Pflegenotstand - mehr Pflegekräfte zwingend erforderlich

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Pflegenotstand - mehr Pflegekräfte zwingend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 06.09.2015, 06:44

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Nachfolgendes Statement im Anschluss an den Beitrag unter
> viewtopic.php?f=3&t=21218

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Aktionstag am 03.09.2015 von „Pflege am Boden“ vor dem Landtag NRW für bessere Pflegebedingungen in Deutschland, egal ob Krankenhaus, Altenheim, Häusliche Pflege ...

Dazu ein Kurz-Statement von Werner Schell:

Das Gesundheits- und Pflegesystem leidet seit vielen Jahren unter einem stetig zunehmenden Pflegenotstand! D.h., die Personalstellen für Pflegekräfte in Krankenhäusern und Heimen sind unzureichend:

In Krankenhäusern gibt es überhaupt keine verbindlichen Vorgaben. Daher werden Pflegestellen nach Kassenlage ausgewiesen. Die vom Bund für Krankenhäuser vorgesehenen Pflegestellenprogramme sind keine Lösung.

Für Heime gibt es zwar Stellenschlüssel, aber diese sind regional unterschiedlich und decken nirgendwo den Bedarf. Man kann davon sprechen, dass durch fehlendes Personal 20 – 30% der erforderlichen pflegerischen Verrichtungen nicht oder nur unvollkommen ausgeführt werden können. Über die Stellenschlüssel in den Heimen entscheiden im Wesentlichen diejenigen, die an möglichst niedrigen Personalkosten interessiert sind. Pflegeverbände und Interessenvertreter der BewohnerInnen wirken bei den Stellenschlüsselfestlegungen nicht mit.

Daher muss der Bundesgesetzgeber Voraussetzungen schaffen, dass für alle Versorgungsbereiche Personalbemessungssysteme gestaltet werden, die den wirklichen Pflegebedarf abdecken, und zwar sofort.

Der im PSG II geplante § 113c SGB XI soll erst 2020 eine Basis für die Personalbemessung in den Heimen schaffen. Die erst danach zu erwartende Umsetzungsphase wird, wenn sie denn überhaupt kommt, zu spät greifen.

Die Länder, auch das Land NRW, sind daher aufgefordert, die jetzt vorgesehenen Regelungen im PSG II nicht hinzunehmen und über den Bundesrat Reformansätze durchzusetzen, die schnellstmöglich, eigentlich sofort, Verbesserungen für die Pflege bringen. Und das ist alternativlos!

Bei all dem sind die Vorgaben in § 11 SGB XI zu berücksichtigen:

„Die Pflegeeinrichtungen pflegen, versorgen und betreuen die Pflegebedürftigen, die ihre Leistungen in Anspruch nehmen, entsprechend dem allgemein anerkannten Stand medizinisch-pflegerischer Erkenntnisse. Inhalt und Organisation der Leistungen haben eine humane und aktivierende Pflege unter Achtung der Menschenwürde zu gewährleisten.“

Damit ist verdeutlicht, dass die Pflege nicht nur eine schwere körperliche Arbeit ist, sondern auch wissenschaftlich ausgerichtet zu sein hat. Diesen Anforderungen muss umfassend Rechnung getragen werden, und zwar in Stellendotierung und Vergütung.


Werner Schell,
Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht

Quelle: viewtopic.php?f=7&t=21108&p=87911#p87911

Siehe auch: Bild >>> https://www.facebook.com/werner.schell.7

+++
Die Medien berichten u.a. wie folgt:
https://www.facebook.com/werner.schell.7
http://www.presseanzeiger.de/pa/Pflegen ... ich-798982
http://www.openbroadcast.de/article/410 ... rlich.html
http://www.openpr.de/news/868923.html
http://www.openpr.de/news/868923.html
http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/09 ... enotstand/
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Pflegenotstand - mehr Pflegekräfte zwingend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 13.09.2015, 07:02

Nach dem Aktionstag am 03.09.2015 hat es im Landtag NRW eine Debatte zur Pflege aufgrund eines Antrages der Piratenpartei gegeben. Daraufhin hat Frau Steffens, Pflegeministerin NRW, Stellung genommen > https://www.youtube.com/watch?t=2020&v=RwJgyhS3lKs Diesen Ausführungen kann Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk grundsätzlich zustimmen.

Bei Facebook wurde der diskutierte Piratenantrag ausdrücklich erwähnt. Daraufhin wurde dort
https://www.facebook.com/groups/1453208 ... 648785657/ das nachfolgende Statement abgegeben:

"Nur gute Arbeitsbedingungen sichern die Pflege von morgen!" - So lautet der Titel eines Pflegepapiers der SPD-Bundestagsfraktion vom 04.09.2015. Darin wird u.a. auf die Erfordernisse zur Schaffung eines Personalbemessungssystems eingegangen. Dieses Papier finden Sie unter folgender Adresse > viewtopic.php?f=4&t=21252 Dazu gibt es ein Schreiben von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk, in dem noch einmal die entscheidenden Punkte zur anstehenden Reform (im PSG II) angesprochen werden. - Beim Aktionstag am 03.09.2015 vor dem Landtag NRW habe ich erklärt, dass die entscheidenden Veränderungen nicht durch das Land NRW, sondern allein durch den Bundesgesetzgeber erfolgen können. Insoweit stimme ich ausdrücklich der Pflegeministerin, Frau Barbara Steffens, zu. Forderungen, dass das Land mehr Pflegekräfte finanzieren möge usw. müssen ins Leere laufen, weil die föderalen Strukturen dies so nicht zulassen. Das Land NRW kann allenfalls über den Bundestag Einfluss nehmen. Das macht Frau Steffens schon längst, aber ich habe es auch noch einmal beim Aktionstag ausdrücklich angesprochen. - Leider ist es so, dass eine Diskussion des Themas im Landtag NRW keine Änderungen bewirken kann. Es muss dabei bleiben, im Bund auf die notwendigen Verbesserungen zu drängen. Die Piratenpartei kann sich gerne mit Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk einmal abstimmen und überlegen, wie man gemeinsame Strategien entwickelt. Im Übrigen werden wir das Thema beim Pflegetreff am 21.10.2015 erneut und zielgerichtet aufgreifen > viewtopic.php?f=7&t=20711 - Werner Schell
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Pflegenotstand - mehr Pflegekräfte zwingend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 13.09.2015, 07:24

Bei der Livesendung des Deutschlandfunks am 11.09.2015 habe ich u.a. angemerkt:
viewtopic.php?f=7&t=21222
Auf 100 zu pflegende Personen über 80 Jahre kommen nach OECD-Berechnungen in der Langzeitpflege in Schweden 33,2 Vollzeitstellen, in Norwegen 22, in den Niederlanden 19, in der Schweiz 16,5 und in Deutschland lediglich 11,2. - Quelle: Zeitschrift "change", Das Magazin der Bertelsmann Stiftung, 3/2013 (Seite 46). Titel der Ausgabe "Pflege - Ganz nah bei den Menschen - Große Herausforderungen und neue Wege in der Pflege". - Offensichtlich hat sich die Pflege-Personalausstattung in den deutschen Pflegeeinrichtungen weiter negativ entwickelt. Damit ist eindrucksvoll bestätigt, warum wir in Deutschland von einem Pflegenotstand sprechen müssen. … Und dieser Pflegenotstand muss schnellstens aufgelöst werden. Die politischen Entscheidungsträger sind gefordert - jetzt!
viewtopic.php?f=3&t=21218

+++
Die Medien berichten u.a. wie folgt:
http://www.presseanzeiger.de/pa/Pflegen ... den-800019
http://www.openbroadcast.de/article/411 ... erden.html
http://www.openpr.de/news/870265.html
http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/09 ... -stellung/
...
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Pflegenotstand - mehr Pflegekräfte zwingend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 16.09.2015, 06:27

Pflege & Pflegebedürftigkeit - halbherzige Reformen

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Pflege & Pflegebedürftigkeit - Themen, denen die BürgerInnen eher ausweichend begegnen. Die Erkenntnisse über den wirklichen Pflegenotstand kommen erst dann, wenn das "Kind im Brunnen liegt". Politiker sind ähnlich strukturiert und setzen andere Prioritäten. Daher wird seit Jahren im Pflege- und Gesundheitssystem eher erfolglos reformiert. Auch die aktuellen Pflegestärkungsgesetze (I und II) gehen nur halbherzig an die Probleme heran und setzen zum Teil völlig falsche Akzente. So soll es zum Beispiel in naher Zukunft in den Heimen keine zusätzlichen Pflegekräfte geben! Das ist völlig inakzeptabel! - Das Verhalten der Gesellschaft und der politisch Verantwortlichen ist verhängnisvoll, weil die demografische Entwicklung seit Jahren mächtig voran kommt und wir bald in einer Pflegekatastrophe aufwachen werden. - Pflegepolitische Forderungen "mit Augenmaß" werden von mir seit über 15 Jahren formuliert und gezielt in die Debatten eingespeist. Aber leider sind meine Anregungen an alle Pflegekritiker, taktisch und strategisch ein gemeinschaftliches Forderungspaket zu schnüren und offiziell zu vertreten, nicht gehört bzw. angenommen worden. Es geht wohl bei verschiedenen Personen bzw. Institutionen stets und ständig darum, das "eigene Süppchen" zu kochen. Wichtig zu bedenken ist natürlich auch, dass es bei den Forderungen, pflegepolitische Verbesserungen umzusetzen, teilweise um höchst unterschiedliche Vorstellungen geht. Manche Forderungen sind auch unrealistisch. Der Pflegenot gehorchend habe ich mit Blick auf das PSG II nochmals alle Mitglieder im Bundestag angeschrieben und die JETZT notwendigen Folgerungen angemahnt.. > viewtopic.php?f=4&t=21252

Werner Schell
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Hygienestandards sichern - Mehr Pflegekräfte erforderlich!

Beitrag von WernerSchell » 17.09.2015, 06:11

DBfK fordert:
Hygienestandards durch ausreichend Pflegepersonal im Krankenhaus sichern

Bild - Gemeinsam Gesundheit schützen

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V. weist anlässlich des ersten Internationalen Tags der Patientensicherheit am 17.09.2015 in einem heute veröffentlichten Positionspapier auf schwerwiegende Hygienemängel in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen hin. „In den Krankenhäusern tickt eine Zeitbombe“, so DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Nosokomiale Infektionen breiten sich rasant aus. Eine der Ursachen ist der Personalmangel in der Pflege. Die Einhaltung von Standardhygienemaßnahmen wird dadurch erschwert. Wir müssen uns darauf einrichten, dass die Anzahl von ca. jährlich 10 000 bis 15 000 Erkrankten weiter ansteigt, wenn nicht schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden“. Nosokomiale Infektionen – d.h. während eines Aufenthaltes im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung erworbene Infektionen - gefährden PatientInnen ernsthaft. Erschwerend bei der Bewältigung der Infektionen ist u.a. die zunehmende Entwicklung und Verbreitung multiresistenter Erreger, zu häufiger Einsatz von Antibiotika und deren „verfrühtes“ Absetzen. Das Positionspapier beleuchtet die Situation in den Krankenhäusern und die Risiken aus der Perspektive der Pflege und stellt Forderungen auf.

Zwischen 1996 und 2006 sind ca. 15% der Stellen im Pflegedienst der Kliniken abgebaut worden. Gleichzeitig stieg die Anzahl der PatientInnen, insbesondere nahm der Anteil älterer und pflegeaufwendiger PatientInnen zu. Das höhere Lebensalter der Kranken zusammen mit Mehrfach- und chronischen Krankheiten steigert die Arbeitsbelastung in der Pflege weiter. Zudem hat sich die Verweildauer der PatientInnen von 1991 bis 2010 halbiert. Die Folge ist eine enorm gestiegene Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung, die bereits viele Pflegefachpersonen aus dem Beruf getrieben hat. Internationale Studien wie die RN4 Cast Studie (2011) belegen, dass in deutschen Krankenhäusern eine Pflegefachperson durchschnittlich zehn PatientInnen zu versorgen hat - in Schweden und den Niederlanden dagegen lediglich 4,5 – 5 Kranke. Damit schneidet Deutschland in Europa zusammen mit Spanien (ebenfalls 1:10) am schlechtesten ab, noch hinter Griechenland. Seit 2011 ist dieses Missverhältnis eher noch schlechter geworden.

„Die KollegInnen eilen von einem Patienten zum nächsten. Der Arbeitsdruck ist so hoch, dass die Hygiene vernachlässigt wird“, so Bienstein. Deshalb: Qualitativ angemessene Pflege kann nur durch ausreichendes und qualifiziertes Pflegepersonal gewährleistet werden. Die Bemessung des einzusetzenden Pflegepersonals und dessen Qualifikation müssen sich am tatsächlichen Pflegebedarf der PatientInnen und nicht an ökonomischen Interessen orientieren. Der DBfK fordert seit langem die politisch Verantwortlichen auf, zügig analytische Personalbemessungsinstrumente einzuführen, die dem Pflege- und Versorgungsbedarf der Kranken angepasst sind. Die Arbeitsbedingungen werden die Berufsflucht aus den Pflegeberufen sonst weiter erhöhen.

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Das vollständige Positionspapier „Position des DBfK zur Sicherung der Hygienestandards in Krankenhäusern“ ist unter http://www.dbfk.de -> Veröffentlichungen abzurufen. >>> http://www.dbfk.de/media/docs/download/ ... -09-11.pdf

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.09.2015
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140

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Personalmangel und Hygiene hängen eng zusammen!
Siehe auch die weiteren Hinweise unter folgender Adresse:
viewtopic.php?f=5&t=20784
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Multiresistente Keime bereiten größte Sorge

Beitrag von WernerSchell » 17.09.2015, 06:35

Ärzte Zeitung vom 17.09.2015:
Klinik-Patienten: Multiresistente Keime bereiten größte Sorge
Multiresistente Erreger im Krankenhaus machen zwei von drei Deutschen Angst, zeigt eine Umfrage anlässlich des heutigen Tags der Patientensicherheit.
Der Kampf gegen die Klinik-Keime gestaltet sich weiterhin schwierig. Das Problem: zu wenig Personal.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=894 ... ent&n=4488
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Für Patientensicherheit ist mehr Personal nötig

Beitrag von WernerSchell » 21.09.2015, 06:51

0955 / 17. September 2015
Pressemitteilung von Harald Weinberg

Für Patientensicherheit ist mehr Personal nötig
„Die Qualität der Krankenhäuser steht und fällt mit der Frage nach ausreichend Personal. Es ist gut, wenn auch durch das Aktionsbündnis Patientensicherheit mehr Anstrengungen unternommen werden, kritische Situationen zu erkennen und zu vermeiden. Wenn aber Zeitdruck den Arbeitsalltag beherrscht, sind Fehler vorprogrammiert“, kommentiert Harald Weinberg, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die heutige Pressekonferenz von Aktionsbündnis Patientensicherheit und AOK sowie TK. Weinberg weiter:
„Viele wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Personalmangel in der Krankenhauspflege zu einer langsameren Genesung, zu mehr Krankenhausinfektionen und zu einer erhöhten Sterblichkeit der Patientinnen und Patienten führt. In der Anhörung zur Krankenhausreform im Gesundheitsausschuss des Bundestages haben uns unabhängige Experten vorgerechnet, dass über 100.000 Pflegekräfte in den Krankenhäusern fehlen. Der Gesetzentwurf dagegen sieht gerade einmal 6.000 neue Stellen vor und diese auch erst in drei Jahren. Wer es ernst meint mit Qualitätsverbesserungen, der muss hier ansetzen.“
F.d.R. Beate Figgener
Pressesprecher Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801 - pressesprecher@linksfraktion.de
http://www.linksfraktion.de

+++
Ich fordere seit über 15 Jahren mehr Pflegekräfte in Krankenhäusern und Heimen und mache auf
die Gestaltung von Personalbemessungssystemen aufmerksam. Ich begrüße jede Initiative, die
die Forderungen unterstützt. - Werner Schell
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Qualität ohne Personal? Geht nicht!

Beitrag von WernerSchell » 23.09.2015, 10:01

Qualität ohne Personal? Geht nicht!

Das Krankenhaus der Zukunft muss gut, gut erreichbar und sicher sein. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, nach dem neuesten medizinischen Stand und in bester Qualität behandelt zu werden.‘ Sicherheit und beste Qualität der Behandlung – Wie viel dieses Versprechens aus dem Koalitionsvertrag hält der aktuelle Entwurf zur Krankenhausreform? „Der Entwurf des Krankenhaus-Strukturgesetzes (KHSG) klammert ein wesentliches Element guter Versorgungsqualität nahezu vollständig aus: die angemessene Anzahl und Qualifikation des vorzuhaltenden Pflegepersonals“, sagt DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel. „Das geplante Pflegestellenförderprogramm ist weniger als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Nach seriösen Berechnungen von Experten fehlen in den deutschen Krankenhäusern etwa 100.000 Pflegefachpersonen, um eine adäquate pflegerische Versorgung sicherzustellen. Seit Jahren zweigen die Kliniken große Anteile des Pflegepersonalbudgets ab, um Baumaßnahmen, neue Geräte, Reparaturen sowie andere Berufsgruppen zu subventionieren. Das Resultat: Rationierung von Pflege im großen Umfang, ratlose PatientInnen, steigende Fehlerhäufigkeit, Hygienemängel, hochbelastete Pflegende, gravierende Defizite in der praktischen Pflegeausbildung, kontinuierlich steigende stressbedingte Krankheitsquoten usw. Der DBfK fordert die Bundesregierung jetzt zum wiederholten Male auf, diese Probleme endlich wirksam zu bekämpfen. Die Krankenhäuser müssen gesetzlich verpflichtet werden, eine Mindestbesetzung der Stationen mit Pflegepersonal vor- und dabei geltendes Arbeitsrecht zwingend einzuhalten. Überprüfungen und ggf. Sanktionen gehören dazu, sonst wird weiterhin auf Kosten des Pflegepersonals gewirtschaftet. Perspektivisch brauchen wir eine verpflichtende Pflegepersonalbemessung, die sich am Pflegebedarf der PatientInnen orientiert. Gute internationale Beispiele, wie das gelingen kann, gibt es genug. Für Krankenhausökonomen gelten Mediziner als Erlösbringer, Pflegepersonal als Kostenfaktor. Dass dies so falsch wie kurzsichtig ist, müssen auch sie inzwischen einsehen“, erklärt die DBfK-Sprecherin.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 23.09.2015
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
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Qualität ohne Personal? Geht nicht!

Beitrag von WernerSchell » 24.09.2015, 06:38

Am 24.09.2015 bei Facebook gepostet:

Qualität ohne Personal? Geht nicht!
So eine Pressemitteilung des DBfK vom 23.09.2015. Damit ist noch einmal alles auf den Punkt gebracht! - Im Übrigen: "Berufe der Altenpflege haben ein hohes Ansehen". Darüber informiert CAREkonkret in ihrer Ausgabe vom 18.9.2015 und bezieht sich dabei auf eine Bürgerbefragung. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk stellt seit Jahren klar, dass die Wertschätzung und das Ansehen der Pflegekräfte bei den BürgerInnen hoch ist. Schlechte Noten erhalten hingegen die Pflege - Rahmenbedingungen. Und insoweit hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk am 08.09.2015 nochmals die Bundestagsabgeordneten mit dem Tenor "Nur gute Arbeitsbedingungen sichern die Pflege von morgen" gebeten, die notwendigen Folgerungen im Rahmen der Beschlussfassung über das PSG II zu ziehen. Näheres dazu unter > viewtopic.php?f=4&t=21252 Darüber wird auch beim Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 zu sprechen sein. > viewtopic.php?f=7&t=20711
Werner Schell
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Pflegenotstand - mehr Pflegekräfte zwingend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 26.09.2015, 07:01

Am 25.09.2015 bei Facebook gepostet:

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat auf seiner Facebookseite - https://www.facebook.com/groehe?fref=ts - mitgeteilt, dass angeblich 93 Prozent der Bevölkerung lt. einer Umfrage die Pflegereform für richtig halten. Dazu wurde von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bemerkt:
Richtig scheint mir, dass 93% der Bevölkerung die Pflegereform überhaupt nicht kennen! Was wurde gefragt und zu welchem Gesetz - PSG I oder PSG II (in der Beratung) oder ging es um das neue Pflegerecht NRW? Selbst Pflegexexperten haben z.Zt. Probleme, bei der Vielzahl komplizierter Regelungen den Durchblick zu behalten. - Trotz einiger begrüßenswerter Leistungsausweitungen: Die bislang unzureichenden Reformansätze haben mich veranlasst, am 07.09.2015 an alle Bundestagsabgeordneten zu schreiben und die gebotenen Reformkorrekturen einzufordern. Der jetzige Reformstand ist völlig unbefriedigend > viewtopic.php?f=4&t=21252 Es kann niemand sagen, man habe das so nicht gewusst: Mehr Pflegepersonal ist alternativlos! - Der Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 wird das Thema aufgreifen. - Werner Schell

Einladung zum Pflegetreff am 21.10.2015 unter
> viewtopic.php?f=7&t=20711
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Pflegepersonal im Krankenhaus ...

Beitrag von WernerSchell » 02.10.2015, 06:46

Übernahme aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=20789
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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe beruft
Expertenkommission "Pflegepersonal im Krankenhaus" ein


Bild Bild

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat heute in Berlin die Expertenkommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“ einberufen. Die Expertinnen und Experten werden sich mit der Frage einer sachgerechten Berücksichtigung des Pflegebedarfs im Vergütungssystem der Krankenhäuser befassen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Eine angemessene Ausstattung mit Pflegepersonal, ist sowohl für eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten als auch für die Arbeitssituation der Beschäftigten im Krankenhaus unabdingbar. Deshalb werden wir mit der Krankenhausreform wichtige Maßnahmen ergreifen, damit Krankenhäuser mehr Pflegepersonal einstellen und dauerhaft beschäftigen können. Wir werden aber auch weitergehende Maßnahmen prüfen müssen, um die Pflege am Krankenbett zu stärken."

Grundlage für die Einrichtung der Expertenkommission sind die Eckpunkte der Bund-Länder-Arbeitsgruppe vom 5. Dezember 2014. Danach soll die beim Bundesministerium für Gesundheit angesiedelte Kommission bis spätestens Ende des Jahres 2017 prüfen, ob im DRG-System oder über ausdifferenzierte Zusatzentgelte ein erhöhter Pflegebedarf von demenzerkrankten, pflegebedürftigen oder behinderten Patientinnen und Patienten und der allgemeine Pflegebedarf in Krankenhäusern sachgerecht abgebildet werden. Abhängig vom Prüfergebnis sollen Vorschläge unterbreitet werden, wie die sachgerechte Abbildung von Pflegebedarf im DRG-System oder über ausdifferenzierte Zusatzentgelte erfolgen kann. Zudem wird sich die Kommission der Frage widmen, auf welche Weise die tatsächliche Verwendung der nach Ablauf des Pflegestellen-Förderprogramms zur Verfügung gestellten Finanzmittel für die Finanzierung von Pflegepersonal sichergestellt werden kann.

Die Expertenkommission wird sich in regelmäßigen Abständen treffen. Entsprechend der Eckpunkte der Bund-Länder-Arbeitsgruppe gehören ihr Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Selbstverwaltung und Politik an:
•Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit
•Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit
•Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege
•Hedwig François-Kettner, ehem. Pflegedirektorin des heutigen Campus Benjamin Franklin der Charité
•Prof. Dr. Gabriele Meyer, Direktorin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
•Dr. Frank Heimig, Geschäftsführer des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus
•Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster
•Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und wissenschaftlicher Direktor des Hamburg Center for Health Economics
•Deutscher Pflegerat
•Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
•Deutsche Krankenhausgesellschaft
•GKV-Spitzenverband
•Verband der Privaten Krankenversicherung
•Dr. Georg Nüßlein, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
•Maria Michalk, MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
•Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
•Hilde Mattheis, MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
•Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg
•Staatsminister Stefan Grüttner, Minister für Gesundheit und Soziales des Landes Hessen

Quelle: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 01.10.2105
http://mobile.bundesgesundheitsminister ... nhaus.html

Download
• Pressemitteilung: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe beruft Expertenkommission "Pflegepersonal im Krankenhaus" ein PDF-Datei (PDF) 165 KB > http://mobile.bundesgesundheitsminister ... ege_KH.pdf
• Eckpunkte der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur KrankenhausreformPDF-Datei (PDF) 151 KB > http://mobile.bundesgesundheitsminister ... enhaus.pdf

Anmerkung der Moderation:
Es ist richtig, dass eine angemessene Ausstattung mit Pflegepersonal, sowohl für eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten als auch für die Arbeitssituation der Beschäftigten im Krankenhaus unabdingbar ist. Aber das wissen wir doch seit vielen Jahren. Es hätte dementsprechend pflegepolitische Folgerungen längst geben müssen. - Die jetzt eingesetzte Expertengruppe kann möglicherweise geeignete Maßnahmen einleiten helfen. Aber - längere Diskussionen sind überflüssig. Es muss schnellstens mit der Umsetzungsphase - mehr Personal = bessere Pflege - begonnen werden. - Werner Schell
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Beitrag von WernerSchell » 12.10.2015, 17:01

Am 12.10.2015 bei Facebook gepostet:

Mehr Personal, bessere Pflege" -- Meine Rede seit vielen Jahren! == "Pflegekräfte kosten Geld - Ärzte bringen Geld". == Das ist der Schlachtruf der komplett ökonomisierten Pflegewelt. Mangelnde Zuwendung und zunehmende Patientengefährdungen sind die Folge. Die vielfältigen Forderungen nach deutlich mehr Pflegekräften sind daher alternativlos - auch mit Blick auf die Anforderungen bei Hygiene und palliativer Zuwendung! - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat aufgrund des 2. Aktionstages von "Pflege am Boden" (03.09.2015 vor dem Düsseldorfer Landtag) erneut alle Abgeordneten im Landtag NRW und im Deutschen Bundestag angeschrieben und nochmals auf die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen aufmerksam gemacht und entsprechende Reformen für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen eingefordert! Siehe dazu: viewtopic.php?f=3&t=20737&p=84851#p84851 und viewtopic.php?f=3&t=20737&p=87989#p87989 Beim Pflegetreff am 21.10.2015 wird dieses Thema sicherlich auch anzusprechen sein!
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WernerSchell
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Pflege-Umfrage - Kritik an "Teamarbeit" mit Ärzten

Beitrag von WernerSchell » 15.10.2015, 07:34

Ärzte Zeitung, 12.10.2015
Pflege-Umfrage - Kritik an "Teamarbeit" mit Ärzten
Wenn es um die Zukunft geht, glauben Pfleger nicht an die Lösungskompetenz des Klinikmanagements.
HAMBURG. Die Situation der Pflege in deutschen Krankenhäusern hat sich nach Einschätzung vieler Pflegender nicht verbessert.
Dass dies nicht nur eine subjektive Wahrnehmung ist, unterstrich beim Gesundheitspflegekongress Ludger Risse aus dem Vorstand des Bundesverbandes Pflegemanagement.
... (weiter lesen unter) ... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=896 ... ege&n=4543

Siehe auch unter:
Pflege im Ausland: Schweden könnte Vorbild sein
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... rbild.html
Arbeitsverdichtung: Eine Großbaustelle in Kliniken
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... niken.html
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Patienten beklagen Zeitmangel in Kliniken

Beitrag von WernerSchell » 17.10.2015, 06:38

Am 16.10.2015 bei Facebook gepostet:

Patienten beklagen Zeitmangel in Kliniken … fehlende Wertschätzung, Barrieren in der Praxis (Quelle: Ärzte Zeitung vom 16.10.2015). Dazu Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: Solche Erkenntnisse sind nicht neu. Sie haben einfach damit zu tun, dass "Zeit", Zuwendung, nicht finanziert wird. Es gibt in den Krankenhäusern im Wesentlichen die "Fallpauschalen", und die allein bringen Geld in die Kasse. Alles andere ist unwirtschaftlich. In den Arztpraxen mangelt es ebenfalls an Zeit. Auch dort wird die Zuwendung nicht angemessen honoriert. Ich fordere daher seit den 1980er Jahren mehr "sprechende Medizin" mit entsprechender Vergütung. Die jetzigen Regeln, Fallpauschalen usw., sind allein der Ökonomie geschuldet und liegen nicht im Patienteninteresse. Dies muss den politisch Verantwortlichen ständig verdeutlicht werden. Die Bürgerinnen kennen ja die Missstände. - Weitere Hinweise unter: viewtopic.php?f=2&t=19612&p=88551&sid=9 ... 5b9#p88551
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Pflegenotstand - mehr Pflegekräfte zwingend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2015, 07:40

Am 20.10.2015 bei Facebook gepostet:
PFLEGENOTSTAND - ein aktuelles Thema - seit Jahren! Bereits am 10.08.2010 hat die NGZ im Rahmen eines Interviews mit Werner Schell berichtet - und nichts hat sich wirklich geändert. Es ist also dringend geboten, erneut auf den Besorgnisse aufmerksam zu machen! > http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... d-1.316561 Die NGZ befasste sich am 20.10.2015 folgerichtig erneut mit der personellen Situation in den Pflegeheimen. Werner Schell wurde in diesem Beitrag zitiert mit der Aussage, dass nach Auffassung von "Pro Pflege" die personelle Ausstattung der stationären Pflege insgesamt unzureichend sei. Die Stellenschlüssel seien ungeeignet, den wirklichen Bedarf von pflegebedürftigen Senioren abzudecken > viewtopic.php?f=4&t=21216&p=88602#p88602 . Es wurde im NGZ-Beitrag nochmals auf den Pflegetreff am 21.10.2015 aufmerksam gemacht. > viewtopic.php?f=7&t=20711 - Unterstützer sind herzlich willkommen!
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