Pflegeberufsgesetz (PflBG)

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Pflegeberufsgesetz (PflBG) - Entwurf

Beitrag von WernerSchell » 13.01.2016, 12:40

Ärzte Zeitung vom 13.01.2016:
Bundeskabinett: Pflegeberufegesetz auf den Weg gebracht
Die generalistische Pflegeausbildung soll kommen: Heute hat das Bundeskabinett das Pflegeberufegesetz verabschiedet.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=902 ... ege&n=4723
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WernerSchell
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Reform der Pflegeberufe gefährdet pflegerische Versorgung

Beitrag von WernerSchell » 13.01.2016, 12:43

Ministerin Steffens:
„Schnellschuss bei Reform der Pflegeberufe gefährdet pflegerische Versorgung – Bund muss Gesetzgebungsverfahren stoppen“

NRW-Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens (Grüne) fordert, die vielfältigen Warnungen aus der Fachszene ernst zu nehmen, das übereilte Reformvorhaben anzuhalten und zuerst eine Risikofolgenabschätzung vorzunehmen.

Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) sagt:

- „Der Bund setzt gerade die gute pflegerische Versorgung in unserem Land aufs Spiel.
- Hier wird versucht, ein Gesetz im Eilverfahren ohne Rücksicht auf Verluste durchzupeitschen – das ist grob fahrlässig. Denn so droht der Ausstieg zahlreicher Betriebe aus der Ausbildung.
- Gröhe und Schwesig müssen ihr übereiltes und gefährdendes Reformvorhaben stoppen.
- Wir brauchen zuerst eine Risikofolgenabschätzung. Dann Lösungen, um drohende massive negative Folgen für die pflegerische Versorgung in Deutschland abzuwenden.
- Grundsätzlich sind die Zielsetzungen der Reform richtig. Denn in Krankenhäusern steigt die Zahl älterer Patientinnen und Patienten und damit der Anteil von Alten- an der Krankenpflege. In Pflegeheimen steigt aufgrund der Zunahme von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Mehrfacherkrankungen der Bedarf an Krankenpflege, die von Altenpflegerinnen und –pflegern erbracht werden muss.
- Kinderkrankenpflege kann man nicht mit Alten- und Krankenpflege in einen Topf werfen. Sie ist ein ganz eigener Bereich. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.“

Die wesentlichen Kritikpunkte:

Keine Risikofolgenabschätzung trotz drohender Überforderung von Ausbildungsbetrieben:
Das Gesetz soll beschlossen werden, ohne vorher die praktischen Folgen verantwortungsvoll abgeschätzt zu haben. Ausbildungsträger sollen künftig für sieben verschiedene Ausbildungsstationen die Ausbildungsabläufe gestalten – das erfordert hohen Bürokratieaufwand und die/der Auszubildende wird deutlich weniger als bisher im eigenen Betrieb sein. Da werden sich viele - insbesondere kleinere - Betriebe fragen, ob sie unter diesen Bedingungen noch Ausbildungsbetrieb bleiben wollen.

Ambulante Dienste steigen aus der Ausbildung aus:
Bei der ambulanten Pflege sind die Pflegefachkräfte in der Regel alleine (mit einem Auto) zu den zu Pflegenden unterwegs. Auszubildende können nicht alleine fahren, sondern nur mitfahren und „mitlaufen“, denn ohne abgeschlossene Ausbildung dürfen sie nicht alleine pflegen. Sie bringen den ambulanten Diensten folglich keine eigene Wertschöpfung. Die Reform des Bundes sieht aber vor, dass ambulante Dienste künftig etwa ein Viertel der Ausbildungskosten nicht mehr refinanzieren können- ihnen soll ein „Wertschöpfungsanteil“ von 23 angerechnet werden, d.h. sie sollen 23 Prozent der Kosten (laut Bundesgutachten rund 3.500 € pro Jahr) selbst tragen müssen Da ein solcher „Wertschöpfungsanteil“ aber real nicht existiert, droht der massenweise Ausstieg ambulanter Dienste aus der Ausbildung.
In NRW ist es gelungen, durch Einführung einer Ausbildungsumlage (bei voller Refinanzierung der Ausbildungskosten) viele ambulante Dienste als Ausbildungsbetriebe hinzuzugewinnen. Innerhalb von drei Jahren ist die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege in NRW von unter 10.000 auf über 17.000 gestiegen. Steffens: „Diese Steigerung der Ausbildungszahlen zu gefährden, wäre ein Super-GAU für die pflegerische Versorgung in NRW. Wenn ambulante Dienste nach dem Willen des Bundes künftig auf ein Viertel der Ausbildungskosten sitzen bleiben, werden viele nicht mehr ausbilden.“

Ungleichheit der Finanzierung beenden: Altenpflegeausbildung zahlen Pflegebedürftige – Krankenpflegeausbildung die Kassen – das darf nicht so bleiben:

Die Ungerechtigkeit bei der Finanzierung der Pflegeausbildung soll durch die Reform nicht beendet werden. Steffens: „Wenn man eine einheitliche Ausbildung macht, muss auch die Finanzierung gleich sein.“ Derzeit (re)finanzieren die Krankenkassen die Kosten der Ausbildung für die Krankenpflege komplett, während die Pflegekasse sich künftig nur zur 3,8 Prozent an den Kosten der Altenpflegeausbildung beteiligen soll. Das ist heute schon ungerecht, darf aber erst recht nicht so bleiben, wenn es zur generalistischen Pflegeausbildung kommt. Denn dann zahlen die Pflegebedürftigen (bzw. deren Angehörige bzw. die Kommunen für diejenigen, die Sozialleistungen erhalten) auch noch für die Auszubildenden, die später in der Krankenpflege arbeiten.

Kinderkrankenpflege nicht antasten, sonst fehlen der Kinderkrankenpflege bald qualifizierte Fachkräfte:

Alle Fachleute aus dem Bereich sagen: Wenn die Reform so kommt, wird es zu einem dramatischen Mangel an ausreichend fachlich qualifizierten Kräften in der Kinderkrankenpflege kommen. Denn durch die Generalstik geht ein wesentlicher Teil der notwendigen Spezialausbildung für die Kinderkrankenpflege verloren.

Keine angemessene Zeit für inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Gesetzentwurf:

Die beiden Ministerien haben den Ländern und Verbänden den 113seitigen Gesetzentwurf mit einer Stellungnahmefrist von nur 14 Tagen zugeleitet. Steffens: „Nachdem man das Thema in Berlin jahrelang vor sich hergeschoben hat, ist eine solche Frist schlicht skandalös. Wer das macht, will eine ehrliche und transparente Diskussion über die Folgen des Gesetzgebungsverfahrens offensichtlich vereiteln anstatt sie zu ermöglichen.“ Das haben auch durch die Bank praktisch alle Verbände in der Anhörung des Ministeriums massiv kritisiert.

Einige Zahlen, Daten, Fakten:

Auszubildendenzahlen NRW:
Krankenpflege: rd. 16.000
Kinderkrankenpflege: rd. 2100
Altenpflege: rd. 17.300

Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen in NRW (bundesweit):
- 2013: 581.500 (2,6 Millionen)
- 2030: 700.000 (3,4 Millionen)
- 2050: 920.000 (4,5 Millionen)
davon zwei Drittel Frauen

Über 80-Jährige (Hochaltrige) in NRW/ Anteil an Bevölkerung: (it.NRW 2015)
- 2014: rund 960.000 = 5,5 Prozent
- 2030: rund 1,3 Mio.= 7,2 Prozent
- 2050: rund 2,2 Mio.= 12,6 Prozent

Nur zwei Beispiele für Protest aus der Fachszene:
Kinderkrankenschwestern haben eine Online-Petition gegen die geplante Reform der Pflegeausbildung gestartet, weil nach ihrer Ansicht „eine bewährte Fachausbildung auf Kosten kranker Kinder kaputt reformiert werden soll“. Siehe:
https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... 64.nc.html

Krankenhausgesellschaft, Ärztekammer und Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (vor allem Altenpflege) haben sich in Hamburg zum Protest zusammengeschlossen, da „diese geplante Generalisierung den Bedürfnissen der Patienten, der Krankenhäuser und der Pflegeeinrichtungen diametral entgegen läuft“.
Siehe:
http://www.aerztekammer-hamburg.org/fil ... kg_bpa.pdf

Kontakt für den Fall von Rückfragen:
Christoph Meinerz
Leiter des Referates "Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation"
Pressesprecher

Quelle: Pressemitteilung vom 13.01.2016
Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,
Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 8618 4246
Telefax: +49 (0)211 8618 4566
E-Mail: christoph.meinerz@mgepa.nrw.de
Internet: http://www.mgepa.nrw.de
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Generalistische Pflegeausbildung – Chance für die Altenpfleg

Beitrag von WernerSchell » 13.01.2016, 13:05

Generalistische Pflegeausbildung – die Chance für die Altenpflege

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt den heute vorgelegten Kabinettsentwurf zum Pflegeberufsgesetz ausdrücklich. Durch die Ausbildungsreform wird statt der bisherigen drei unterschiedlichen Pflegeausbildungen ein neuer, generalistisch ausgerichteter Pflegeberuf geschaffen. „Mit diesem Reformschritt ist nun endlich eine Richtung eingeleitet, die die Pflegeberufsausbildung in Deutschland europäischem Niveau näherbringt. Im laufenden Gesetzgebungsverfahren wird es jetzt darauf ankommen, Inhalte und Rahmenbedingungen der neuen Ausbildung im Sinne eines modernen Berufs zu gestalten, “ sagt DBfK-Vizepräsidentin Gertrud Stöcker dazu heute in Berlin. „Hier ist der Fokus vor allem auf die gegenwärtigen und kommenden Herausforderungen zu richten, denen sich die Berufsangehörigen stellen müssen: zunehmende Komplexität der Versorgung, Multimorbidität, Gestaltung und Steuerung von Versorgungsprozessen, Lebensweltbezug, Einbindung von Ergebnissen aus Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung, Orientierung am individuellen Bedarf und Nutzen der Menschen, Rehabilitation vor Pflege sowie der effiziente Umgang mit begrenzten Ressourcen im System. Pflege muss wieder ein konkurrenzfähiger Beruf werden, der eine lebenslange Perspektive mit guten Angeboten der beruflichen Weiterentwicklung bietet. Die bisher vielfach verfolgte Strategie, Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsbedingungen vor allem an Arbeitgeberwünschen und deren Verwertungsinteresse bereits während der Ausbildungszeit auszurichten, hat besonders dem Altenpflegeberuf massiv geschadet und sein Image nahezu ruiniert. Die große Zahl der Ausbildungsabbrecher und die geringe Berufsverweildauer in der Altenpflege sprechen eine deutliche Sprache. Gerade für die Altenpflege ist die Reform deshalb eine einzigartige Chance!“

Fakt ist aber auch, dass die Reform der Pflegeausbildung nur ein Baustein unter vielen hin zu einem attraktiven Pflegeberuf sein kann. Wir brauchen eine gut gestaltete und anschlussfähige Assistenzqualifikation für all diejenigen, die sich für Pflege als Beruf interessieren und dafür eignen, aber aus verschiedenen Gründen einen niedrigschwelligeren Einstieg brauchen. Vor allem aber muss an den realen Arbeitsbedingungen in der Pflege gearbeitet werden – und dies sofort. Solange die Arbeitsverdichtung gute Pflege, eine motivierende Berufsausübung und ein Gesundbleiben im Beruf verhindert, werden Anstrengungen hin zu mehr Attraktivität des Pflegeberufs immer ins Leere laufen.

Der DBfK wird sich im Gesetzgebungsverfahren engagiert für gute Ausbildungsbedingungen und -qualität sowie für eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege einsetzen.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.01.2016
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140
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Pflegeberufsgesetz im Kabinett beschlossen

Beitrag von WernerSchell » 13.01.2016, 13:34

Pflegeberufsgesetz im Kabinett beschlossen

Das Bundeskabinett hat heute den Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe beschlossen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig haben den Entwurf des Pflegeberufsgesetz anschließend in der Bundespressekonferenz vorgestellt.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Wir werden in Zukunft mehr Pflegekräfte brauchen. Deshalb müssen wir den Zukunftsberuf Pflege jetzt noch attraktiver machen. Mit der neuen Pflegeausbildung machen wir unsere Pflegekräfte fit für die veränderten Anforderungen in der Pflege: Pflegekräfte müssen in Altenheimen zunehmend auch mehrfach und chronisch Kranke versorgen. Und eine Pflegekraft im Krankenhaus braucht Kenntnisse in der Versorgung Demenzkranker. Gleichzeitig bekommen Pflegefachfrauen und -männer künftig mehr Chancen, sich beruflich weiterzuentwickeln. Das nutzt allen: den Pflegekräften wie den Pflegebedürftigen."

Menschen, die sich für den Pflegeberuf entscheiden, soll eine qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Ausbildung geboten werden, die ein breites Spektrum an Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Die bisherigen drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sollen reformiert und zu einem neuen einheitlichen Berufsbild zusammengeführt werden. Der neue Pflegeberuf wird damit zum größten Ausbildungsberuf in Deutschland mit über 133.000 Auszubildenden in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege in einem vom bundesweiten Fachkräftemangel geprägten Bereich von hoher gesellschaftlicher Bedeutung.

Aufgrund der demografischen Entwicklung sowie den Veränderungen in den Versorgungsstrukturen wandeln sich auch die Anforderungen an die pflegerische Versorgung und damit an das Pflegepersonal. In den Krankenhäusern steigt der Anteil älterer, demenziell erkrankter Patienten, in den Pflegeheimen nimmt der medizinische Behandlungsbedarf der Bewohnerinnen und Bewohner zu. Der ambulante Pflegebereich wird immer wichtiger und ist in besonderer Weise auf breit qualifizierte und flexibel einsetzbare Pflegekräfte angewiesen.

Die neue, generalistische Pflegeausbildung soll daher auf einen Einsatz in allen Arbeitsfeldern der Pflege vorbereiten, einen Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen erleichtern und den Pflegekräften selbst damit zugleich wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten und zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen. Durch das im Rahmen der Reform eingeführte neue Finanzierungssystem sollen die finanziellen Lasten gerecht auf ausbildende und nicht ausbildende Einrichtungen verteilt und damit Wettbewerbsnachteile ausbildender Betriebe vermieden werden.

Das Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, soll 2016 verabschiedet werden. Der erste Ausbildungsjahrgang könnte dann 2018 starten. Pflegeschulen und Ausbildungsbetrieben bleibt so genug Zeit, sich auf die neue Ausbildung einzustellen.

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Pflegeberufsgesetz > http://www.bmg.bund.de/themen/pflege/pf ... esetz.html

Quelle: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 13.01.2016
http://www.bmg.bund.de/ministerium/meld ... esetz.html
Dateianhänge
Pflegeberufsgesetz_160113_KabinettentwurfPflBG.pdf
Pflegeberufsgesetz - Stand Kabinettbeschluss vom 13.01.2016
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Reform der Pflegeberufe ist auf dem Weg

Beitrag von WernerSchell » 14.01.2016, 07:26

Ärzte Zeitung vom 14.01.2016:
Bundeskabinett: Reform der Pflegeberufe ist auf dem Weg
Die generalistische Pflegeausbildung soll kommen: Das Bundeskabinett hat jetzt den Gesetzentwurf abgeknickt.
Die Reform soll dazu dienen, mehr Menschen für Pflegeberufe zu begeistern. Bei Opposition, Arbeitgebern und
Gewerkschaften regt sich Widerstand. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=902 ... ege&n=4724

Kommentar zum Pflegeberufegesetz: Probezeit für die Reform
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=902 ... ege&n=4724

Deutsches Ärzteblatt:
Bundeskabinett verabschiedet Pflegeberufsgesetz
Das Bundeskabinett hat heute dem Entwurf des Pflegeberufsgesetzes zugestimmt, den das Bundesgesundheitsministerium
und das Bundesfamilienministerium gemeinsam vorgelegt haben. Mit diesem Gesetz ...
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/6 ... rufsgesetz

Einheitliche Pflegeausbildung: Kritik von Arbeitgebern und Gewerkschaften
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/6 ... ausbildung
Ausbildungsreform in der Pflege: Weiter Streit
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/6 ... der-Pflege
Aus drei mach eins: Ausbildungsreform für Pflegeberufe
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/6 ... legeberufe
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Pflege-Studium mit generalistischer Ausrichtung

Beitrag von WernerSchell » 21.01.2016, 18:11

Pressemitteilungen der Hochschule für Gesundheit vom 20. Januar 2016

Friedrichs: „Begrüße die Reform der Pflegeberufe“
hsg bietet bereits heute Pflege-Studium mit generalistischer Ausrichtung


Der Beschluss der Reform der Pflegeberufe am 13. Januar 2016 durch das Bundeskabinett wird aktuell insbesondere im Hinblick auf die vorgesehene generalistische Ausrichtung intensiv diskutiert. Die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum bietet im Rahmen eines landesweit genehmigten Modellvorhabens bereits seit Ende 2010 einen Bachelor-Studiengang ‚Pflege‘ an, der die bislang getrennt voneinander ausgebildeten Richtungen (Gesundheits- und Krankenpflege; Altenpflege; Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) zusammenführt und somit den generalistischen Ansatz verfolgt. Dieser Lebensphasen übergreifende Ansatz greift dabei erkennbare Bedarfe in der pflegerischen und gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung auf. Er erleichtert zudem den Wechsel zwischen den typischen Arbeitsfeldern der Pflegeberufe.

Im Rahmen des aktuell laufenden Modellstudiengangs müssen sich die hsg-Pflege-Studierenden gleich zu Beginn des Studiums noch ausdrücklich für einen der drei Schwerpunkte (Gesundheits- und Krankenpflege; Altenpflege; Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) entscheiden. Dies fordern die Modellklauseln in den geltenden Berufsgesetzen ein. Im Rahmen des Studiums wird die generalistische Ausrichtung dann so weit es die gültigen Gesetze zulassen verfolgt. Auch der nun im Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf sieht genau diese generalistische Ausrichtung vor.

„Fachlich verfolgen wir seit Gründung der Hochschule Ende 2009 den generalisitschen Ansatz, weil er die veränderten Rahmenbedingungen in der Gesundheitsversorgung berücksichtigt, die Anschlussfähigkeit an das europäische Niveau ermöglicht und den Pflegeberuf attraktiver macht. Auch die hochschulische Pflegeausbildung an sich führt zu einer Attraktivitätssteigerung des Berufsfeldes. Seit Jahren wünschen wir uns noch mehr Freiheiten in der Gestaltung eines Pflege-Bachelor-Studiums, die nur durch eine Änderung der Berufsgesetze möglich wird. Der Beschluss der Reform der Pflegeberufe ist aus unserer Sicht ein erster Schritt, den wir sehr begrüßen“, erklärte Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der hsg.

Prof. Dr. Thomas Evers, Vize-Präsident Studium & Lehre sowie Pflege-Professor mit dem Schwerpunkt Altenpflege an der hsg, fügte hinzu: „In der Gesundheitsversorgung wird es zu einer Neu- beziehungsweise Umverteilung der Aufgaben kommen. Unter anderem der steigende Bedarf an akuter pflegerischer Versorgung im häuslichen Umfeld sowie die ebenfalls steigende Zahlen an akut zu versorgenden geriatrischen Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen machen hier ein Umdenken erforderlich. Um die sich daraus ergebenden Anforderungen erfüllen zu können, werden veränderte Kompetenzprofile dringend benötigt. Diese Entwicklung greifen wir mit dem Pflege-Studium mit generalistischer Ausrichtung aktiv auf. Der generalistische Ansatz ist zukunftsorientiert. Zudem trägt sicherlich auch die im Gesetzesentwurf vorgesehene Möglichkeit, eine hochschulische Pflegeausbildung absolvieren zu können, zur Attraktivitätssteigerung des Berufsfeldes bei – ein Aspekt, der auch für die Arbeitsfelder in der Altenpflege von großer Bedeutung ist.

Die Pressemitteilung ist auf der Homepage der hsg hier zu finden:
http://www.hs-gesundheit.de/de/standard ... egeberufe/

Pressekontakt: Hochschule für Gesundheit, Gesundheitscampus 6-8, 44801Bochum, Pressesprecherin Dr. Christiane Krüger, Tel.: +49 (0)234-77727-124, mobil: +49 (0)151 27526542, Mail: Christiane.Krueger(at)hs-gesundheit.de, Web: http://www.hs-gesundheit.de
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Pflege: Generalistik kommt auf den Prüfstand

Beitrag von WernerSchell » 22.01.2016, 07:41

Ärzte Zeitung vom 22.01.2016:
Pflege: Generalistik kommt auf den Prüfstand
Die Pflegepolitik der großen Koalition ist nicht unumstritten. In Berlin eröffnet der Kongress Pflege von Springer Pflege.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=903 ... ege&n=4744
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Pflegeberufsgesetz: Rüddel rüttelt am Zeitplan

Beitrag von WernerSchell » 28.01.2016, 16:09

Altenpflege - online - 25.01.2016

Generalistische Ausbildung
Pflegeberufsgesetz: Rüddel rüttelt am Zeitplan


Erwin Rüddel, pflegepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, geht davon aus, dass das unlängst im Bundeskabinett verabschiedete neue Pflegeberufsgesetz erst in der zweiten Jahreshälfte beschlossen werden kann. Zu viele Fragen seien noch unbeantwortet, so der Bundestagsabgeordnete im Rahmen einer Pressekonferenz.
... > http://www.altenpflege-online.net/Infop ... m-Zeitplan
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Ausbildung der Pflege - Grüne pochen auf mehr Zeit für Refor

Beitrag von WernerSchell » 10.02.2016, 17:16

Elisabeth Scharfenberg
Mitglied des Deutschen Bundestages,
Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik
der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen,
Mitglied des Ausschusses für Gesundheit

Platz der Republik 1
11011 Berlin
 (030) 227 – 74531
 (030) 227 – 76655
elisabeth.scharfenberg@bundestag.de
Wahlkreis
Kreuzstr. 6
95111 Rehau
 (09283) 898194 - 0
 (09283) 898194 - 1
elisabeth.scharfenberg@wk.bundestag.de


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Berlin, 10. Februar 2016

Reform der Pflegeausbildung

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit vielen Jahren wird über die Ausbildungsreform der Pflegeberufe diskutiert.
Dabei gab es von Anfang an verschiedene Vorstellungen über die Zusammenführung der
Kinderkranken-, Alten- und Krankenpflege. So gibt es die Befürworter der Generalisierung, die alle
drei Berufe zu einem zusammenlegen möchten. Andere wiederum sehen in der integrierten
Pflegeausbildung – gemeinsame Grundausbildung von (1,5-2 Jahren) und anschließender
Spezialisierung mit entsprechendem Abschluss – den richtigen Weg. Und Dritte halten den
enormen Kosten- und Reformaufwand für verfehlt und würden lieber direkt in die Gewinnung von
Fachkräften investieren und die Durchlässigkeit erhöhen indem mehr Altenpflegekräfte auch in
Krankenhäusern und Krankenpflegekräfte in Pflegeheimen eingesetzt werden.
Allen Vorstellungen gemein ist, dass es der gemeinsamen Anstrengung bedarf, damit der
Pflegeberuf an Attraktivität gewinnt und somit der Fachkräftemangel in der Pflege abgebaut wird.
Der nun vorliegende Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe stellt den von der
Bundesregierung vorgesehenen Weg zu einer veränderten Pflegeausbildung vor. Nach
eingehender Befassung, gibt es Kritik von vielen Seiten. Egal welchem Weg der
Ausbildungsreform man den Vorzug gibt – der vorliegende Referentenentwurf wird niemanden
zufriedenstellen. So fehlen Ausbildungs- und Lehrinhalte, die darüber entscheiden werden, ob der
Pflegeausbildung die Quadratur des Kreises gelingt. Eine Vorlage zur Beurteilung der konkreten
Reforminhalte existiert derzeit noch nicht.

Auch über die Mehrkosten der Ausbildungsreform ist nichts Genaues bekannt:
Dem Referentenentwurf liegt eine veraltete Berechnung – nämlich das Forschungsgutachten des
wissenschaftlichen Instituts der Ärzte Deutschlands in Zusammenarbeit mit der Prognos AG aus
dem Jahr 2013 – zugrunde. Und so mehren sich auch die kritischen Stimmen, selbst in der Union,
ob der eingeschlagene Weg der richtige ist oder ob damit nicht das Personalproblem verschärft
wird und eine Senkung des Ausbildungsniveaus die Folge wäre.
Die aktuelle Diskussion um den Referentenentwurf verläuft leider nicht mehr rational, Einwände
werden teilweise gar nicht mehr zugelassen. Das haben schon die beiden Anhörungen der Länder
und der Verbände Ende letzten Jahres gezeigt. Es hat sich eine Art von Streit entwickelt, der eine
argumentative und sachliche Auseinandersetzung nicht mehr möglich macht.
Wir wollen mit dem Moratorium wieder Sachlichkeit in die Diskussion bringen und alle Seiten dazu
auffordern, sich ohne Zeitdruck der Auseinandersetzung mit den Argumenten und der
Risikoabschätzung des Gesetzesentwurfs zu widmen. Dazu werden mehr Informationen über die
Folgen der Pflegeausbildungsreform benötigt, damit eine auf aktuellen Daten basierende
Risikofolgenabschätzung vorgenommen wird und dass Ausbildungsinhalte sowie die Finanzierung
der Reform klar benannt werden.
Bevor nicht all diese Fragen geklärt sind, sollte das Gesetzgebungsverfahren ausgesetzt werden.
Der Pflegeberuf ist in unserer Gesellschaft wertvoll und darf nicht als Experimentierfeld herhalten.
Deshalb laden wir partei- und interessensübergreifend dazu ein, sich unserem Moratorium
anzuschließen. Uns geht es um die Sache. Sollten Sie sich mit unserem Anliegen identifizieren
können, dann unterzeichnen Sie das Moratorium und senden uns Ihre Zusage an
elisabeth.scharfenberg@bundestag.de.
Am 10.02.2016 werden wir mit Ihrer Unterstützung das Moratorium der Öffentlichkeit vorstellen
und bis zum Ende des Gesetzgebungsvorhabens (Ende Juni) weitere Unterschriften sammeln.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Scharfenberg

Moratorium Pflegeberufsreformgesetz

Sie werden händeringend gesucht – Fachkräfte in der Pflege, in der stationären wie in der
ambulanten Versorgung. Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, brauchen wir bessere
Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den zunehmenden Arbeitsdruck und eine angemessene
Bezahlung. Aber auch die Pflegeausbildung muss sich den Anforderungen einer älter werdenden
Gesellschaft und dem medizinischen, pflegerischen und technologischen Fortschritt anpassen.
Zudem verändert sich der Anspruch der auf Pflege angewiesenen Menschen. Sie wünschen sich,
dass ihre Lebenssituation und ihr soziales Umfeld in die Pflege mit einbezogen werden. Ferner
verändert sich das Verständnis von Pflege durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Eine Reform
der Ausbildung muss diesen Anforderungen gerecht werden. Künftige Pflegekräfte müssen in die
Lage versetzt werden, neben den Pflege- auch Rehabilitations-, Beratungs-, Anleitungs-,
Präventions- und Steuerungsaufgaben, in Abhängigkeit von dem jeweiligen Einsatzort und den zu
pflegenden Menschen, zu übernehmen. Nach der Ausbildung muss ein Einsatz im Krankenhaus,
dem Pflegeheim oder der Kinderklinik ohne Nachqualifizierung möglich sein.
Der nun vorliegende Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe des BMFSFJ und des BMG lässt
nicht erwarten, dass dadurch die notwendige Aufwertung der Pflegeberufe gelingen kann. Zu viele
Fragen bleiben offen, zu viele Unwägbarkeiten tun sich auf, zu viele Unsicherheiten werden
geschaffen: Wie entwickeln sich die Kosten wirklich? Werden die Ausbildungsinhalte aller drei
bisherigen Pflegeberufe erhalten bleiben? Sind die vielen Praxiseinsätze umsetzbar? Gibt es genug
Kapazitäten bei den Schulen, den Praxisstellen und der Praxisanleitung? Wer wird unter den
veränderten Bedingungen überhaupt noch ausbilden können und wollen?

Deshalb fordern wir:
1. Die Vorlage einer fundierten und umfassenden Risikofolgenabschätzung, die die
Auswirkungen der geplanten Reform auf die Qualität der pflegerischen Versorgung
sowie auf die Quantität der Ausbildungs- und Absolventenzahlen der Pflegeausbildung
untersucht.
2. Eine detaillierte und realistische Kostenkalkulation und Aufschlüsselung der finanziellen
Mehraufwendungen, die durch die Reform der Pflegeausbildung für die jeweiligen
Kostenträger entstehen.
3. Die Veröffentlichung des Verordnungsentwurfs noch vor der ersten Lesung des Gesetzes
im Deutschen Bundestag. Das Gebot der Transparenz erfordert es, dass dem Parlament,
den Ländern sowie Trägern und Verbänden unter Berücksichtigung der Selbsthilfe- und
Patientenorganisationen mindestens zwei Monate Zeit gegeben wird, damit sie die
Vorlage bewerten können.
4. Bis dahin muss das gesetzgeberische Verfahren zur Verabschiedung der Reform der
Pflegeberufe ausgesetzt werden.

InitiatorInnen:
Elisabeth Scharfenberg MdB, pflege- und altenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis
90/Die Grünen
Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-
Westfalen

UnterzeichnerInnen:
...

Das MORATORIUM PFLEGEBERUFSGESETZ wurde am 10.02.2016 in Berlin
in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit vorgestellt. Es gab u.a. kurze Imoulsereferate von
- Elisabeth Scharfenberg MdB – pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion B‘90/Die Grünen - und
- Barbara Steffens - Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.
Danach gab es einige Kurzstatements von Vertretern derjenigen Institutionen, die das Moratorium gezeichnet haben.


Die Unterzeichnerliste umfasst nach dem Stand vom 10.02.2016
rd. 2.000 Organisationen / Verbände und Einzelunterzeichner!


+++
Ärzte Zeitung online, 10.02.2016
Bild
Junge Pflegerin bei der Arbeit: Die Grünen befürchten, dass die geplante Reform der Ausbildung den Beruf nicht attraktiver macht.
© Scholz/dpa (Bildübernahme von Ärzte Zeitung)

Ausbildung der Pflege
Grüne pochen auf mehr Zeit für Reform

Die Grünen hadern mit der Reform der Pflegeberufe. Der Gesetzentwurf sei nicht durchdacht, das Gesetzgebungsverfahren müsse ausgesetzt werden,
fordern die Bundestagsabgeordnete Scharfenberg und NRW-Ministerin Steffens.
... (weiter lesen unter) .... http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... o.facebook

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat am 11.02.2016 bei Facebook gepostet:
"Moratorium Pflegeberufsreformgesetz" wurde am 10.02.2016 von den Initiatorinnen Elisabeth Scharfenberg MdB, pflege- und altenpolitische Sprecherin
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen,
vorgestellt. Es wurden zahlreiche Fragen bzw. Forderungen präsentiert und bis zur Abklärung die Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens verlangt.
Das Moratorium kann bis Juni 2016 gezeichnet werden.
E-Mail-Adresse für Kontakte: elisabeth.scharfenberg@bundestag.de
Das Moratorium, das von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unterstützt wird, ist vollständig nachlesbar unter folgender Adresse
> viewtopic.php?f=3&t=21387&p=90897#p90897
Es ist im Übrigen eine irrige Annahme der GroKo, dass mit einer Pflegeberufsreform die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen aufgelöst seien.
Wir brauchen u.a. deutlich mehr Pflegekräfte an den Pflegebetten. Siehe dazu auch
> viewtopic.php?f=4&t=21511


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Die Medien berichten u.a. wie folgt:
http://www.altenpflege-online.net/xga/e ... ae692021c3
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Ausbildungsreform Pflege nicht blockieren lassen

Beitrag von WernerSchell » 11.02.2016, 18:02

Ausbildungsreform Pflege nicht blockieren lassen

Immer verzweifelter werden die Versuche, eine zeitgemäße Reform der Pflegeausbildung zu verhindern. Aktuell lassen sich eine Reihe von Organisationen vor den parteipolitischen Karren der GRÜNEN spannen und betreiben ein ‚Moratorium‘ zu einem Stopp der Beratung des Pflegeberufsgesetzes, das derzeit im Bundesrat diskutiert wird. Neben parteipolitischem Kalkül ist die Unterstützerliste auch ein weiterer Beleg für die anhaltende Fremdbestimmung der Profession Pflege. Es finden sich gerade mal zwei Berufsorganisationen der Pflege in der Liste. Kein Wunder wenn wir hinter den internationalen Entwicklungen und Standards in der deutschen Pflege hinterherhinken. Schade, dass (berufs-)politisches Standing bei einigen so unterentwickelt ist.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist nach wie vor davon überzeugt, dass die generalistische Ausbildung der richtige Weg ist. Die Ausbildungsreform wurde jahrelang diskutiert und u.a. mit Gutachten zur Finanzierung oder der Evaluation von Modellversuchen der Ausbildung vorbereitet. Es gibt ausreichend Belege dafür, dass eine generalistische Ausbildung mit gutem Ausbildungsergebnis möglich und umsetzbar ist. International gibt es Altenpflege nur als Assistenzqualifikation und nur in wenigen Ländern eine eigenständige Kinderkrankenpflegeausbildung. Es wird aus den Ländern mit generalistischer Pflegeausbildung keine schlechtere Versorgungsqualität berichtet! Es gibt also keine Grundlage für die von Gegnern verbreiteten Schreckensbilder.

Einige Interessengruppen versuchen die Regelungen im Pflegeberufsgesetz soweit aufzuweichen, dass aus Sicht des DBfK die Ausbildungsqualität gefährdet wäre. Der Ruf nach einer Risikofolgeneinschätzung ist eine durchsichtige Verzögerungstaktik. Es ist den Ländern (betroffen vor allem NRW) ja nicht einmal möglich, festzustellen wie viele der durch die Absenkung der Zugangsvoraussetzungen zur Altenpflegeausbildung zugelassenen Schülerinnen und Schüler das Ausbildungsende erreichen und die Ausbildung erfolgreich bzw. mit gutem Ergebnis beenden. Wie soll da die viel komplexere Frage nach den gesamten Folgen einer Reform beantwortet werden.

Die Bundesregierung hat zugesagt, die zentralen Punkte der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung im Rahmen der parlamentarischen Beratung vorzulegen. Das sollte reichen, um die zentralen Elemente zu bewerten. Lassen wir uns doch nicht täuschen: Es geht - mit unterschiedlicher Gewichtung und Interessenslage - vor allem darum, die Ausbildung in der Pflege vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklungen möglichst so zu belassen wie sie ist. Am besten wenig anspruchsvoll bei den Zugangsvoraussetzungen („pflegen kann doch jeder“), die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin mit möglichst wenig Aufwand schnell einsatzfähig machen sowie als billige Arbeitskraft schon während der Ausbildung nutzen zu können. Pflege als Gesundheitsberuf, der den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird, und ein zeitgemäßes Bildungsverständnis als Leitidee der Ausbildung werden damit verhindert. Quantität (EURO und Füße) geht vor Qualität. In der gesamten Diskussion wird übersehen, dass wir auch ohne Generalistik die Ausbildungen dringend reformieren müssten.
Das ist unfair gegenüber den Menschen, die eine qualitativ hochstehende Pflege benötigen, aber auch gegenüber den Menschen, die man in diese Ausbildung locken will. Es ist zynisch, pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen oder die Eltern kranker Kindern zu verunsichern und für das politische Eigeninteresse zu missbrauchen. Es bewirkt genau das Gegenteil vom gerne wiederholten Mantra ‚Ansehen und Attraktivität der Pflegeberufe verbessern‘.

Der DBfK fordert den Bundestag, die Länderregierungen und die Bundesregierung auf, sich für eine qualitativ hochstehende und zukunftsfeste Pflegeausbildung einzusetzen. Die generalistische Ausbildung ist der Weg dahin!

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 11.02.2016
Susanne Adjei | Sozialmanagerin | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
adjei@dbfk.de| http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-11 | Fax 030-219157-77
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Pflegeberufe - SPD drängt auf schnelle Reform

Beitrag von WernerSchell » 12.02.2016, 07:29

Ärzte Zeitung vom 12.02.2016:
Pflegeberufe - SPD drängt auf schnelle Reform
SPD-Abgeordnete nennen die Forderung der Grünen nach einem Moratorium absurd.
BERLIN. Die Forderung der Grünen, das geplante Pflegeberufegesetz erst einmal auf Eis zu legen, ruft harte Kritik bei den Befürwortern hervor. "Der von den Grünen erhobene Vorwurf eines übereilten Verfahrens ist absurd", heißt es in einem Schreiben aus der SPD-Fraktion.
Die gesundheitspolitische Sprecherin Hilde Mattheis sowie die Bundestagsabgeordneten Sönke Rix, Bettina Müller und Petra Crone betonen darin, dass das Gesetz seit vielen Jahren diskutiert werde und bereits seit 2012 zwischen Bund und Ländern "Konsens" sei. Viele Änderungswünsche der Ausbildungsträger seien darin eingearbeitet worden.
... (weiter lesen unter) ... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=904 ... ege&n=4789
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Pflege: Forscher für raschen Start der Generalistik

Beitrag von WernerSchell » 15.02.2016, 07:45

Ärzte Zeitung vom 15.02.2016:
Pflege: Forscher für raschen Start der Generalistik
"Kliniken und Schulen stehen bereit, auf die generalistische Pflegeausbildung umzusteigen."
Darauf verweist Professor Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte
Pflegeforschung in Köln. Er empfiehlt, die Umstellung baldmöglichst zu starten.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=904 ... ege&n=4792

+++
Es sprechen weiterhin gute Gründe dafür, die Berufsreform "nicht über`s Knie zu brechen und
vor einer Beschlussfassung sorgsam vielfältige Frage abzuklären. Dabei ist weiterhin bedeutsam,
dass eine Berufsreform die vielfach beklagten Mängel der Pflege-Rahmenbedingungen nicht auflösen
kann. - Das vorgestellte Moratorium hat seine Berechtigung und sollte Beachtung finden.
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Pflegeberufe-Reform ...

Beitrag von WernerSchell » 22.02.2016, 07:43

Ärzte Zeitung, 22.02.2016
Pflegeberufe-Reform
Länder wollen bis 2019 Zeit zur Umstellung

Der Bundesrat will angesichts der komplexen Vorbereitungen für die generalistische Pflegeausbildung auf die Bremse treten.
BERLIN. Der Bundesrat fordert, den Start der Reform der Pflegeberufe um ein Jahr später als bisher geplant zu starten. Die neuen Ausbildungsgänge sollten erst ab Anfang 2019 beginnen,
heißt es in den Empfehlungen der Ausschüsse, über die der Bundesrat in seiner Sitzung am kommenden Freitag abstimmen wird. Angesichts der nötigen umfangreichen Vorarbeiten in den
Ländern sei der von der Bundesregierung vorgeschlagene Zeitplan "realitätsfern".
... (weiter lesen unter) ... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=905 ... ege&n=4807
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Reform der Pflegeausbildung stoppen und nachbessern

Beitrag von WernerSchell » 24.02.2016, 17:33

Reform der Pflegeausbildung stoppen und nachbessern

Zur aktuellen Debatte über die Reform der Pflegeberufe erklärt Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik:

Allen Bedenken zum Trotz verfolgt die Bundesregierung stur ihren Kurs: Das Gesetzgebungsverfahren soll durchgezogen werden. Gemeinsam mit dem Chef des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, verkünden Minister Hermann Gröhe und der Pflegebeauftragte Karl-Josef Laumann die alten, falschen Argumente als den Willen der Pflegekräfte. Dabei nehmen sie es mit den Fakten nicht allzu genau.

Denn die offizielle Meinung eines Verbandes ist nicht automatisch die Meinung seiner Mitglieder. Einige, wenn auch längst nicht alle, Krankenpflegekräfte wollen die reine Generalistik, denn sie wird der Krankenpflege Zulauf bringen. Der Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland und der Deutsche Berufsverband für Altenpflege lehnen den Gesetzentwurf in seiner derzeitigen Form ab. Beide haben das grüne Moratorium zur Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens unterzeichnet.

Gleiches gilt für die Wohlfahrtsverbände, deren Bundesverbände sich für die Generalistik aussprechen, in den Landes- und Bezirksverbänden jedoch, vor Ort, wo das Gesetz umgesetzt werden muss, gibt es viel Widerspruch.

Das Gesetzgebungsverfahren war von Beginn an intransparent. Die Betroffenen, die das Gesetz umsetzen müssen, wurden nicht einbezogen. Bei den Anhörungen zum Referentenentwurf wurde den Verbänden und den Ländern brüsk verkündet, dass nichts mehr geändert wird. Die Zahlen zur Finanzierung beruhen auf einem veralteten Gutachten. Die Verordnung mit den Ausbildungsinhalten wird nun doch nicht rechtzeitig vorgelegt und die Bundesregierung wollte uns auf Anfrage auch nicht mitteilen, wer an der Erstellung dieser Verordnung eigentlich beteiligt ist.

Eine Reform der Pflegeausbildung ist ohne Zweifel notwendig, doch dieses Gesetz wird weder die Attraktivität des Pflegeberufs verbessern, noch zu mehr Ausbildungsplätzen führen. Darum muss das Gesetzgebungsverfahren gestoppt werden, bis die Fehler behoben sind.

Quelle: Pressemitteilung vom 24.02.2016
--
Ulrike Müller
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Abgeordnetenbüro Elisabeth Scharfenberg MdB
Sprecherin für Pflegepolitik und Altenpolitik
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Tel.: ++49 (0)30 227 -74570, Fax: -76655
E-Mail: elisabeth.scharfenberg.ma04@bundestag.de
Web: http://www.elisabeth-scharfenberg.de

Postanschrift:
Deutscher Bundestag, 11011 Berlin
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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DBfK unterstützt BMG-Initiative ‚Generalistik jetzt‘

Beitrag von WernerSchell » 25.02.2016, 13:28

DBfK unterstützt BMG-Initiative ‚Generalistik jetzt‘

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) setzt sich seit vielen Jahren aus gutem Grund für eine Reform der Pflegeausbildung im Sinne der Generalistik ein. Daher unterstützen wir ausdrücklich die heute begonnene Initiative ‚Generalistik jetzt‘ von Staatssekretär Karl-Josef Laumann. „Die generalistische Pflegeausbildung ist kein Niemandsland, das jetzt unvorbereitet und blauäugig betreten werden soll. Sie ist in zahlreichen Modellschulen seit Jahren gängige Praxis und erprobt. Weltweit ist sie die Regelqualifikation mit guten Erfahrungen und Ergebnissen“, stellt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner dazu fest. „Pflegeschülerinnen und –schüler haben das Recht auf eine Berufsausbildung, die sie fundiert auf ein langes Verbleiben im Beruf vorbereitet, auf umfassendes Basis- und Fachwissen, das ein breites Tätigkeitsfeld eröffnet, Wechsel und Aufstiegsperspektiven im Laufe des Berufslebens offenhält. Berufsbiografien verlaufen in aller Regel nicht linear, sondern kalkulieren von vornherein Brüche und Querumstiege mit ein. Ein langes Erwerbsleben – und der gesetzliche Renteneintritt verschiebt sich demografiebedingt immer weiter nach hinten – stellt höhere Anforderungen an die Berufsqualifikation. Die kurze Berufsverweildauer in den Pflegeberufen, vor allem in der Altenpflege, ist ein Warnsignal. Die Gründe dafür liegen einerseits in den unattraktiven und belastenden Arbeitsbedingungen, die schnellstens und spürbar verbessert werden müssen. Zu den Ursachen zählt aber auch, dass die heutigen Pflegeausbildungen den Anforderungen des Berufsalltags nicht mehr entsprechen und vielfach kaum Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung bieten. Eine moderne Ausbildung muss auch die Möglichkeit einschließen, vorübergehend oder auf Dauer im europäischen Ausland tätig zu werden. Auf all dies legen junge Menschen Wert, wenn sie sich für einen Berufsweg entscheiden“, so Wagner. Der DBfK fordert deshalb all diejenigen, die weiterdenken und Pflege als Beruf der Zukunft stärken wollen, auf, die laufende Gesetzesinitiative zur generalistischen Ausbildung nach Kräften zu unterstützen!
Pflegeschülerinnen und –schüler sind während ihrer Ausbildung keine billigen Arbeitskräfte, sondern Lernende. Sie haben ein vertragliches Recht auf qualifizierte Anleitung, Üben unter Aufsicht, Zeit zum Kennenlernen und Ausprobieren der Kompetenzen, die im Beruf gebraucht werden. Sie haben ebenso Anspruch auf Praxisanleiter, die für diese Aufgabe qualifiziert und für die Anleitung von anderer Arbeit freigestellt sind. Praktische Ausbildung erfordert Vor- und Nachbereitung, Planungssicherheit, Zeit für Feedbackgespräche. All dies ist seit Jahren vernachlässigt worden.
Die deutsche Pflege verliert zusehends an Boden im Branchenwettbewerb um gut qualifizierte Schulabgänger. Alles beim Alten zu belassen wäre für etliche Arbeitgeberverbände und einige andere Gruppen im System bequem – auch deshalb sind sie Gegner der Reform. Das Pflegeberufsgesetz bietet aber endlich die Chance, Pflege von Grund auf neu und für die Zukunft gut aufzustellen. Die darf nicht verspielt werden!
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 25.02.2016
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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