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Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 05.03.2016, 07:36 
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Tag der Pflegenden am 10.05.2016

Aktuelle Berufspolitik im Fokus
DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden /
Patienten- und Pflegebeauftragter der Bundesregierung Karl-Josef Laumann Ehrengast


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München/Erlangen, 8.2.2016 – Für die Pflege tut sich Großes: Ob Krankenhausstrukturgesetz, Pflegestellenförderprogramm, Anhebung der Mindestlöhne, PSG I und II, Ausbildungsreform oder die Errichtung von Landespflegekammern: Beim DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden am 10. Mai 2016 von 10 bis 16 Uhr steht die aktuelle Berufspolitik im Fokus. Alle, die wirklich verstehen wollen, was auf sie und die Profession insgesamt zukommt, ist beim DBfK-Kongress unter dem Motto ,,Professionelle Pflege – in Bewegung!‘‘ richtig.
Ehrengast ist der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, der über die aktuelle Pflegepolitik referiert. Weitere Persönlichkeiten aus der Pflege werden den Tag bereichern: Gertrud Stöcker, Vizepräsidentin des DBfK Bundesverbandes, wird zur Ausbildungsreform sprechen und Univ.-Prof. Dr. Frank Weidner, Mitglied des Gründungsausschusses der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz berichtet von der Notwendigkeit, auch in Bayern eine Pflegekammer zu etablieren. Aber nicht nur in der Politik tut sich einiges, auch der Rest des Programms sorgt dafür, dass die Teilnehmer/innen in der Praxis in Bewegung bleiben.

Weitere Informationen und Anmeldung:
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V., Tel. (089) 179970-0, suedost@dbfk.de - http://www.dbfk.de/de/bildungsangebote/index.php

Quelle: Pressemitteilung vom 08.02.2016
Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
Edelsbergstraße 6
80686 München
Telefon: 089-17 99 70-23
Fax: 089-17 85 647
E-Mail: s.karg@dbfk.de
Internet: http://www.dbfk.de
http://www.facebook.com/dbfk.suedost

Unsere nächsten Termine
DBfK-Fernlehrgang für das Pflegemanagement
Start: 3. Mai 2016
Weitere Infos: (089) 179970-0, http://www.dbfk.de
DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden in Erlangen
Termin: 10. Mai 2016
Weitere Infos: (089) 179970-0, http://www.dbfk.de
DBfK Junge-Pflege-Kongresse
22. November 2016 Garching bei München
30. November 2016 Jena
Unser gesamtes Fortbildungsangebot finden Sie unter http://www.dbfk.de
Weitere Infos zur Kampagne: http://www.dbfk.de

+++
Siehe auch unter: viewtopic.php?f=5&t=21498

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BeitragVerfasst: 18.03.2016, 07:47 
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Handbuch zum Internationalen Tag der Pflegenden 2016

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Die deutsche Übersetzung des Handbuchs für den diesjährigen Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai ist jetzt erschienen. Das vom Weltverband der Pflegeberufe (ICN) vorgegebene Motto 2016 lautet: „Professionelle Pflege – Macht das Gesundheitssystem belastbar(er)“. Die drei deutschsprachigen Pflegeberufsverbände aus der Schweiz (SBK), Österreich (OEGKV) und Deutschland (DBfK) sind gemeinsame Herausgeber der etwa 50-seitigen Broschüre. Themenschwerpunkt 2016 ist die Resilienz – der weltweiten Gesundheitssysteme, aber auch der Menschen, die vor Ort Gesundheitsleistungen erbringen und die Versorgung sicherstellen müssen. Wie bedeutsam Aufgaben und Rollen der Pflegefachpersonen für Gesundheitssysteme sind und dass es sich auszahlt, hier zu investieren, wird im Handbuch beschrieben und mit Studienergebnissen hinterlegt.
Das Handbuch zum Internationalen Tag der Pflegenden 2016 ist als Download abzurufen: http://www.dbfk.de/media/docs/download/ ... eutsch.pdf

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 17.03.2016
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140

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BeitragVerfasst: 05.05.2016, 18:20 
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Presse-Information vom 03.05.2016

„Weg mit den Hürden im Pflegealltag“
Aktion beim DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden /
Patienten- und Pflegebeauftragter Karl-Josef Laumann
spricht über die aktuelle Pflegepolitik


Sehr geehrte Damen und Herren,

ständiges Einspringen, kurzfristige Übernahme von Schichten, keine freies und planbares Wochenende mehr, von Erholungspausen kann keine Rede sein: Pflegende aus ganz Bayern kommen am 10. Mai 2016 zum Kongress zum Tag der Pflegenden in Erlangen zusammen, um auf die prekären Arbeitsverhältnisse in vielen Einrichtungen hinzuweisen. Sie wollen den Druck auf die Politik erhöhen, fordern ihr gesetzliches Recht auf Frei ein und wenden sich mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion „Weg mit den Hürden im Pflegealltag“ an den Patienten- und Pflegebeauftragten Karl-Josef Laumann, der in einem symbolischen Akt mit der Schere den Pflegeberuf von ihren Zusatzbelastungen befreien soll. Beim DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden stehen aktuelle pflegerische und berufspolitische Themen auf der Agenda, unter anderem geht es auch um die aktuelle Debatte zur Reform der Pflegeausbildung. Weitere Informationen finden Sie im Anhang dieser E-Mail.

Termin: Aktion der Pflegenden „Weg mit den Hürden im Pflegealltag“ mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten Karl-Josef Laumann,
DBfK-Kongress zum Tag der Pflegenden
Zeit und Ort: Dienstag, 10. Mai 2016, Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Rathausplatz, 91052 Erlangen.
Kongressbeginn ist 10 Uhr, die Aktion ist um 11.15 Uhr geplant.


Wir würden uns sehr freuen, Sie begrüßen zu dürfen!

Sabine Karg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
Edelsbergstraße 6
80686 München

Telefon: 089-17 99 70-23
Fax: 089-17 85 647

E-Mail: s.karg@dbfk.de
Internet: http://www.dbfk.de
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BeitragVerfasst: 09.05.2016, 09:14 
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Am 09.05.2016 bei Facebook gepostet:
Internationaler Tag der Pflegenden am 12.05.2016 mit großer Auftaktveranstaltung am 10.05.2016. Ehrengast wird der Patienten- und Pflegebeauftragter der Bundesregierung Karl-Josef Laumann sein. > viewtopic.php?f=3&t=21510
Das zum Internationalen Tag der Pflegenden 2016 herausgegebene Handbuch ist als Download abzurufen unter folgender Adresse: http://www.dbfk.de/media/docs/download/ ... eutsch.pdf

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BeitragVerfasst: 10.05.2016, 16:35 
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Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft, Julia Voormann, 10.05.2016

Tag der Pflegenden: Diabetes wird Altenheime und Kliniken vor große Herausforderung stellen

Mit der rasant steigenden Zahl von Diabetespatienten kommen auf das Pflegepersonal in deutschen Kliniken und Altenheimen neue Herausforderungen zu. Darauf macht die Deutsche Diabetes Gesellschaft

(DDG) aus Anlass des „Internationalen Tages der Pflegenden“ aufmerksam, der am 12. Mai 2016 stattfindet. Wie Studien zeigen, erkranken in Deutschland jedes Jahr ungefähr 270.000 Menschen neu an Diabetes mellitus Typ 2. Um das Personal zu rüsten, bietet die DDG zwei neue Weiterbildungen an – für Pflegefachkräfte in Kliniken (Kurzzeitpflege) und für die Langzeitpflege in Altenheimen und ambulanten Pflegediensten.

Derzeit leidet bereits jeder Vierte, der in einem Pflegeheim lebt, unter Diabetes mellitus – insgesamt sind schätzungsweise 500.000 Menschen derart betroffen. Die Tendenz ist stark steigend und daher alarmierend. „Wir müssen davon ausgehen, dass jedes Jahr in Deutschland 270.000 weitere Menschen in der älteren deutschen Bevölkerung neu an Diabetes Typ 2 erkranken“, so DDG Präsident Professor Dr. med. Baptist Gallwitz. „Sie stellen perspektivisch das Pflegepersonal in Kliniken wie in Altenheimen vor vollkommen neue Herausforderungen, die spezielles Wissen erfordern.“

Das beginnt in Pflegeeinrichtungen schon beim Therapieschema. Generell sind für die Gruppe der älteren Diabetespatienten einfache und sichere Behandlungsmuster besonders geeignet. „Übersichtlichkeit minimiert die Gefahr von Therapiefehlern, vor allem bei dementen Patienten“, erläutert Gallwitz. Darüber hinaus ist die Vermeidung von Unterzuckerungen oberstes Therapieziel in Altenheimen, andernfalls drohen gefährliche Stürze, Herzrhythmusstörungen und das Fortschreiten einer Demenz. „Das Pflegepersonal sollte in der Lage sein, Warnzeichen für Unterzuckerungen schnell zu erkennen“, so Gallwitz. Zittern, Schwitzen, Herzrasen oder innere Unruhe sind solche Signale, aber auch Wesensveränderungen, die von der Umgebung als absonderlich wahrgenommen werden. „All diese Inhalte sind Bestandteil der Weiterbildung zur Diabetes-Pflegefachkraft DDG, ebenso wie der Umgang mit verzögerter Wundheilung, die typisch für ältere Patienten ist“, berichtet Gallwitz. Die Weiterbildung zur „Diabetes-Pflegefachkraft DDG Langzeit“ steht examinierten Pflegekräften in ambulanten Pflegediensten, Alten- und Pflegeheimen offen.

Spezialkenntnisse aus der Diabetologie sind aber auch in Kliniken immer stärker gefragt. Grund: Jährlich lassen sich etwa zwei Millionen Menschen wegen anderer Krankheiten im Krankenhaus behandeln, die aber auch an einem Diabetes leiden – viele von ihnen, ohne davon zu wissen. „Doch egal, ob der Diabetes bekannt ist oder nicht, die Stoffwechselstörung kann den Verlauf anderer Erkrankungen gravierend beeinflussen“, betont Gallwitz. So müssen Ärzte und Pflegepersonal etwa diabetesbedingte Folgeerkrankungen wie Nierenschwäche und Nervenerkrankungen im Blick behalten, einen zeitweiligen Verzicht auf Nahrung vor einem Eingriff einplanen oder untypische Symptome beispielsweise bei einer Herzerkrankung kennen. „Dies geschieht bisher leider nicht in ausreichendem Maße“, bedauert Gallwitz.
Mit der Folge, dass Patienten, die an Diabetes mellitus leiden und sich einer Operation unterziehen, zwei bis fünf Tage länger im Krankenhaus liegen als der Durchschnitt.

Abhilfe schaffen will die Weiterbildung zur Diabetes-Pflegefachkraft DDG (Klinik), die sich an examinierte Pflegekräfte in Kliniken und Reha- Einrichtungen wendet. „Diese Zusatzqualifikation zielt darauf ab, die verschiedenen Lücken im stationären Prozess, in der Pflegeüberleitung und im Entlassmanagement zu schließen, die bei der Behandlung von Diabetespatienten entstehen können“, erläutert Gallwitz. „Das bedeutet, die medizinische Versorgungsqualität und Patientensicherheit deutlich zu verbessern, diabetesbedingte Notfallsituationen zu verringern und am Ende des Tages auch mehr Wirtschaftlichkeit herzustellen.“

Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft:
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit fast 9.000 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in
Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DDG
Kerstin Ullrich und Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-641/552, Fax: 0711 8931-167 ullrich@medizinkommunikation.org voormann@medizinkommunikation.org

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
Geschäftsstelle
Albrechtstr. 9, 10117 Berlin
Tel.: 030 3116937-0, Fax: 030 3116937-20 info@ddg.info

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10. Mai 2016 - Presseinformation – 355/5/2016

Ministerin Steffens: Pflege braucht Zeit und deshalb verbindliche Personalschlüssel

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Bundesweit verbindliche Personalschlüssel für die professionelle Pflege sowie eine solidarische Finanzierung der Pflege fordert Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens. „Für eine würdevolle Pflege braucht das Pflegepersonal vor allem eins: mehr Zeit! Deshalb muss der Bund endlich für verbindliche Personalschlüssel in der professionellen Pflege sorgen. Das dafür erforderliche Personal muss über die Pflegeversicherung bezahlt werden, damit die Kosten nicht länger hauptsächlich den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen alleine aufgebürdet werden. Pflege betrifft alle, deshalb benötigen wir hier eine stärkere Beteiligung der Pflegekassen und damit ein solidarischeres Finanzierungssystem“, erklärte Ministerin Steffens anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden am 12. Mai 2016.

Bisher wird die Personalausstattung für eine Pflegeeinrichtung individuell zwischen den Pflegekassen, den Kommunen und der jeweiligen Einrichtung ausgehandelt. Bundeseinheitliche Vorgaben – gerade für eine verlässliche Finanzierungsgrundlage - fehlen. Insbesondere in stationären Pflegeeinrichtungen steigen die Anforderungen an das Personal immer weiter. Die Zahl älterer Menschen mit Mehrfacherkrankungen und speziellem Pflegebedarf nimmt zu.

Eine angemessene Personalausstattung ist vor allem Voraussetzung für eine menschliche und verlässliche Begleitung in der letzten Lebensphase. Etwa jede dritte Bewohnerin bzw. jeder dritte Bewohner eines Pflegeheims verstirbt innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme in einem Pflegeheim, mehr als jede und jeder Zweite (60 Prozent) innerhalb des ersten Jahres. „Früher starben Menschen häufig zuhause im Kreis der Familie, heute sterben sie oft in einer stationären Pflegeeinrichtung“, so Ministerin Steffens.

Das Land unterstützt seit 2014 Pflegeheime bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern des Gesundheitswesens und Expertinnen und Experten in der Hospiz- und Palliativversorgung wurde ein Konzept für die Umsetzung der Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen entwickelt. Zwei vom Land finanzierte Ansprechstellen (ALPHA-Stellen) in Bonn und Münster bieten Pflegeheimen Unterstützung und Beratungen an und helfen bei der Vernetzung mit ambulanten Hospiz- und Palliativdiensten vor Ort.
Der Bund hat mit seinem Hospiz- und Palliativgesetz 2015 gute Ansätze geschaffen, um die Palliativversorgung in Deutschland zu verbessern. Aber: „Solange sich die palliative Begleitung schwer erkrankter und sterbender Menschen nicht angemessen in der Personalausstattung wiederfindet, laufen alle Verbesserungen ins Leere. Betroffene müssen in allen Lebensbereichen Rahmenbedingungen vorfinden, die ihnen ein würdevolles, selbstbestimmtes und möglichst schmerzfreies Leben bis zum Tod ermöglichen. Dafür werden wir uns weiterhin einsetzen“, kündigte die Ministerin an. „Motivierte Pflegekräfte sind unverzichtbar für eine menschliche Gesellschaft. Sie brauchen Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass sie lange gesund und motiviert ihre Arbeit leisten können - sonst fahren wir unser Pflegesystem vor die Wand“, so Steffens weiter.
Die Ministerin unterstützt auch die Initiative der Freien Wohlfahrtspflege NRW zum Tag der Pflegenden unter dem Motto: „Wir begleiten Sie – würdevoll bis zuletzt!“.

Hintergrund:
Hospizarbeit
Die Hospizbewegung will das Sterben als Teil des Lebens ins öffentliche Bewusstsein rücken, um die Unterstützung von Sterbenden und ihren Angehörigen zu verbessern. Ziel der Sterbebegleitung ist es, die mit dem Krankheitsprozess verbundenen Leiden zu lindern, die Konfrontation mit dem Sterben zu verarbeiten und die damit verbundenen Trauerprozesse zu begleiten. Hospizdienste arbeiten ehrenamtlich, werden in der Regel von gemeinnützigen Vereinen getragen und von den Krankenkassen finanziell unterstützt. Im Sinn des ehrenamtlichen und gesamtgesellschaftlichen Gedankens werden die Trägervereine die Hospizarbeit auch durch Spenden finanziert.

Palliativversorgung
Ziel der Palliativversorgung ist es, das Leiden von unheilbar Kranken zu lindern. Im Vordergrund steht nicht die Lebensverlängerung, sondern der bestmögliche Erhalt der Lebensqualität, Nähe, Zuwendung und die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen. Palliativversorgung ist Bestandteil der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Internationaler Tag der Pflegenden
Der internationale Aktionstag "Tag der Pflegenden" (auch "Tag der Pflege", "International Nurses Day") findet in Deutschland seit 1967 jährlich am 12. Mai, dem Geburtstag von Florence Nightingale, statt.

Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen
Absolute Zahlen NRW (bundesweit):
- 2013: 581.500 (2,6 Mio.)
- 2030: 700.000* (3,4 Mio*.)
- 2050: 920.000* (4,5 Mio*.)
- davon 2/3 Frauen
* Konstante Hochrechnungsvarianten, d.h. es wird ein gleichbleibendes Pflegerisiko angenommen

Pflegende Angehörige NRW
- In NRW gibt es geschätzt rund eine Millionen pflegende Angehörige und Ehrenamtliche, die sich um pflege- oder hilfsbedürftige Menschen kümmern
- Mehr als 73 % davon sind Frauen (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Hospiz- und Palliativversorgung in NRW
- 214 Palliativpflegedienste, davon 44 Palliativpflegdienste für Kinder
- 66 multiprofessionelle Teams aus besonders qualifizierten Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und weiteren Therapeutinnen und Therapeuten. Sie versorgen schwerstkranke Menschen in häuslicher Umgebung (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) in enger Zusammenarbeit mit der Hausärztin bzw. dem Hausarzt, dem ambulanten Pflegedienst und weiteren betreuenden Partnern.
- 9.000 ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen und -begleiter
- Rund 300 ambulante Hospizdienste, davon 35 Hospizdienste für Kinder und Jugendliche, sieben Dienste begleiten sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche.

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BeitragVerfasst: 11.05.2016, 17:52 
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Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai erhalten Sie zur weiteren Verwendung eine Pressemitteilung von Elisabeth Scharfenberg, pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen, zudem wollen wir Sie gerne auf unsere Veranstaltung am 02. Juni 2016 in Berlin hinweisen. Unter dem Titel:
DRINGEND gesucht: PflegerIn laden wir zu einer offenen Diskussionsveranstaltung PraktikerInnen, Pflegekräfte und Interessierte als DiskutantInnen herzlich ein. Nähere Informationen unter: https://www.gruene-bundestag.de/no_cach ... gerin.html

Mit freundlichen Grüßen
i. A. Madeleine Viol
---------------------------------
Madeleine Viol
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Abgeordnetenbüro Elisabeth Scharfenberg MdB
Sprecherin für Pflegepolitik und Altenpolitik
Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Tel.: ++49 (0)30 227 -74572, Fax: -76655
E-Mail: elisabeth.scharfenberg.ma03@bundestag.de
Web: http://www.elisabeth-scharfenberg.de
Postanschrift:
Deutscher Bundestag, 11011 Berlin


Pressemitteilung | 11.05.2016
Wertschätzung und Anerkennung für Pflegende
Zum Internationalen Tag der Pflegenden erklärt Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik:

Tagtäglich werden 2,6 Millionen pflegebedürftige Menschen von professionellen Pflegekräften und pflegenden Angehörigen umsorgt. Doch noch immer erhält ihre Tätigkeit zu wenig Anerkennung und Wertschätzung.

Zum Geburtstag der Pflegepionierin Florence Nightingale wird heute auch der Internationale Tag der Pflegenden begangen. Anlass, um die gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf die Pflegenden zu richten. Auf diejenigen, die im ambulanten Dienst viele Kilometer fahren, um eine Familie mit einem körperbehinderten Kind zu unterstützen. Auf diejenigen, die im Pflegeheim mit an Demenz erkrankten Menschen den Alltag gestalten. Auf diejenigen, die im Krankenhaus von Zimmer zu Zimmer eilen und noch ein gutes Wort für die oft ratsuchenden Menschen haben. Aber auch auf die pflegenden Angehörigen, deren Einsatz oft an die Grenze des Machbaren und der eigenen Kraft geht. Ihnen gebührt unser Wertschätzung und Anerkennung für das Geleistete.

Aber dabei darf es nicht bleiben. Wir stehen in den nächsten Jahren vor einer bisher nie dagewesenen Herausforderung. Unsere Gesellschaft wird immer älter, damit steigt der Pflegebedarf während die Pflegefachkräfte aufgrund der abnehmenden Bevölkerungszahl immer weniger werden. Deshalb müssen wir die Pflege mitten in die Gesellschaft holen, in das Quartier, in die Nachbarschaft. Die Kommunen müssen dazu befähigt werden, eine gute und unterstützende Infrastruktur aufzubauen. In den stationären Einrichtungen braucht es eine Personalbemessung, damit endlich klar und messbar ist, wie viele Patientinnen und Patienten eine Fachkraft zu betreuen hat und wann eine Überforderung eintritt.

Wir müssen die pflegenden Angehörigen durch Pflege-Auszeiten entlasten. Mehr als zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut. Damit sind die Angehörigen und die Nachbarschaft der größte Pflegedienst Deutschlands. Pflege darf nicht zum Karrierestopp, zum Ausstieg aus dem Beruf, zu sozialer Vereinsamung und Altersarmut führen. Wir brauchen Angebote, die die Angehörigen bei der Pflege wirklich entlasten: Pflegebedingte Einkommensausfälle müssen angemessen kompensiert werden.

Denn, wie Nightingale schon feststellte: „Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung, wie das Werk eines Malers oder Bildhauers.“ Und dazu braucht es Zeit, und die wollen und müssen wir einräumen.

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0439 / 11. Mai 2016
Pressemitteilung von Pia Zimmermann


Pflegepersonal braucht endlich bessere Arbeitsbedingungen

"Der Fachkräftemangel in der Pflege ist seit Jahren bekannt, doch die Bundesregierung tut nichts weiter als dieses Problem auf die Schultern des Pflegepersonals zu verlagern, das unzählige Überstunden anhäuft. Wir brauchen dringend eine gesetzliche Personalbemessung und bessere Arbeitsbedingungen: Sofort und nicht erst im Jahr 2020", erklärt Pia Zimmermann mit Blick auf den Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai. Die pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Die Personalsituation in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist dramatisch. Die Überstundensituation deckt den tatsächlichen Personalnotstand auf und macht deutlich, wie stark die Überlastung der Pflegekräfte tatsächlich ist: 'Gefährliche Pflege' ist unter diesen Bedingungen Normalität. Es müssen endlich spürbare Entlastungen und Verbesserungen für die Pflegenden und die Menschen mit Pflegebedarf geschaffen werden.

Wir brauchen daher eine gesetzliche Regelung für die Personalbemessung, auch für die ambulante Pflege. Dies muss einhergehen mit der dringend nötigen Wertschätzung für die qualifizierte und engagierte Arbeit der Pflegekräfte, die sich in den Arbeitsbedingungen und Bezahlung widerspiegeln muss.

Es wird Zeit, dass die Pflegekräfte sich wehren, denn nicht deren Aktionen, sondern der derzeitige Normalzustand gefährdet gute Pflege. Deshalb muss es sofort mehr Personal in den Pflegeheimen und Krankenhäusern geben."

F.d.R. Susanne Müller

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Internationaler Tag der Pflegenden:
Trotz guter Pflegekräfte oft schlechte Pflegequalität in stationären Einrichtungen


Bonn. Trotz guter und engagierter Pflegekräfte ist die Pflege in stationären Einrichtungen für viele Menschen mangelhaft und genügt nicht den Erfordernissen und Wünschen der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) e.V. nutzt den Tag der Pflegenden, um daran zu erinnern. Weder die Ernährung noch die Medikamentenversorgung oder der Umgang mit Sturzgefahren sind im Durchschnitt der Pflegeeinrichtungen so gut, dass sich die Menschen jederzeit und überall vertrauensvoll in eine Pflegeeinrichtung begeben können. Darauf weist Dr. Manfred Stegger, Vorsitzender der BIVA, hin. Das liege nicht an der Qualität der Pflegenden, sondern an der zu geringen personellen Ausstattung der Einrichtungen. Nur ein besserer und bundesweit einheitlicher Personalschlüssel könnte hier für Abhilfe sorgen.
Die BIVA übt heftige Kritik daran, dass bei rund 53.000 Menschen, die Schwierigkeiten haben sich selbst zu ernähren, die notwendigen Hilfen nicht gegeben werden. Damit bestehe die Gefahr der Unterernährung. Viele Bewohnerinnen und Bewohner erhalten außerdem zu wenig zu trinken. Bei rund 42.000 Fällen, in denen die Menschen nur eingeschränkt in der Lage sind zu trinken, werden die notwendigen Maßnahmen für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nicht ergriffen. Das lässt sich an den offiziellen Prüfergebnissen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) ablesen.
Bei rund 98.000 pflegebedürftigen Menschen ist der Umgang mit Medikamenten im Pflegeheim nicht sachgerecht und damit im schlimmsten Fall lebensgefährlich. Neben vielen anderen Informationen ergeben das die Auswertungen des 4. Qualitätsberichts des MDK.
Stegger macht die Pflegekräfte für die fehlende Qualität ausdrücklich nicht verantwortlich. „Sie sind das schwächste Glied in der Kette. Die meisten sind hochmotiviert und versuchen trotz harter Bedingungen das Beste für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erreichen. Ihnen gilt unsere Anerkennung und unser Respekt“, so Stegger. Es gelte daher, jedem Pflegenden mehr Zeit für die einzelnen Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Dazu gehöre in erster Linie ein verbesserter und bundesweit einheitlicher Personalschlüssel. Darin ist sich Stegger mit der nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerin Barbara Steffens einig.
Ansprechpartner: Annette Stegger, Dr. David Kröll

Quelle: Pressemitteilung vom 11.05.2016
BIVA e.V. - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Siebenmorgenweg 6-8 | 53229 Bonn | Telefon: 0228-909048-16 | Fax: 0228-909048-22
pm.kroell@biva.de | http://www.biva.de | http://www.facebook.com/biva.de
Die BIVA ist vertritt 1974 bundesweit die Interessen von Menschen, die im Alter Wohn- und Pflegeangebote in Anspruch nehmen. Die BIVA ist gemeinnützig, politisch und konfessionell neutral sowie finanziell unabhängig.

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Ärzte Zeitung vom 12.05.2016:

Tag der Pflegenden: Schulung für Pflegekräfte zu Diabetes
Pflegekräfte in Kliniken und Heimen brauchen Spezialkenntnisse zu Diabetes, betont die DDG.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=911 ... tes&n=4975

12. Mai: Zahlreiche Aktionen zum Tag der Pflege
Zum 196. Geburtstag von Florence Nightingale weisen Verbände und Organisationen auf Missstände in der Pflege hin.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=911 ... ege&n=4975

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Heute : Filmvorführung 19.00 Uhr in Neuss
Öffentliche Vorführung und Diskussion
Donnerstag, 12. Mai 2016
• 19.00 Uhr
41462 Neuss, Fesserstraße 21


https://www.die-linke.de/kampagne/aktio ... er-pflege/

Zum Tag der Pflege am 12. Mai zeigt DIE LINKE die Dokumentation des Wallraf-Teams

Fast vier Millionen Menschen haben die Reportage "Katastrophale Zustände in Deutschlands Krankenhäusern" bereits gesehen. Der Investigativ-Journalist Günter Wallraff und sein Team haben darin einen alltäglichen Skandal öffentlich gemacht: In deutschen Krankenhäusern herrscht ein massiver Pflegenotstand, unter dem die Patientinnen und Patienten genauso leiden wie die Beschäftigten, die sie versorgen.
Die mit versteckter Kamera gefilmten Szenen zeigen die Bedingungen des Krankenhausalltags in besonders schockierender Weise. "Das ist wie Fließbandarbeit", sagt eine Pflegerin in der Reportage. Wallraff selbst findet dazu deutliche Worte: "Die Politik ist aufgefordert, endlich verbindliche Quoten für Pflegekräfte einzuführen, bevor das System kollabiert." Dies fordern auch die Gewerkschaft ver.di und DIE LINKE schon seit Jahren.
Der größte private Krankenhauskonzern in Deutschland, die Helios Kliniken GmbH, sieht das anders. Per Gericht versucht Helios, die weitere Verbreitung der Wallraff-Reportage zu verbieten. Kritikerinnen und Kritiker sollen mundtot gemacht. Deshalb lädt DIE LINKE rund um den Tag der Pflege in der ganzen Republik zu öffentlichen Vorführungen der Reportage ein, auch hier bei uns vor Ort.
Was wir brauchen, ist eine öffentliche Auseinandersetzung über die Missstände in den Krankenhäusern. Gemeinsam wollen wir diskutieren, was wir tun können, um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und damit auch die Qualität der Krankenversorgung zu verbessern. Denn eins ist klar: der Pflegenotstand in Deutschlands Krankenhäusern geht uns alle an.

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BeitragVerfasst: 12.05.2016, 07:03 
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Am 12.05.2016 bei Facebook gepostet:
Zum Tag der Pflegenden am 12.05.2016: Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt seit vielen Jahren
für deutlich mehr Wertschätzung und Anerkennung der Pflegeberufe ein und fordert verbesserte Stellenschlüssel und höhere Vergütungen.
Darüber informieren beispielhaft einige kurze Filme:
https://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZtgE (2012)
https://www.youtube.com/watch?v=dGm3gF9p_Rs (2013)
https://www.youtube.com/watch?v=KXX7VYoJIuQ (2014)
https://youtu.be/VzliA0ss-A8 (NPK 2015)
https://youtu.be/qbyHRxX9ikk (21.10.2015)
https://youtu.be/LOnV_OY2j-A (27.04.2016)
Im Forum wird mit zahlreichen Statements ergänzend informiert > viewtopic.php?f=3&t=21510


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BeitragVerfasst: 12.05.2016, 08:08 
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Ein Gesundheitssystem ist nur so stabil wie die Gesundheit des Pflegefachpersonals!
Brisante erste Ergebnisse einer Online-Umfrage


Gesundheitssysteme müssen eine Antwort geben auf heutige und künftige Anforderungen – und diese sind vielfältig. Nur starke und ausreichend belastbare Systeme können die Lösung sein. Wo sie kollabieren, beispielsweise weil die nötige finanzielle Ausstattung fehlt oder die Fachkräfte aus schlechten Arbeitsbedingungen flüchten, bleibt die Bevölkerung unversorgt. Mit dem diesjährigen Motto „Improving health system`s resilience“ (Professionelle Pflege – Macht das Gesundheitssystem belastbar/er) setzt der Weltverband der Pflegeberufe ICN am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflegenden, deshalb ein Zeichen. „Pflegefachpersonen gehören der größten Berufsgruppe des Gesundheitswesens an. Sie haben die Hauptlast der Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen zu tragen – an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Ihrer Kompetenz und ihrem immensen Einsatz ist es zu verdanken, dass hilfesuchende Menschen in Krankenhäusern, Heimen und der häuslichen Versorgung Ansprechpartner haben und fachgerecht gepflegt werden. Es ist an der Zeit, dass diese Leistung endlich anerkannt und gewürdigt wird: durch angemessene Beteiligung an Entscheidungen im Gesundheitssystem, zuallererst aber durch gute und motivierende Arbeitsbedingungen,“ fordert DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein anlässlich des heutigen weltweiten Tags der Pflegenden.

„Ein Gesundheitssystem ist immer nur so belastbar wie die Fachkräfte, die es tragen. Um deren Resilienz zu erhalten und zu stärken, sind gesundheitsfördernde Arbeitsumfelder nötig, ein Faktor, der in Deutschland bei beruflich Pflegenden seit Jahren sträflich vernachlässigt wird. Immer mehr Arbeit soll von immer weniger und geringer qualifiziertem Pflegepersonal bewältigt werden, bei steigenden Qualitätsanforderungen. Arbeitsrecht und Arbeitsschutzbestimmungen werden dabei gern großzügig ausgelegt, immer auf Kosten der Beschäftigten. Die ersten Ergebnisse unserer Online-Umfrage „Mein Recht auf Frei“ zu Dienstplansicherheit und Pausen, die wir heute veröffentlichen, zeigen das Ausmaß der kontinuierlichen Überlastung und zahlreiche Verstöße gegen geltendes Recht sehr deutlich. Das scheint in vielen Einrichtungen längst Normalität geworden zu sein. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) wird dies nicht akzeptieren, sondern den Verantwortlichen kritische Fragen stellen und konsequente Änderungen einfordern“, so Bienstein weiter.

Im Rahmen seiner diesjährigen Aktion „Mein Recht auf Frei“ hat der DBfK von Anfang März bis Mitte April 2016 eine Online-Umfrage zur Dienstplanung und Pausenregelung für Pflegende in Kliniken, Heimen und der ambulanten Pflege durchgeführt. 3572 Antworten gingen ein und konnten in die Auswertung einbezogen werden, die momentan noch fortgesetzt wird. Aus Anlass des heutigen Internationalen Tags der Pflegenden werden erste Ergebnisse veröffentlicht. Sie werfen ein grelles Schlaglicht auf die problematische Situation vor Ort und die Arbeitsbedingungen, die langjährig Pflegende ausbrennen lassen und aus dem Beruf treiben. Beispielsweise berichtet knapp die Hälfte der UmfrageteilnehmerInnen, dass sie ein- bis zweimal im Monat kurzfristig Schichten übernehmen müssen, ein weiteres Drittel ist davon sogar drei- bis fünfmal pro Monat und weitere 9% quasi wöchentlich betroffen.

Dass Überforderung der verbliebenen Mitarbeiter keine gute Strategie gegen den Fachkräftemangel ist, sollte inzwischen wirklich bekannt sein. In vielen pflegerischen Einrichtungen wird es dennoch praktiziert. Die Umfrage zeigt, dass freie Tage und Urlaub häufig als kostenlose Rufbereitschaft betrachtet und die MitarbeiterInnen immer wieder kurzfristig zum Einspringen aufgefordert oder sogar genötigt werden. Gesetzlich vorgeschriebene Pausen entfallen, weil der Arbeitsdruck keine Pause zulässt. Die Folgen solcher Personalpolitik sind schon seit Jahren nicht zu übersehen: hohe Ausfallquoten, lange Krankheitsdauer, steigender Anteil belastungsbedingter psychischer Erkrankungen, Berufsflucht und innere Kündigung, schlechtes Berufsimage und sinkende Berufsverweildauer vor allem der jungen Generation.

Das alles sind keine guten Voraussetzungen, um den Pflegefachpersonenmangel zu beheben und den demografischen Wandel und damit verbunden steigenden Pflegebedarf zu bewältigen. Wer mehr Attraktivität für die Pflegeberufe will, darf nicht gleichzeitig schlechte Arbeitsbedingungen tolerieren. Diese Verantwortung tragen Politiker, Aufsichtsbehörden und Arbeitgeber gleichermaßen.

Der Bericht mit den ersten Ergebnissen der Online-Umfrage „Mein Recht auf Frei“ steht als Download auf der Aktionsseite: https://www.dbfk.de/media/docs/Startsei ... -05-12.pdf
Das ICN-Handbuch zum Internationalen Tag der Pflegenden 2016 in Deutsch als Download: http://www.dbfk.de/media/docs/download/ ... eutsch.pdf

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.05.2016
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140

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BeitragVerfasst: 12.05.2016, 14:15 
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Beiträge: 17764
Ärzte Zeitung vom 12.05.2016:
12. Mai: Zahlreiche Aktionen zum Tag der Pflege
Die Arbeitsbedingungen der Pflegenden stehen am heutigen Internationalen Tag der Pflege im Mittelpunkt vieler Aktionen.
In Diskussionsrunden, Gesprächen mit Passanten und auf Demonstrationen wollen verschiedene Verbände auf die Missstände
in der Pflege aufmerksam machen. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=911 ... ege&n=4977

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BeitragVerfasst: 13.05.2016, 06:28 
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Ärzte Zeitung vom 13.05.2016:
Pflege - Umfrage zeigt Folgen des Fachkräftemangels
Eine Umfrage unter 3300 Mitarbeitern von Krankenhäusern und Pflegeheimen zeigt, wie prekär die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind.
NEU-ISENBURG. Fehlende Dienstplansicherheit, Pausen, die nur in den seltensten Fällen genommen werden können, chronische Überlastung -
eine Meinungsumfrage des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) zeigt, dass in vielen Krankenhäusern und Pflegeheimen rechtliche
Standards nicht eingehalten werden.
... (weiter lesen unter) .... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=911 ... ege&n=4978

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