"NRW für Pflegeberufe" geht an den Start

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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"NRW für Pflegeberufe" geht an den Start

Beitrag von WernerSchell » 12.03.2015, 07:42

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Presseinformation – 129/2/2015 Düsseldorf, 26. Februar 2015

Ministerin Steffens:
"NRW für Pflegeberufe" geht an den Start
Weitere Maßnahme gegen Fachkräftemangel


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Erstmals gibt es in Nordrhein-Westfalen eine zentrale Plattform für Berufsinhalte sowie Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Pflege. Das Internetportal „NRW für Pflegeberufe“ (http://www.pflegeberufe-nrw.de), das in Kürze durch eine Stellenbörse und die Möglichkeit von Online-Bewerbungen ergänzt wird, ist ein Gemeinschaftsprojekt von Arbeitgebern und Berufsverbänden im Pflegebereich. Es wird finanziell durch das Land unterstützt.

„Das in dieser Form bisher einzigartige Internetportal ist ein weiterer konkreter Beitrag, um in Nordrhein-Westfalen noch mehr Menschen für einen verantwortungsvollen und zukunftssicheren Beruf in der Pflege zu gewinnen“, erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens anlässlich der Freischaltung von http://www.pflegeberufe-nrw.de in Düsseldorf. „Durch Einführung einer Umlagefinanzierung haben wir die Zahl der Auszubildenden in der Pflege in Nordrhein-Westfalen bereits um 70 Prozent steigern können. Damit in Zukunft auch die geburtenstarken Jahrgänge angemessen versorgt werden können, müssen wir beständig um den Pflegekräftenachwuchs werben. Deshalb hoffe ich, dass möglichst viele Einrichtungen und Ausbildungssuchende das neue kostenfreie Angebot nutzen“, so Steffens weiter.

Die Internetseite bietet neben Informationen zu den Pflegeberufen auch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit Alten- und Kranken-pflegeschulen und Ausbildungseinrichtungen. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste, Krankenpflegeschulen und Fachseminare für Altenpflege sind aufgefordert, sich kostenlos in eine Datenbank einzutragen und ihre Ausbildungsangebote auf der Internetseite vorzustellen. Über eine Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher des Portals nach Ausbildungsstätten in ihrer Nähe suchen oder sich anzeigen lassen, wo welche Ausbildungsrichtung angeboten wird. In Kürze wird das Portal um eine Stellenbörse erweitert, die verfügbare Ausbildungsplätze anzeigt. Auch Online-Bewerbungen werden möglich sein. Die Seite soll vor allem junge Menschen über die vielfältigen Möglichkeiten in den zukunftssicheren und verantwortungsvollen Pflegeberufen informieren und ihnen helfen, unkompliziert ihren Wunschausbildungsplatz zu finden.

Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, sagte zum Start des Internetportals „NRW für Pflegeberufe“: „Besonders freue ich mich über die vielen Beispiele aus der Praxis, die allen Interessierten tiefere Einblicke in die Arbeit einer Pflegefachkraft geben und direkt vom Ort des Geschehens berichten. So erzählen Pflegende, Pflegepädagogen und -direktoren genauso wie Auszubildende und Studenten von ihren Erfahrungen und vermitteln so einen umfassenden Eindruck über die beruflichen Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Pflegebranche. Das macht Mut, dass wir Schulabgänger für diesen Berufszweig begeistern können.“

Oliver Baiocco, Vorsitzender des Arbeitsausschusses Bildung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in NRW erklärte: „Das gemeinsam entwickelte Internetportal ist ein wichtiger Baustein zur Sicherstellung des Fachkräfteangebots in der Pflege und damit auch ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der Patientenversorgung. Wir wünschen uns, dass möglichst alle Ausbildungsstätten in NRW die Chance wahrnehmen, sich auf http://www.pflegeberufe-nrw.de zu präsentieren.“

Die Internetseite „NRW für Pflegeberufe“ ist ein gemeinsames Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrts-pflege, der kommunalen Spitzenverbände, des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V., des Landesverbands freie ambulante Krankenpflege NRW e.V., des Bundesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V., des Pflegerats NRW, des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe für organisierte Unternehmerinnen und Unternehmer und der Krankenhausgesellschaft Nordrhein Westfalen e.V. Die Entwicklung der Internetseite wird vom Gesundheits- und Pflegeministerium gefördert.

„Die Pflege für die Zukunft sicherzustellen, erfordert ein ganzes Bündel von Maßnahmen und ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betonte Ministerin Steffens.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de


Hintergrundinformationen

Fachkräftebedarf in der Pflege steigt
• fehlende Pflegefachkräfte in NRW : 4200
davon in der
Altenpflege 1580
Gesundheits- und Krankenpflege 2400
Gesundheits- und Kinderkrankenpflege 232

Quelle: Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW 2013

• Zukünftiger Bedarf an Pflegebeschäftigten in NRW
bis 2030: ca. 130.000 (+ 37.000 Stellen)
bis 2050: ca. 173.000 (+ 80.000 Stellen)

Demnach können im Jahr 2030 in NRW etwa 33 Prozent der Stellen in der Pflege nicht besetzt werden, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Quelle: PricewaterhouseCoopers-Studie „Fachkräftemangel stationärer und ambulanter Bereich bis zum Jahr 2030“

Zahl der Schülerinnen und Schüler geht zurück
• Aktuell gibt es rund 471.000 Schulabgängerinnen und Schulabgänger
• In nur fünf Jahren – im Jahr 2020 – werden es etwa 60.000 weniger sein

Quelle: Schülerprognose und Schulabgängerprognose bis zum Schuljahr 2049/2050, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, 2014; Allgemeinbildende Schulen und Berufskolleg

Steigende Zahl der Pflegebedürftigen in NRW (und bundesweit)
2011: 548.000 (2,5 Millionen)
2030: 700.000 (3,4 Millionen)
2050 930.000 (4,5 Millionen)

Quelle: IT.NRW Zahl der pflegebedürftigen Leistungsbezieherinnen und -bezieher; Hinweis: Konstante Hochrechungsvariante, d.h. es wird ein gleichbleibendes Pflegerisiko unterstellt.

Land NRW Vorreiter bei Förderung der Pflege
• Verdoppelung der Fördermittel für Pflegeausbildungen (Altenpflege, Altenpflegehilfe, Familienpflege) Angaben in Euro

2010: 32,0 Millionen
2011: 34,7 Millionen
2012: 39,2 Millionen
2013: 54,8 Millionen
2014: 58,3 Millionen
2015: 64,0 Millionen (davon 60 Mio. für Altenpflege-Ausbildung)

• Anstieg der landesgeförderten Ausbildungsplätze in der Altenpflege seit Einführung der Umlagefinanzierung im Jahr 2012 um fast 70 Prozent

Dezember 2011 10.000 Plätze
Dezember 2014 16.800 Plätze

• Reform des Landespflegerechts (GEPA NRW) im Oktober 2014 umgesetzt, unter anderem um ambulante und quartiersnaher Betreuungs- und Wohnangebote zu stärken

• Erprobung akademischer Ausbildungsgänge in Gesundheits- und Pflegeberufen: Elf Modellstudiengänge in NRW bieten in der Endstufe insgesamt 1.840 Plätze; Kompetenzerweiterung erhöht die Attraktivität der Pflegeberufe.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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... mehr Personal in NRW-Pflegeeinrichtungen ...

Beitrag von WernerSchell » 01.06.2015, 06:33

Über fünf Prozent mehr Personal in NRW-Pflegeeinrichtungen beschäftigt als 2011

(Quelle: IT.NRW). Ende 2013 waren in Nordrhein Westfalen 158.336 Personen in 2.458 Pflegeheimen (stationären Pflegeeinrichtungen) und 67.018 Personen bei 2.377 ambulanten Pflegediensten tätig. Wie Information und Technik Nordrhein Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, stieg die Gesamtzahl der Beschäftigten im Pflegebereich seit 2011 um 5,1 Prozent auf 225.354.
Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten die ambulanten Pflegedienste, die ihre Beschäftigtenzahl um 12,3 Prozent steigern konnten; in Pflegeheimen lag der Anstieg bei 2,2 Prozent. Wie 2011 war etwa die Hälfte des gesamten Personals teilzeitbeschäftigt. Weitere 60.302 Vollzeitkräfte (-2,2 Prozent) und 35.259 sogenannte "Mini-Jobber" (+1,3 Prozent) wurden in den Einrichtungen eingesetzt. Außerdem lernten 14.888 Auszubildende oder (Um-)Schüler in den nordrhein-westfälischen Pflegebetrieben und 1.127 Personen leisteten einen Bundesfreiwilligendienst ab. Die übrigen 2.152 Beschäftigten absolvierten entweder ein Praktikum außerhalb einer Ausbildung oder ein freiwilliges soziales Jahr.
Mit 4.835 gab es Ende 2013 in Nordrhein-Westfalen 4,3 Prozent mehr Pflegeeinrichtungen als zwei Jahre zuvor. Etwa jede zweite Einrichtung befand sich in freigemeinnütziger (2.360) oder privater (2.344) Trägerschaft; 131 Einrichtungen wurden von der "öffentlichen Hand" betrieben.
Durchschnittlich waren in jeder der 2.458 stationären Pflegeeinrichtungen 64 Personen tätig, gut die Hälfte (54,2 Prozent) der Arbeitskräfte verfügte über eine abgeschlossene Berufsausbildung im pflegerischen, therapeutischen, pädagogischen oder hauswirtschaftlichen Bereich. 22,1 Prozent der Beschäftigten hatten einen anderen, weitere 23,7 Prozent keinen Berufsabschluss oder befanden sich noch in Ausbildung bzw. Umschulung. Die 2.377 ambulanten Pflegeeinrichtungen beschäftigten im Schnitt 28 Personen.
Dort verfügten 2013 gut zwei Drittel (69,3 Prozent) des Pflegepersonals über eine fachspezifische Ausbildung, weitere 20 Prozent besaßen einen anderen Abschluss.

Quelle: Mitteilung vom 31.05.2015
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
Weißenburger Straße 12
44135 Dortmund
Tel.: 0231/ 579743
Fax: 0231/ 579754
E-Mail: info@vkm-rwl.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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