leben können, sich sicher fühlen, Zuwendung und Wertschätzung erfahren. Nach wie vor werden die meisten Menschen mit Demenz von Angehörigen gepflegt. Diese sollte auch an einem solchen Tag (und nicht nur an diesem) wertgeschätzt werden.

Allerdings kommen die meisten Angehörigen irgendwann an ihre Grenzen und benötigen dann Unterstützung durch die professionelle Pflege. Für die Angehörigen bedeutet gute Pflege, dass sie sich darauf verlassen können, dass Menschen mit Demenz Unterstützung bei den Toilettengän­gen und beim Essen erhalten, wenn sie sie benötigen, dass sie Ansprache und Beschäftigung haben, dass jemand da ist, der sie sanft wieder ins Haus begleitet, wenn sie den Drang haben, einem unbekannten Ziel entgegen zu laufen.

Die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz erfordert neben Fachwissen ein besonders hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Verständ­nis und Geduld. Doch die Rahmenbedingungen, unter denen Pflege in Deutschland geleistet wird, führen oftmals zu einer mangel­haften Versorgung der Betroffenen. Helga Schneider-Schelte, Koordi­natorin des Alzheimer-Telefons der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, berichtet: „In den Beratungsgesprächen hören wir immer wieder und in den letzten Jahren zunehmend, dass aufgrund von Personalmangel schon bei der Grundpflege nicht genügend Zeit bleibt, um die Bedürfnisse und den Wunsch nach Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz ausreichend zu berücksichtigen. Statt beispielsweise Hilfestellungen beim Waschen zu geben, übernehmen die Pflegekräfte das Waschen selbst, weil es so schneller geht.“

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert deshalb zum Tag der Pflege eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege. Pflegeberufe müssen für junge Menschen attraktiver werden. Gleichzeitig müssen die Arbeitsbedingungen so gestaltet werden, dass Pflegekräfte nicht bereits nach wenigen Jahren im Beruf ausgebrannt oder körperlich verbraucht sind.
Denn nur wenn Pflegekräfte motiviert und unter guten Rahmenbedingungen arbeiten, können sie Menschen mit Demenz und ihre Familien angemessen unterstützen.

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HINTERGRUND
Heute leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist ein gemeinnütziger Verein. Als Bundesverband von derzeit 134 Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden vertritt sie die Interessen von Demenzkranken und ihren Familien. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 - 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 - 259 37 95 14 (Festnetztarif).

****************************************************************************
KONTAKT
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Susanna Saxl Friedrichstraße 236, 10969 Berlin Tel. 030 - 259 37 95 0
Fax: 030 - 259 37 95 29
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de (Link:
info@deutsche-alzheimer.de ),
Internet: http://www.deutsche-alzheimer.de (Link:
https://www.deutsche-alzheimer.de )

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Presseinformation – 452/5/2017 Düsseldorf, 12. Mai 2017

Ministerin Steffens:
Menschenwürdigere Pflege gibt es nicht zum Nulltarif

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens in Düsseldorf:
„Die Gewährleistung einer menschenwürdigen Pflege ist angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft. Wir können sie nur bestehen, wenn wir die vielen pflegenden Angehörigen und vor allem auch die beruflich Pflegenden besser als bisher unterstützen und entlasten. Dazu brauchen wir endlich eine ehrliche Diskussion über die Bedarfe und Kosten menschenwürdiger Pflege. Wir müssen als Gesellschaft Farbe bekennen und sagen: Lebensqualität im Alter und menschenwürdige Pflege sind uns etwas wert! Würde gibt es nicht zum Schnäppchenpreis!“

Die Ministerin verwies dabei vor allem auf folgende dringende Handlungsbedarfe:
• Personalschlüssel sowohl für die Pflege im Krankenhaus als auch in stationären Pflegeeinrichtungen müssen sinnvoll erarbeitet und möglichst bald bundesweit einheitlich vorgegeben werden. Dabei muss sich die Pflegeversicherung angemessen an den Mehrkosten beteiligen. Denn solange es bei einer gedeckelten Beteiligung der Pflegeversicherung an den Pflegekosten bleibt, geht jede personelle Verbesserung finanziell allein zulasten der Pflegebedürftigen. Das darf nicht länger so bleiben, denn schon jetzt wird Pflege wieder mehr und mehr zum Armutsrisiko.
• Die pflegerische Versorgung in den Einrichtungen während der Nacht muss zeitnah verbessert werden. Hierzu hat das Pflegeministerium gemeinsam mit ver.di NRW in diesem Jahr eine Diskussion angestoßen, die mit der Veröffentlichung einer neuen Handreichung des Ministeriums für die WTG-Behörden
(Heimaufsichten) passend zum Pflegetag abgeschlossen ist. Die Handreichung stellt klar, dass Pflegekräfte im Nachtdienst dort nicht überfordert werden dürfen und vor allem auch Vertretungssituationen, Pausenzeiten etc. im Einklang mit den arbeitsrechtlichen Vorgaben gelöst werden müssen. Die „Überwachung“ mehrerer baulich getrennter und damit unüberschaubarer Wohnbereiche durch nur eine „Nachtwache“ ist genauso unzulässig wie die Übertragung von Aufgaben der Tagschicht auf die ohnehin stark geforderten „Nachtwachen“. Auch hier gilt: Die gesetzlichen Anforderungen an die Nachtbetreuung müssen sich in der Finanzierung besser niederschlagen.
• Die unterschiedlichen Kosten der Pflege müssen sich auch in den Leistungen der Pflegeversicherung niederschlagen. Es ist ungerecht, dass Pflegebedürftige und Angehörige in NRW auf die Leistungen der Pflegeversicherung teilweise mehr als tausend Euro je Monat drauflegen müssen, um alleine die Pflegeleistung eines Pflegeheims bezahlen zu können, während in anderen Bundesländern die Kosten der Pflege wegen geringerer Lohn- und Sachkosten so niedrig sind, dass die Leistungen der Pflegeversicherung praktisch alle Kosten abdecken. Die Lösung: Die Pflegeversicherung muss zu einer echten Teilkaskoversicherung ausgebaut werden, in der die Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen gedeckelt ist und nicht wie bisher die Versicherungsleistung.
• Die Ausbildungskosten in der Pflege müssen endlich von der Solidargemeinschaft übernommen werden. Dass die dringend benötigte Steigerung der Ausbildungszahlen, die in NRW dank der Einführung der Ausbildungsumlage gelungen ist, hinsichtlich der praktischen Ausbildungskosten faktisch nur von den heute Pflegebedürftigen statt von der Pflegeversicherung bezahlt wird, ist ein absoluter Anachronismus. Die Zukunftssicherung der Pflege durch mehr Ausbildung muss eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein und darf nicht länger aus dem Portemonnaie der heute Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen bezahlt werden.

Bezogen auf die Aktion u.a. von ver.di zur Verbesserung der Pflege-situation in Krankenhäusern erklärte Ministerin Steffens:
„Ich unterstütze vehement das Anliegen, auch in den Krankenhäusern endlich die personelle Ausstattung im Bereich Pflege zu verbessern. Dafür habe ich in den vergangenen Jahren auf Bundesebene unermüdlich gekämpft. Hier brauchen wir endlich Personalschlüssel - und zwar deutlich bessere als die jetzt vom Bund vorgeschlagenen Mindestgrenzen in kritischen Bereichen. Und auch hier brauchen wir eine gesicherte Finanzierung, die die Einstellung von mehr Pflegekräften ermöglicht.“

Steffens kritisierte die Verknüpfung zwischen den Themen Pflegepersonal und Investitionskostenförderung des Landes: „Ja, die Investitionskostenförderung des Landes für die Krankenhäuser muss noch weiter ausgebaut werden, als wir dies in den vergangenen Jahren getan haben. Zu behaupten, zu geringe Fördermittel für Gebäude und Geräte seien der Grund für Mängel in der Pflege, ist aber falsch. Denn für eine bessere Bezahlung der Ärztinnen und Ärzte und für die Schaffung neuer Ärztestellen war in der Vergangenheit auch Geld da. Dass sich das Verhältnis im Personalbereich zwischen ärztlichem und pflegerischem Personal zulasten der Pflege verändert hat, macht mir große Sorgen und muss dringend korrigiert werden. Deshalb bin ich froh, dass die Krankenhäuser in NRW durch eine Erhöhung des so genannten Basisfallwerts pro Jahr über 730 Millionen Euro mehr erhalten - ein Ergebnis der Bund Länder AG. Davon kann viel Pflegepersonal finanziert werden. Ein Mangel an Pflegepersonal hat wirklich nichts mit der Förderung der Krankenhausinvestitionskosten zu tun. Personalkosten werden im vorherrschenden dualen Finanzierungssystem aus den Erlösen der Fallschaupauschalen finanziert, die auf Bundesebene festgelegt werden.“

Hintergrund:
In NRW sind rund 638.100 Menschen pflegebedürftig (Stand 31.12.2015). Die Prognose für 2060 geht von 920.500 pflegebedürftigen Personen (konstante Variante) aus, bei der Trendvariante (Annahme, dass mit steigender Lebenserwartung auch die Anzahl der „gesunden Jahre“ steigt) von 763.400 Personen (Trendvariante).
Die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege konnten in Nordrhein-Westfalen durch Beteiligung aller in der Pflege tätigen Einrichtungen an den Kosten für die Ausbildung von 2012 bis heute um rund 85 Prozent gesteigert werden – von rund 10.000 Ausbildungsplätzen mit einer Landesfinanzierung auf inzwischen rund 18.500.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.
Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw

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0374 / 12. Mai 2017
Pressemitteilung von Pia Zimmermann, Linksfraktion

Gute Pflege für alle

„Der jährliche Aktionstag der Pflege sollte Anlass sein, allen Pflegekräften im Land zu danken. Pflegerinnen und Pfleger leisten Großartiges, um Menschen mit Pflegebedarf zu versorgen und zu begleiten. Ihre intensive Arbeit von Mensch zu Mensch ist von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung“, erklärt Pia Zimmermann, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heutigen „Tags der Pflege“. Zimmermann weiter:

„Der Tag der Pflege ist allerdings auch ein Tag, der ziemlich wütend machen kann. Der Pflegenotstand ist sichtbar. Politik und Gesellschaft müssen ehrlich Rechenschaft darüber ablegen, wie es um den Pflegealltag wirklich steht. Das betrifft die Arbeit der Pflegekräfte, die Lage für die Menschen mit Pflegebedarf in den Krankenhäusern, in den Pflegeheimen und in ihren Wohnungen. Und es betrifft die Situation der Angehörigen. Es braucht bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und Zeit für Zuwendung. Die Marktlogik, Pflege von Menschen als gewinnträchtiges Geschäft zu begreifen, verbessert die Pflege nicht. Ein grundlegendes Umdenken ist erforderlich. Dafür hat DIE LINKE mit der Solidarischen Pflegeversicherung einen Vorschlag gemacht. Gute Pflege muss für jede und jeden zugänglich sein. Sie darf weder vom Geldbeutel, noch vom Wohnort, noch von der Herkunft abhängen.“

F.d.R. Christian Posselt

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Pflege bei Digitalisierung stärker berücksichtigen

Der Pflegesektor muss bei der Diskussion zur Digitalisierung im Gesundheitswesen stärker einbezogen werden. Hierauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai hin - und fordert insbesondere eine Überarbeitung des „Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)“.

Der vzbv sieht vor allem in folgenden Punkten Diskussionsbedarf:
Bislang ist die Umsetzung der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen stark auf die ärztliche Versorgung fokussiert. Pflegekräfte dürfen nach den derzeitigen Vorgaben aus der elektronischen Gesundheitskarte eines Patienten nur Notfalldaten auslesen. Auf die elektronische Patientenakte oder den elektronischen Medikationsplan, die künftig ebenfalls mit Hilfe der Karte gespeichert werden sollen, erhalten sie nach aktuellem Gesetzesstand keinen Zugriff.
Dadurch können pflegebedürftige Menschen Nachteile erleiden: „Viele Krankentransporte und Krankenhausaufenthalte ließen sich vermeiden, wenn Pflegefachleute Zugriff auf ärztliche Anweisungen und Medikationsdaten in der elektronischen Dokumentation hätten“, sagt Christiane Rock, Referentin für Pflegepolitik beim vzbv. Mit einem Schreibrecht für Pflegeberufe könnten zudem Vitalparameter wie etwa Blutdruckwerte oder Verläufe der Wunderversorgung elektronisch dokumentiert und dem Arzt zur Verfügung gestellt werden.
Der vzbv fordert daher die Zugriffsrechte für Pflegekräfte auf die elektronische Gesundheitskarte sowie perspektivisch auch auf die elektronische Patientenakte zu erweitern. Voraussetzung ist jedoch, dass der Pflegebedürftige dies wünscht und dem explizit zustimmt. „Bei Gesundheits- und Pflegedaten handelt es sich um äußerst sensible Informationen. Deshalb muss der Patient bestimmen können, wer auf welche Daten Zugriff hat“, so Rock.
Mehrwert für Pflegebedürftige und Angehörige
Während sich elektronisch geführte Dokumentationen im Krankenhaus schon durchgesetzt haben, fehlen sie in der Altenpflege noch weitgehend. Papiergestützte Dokumentationen führen jedoch in der Praxis häufig zur Unübersichtlichkeit, etwa weil sie schwer lesbar sind oder weil eine einrichtungsübergreifende Fach-Terminologie fehlt.
Liegt eine elektronische Dokumentation dann doch mal vor, so scheitert ein Austausch derzeit bisweilen noch an der fehlenden Kompatibilität der verschiedenen Systeme der Dienstleister. Problematisch ist das vor allem für Pflegebedürftige, die zwischen Einrichtungen oder Ärzten wechseln, da Leistungsanbieter keinen Zugriff auf die Daten der jeweils anderen Einrichtung haben.
Daher fordert der vzbv, auch die elektronische Pflegedokumentation im E-Health-Gesetz zu verankern, deren Einführung zu fördern und sie mit der elektronischen Gesundheitskarte kompatibel zu machen. Die Pflegedokumentation umfasst unter anderem die Festlegung des Pflege- und Betreuungsbedarfs und die Evaluation der Pflegeplanung. All das sollte auf Wunsch des Pflegebedürftigen für einen unkomplizierten Austausch zwischen Leistungsanbietern wie Ärzten, Pflegeheimen und Krankenhäusern zur Verfügung stehen.
„Der Gesetzgeber hat in der kommenden Legislaturperiode die Chance, das E-Health-Gesetz zu überarbeiten. Wenn er dabei den Pflegesektor einbezieht, kann er gleichzeitig die Qualität der Pflege verbessern und die Pflegekräfte entlasten“, so vzbv-Pflegereferentin Christiane Rock. Darüber hinaus müssen die neuen digitalen Möglichkeiten einer stärkeren Prüfung im Sinne der Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen unterzogen werden, um vorhandene Chancen in den Blick zu nehmen.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.05.2017
Christiane Rock
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BeitragVerfasst: 11.06.2017, 06:38 
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Pflegekräfte wünschen sich mehr Zeit für Pflege

(Quelle: Diakonie Deutschland) Wofür wünschen sich Pflegekräfte mehr Zeit? Das wollte die Diakonie von ihren Pflegekräften anlässlich des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai wissen.
"Mit unserem Aktionstag wollten wir einen gesellschaftlichen Dialog über die würdevolle Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf anstoßen", sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "In den letzten Jahren haben sich die Aufgaben in der Pflege stark verändert. Die Menschen, die in unsere Pflegeheime kommen, werden immer älter, sind gebrechlicher und leiden häufiger an dementiellen Erkrankungen als früher. Die Pflege wird zeitaufwändiger und darauf müssen wir reagieren.
Die Personalschlüssel in der stationären Pflege müssen endlich an diesen neuen Bedarf angepasst werden", betont auch Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Auch wenn die Politik das im Grundsatz schon erkannt und verschiedene Einzelmaßnahmen ergriffen habe, reiche das bei weitem noch nicht aus. "Politik und Gesellschaft müssen darüber ins Gespräch kommen, wieviel Personal im Pflegeheim benötigt wird, um alte Menschen gut zu versorgen", sagt Lilie.
Die Social Wall mit den Wünschen und Forderungen der Pflegekräfte finden Sie unter https://info.diakonie.de/kampagnen-und- ... PflegeZeit

Quelle: Mitteilung vom 11.06.2017
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
Beratgerstraße 36
44149 Dortmund
Tel.: 0231/ 579743
Fax: 0231/ 579754
E-Mail: info@vkm-rwl.de

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 Betreff des Beitrags: Digitalisierung im Gesundheitswesen
BeitragVerfasst: 14.06.2017, 06:43 
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Am 13.06.2017 bei Facebook gepostet:
Digitalisierung im Gesundheitswesen zur Verbesserung der Patientenversorgung.
Der Patient muss aber als Person im Mittelpunkt aller Neuerungen stehen!

> viewtopic.php?f=4&t=22166

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BeitragVerfasst: 23.06.2017, 06:45 
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Beiträge: 17799
Am 23.06.2017 bei Facebook gepostet:
Mangelhafte Pflegeausbildung: In NRW werden immer mehr Altenpflegeschüler ausgebildet, weil Fachkräfte in der Branche fehlen. Aber Kritiker beklagen die Qualität der Ausbildung. Nach WDR-Recherchen soll das Wissen der Auszubildenden so mangelhaft sein, dass Patienten zu Schaden kommen könnten.
viewtopic.php?f=3&t=22175

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BeitragVerfasst: 06.07.2017, 06:01 
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Am 05.07.2017 bei Facebook gepostet:
Erkrankungsgeschehen bei Pflegeberufen besorgniserregend - Gesundheitsförderung wichtig für Erhalt der Arbeitskraft. - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk macht seit Jahren auf die Probleme in aller Deutlichkeit aufmerksam und fordert Verbesserungen der Pflege-Rahmenbedingungen. Der BKK Gesundheitsatlas 2017 analysiert aktuell die Gesundheitsberufe.
>>> viewtopic.php?f=5&t=22199

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BeitragVerfasst: 09.08.2017, 06:40 
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Am 09.08.2017 bei Facebook gepostet:
Das Erkrankungsgeschehen bei Pflegeberufen ist besorgniserregend - Pflegekräfte brauchen Gesundheits¬prävention. Insoweit informieren aktuell der BKK Gesundheitsatlas 2017 und das Deutsche Ärzteblatt. Vor allem braucht die Pflege dringend verbesserte Personalausstattungen (Stellenschlüssel). … Das würde Stressabbau gewährleisten und käme durch mehr Zuwendungsmöglichkeiten den Patienten und pflegebedürftigen Menschen zugute.
>>> viewtopic.php?f=3&t=22246

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