Wir brauchen mehr Pflegekräfte - in Heimen & Krankenhäusern

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

Moderator: WernerSchell

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Weniger Bürokratie für Johanniter-Pfleger

Beitrag von WernerSchell » 23.02.2016, 09:29

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung - Lokalredaktion Kaarst - berichtet am 23.02.2016:
Kaarst
Weniger Bürokratie für Johanniter-Pfleger
Kaarst. Statt Papierkrieg mehr Zeit für die Bewohner: Eine Strukturreform soll die Fachkräfte in den beiden Einrichtungen der Kaarster Johanniter entlasten.
Dazu wird unter anderem die Pflegedokumentation in den Häusern reduziert.
Von Oliver Burwig

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Vom neuen Modell in Rosel Bands (r.) Einrichtungen sollen auch Pfleger Stefan Vandrey (l.)
und Krankenschwester Regina Riemel (M.) profitieren. - FOTO: Tinter


Massig" sei der Aufwand gewesen, den der 31-jährige Altenpfleger Stefan Vandrey täglich betreiben musste, um darzulegen, was er im Dienst gemacht hatte.
Für jede Änderung im Pflegealltag musste er im Pflegebericht eine "Zielsetzung" formulieren, jeden Wunsch der Bewohner schriftlich als "Problem" mit entsprechender
"Lösung" beschreiben, bevor er ihm nachgehen durfte. Seit Anfang des Jahres ist das anders: Ein vom Bundespflegebevollmächtigten in Auftrag gegebenes "Strukturmodell"
gestattet ihm, die tägliche "Grundpflege" nicht mehr in aller Ausführlichkeit zu dokumentieren ...
(weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kaa ... -1.5786895

Anmerkung der Moderation:
Die Dokumentationsarbeit ist in der Pflege zwingend erforderlich. Dieses Dokumentationsgeschehen
auf das notwendige Maß zu beschränken, ist richtig. Dies löst aber den Pflegenotstand nicht auf.
Daher ist weiterhin zu fordern:
Stellenschlüssel in den Heimen schnellstmöglich verbessern > viewtopic.php?f=4&t=21511
Die zuständigen Landesministerien wurden von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk in einem "Brandbrief"
aufgefordert, durch Aktualisierung der Landes-Rahmenverträge für mehr Pflegekräfte einzutreten.
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Mehr Pflegekräfte sind dringend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 05.03.2016, 07:48

Am 05.03.2016 bei Facebook gepostet:
"Wir brauchen 20.000 Pflegekräfte mehr im Jahr" (so K.J. Laumann, Pflegebeauftragter, in "Ärzte Zeitung", 03.03.2016). Wir brauchen natürlich mehr Pflegekräfte. Das wissen wir seit vielen Jahren. Voraussetzung ist aber zunächst einmal, dass die Stellenschlüssel für die Heime deutlich verbessert werden. Es sind vernünftige Personalbemessungssysteme erforderlich, damit in allen Bereichen, auch in den Krankenhäusern, ausreichendes Personal vorgehalten werden kann (Quelle: viewtopic.php?f=3&t=21152&p=91214#p91214 ). - Worauf warten die Politiker noch?
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Regierung will motiviertes Pflegepersonal

Beitrag von WernerSchell » 24.03.2016, 17:50

Regierung will motiviertes Pflegepersonal
Gesundheit/Antwort

Berlin: (hib/PK) Die Bundesregierung baut in der Pflege auf qualifiziertes und motiviertes Personal. Die Regierung setze sich im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten für eine qualitativ und quantitativ belastbare Personalausstattung und eine Aufwertung der Pflegeberufe ein. Es würden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Rahmenbedingungen für eine bessere Ausstattung der Einrichtungen mit Pflegepersonal weiter zu entwickeln, heißt es in der Antwort (18/7911 http://dip.bundestag.de/btd/18/079/1807911.pdf ) der Regierung auf eine Kleine Anfrage (18/7536 http://dip.bundestag.de/btd/18/075/1807536.pdf ) der Fraktion Die Linke.
Genannt werden unter anderem die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege sowie die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns dort, die Modernisierung des Berufsbildes, die Verbesserung des Pflegealltags durch mehr zusätzliche Betreuungskräfte, der Bürokratieabbau, die Vermittlung von Pflegekräften aus dem Ausland und die Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens zur Personalbemessung in der Pflege.
So soll der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff, der auch Fälle von Demenz systematisch mit einbezieht und zu Jahresbeginn 2017 eingeführt wird, künftig bei der Personalbemessung berücksichtigt werden. Dazu sei die Pflegeselbstverwaltung verpflichtet worden, bis zum 30. Juni 2020 ein wissenschaftlich fundiertes Personalbemessungsverfahren zu entwickeln und zu erproben, "aus dem sich Maßstäbe für die Personalausstattung von Pflegeeinrichtungen ableiten lassen". Dabei sei auch "der Zusammenhang zwischen der Qualität der Maßnahmen und der Gehaltsstruktur der Beschäftigten in den Blick zu nehmen".

Quelle: Mitteilung vom 24.03.2016
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
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Pflegepersonalschlüssel für Krankenhäuser schaffen

Beitrag von WernerSchell » 08.04.2016, 06:39

Am 08.04.2016 bei Facebook gepostet:
Pflegepersonalschlüssel für Krankenhäuser schaffen!
--- Deutscher Ethikrat fordert, das Patientenwohl als Maßstab für das Krankenhaus zu verankern. - Näheres unter > viewtopic.php?f=2&t=21589&p=91658#p91658
Zu den 29 Empfehlungen des Deutschen Ethikrates (vom 05.04.2016) gehört u.a. die Bemerkung:
"Des Weiteren sollte die Situation der Pflege im Krankenhaus nachhaltig verbessert werden. Unter anderem sollten Pflegepersonalschlüssel in Abhängigkeit von Stations- und
Bereichsgrößen für Krankenhäuser entwickelt und die Voraussetzungen für eine personale Kontinuität in der Pflege der Patienten geschaffen werden."
Dies entspricht einer Forderung, die von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren erhoben wird! Dazu gibt es umfängliche Statements - siehe u.a. unter:
viewtopic.php?f=3&t=21461
viewtopic.php?f=3&t=21218
viewtopic.php?f=3&t=21289
viewtopic.php?f=3&t=21085
viewtopic.php?f=3&t=21248
viewtopic.php?f=3&t=21118
viewtopic.php?f=3&t=20737
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Wir brauchen in den Einrichtungen vor allem mehr Pflegeperso

Beitrag von WernerSchell » 23.04.2016, 16:03

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Pressemitteilung

Wir brauchen in den Einrichtungen vor allem mehr Pflegepersonal

Ver.di tritt in der aktuellen Tarifverhandlungsrunde für Erhöhungen der Vergütungen der Beschäftigen des Bundes und der Kommunen ein. Auch das Thema Personalabbau ist Gegenstand von Forderungen. - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unterstützt grundsätzlich die Aktivitäten von Ver.di. Unabhängig davon ist es aber weiterhin dringend geboten, durch geeignete Personalbemessungssysteme und aufgrund verbesserter Stellenschlüssel für deutlich MEHR Pflegekräfte in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern einzutreten - JETZT. Im Übrigen bedarf es neben den üblichen linearen Vergütungsanhebungen für die Pflege eines der schweren und qualifizierten Tätigkeit in der Pflege (vgl. u.a. § 11 SGB XI) angepassten neuen Eingruppierungssystems. Daraus müssen deutliche Anhebungen der Vergütungen resultieren. Es versteht sich, dass die Pflege dann insgesamt teurer wird. Dieser Mehraufwand ist aber mehr als berechtigt und muss gesamtgesellschaftlich finanziert werden. - Nur so kann gewährleistet werden, dass auch in Zukunft genügend qualifizierte Pflegekräfte für die dramatisch zunehmende Zahl (schwerst) pflegebedürftiger Menschen zur Verfügung stehen wird. - Siehe auch unter > viewtopic.php?f=3&t=21218

Werner Schell

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Am 23.04.2016 bei Facebook gepostet:
Ver.di tritt in der aktuellen Tarifverhandlungsrunde für Erhöhungen der Vergütungen der Beschäftigen des Bundes und der Kommunen ein. Auch das Thema Personalabbau ist Gegenstand von Forderungen. - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unterstützt grundsätzlich die Aktivitäten von Ver.di. Unabhängig davon ist es aber weiterhin dringend geboten, durch geeignete Personalbemessungssysteme und aufgrund verbesserter Stellenschlüssel für deutlich MEHR Pflegekräfte in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern einzutreten - JETZT. Im Übrigen bedarf es neben den üblichen linearen Vergütungsanhebungen für die Pflege eines der schweren und qualifizierten Tätigkeit in der Pflege (vgl. u.a. § 11 SGB XI) angepassten neuen Eingruppierungssystems. Daraus müssen deutliche Anhebungen der Vergütungen resultieren. Es versteht sich, dass die Pflege dann insgesamt teurer wird. Dieser Mehraufwand ist aber mehr als berechtigt und muss gesamtgesellschaftlich finanziert werden. - Nur so kann gewährleistet werden, dass auch in Zukunft genügend qualifizierte Pflegekräfte für die dramatisch zunehmende Zahl (schwerst) pflegebedürftiger Menschen zur Verfügung stehen wird.
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Bundesweit geltende Personalbemessungssysteme erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 04.05.2016, 06:45

Bundesweit geltende Personalbemessungssysteme erforderlich

Am 04.05.2016 bei Facebook gepostet:
Nach jahrelangen Tarifauseinandersetzungen haben sich ver.di und die Berliner Charité auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Es wurden konkrete Vereinbarungen zur personellen Mindestbesetzung in den Bereichen Intensivpflege, Kinderklinik und stationäre Krankenpflege gefunden. Auf Überlastungen soll transparent und gestuft reagiert werden. Damit wurde offensichtlich dem Personalabbau in der Pflege ein Ende gesetzt.
Der neue Tarifvertrag ist sicherlich begrüßenswert. Aber erforderlich sind bundesweit geltende Personalbemessungssysteme, die eine angemessene Personalbesetzung in allen Krankenhäusern gewährleisten, im Tag- und Nachtdienst und auf allen Stationen. Eine Mindestbesetzung für einige wenige Bereiche ist im Prinzip zu wenig und löst den vielfach beklagten Pflegenotstand nicht wirklich auf!
Pro Pflege … hat Hermann Gröhe, BMG, wiederholt auf das Erfordernis, schnellstmöglich Personalbemessungssysteme zu gestalten, aufmerksam gemacht. Weitere Diskussionen erscheinen insoweit völlig entbehrlich > viewtopic.php?f=3&t=21289
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Gute Pflege nur mit genügend Pflegekräften möglich ...

Beitrag von WernerSchell » 12.05.2016, 07:26

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Am 12.05.2016 bei Facebook gepostet:
Zum Tag der Pflegenden am 12.05.2016: Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt seit vielen Jahren
für deutlich mehr Wertschätzung und Anerkennung der Pflegeberufe ein und fordert verbesserte
Stellenschlüssel und höhere Vergütungen. Darüber informieren beispielhaft einige kurze Filme:


https://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZtgE (2012)
https://www.youtube.com/watch?v=dGm3gF9p_Rs (2013)
https://www.youtube.com/watch?v=KXX7VYoJIuQ (2014)
https://youtu.be/VzliA0ss-A8 (NPK 2015)
https://youtu.be/qbyHRxX9ikk (21.10.2015)
https://youtu.be/LOnV_OY2j-A (27.04.2016)


Im Forum wird mit zahlreichen Statements ergänzend informiert > viewtopic.php?f=3&t=21510
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Pflegeberufe sollen attraktiver werden - alles gesagt

Beitrag von WernerSchell » 21.06.2016, 07:07

Am 21.06.2016 bei Facebook gepostet:
"Pflegeberufe sollen attraktiver werden." - So das Ergebnis einer Veranstaltung der SPD im Rhein-Kreis Neuss. Die abgelieferten Statements sind lt. Medienbericht aber leider nicht geeignet, die Pflegeprobleme aufzulösen. Daher hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk die Verantwortlichen am 18.06.2016 angeschrieben und auf die seit geraumer Zeit vorliegenden Reformvorschläge aufmerksam gemacht: Vor allem muss es um deutlich verbesserte Stellenpläne in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gehen. Zusätzlich bedarf es einer Anhebung der Vergütungen im Pflegesystem. - Es wurde ein Gespräch zur Erläuterung der Verbesserungsvorschläge angeboten: > viewtopic.php?f=3&t=21684 2017 wird aus vielerlei Gründen ein wichtiges Wahljahr. Daher müssen die "Fronten" zeitgerecht geklärt werden!
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Ethikrat sieht Krankenhäuser kritisch

Beitrag von WernerSchell » 27.06.2016, 15:32

Ethikrat sieht Krankenhäuser kritisch
Gesundheit/Unterrichtung

Berlin: (hib/PK) Die Krankenhäuser sollten sich nach Ansicht des Deutschen Ethikrates stärker am Patientenwohl orientieren. Es falle auf, dass in der Debatte über die künftige Ausrichtung der Kliniken das Patientenwohl als maßgebliches Leitprinzip der Versorgung nicht explizit im Vordergrund stehe, heißt es in einer Stellungnahme des Ethikrates, wie aus einer Unterrichtung (18/8843 http://dip.bundestag.de/btd/18/088/1808843.pdf ) des Gremiums an den Bundestag hervorgeht.
Im Zusammenhang damit stünden besorgniserregende Entwicklungen in der Krankenhausmedizin, so etwa Mengenausweitungen und reduzierte Behandlungsleistungen, die Konzentration auf gewinnbringende Behandlungen zulasten notwendiger Behandlungsangebote sowie problematische Arbeitsbedingungen für das Klinikpersonal.
So fordert der Ethikrat das Bundesgesundheitsministerium dazu auf, für eine "nachhaltige Verbesserung der Pflegesituation im Krankenhaus" zu sorgen. Dazu gehöre die Entwicklung von Pflegepersonalschlüsseln in Abhängigkeit von Stations- und Bereichsgrößen. Zudem sollten Mindestquoten für Pflegekräfte, differenziert nach Fachabteilungen, festgelegt werden. Angesichts des Mangels an Pflegekräften könnten Qualifizierungsmodelle gefördert werden, mit denen zum Beispiel Arzthelfer berufsbegleitend zu Pflegekräften weitergebildet werden.
Was die Vergütung durch Fallpauschalen angeht, plädierte der Ethikrat ebenfalls für eine am Patientenwohl orientierte Umgestaltung. Denkbar wäre etwa eine auf den individuellen Fall bezogene "Paketlösung". Um unnötige Eingriffe und Prozeduren zu vermeiden, sollten zudem Vergütungsmodelle entwickelt werden, die Anreize bieten für eine "begründete Unterlassung". Für die Krankenhausbehandlung von Kindern und Jugendlichen sowie Behinderten müssten spezifische Fallpauschalen erarbeitet werden.
Nach Ansicht des Ethikrates sollten transparente Kriterien für eine primär am Patientenwohl orientierte Krankenhausplanung entwickelt werden. Ferner sollten Bund und Länder bundeseinheitliche Standards für die Krankenhausplanung entwickeln, um Unterschiede und Doppelstrukturen zu verringern. Das schließe gegebenenfalls eine Reduzierung der Anzahl der Krankenhäuser nicht aus.

Quelle: Mitteilung vom 27.06.2016
Deutscher Bundestag
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Merkel: Altenpfleger haben härteren Job als ich ...

Beitrag von WernerSchell » 15.08.2016, 06:50

Am 15.08.2016 bei Facebook gepostet:
Kanzlerin Merkel erklärte 2013: Altenpfleger haben härteren Job als ich ...
Meine Kommentierung zu dem Bekenntnis der Kanzlerin: Pflegekräfte werden seit Jahren mit Erklärungen umworben, z.B. mit Bekundungen wie etwa: Sie verdienen "Wertschätzung und Anerkennung". Ihre Arbeitsbedingungen bleiben aber anhaltend mehr als belastend und die Vergütungen für die schwere Arbeit am Menschen sind auch bislang nicht verbessert worden. Ich habe die Bundeskanzlerin am 20.02.1012 angeschrieben und auf die entsprechenden Reformnotwendigkeiten aufmerksam gemacht. Der Brief ist nachlesbar unter folgender Adresse: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 122011.pdf - Eine Antwort habe ich nicht erhalten. Dazu ein Statement bei Youtube > https://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZtgE Und was aus der Sicht des Jahres 2016 schlimmer ist … die Pflege-Rahmenbedingungen in den Heimen sind trotz einiger Reformgesetze nicht verbessert worden! Die viel gepriesenen Pflegestärkungsgesetze geben keine Antworten, wie die unzureichenden Pflegebedingungen aktuell aufgelöst werden können! - Werner Schell viewtopic.php?f=3&t=21471
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Pflegedokumentation auf dem Prüfstand

Beitrag von WernerSchell » 31.08.2016, 08:49

Pressemitteilung Universität Bremen, Meike Mossig, 31.08.2016

Pflegedokumentation auf dem Prüfstand

Bremer Pflegewissenschaftler evaluieren im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums das neu entwickelte Pflegedokumentationssystem.

In der Pflegedokumentation werden wichtige Patientenmerkmale und die geplanten Pflegetätigkeiten festgehalten. Die Dokumentation ist damit ein äußerst wichtiges Arbeitsmittel in der professionellen Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege. Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit wurden im Jahr 2013 Empfehlungen zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation entwickelt, die in ein Strukturmodell mündeten. Die flächendeckende Einführung der neuen Pflegedokumentation „Strukturmodell“ startete dann am 1. Januar 2015. Inzwischen beteiligen sich bundesweit knapp 10.000 Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen an dem Projekt. Professorin Karin Wolf-Ostermann und ihr Team am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen sind jetzt vom Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV Spitzenverband) beauftragt worden, Qualität und Effizienz des neu entwickelten Pflegedokumentationssystems zu erheben. Die Studie „Evaluation der Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“ (EvaSIS) wird in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe durchgeführt.

Qualität und Aufwand der Pflegedokumentation werden evaluiert

Der Blick der Pflegewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gilt der Praxis in der ambulanten und stationären Pflege. Im Zentrum der Evaluation steht die Überprüfung der Effizienz und der Qualität der neuen Pflegedokumentation im Zusammenhang mit dem damit verbundenen Aufwand.
Auch die Auswirkungen auf die interne und externe Qualitätsprüfung werden untersucht. Gleichzeitig erfolgt ein Vergleich zu bislang benutzten Pflegedokumentationssystemen.

Umfangreiche Datenerhebung bei allen Beteiligten

Konkret werden in der Studie die einzelnen Schritte der Pflegedokumentation erfasst. Dieses Vorgehen erlaubt eine umfassende Untersuchung der neuen Pflegedokumentation und der Rahmenbedingungen in der Praxis sowie bereits erfassbarer Auswirkungen. Die Forscherinnen und Forscher nehmen die Datenerhebungen mit vielfältigen Methoden vor: So kommen standardisierte Befragungen involvierter Akteure, Fokusgruppen- Interviews mit Pflegekräften und Prüfungsinstanzen wie dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und Heimaufsichten, Interviews mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sowie Analysen von Pflegeakten zum Einsatz. In die Untersuchung eingeschlossen werden alle Einrichtungen, die die neue Pflegedokumentation seit mindestens drei Monaten einsetzen. Die Datenerhebung erfolgt von Oktober 2016 bis Mai 2017 und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen, von Prüfinstanzen, aber auch Angehörige von Menschen mit Pflegebedarf aus dem gesamten Bundesgebiet in die Befragungen ein.

Zusätzliche Handlungsempfehlungen

Das Forschungsprojekt soll nicht nur Erkenntnisse über die Umstellung der Pflegedokumentation in den in die Erhebungen einbezogenen Einrichtungen sowie Erfahrungen der direkt beteiligten Akteursgruppen liefern. Die Wissenschaftler werden ergänzend auch einen Ausblick auf Handlungsempfehlungen für den weiteren Implementierungsprozess sowie die Weiterentwicklung und Optimierung des Pflegedokumentationssystems entwickeln.

Projektpartner

Die Projektkoordination und eines der drei Studienzentren sind in der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des IPP der Universität Bremen angesiedelt und werden von Professorin Karin Wolf- Ostermann geleitet. Kooperationspartner sind Privatdozent Dr. Gero Langer und Professorin Gabriele Meyer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Studienzentrum) sowie Dr. Tanja Bratan, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe (Studienzentrum).

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann Tel. (0421) 218-68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
oder
Dr. Dirk Peschke
E-Mail: dpeschke@uni-bremen.de
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Pflegenotstand - es ist alles gesagt

Beitrag von WernerSchell » 13.10.2016, 06:47

Am 13.10.2016 bei Facebook gepostet:
Wer als Pflegekraft im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung Mängel aufgreifen will, sollte, um die eigene Anstellung nicht zu gefährden, die geltenden arbeitsrechtlichen Regeln beachten (> viewtopic.php?f=5&t=21519 ). Ich rate dazu, immer klar Position zu beziehen, jeder an seinem Platz und mit den jeweils gegebenen rechtlichen Möglichkeiten. Plattformen, um pflegepolitische Forderungen zu erheben, gibt es. Dabei muss sich nicht jeder outen. Aber Unterstützung durch Anwesenheit, z.B. bei den regelmäßigen Neusser Pflegetreffs, wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung. Eingeladen habe ich immer breit. - Der nächste Treff findet am 26.10.2016 statt. Dann geht es zwar in erster Linie um die neuen Pflegegrade. Aber irgendwie kommen wir dann doch auch zu den unzureichenden Stellenschlüsseln usw. > viewtopic.php?f=7&t=21512
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Patienten als "Fallpauschalen" willkommen, aber ...

Beitrag von WernerSchell » 16.10.2016, 06:23

Am 16.10.2016 bei Facebook eingestellt:
Patienten sind als "Fallpauschalen" (Abrechnungsbasis) immer willkommen, als Patienten, die Zuwendung wünschen und nötig haben,
stören sie eher. Schnellstmögliche Entlassungen aus der Klinikversorgung sind das Ziel - und dabei kommt das Patientenwohl nicht selten zu kurz!
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Patienten als "Fallpauschalen" willkommen, aber ...

Beitrag von WernerSchell » 16.10.2016, 06:24

Am 16.10.2016 bei Facebook eingestellt:
Patienten sind als "Fallpauschalen" (Abrechnungsbasis) immer willkommen, als Patienten, die Zuwendung wünschen und nötig haben,
stören sie eher. Schnellstmögliche Entlassungen aus der Klinikversorgung sind das Ziel - und dabei kommt das Patientenwohl nicht selten zu kurz!
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Zwischenruf zur Pflegereform der GroKo ...

Beitrag von WernerSchell » 04.12.2016, 07:49

Aus Forum:
Zwischenruf zur Pflegereform der GroKo ...
viewtopic.php?f=4&t=21889

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Ein Zwischenruf:
Zahlreiche für 2017 geplante Debatten um die Zukunft des Pflegeversicherungssystems kommen reichlich spät.
Die Pflegereform der GroKo ist für diese Wahlperiode mehr oder weniger gelaufen. Auch das PSG III wurde verabschiedet
- siehe insoweit > viewtopic.php?f=4&t=21695&start=15 ). Danach wird lange nichts passieren können, weil alle im
Pflegesystem mit den grundlegenden Veränderungen (neuer Pflegebegriff, Leistungsveränderungen usw.) beschäftigt sein werden.
Die Parlamente werden nach den Wahlen 2017/18 zunächst einmal andere Aufgaben abzuarbeiten haben. Ich frage mich, warum
es in den zurückliegenden Jahren nicht mehr - vor allem gemeinsame - Aktivitäten zur Verbesserung der Pflege - Rahmenbedingungen
gegeben hat. Bei den Neusser Pflegetreffs, u.a. mit dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (mehrfach vor Ort), dem
Pflegebeauftragten Karl-Josef Laumann und der Pflegeministerin NRW, Frau Barbara Steffens waren hochkarätige Podiumsgäste verfügbar.
Zu den Treffs wurde immer umfassend eingeladen. Diejenigen aber, die jetzt die Zukunft der Pflege diskutieren wollen, haben sich bei den
hier geführten Diskussionen nicht oder nur bescheiden eingebracht. Gleichwohl: Pro Pflege … wird sich weiterhin als Interessenvertretung für
hilfe- und pflegebedürftige Menschen kümmern und sich gezielt um die Verbesserung der Versorgungs- und Pflegestrukturen bemühen.
Unterstützer sind stets willkommen! > viewtopic.php?f=6&t=21660


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Siehe auch unter > viewtopic.php?f=6&t=21660

+++
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Die Statements von Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk, beim Neusser Pflegetreff
am 21.10.2015 sind in einem gesonderten Filmbeitrag (7.30 Minuten) anschaubar unter
:
> https://youtu.be/qbyHRxX9ikk
Die wesentlichen Aussagen:
- Mehr Pflegepersonal - jetzt und nicht später!
- Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen.
- Der im PSG II vorgesehene § 113c SGB XI, der ein Personalbemessungssystem anspricht, reicht nicht!
- Mängel müssen abgestellt werden, auch im Hinblick auf den Einsatz der Betreuungskräfte nach § 87b SGB XI
.

Hinweise zu weiteren Filmdokumentationen u.a. unter
> viewtopic.php?f=6&t=21070
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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