Heimpflege - Fachkraftquote von 50% zwingend geboten

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Heimpflege - Fachkraftquote von 50% zwingend geboten

Beitrag von WernerSchell » 10.01.2016, 07:23

Heimpflege - Fachkraftquote von 50% zwingend geboten

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Prof. Fritz Beske befasst sich in einer Buchveröffentlichung "Perspektiven des Gesundheitswesens" (2016) - siehe unten - mit aktuellen gesundheits- bzw. pflegepolitischen Fragestellungen. Er macht u.a. deutlich, dass die sich weiter öffnende Schere zwischen Versorgungsbedarf in Gesundheit und Pflege bei abnehmenden finanziellen und personellen Ressourcen Einschränkungen des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung bedarf. Ziel müsse die Sicherstellung der notwendigen Gesundheitsversorgung für alle sein. In früheren Veröffentlichungen hat Prof. Beske bereits ähnliche Hinweise gegeben und die Erfordernisse von zeitgerechter Priorisierung bzw. Rationierung angesprochen. In der Tendenz kann den Ausführungen zugestimmt werden. - Siehe z.B.: "Geschenkementalität der GroKo verletzt die Generationengerechtigkeit" > viewtopic.php?f=4&t=21435

Allerdings schlägt Prof. Beske für den Bereich der stationären Pflege vor, die Fachkraftquote auf 25% zu reduzieren. Dazu bemerkt er u.a.: " … Da erwartet werden kann, dass es schon in absehbarer Zeit den Pflegeheimen aus Mangel an Pflegekräften nicht mehr möglich sein wird, eine Fachkräftequote von 50% zu erfüllen, sollte zur Vermeidung unlösbarer Zustände rechtzeitig damit begonnen werden, die Voraussetzungen für eine Quote von 25% zu schaffen. …"

Noch deutlicher formuliert es Herbert Mauel in einem Beitrag für die Zeitschrift "bpa.Magazin", Ausgabe 03-04/2015 (Seite 31): "Weg mit der banalen Fachrkaftquote!" Es wird zwar auch eine qualifkationsgerechte Personalbemessung im Pflegeheim gefordert. Die starre Fachkraftquote war nach Mauel aber bereits in der Vergangenheit ohne inhaltliche Begründung und sei es auch heute; sie müsse von einem differenzierten Personaleinsatz abgelöst werden. Den Pflegefachkräften sollen offensichtlich in breiter Front Betreuungsassistenten folgen, gering qualifiziert und niedrig entlohnt.

Im Zusammenhang mit dem Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 wurde u.a. deutlich, dass bereits aktuell durch den Einsatz von Betreuungskräften, durch das Pflegestärkungsgesetz I besonders gefördert, problematische Pflegesituationen eingetreten sind. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 16.11.2015:


Welche Verwerfungen die vermehrte Anstellung von ungelernten Kräften bzw. gering qualifizierten Betreuungskräften in den Pflegeeinrichtungen nach sich ziehen kann, ist einem aktuellen Schriftwechsel entnommen. Danach wurde die Unterschreitung der Fachkraftquote mit folgenden Erwägungen hingenommen:
"Die fachliche Anleitung und Überprüfung grundpflegerischer Tätigkeiten von ungelernten Mitarbeitern ohne pflegerische Ausbildung ist durch Pflegefachkräfte nachvollziehbar gewährleistet. Die Personaleinsatzplanung ist mit Blick auf den Versorgungs- und Pflegebedarf der Bewohner adäquat"
Pflege erfordert in den Einrichtungen weitgehend pflegewissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten. Dieses pflegewissenschaftliche Prinzip muss in der Pflege stärker zur Geltung kommen. Pflegen kann eben nicht jeder! Näheres in § 11 SGB XI:
„Die Pflegeeinrichtungen pflegen, versorgen und betreuen die Pflegebedürftigen, die ihre Leistungen in Anspruch nehmen, entsprechend dem allgemein anerkannten Stand medizinisch - pflegerischer Erkenntnisse. Inhalt und Organisation der Leistungen haben eine humane und aktivierende Pflege unter Achtung der Menschenwürde zu gewährleisten.“

Quelle: viewtopic.php?f=3&t=21363

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist der Meinung, dass die allgemein gültige Fachkraftquote von 50% mit Rücksicht auf die allseits gewünschte gute Pflege nicht nach unten verändert werden darf. Auf der Basis der vielfach geforderten Personalbemessungssysteme sind weitere Stellen für Pflegekräfte zu schaffen. Damit einher gehen müssen Ausbildungs- und Einstellungskampagnen. Es versteht sich, dass die wiederholt geforderte Anhebung der Vergütungen für Pflegekräfte alsbald erfolgen muss.
Die insoweit maßgeblichen Statements beim Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 sind in einem Filmbeitrag (7.30 Minuten) anschaubar unter: https://youtu.be/qbyHRxX9ikk - Die wesentlichen Aussagen:
- Mehr Pflegepersonal - jetzt und nicht später!
- Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen.
- Der im PSG II vorgesehene § 113c SGB XI, der ein Personalbemessungssystem anspricht, reicht nicht!
- Mängel müssen abgestellt werden, auch im Hinblick auf den Einsatz der Betreuungskräfte nach § 87b SGB XI.
Eine umfassende Pflegetreff-Filmdokumentation ist bei Youtube abrufbar unter: https://youtu.be/4cy5Ey-cBNg

Siehe insoweit auch die Beiträge (mit weiteren Verweisungen) unter > viewtopic.php?f=3&t=21218

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) hat bereits in einer Erklärung vom 03.03.2011 klargestellt: "Kein Aushöhlen der Fachkraftquote in der Altenhilfe!" > viewtopic.php?f=3&t=15560

Werner Schell

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Siehe:
Beske, Fritz
Perspektiven des Gesundheitswesens
Geregelte Gesundheitsversorgung im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft

Näheres unter > viewtopic.php?f=4&t=21281

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Am 26.11.2015 bereits bei Facebook gepostet:
Als Vertreter von "Pro Pflege-Selbsthilfenetzwerk" und "Runder Tisch Demenz" war Werner Schell beim Niederrheinischen Pflegekongress am 17.09.2015 präsent. - Dort gab es ein Interview zum Pflegenotstand, anschaubar bei Youtube (3,40 Minuten): > https://youtu.be/VzliA0ss-A8 - Ergänzend dazu die maßgeblichen Statements beim Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 (7.30 Minuten) mit Hermann Gröhe, BMG: > https://youtu.be/qbyHRxX9ikk - Die wesentlichen Aussagen beim Treff: Mehr Pflegepersonal - jetzt und nicht später! Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen. …

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Siehe auch den Beitrag unter:
Personaleinsatz in Heimen - Baden-Württemberg
viewtopic.php?f=3&t=21445
In dem Beitrag wird u.a. ausgeführt, dass die Fachkraftquote von 50% unter bestimmten Voraussetzungen unterschritten werden darf.
Eine Regelung, die ebenfalls dazu genutzt werden kann, von der bisherigen bundesweit praktizierten Fachkraftquote abzurücken.


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Aus Forum:
viewtopic.php?f=3&t=21461

"Gute Pflege setzt voraus, dass genügend Pflegekräfte eingesetzt werden,
die für ihre anspruchsvolle Arbeit auch ausreichend Zeit haben."


So wird Katrin Altpeter, Sozialministerin in Baden-Württemberg in CAREkonkret, Ausgabe 2-2105, zitiert.
Dieser Aussage kann uneingeschränkt zugestimmt werden. Allerdings ist die Heimpersonalentwicklung
in Baden-Württemberg mit diesem Zitat nicht ganz in Einklang zu bringen. Denn die neue Heim-Personalverordnung
lässt ein Abweichen von der 50%-Fachkraftquote zu und öffnet damit den Weg zu weniger Qualität und hin zur
Billigpflege.
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Siehe dazu die Beiträge in diesem Forum unter folgenden Adressen:

Personaleinsatz in Heimen - Baden-Württemberg
viewtopic.php?f=3&t=21445
Heimpflege - Fachkraftquote von 50% zwingend geboten
viewtopic.php?f=3&t=21440

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Am 11.01.2016 bei Facebook gepostet:
Heimpflege - Fachkraftquote von 50% zwingend geboten! - Aktuelle Bestrebungen zielen darauf ab, die jetzige Quote in den stationären Einrichtungen deutlich abzusenken oder gar ganz abzuschaffen. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt dem entschieden entgegen und fordert - weiterhin - verbesserte Stellenschlüssel für das Pflegepersonal und höhere Vergütungen. Nur so können gute Pflegestrukturen gewährleistet werden! > viewtopic.php?f=3&t=21440

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Am 13.01.2016 bei Facebook gepostet:
"Gute Pflege setzt voraus, dass genügend Pflegekräfte eingesetzt werden, die für ihre anspruchsvolle Arbeit auch ausreichend Zeit haben." - Ein neues Berufsgesetz (PflBG) oder ein Herumbasteln an der Fachkraftquote werden den Pflegenotstand nicht auflösen: viewtopic.php?f=3&t=21461 / viewtopic.php?f=3&t=21387 - Wie vielfach beschrieben: Wir brauchen dringend Personalbemessungssysteme für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die den wirklichen Pflegekräftebedarf deutlich machen. Undercover-Untersuchungen oder sonstige Skandalberichte sind unnötig. Es gibt keine Erkenntnis-, sondern allein Umsetzungsprobleme! - Näheres mit kritischen Anmerkungen > viewtopic.php?f=4&t=21463


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Am 23.01.2016 bei Facebook gepostet:
Weiter aktuell: Mehr Pflegekräfte = bessere Pflege!
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Beske: Sozialsysteme brauchen eine Sozialprognose

Beitrag von WernerSchell » 02.05.2016, 06:26

Ärzte Zeitung vom 02.05.2016:
Beske: Sozialsysteme brauchen eine Sozialprognose
Hier eine Milliarde, dort ein Zuschuss: Doch eine Zusammenschau fehlt, was uns die Sozialsysteme künftig kosten,
klagt der Doyen der deutschen Gesundheitswissenschaft, Professor Fritz Beske.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=910 ... aft&n=4954
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Unzureichende Stellenschlüssel in den Pflegeeinrichtungen

Beitrag von WernerSchell » 04.07.2016, 12:13

Am 04.07.2016 bei Facebook gepostet:
Unzureichende Stellenschlüssel in den Pflegeeinrichtungen: Es besteht aufgrund eines Medienberichts vom 29.06.2016 erneut Anlass, auf die wirklichen Ursachen des Pflegenotstandes und die Handlungserfordernisse aufmerksam zu machen. Siehe dazu die Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 30.06.2016 > viewtopic.php?f=4&t=21698&p=93051#p93051 Es besteht ungeachtet einiger Leistungsverbesserungen im SGB XI dringender Handlungsbedarf!
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Missstände im Pflegeheim haben oft keine Konsequenzen

Beitrag von WernerSchell » 24.07.2016, 17:35

Am 24.07.2016 bei Facebook gepostet:
"Missstände im Pflegeheim haben oft keine Konsequenzen". Insoweit informiert ein Beitrag von "plusminus" - im Netz verfügbar bis 20.07.2017. = Dabei ist bedeutsam: "Gute Pflege setzt voraus, dass genügend Pflegekräfte eingesetzt werden, die für ihre anspruchsvolle Arbeit auch ausreichend Zeit haben." Folgerichtig müssen die Stellenschlüssel schnellstmöglich deutlich verbessert werden! > viewtopic.php?f=4&t=21723
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Heimbetreiber fordern Lockerung der Fachkraftquote

Beitrag von WernerSchell » 23.02.2017, 12:12

Vorgaben in Rheinland-Pfalz
Heimbetreiber fordern Lockerung der Fachkraftquote
In Pflegeheimen muss jeder zweite Mitarbeiter eine ausgebildete Fachkraft sein. Heimbetreiber in Rheinland-Pfalz sprechen sich für flexiblere Vorgaben aus - das Sozialministerium warnt davor.
Angesichts des Personalmangels in Pflegeberufen plädieren die Heimbetreiber für eine Lockerung bei den Vorgaben zum Mindestanteil von ausgebildeten Fachkräften. Die rechtlichen Vorgaben sollten flexibler gestaltet werden, so dass Heime die Fachkraftquote kurzzeitig unterschreiten dürfen, forderte der Geschäftsführer der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz, Sebastian Rutten, am 20. Februar in Mainz.
... (weiter lesen unter) ... http://www.altenheim.net/Infopool/Nachr ... kraftquote

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Eine Absenkung der Fachkraftquote ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt gerechtfertigt.
§ 11 SGB XI verlangt eher eine Aufstockung. - Werner Schell
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Starre Fachkraftquote ist nicht zeitgemä

Beitrag von WernerSchell » 12.08.2017, 12:48

Personal in Pflegeheimen: Starre Fachkraftquote ist nicht zeitgemäß
bpa fordert ehrlichen Dialog über innovative Konzepte in der Pflege statt starrer Fachkraftquote

Angesichts zahlreich fehlender Pflegefachkräfte in Bremen und monatelang unbesetzter Fachkraftstellen fordern private Pflegeunternehmen eine realistische Debatte über die Aufgabenverteilung im Pflegealltag. „Mit Denkverboten und dem Beharren auf einer inzwischen oftmals unrealistischen Fachkraftquote kommen wir nicht weiter“, warnt der Bremer Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Sven Beyer.

„Eine 50-prozentige Fachkraftquote ist wissenschaftlich nicht unterfüttert; trotzdem legen sich hier in Bremen Träger einen freiwilligen Belegungsstopp auf, wenn sie die Quote unterschreiten“, so Beyer. „Dringend benötigte Heimplätze sind dann nicht verfügbar, und die Pflegebedürftigen und ihre Familien haben das Nachsehen.“

Der Mangel an Fachkräften sei eine nicht wegzudiskutierende Realität. Offene Stellen in der Altenpflege sind bundesweit durchschnittlich sechs Monate unbesetzt, mit künftig steigender Tendenz. „Und es liegt nicht an der Höhe der Löhne und Gehälter oder an einem unattraktiven Arbeitsfeld“, sagt der bpa-Landesvorsitzende und verweist auf die Zahl der interessierten Auszubildenden. „Wir bilden auf hohem Niveau aus, aber die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wächst deutlich schneller. Um den absehbaren Bedarf zu decken, brauchen wir eine ehrliche Diskussion darüber, wie eine begründete Qualität mit einer anderen Verteilung der Aufgaben gesichert wird. Eine starre Fachkraftquote leistet keinen Beitrag zur Lösung dieser Zukunftsaufgabe.“

Quelle: Mitteilung vom 08.08.2017
bpa - Bundesverband privater
Anbieter sozialer Dienste e.V. Bundesgeschäftsstelle
Friedrichstraße 148
10117 Berlin
T (030) 30 87 88 - 60
F (030) 30 87 88 - 89
bund@bpa.de

>>> http://www.bpa.de/uploads/media/PM_99_H ... atz_01.pdf
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Heimpflege - Fachkraftquote von 50% zwingend geboten

Beitrag von WernerSchell » 12.08.2017, 12:52

Information im Netz:

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Aktuelle Bestrebungen, die Fachkräftequote von 50% in den Stationären Pflegeeinrichtungen abzusenken oder sogar ganz abzuschaffen, muss entschieden entgegen getreten werden. Auch wenn es schwieriger wird, geeignetes Personal zu gewinnen, muss die Fachlichkeit gewährleistet bleiben. U.a. mit Rücksicht auf § 11 SGB XI ist eine Absenkung der Fachkräftequote völlig inakzeptabel. Man kann eigentlich gute Gründe dafür nennen, dass die Fachkräftequote eher angehoben werden muss. Pro Pflege … bereitet zum Thema ein Statement vor und ist vorab für Meinungsäußerung dankbar.
Siehe auch unter > viewtopic.php?f=3&t=21440
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Debatte um eine Absenkung der Fachkraftquote

Beitrag von WernerSchell » 26.08.2017, 07:28

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Zitat der Woche:

"Wenn es zu wenig Zugführer gibt, würde die Deutsche Bahn
auch keine Hilfskräfte nehmen, um einen ICE zu steuern."


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Foto: Frank Pipenbrink

Frank Pipenbrink, Geschäftsführer des NEVAP*,
zur Debatte um eine Absenkung der Fachkraftquote
(Quelle: "CAREkonkret", Ausgabe vom 25.08.2017)


* Niedersächsischer Evangelischer Verband für Altenhilfe und Pflege e.V. (NEVAP)
http://www.nevap.de/pages/index.html
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Innovationen zur Förderung der Pflegequalität bei variierender Fachkraftquote (InQuaFa)

Beitrag von WernerSchell » 02.01.2018, 14:21

Innovationen zur Förderung der Pflegequalität bei variierender Fachkraftquote (InQuaFa)
Start des Projektes der Bethesda-St. Martin gemeinnützige GmbH an der PTHV

Ende Dezember 2017 (Laufzeit des Projektes bis Dezember 2020) startete das Projekt „Innovationen zur Förderung der Pflegequalität bei variierender Fachkraftquote (InQuaFa)“ der Bethesda-St. Martin gemeinnützige GmbH aus Boppard. Das Projekt betreut Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Verfahren an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Involviert ist auch Prof. Dr. Katarina Planer von der Hochschule Esslingen. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. Die Bethesda-St. Martin gemeinnützige GmbH stellt die Restfinanzierung des Projektes über Eigenmittel sicher.

Ziel des Projektes ist es, den Zusammenhang zwischen der Differenzierung von Pflegebedürftigkeit, der erreichten Pflegequalität und der Ausstattung mit Pflegefachkräften zu untersuchen. Hierbei wird der Versuch unternommen, den Einfluss von unterschiedlich qualifizierten Pflegekräften auf die Pflegequalität darzustellen. Im Projekt geht es auch darum, Erkenntnisse zu gewinnen, wie bei dem bestehenden und in der Zukunft sich immer mehr verschärfenden Fachkräftemangel begegnet werden kann. Untersucht werden die vier stationären Einrichtungen der Bethesda-St. Martin gemeinnützigen GmbH:

• Altenzentrum Haus Elisabeth in Boppard
• Altenzentrum Ev. Marktkirchengemeinde in Neuwied
• Seniorenzentrum Bethesda in Höhr-Grenzhausen
• Betreuungs- und Begegnungszentrum Haus im Rebenhang in Winningen.

In einem ersten Projektschritt werden Kriterien definiert, die in einer ersten Datenerhebung an zwei Arbeitstagen innerhalb der vier Mitgliedseinrichtungen erhoben werden. Anhand dieser zwei Tage werden die Zusammenhänge zwischen der Ausstattung mit Pflegefachpersonal, der Differenzierung verschiedenartig Pflegebedürftiger und möglichen Niveaus analysiert, auf denen gepflegt wird. Aus den Analysen werden Interventionen abgeleitet, die dazu beitragen, Pflegequalität zu erhalten. Diese Interventionen werden im zweiten Projektjahr implementiert. Im dritten Projektjahr wird geprüft, inwieweit es zu sinnvollen Veränderungen im Einsatz von Pflegefachkräften gekommen ist. Im Ergebnis werden Hinweise gegeben, wo sich der Einsatz von Pflegefachkräften auf die Pflegequalität auswirkt und wie diese gesichert werden kann, wenn die Anzahl eingesetzter Fachkräfte variiert.

Information zur PTHV:
Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar ist eine kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule (im Rang einer Universität) in freier Trägerschaft. Die Gesellschafter der PTHV gGmbH sind die Vinzenz Pallotti gGmbH und die Marienhaus Holding GmbH. Rund 50 Professoren und Dozenten forschen und lehren an der PTHV und betreuen etwa 450 Studierende beider Fakultäten.

Quelle: Pressemitteilung vom 02.01.2018
Verena Breitbach Pressestelle
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
Kontakt zur Pressestelle der PTHV:
Verena Breitbach, Tel.: 0261 6402-290, E-Mail: vbreitbach@pthv.de
Besuchen Sie uns auch im Internet unter: www.pthv.de

https://idw-online.de/de/news686994
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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