Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 01.04.2015, 06:35 
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Ärzte Zeitung vom 01.04.2015:
Pflege: Dokumentation wird deutlich einfacher
Die Entbürokratisierung bei der Pflegedokumentation wird nun endlich konkret.
Das wird Thema beim interprofessionellen Gesundheitskongress sein.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=882 ... ege&n=4135

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BeitragVerfasst: 11.05.2015, 17:31 
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Pflege Doku light: Entbürokratisierungs-Tour startet
Vorwärts mit der Pflege-Dokumentation light: Karl-Josef Laumann, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung,
gibt heute den Startschuss für die Entbürokratisierungs-Tour.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=885 ... ege&n=4213

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BeitragVerfasst: 12.05.2015, 06:22 
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Ärzte Zeitung vom 12.05.2015:
Laumann: "Pflegekräfte haben kein erotisches Verhältnis zu Akten"
Vorwärts mit der Pflege-Dokumentation light: Karl-Josef Laumann, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, hat am Montag den Startschuss für die Entbürokratisierungs-Tour gegeben.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=885 ... ege&n=4214

Anmerkung der Moderation:
Was sollen denn solche Aussagen? Die Krankendokumentation ist aus vielerlei Gründen unabdingbar und gehört zum pflegewissenschaftlichen Geschehen zwingend dazu. Dies alles klein zu reden, ist nicht der richtige Weg, hier und da ein wenig zu korrigieren!

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BeitragVerfasst: 13.05.2015, 07:05 
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Deutsches Ärzteblatt:
Staatssekretär Laumann startet Pflege-Entbüro­kratisierungs-Tour
Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU), hat am heutigen internationalen Tag der Pflege
seine sogenannte Entbürokratisierungs-Tour durch Deutschland gestartet. „Unsere Pflegekräfte ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/6 ... rungs-Tour

- Neue Pflegedokumentation soll Bürokratie abbauen
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/6 ... ie-abbauen
- Weniger Bürokratie in der Pflege
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/6 ... der-Pflege

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 Betreff des Beitrags: Mehr Zeit für Pflege und Beratung
BeitragVerfasst: 25.05.2015, 16:42 
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Mehr Zeit für Pflege und Beratung

„Der MDK Nordrhein unterstützt das bundesweite Projekt zum Bürokratieabbau in der
Pflege. „Für die Qualitätsprüfungen in den Pflegeeinrichtungen genügt uns eine vereinfachte
Pflegedokumentation“, sagte Andreas Hustadt, Geschäftsführer des MDK Nordrhein,
heute auf einer Fachveranstaltung des MDK Nordrhein in Düsseldorf. „Uns
kommt es nicht auf Akten an, sondern auf eine gute Pflege der Menschen in den Pflegeeinrichtungen
und Zuhause.“

Staatssekretär Karl‐Josef Laumann, Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter der
Bundesregierung, ermutigte die Einrichtungsträger, sich für die neue Pflegedokumentation
zu entscheiden und erklärte dazu: „Die überbordende Bürokratie ist für unsere
Pflegekräfte der Motivationskiller Nummer eins. Damit muss Schluss sein. Bislang haben
die Beschäftigten viel zu viele sinnlose Kästchen ausgefüllt. Mit der neuen Pflegedokumentation
wird dagegen nur noch das festgehalten, was vom normalen Pflegealltag abweicht.
Das spart erheblich Zeit. Und unsere Pflegekräfte können sich auf das konzentrieren,
wofür sie ihren Beruf machen: die Versorgung und Betreuung von pflegebedürftigen
Menschen.“

Im vergangenen Jahr hatten unter anderem Pflegeexperten, Verbände der Einrichtungsträger,
der Kassen, Bundesländer sowie der MDK im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums
gemeinsam eine neue Pflegedokumentation entwickelt, die den Aufwand für die
Dokumentation deutlich reduzieren soll. Zur Unterstützung interessierter Einrichtungen
bei der Einführung der neuen Pflegedokumentation wurde durch Staatssekretär Karl‐Josef
Laumann zu Beginn des Jahres ein Projektbüro (Informationen unter: http://www.ein‐step.de)
eingerichtet.

Der MDK Nordrhein setzt sich darüber hinaus auch für eine bessere Zusammenarbeit der
Prüfbehörden ein. „Unnötige Doppelprüfungen von MDK und Heimaufsicht können vermieden
werden, wenn wir uns die Aufgaben sinnvoll aufteilen“, betonte Hustadt. „Das
entlastet die Einrichtungen und kommt den pflegebedürftigen Menschen zugute“, sagte
er. Gemeinsam mit der Heimaufsicht und der Sozialholding der Stadt Mönchengladbach
sowie den Landespflegekassen hat der MDK Nordrhein dazu ein Projekt initiiert. „Zusam-
men mit der Heimaufsicht ist es uns gelungen, die Prüfungen so aufeinander abzustimmen,
dass wir wesentliche Ergebnisse gegenseitig übernehmen und so Prüfungen reduzieren
können“, berichtete Hustadt. „Diese Kooperationen wollen wir mit allen Heimaufsichten
in Nordrhein“, so Hustadt.

Markus Leßmann, Leiter der Abteilung Pflege, Alter, demografische Entwicklung im nordrhein‐
westfälischen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, bekräftigte,
dass eine bessere Kooperation der Prüfbehörden ebenso wie eine wirksame aber
zugleich möglichst unbürokratische und effiziente Qualitätssicherung auch wichtige Ziele
der Landespolitik seien: „Das im letzten Jahr novellierte Wohn‐ und Teilhabegesetz, das
die Tätigkeit der kommunalen Prüfbehörden ‐ früher als Heimaufsicht bezeichnet ‐ regelt,
sieht ausdrücklich die Vermeidung von Doppelprüfungen und den Abschluss von verbindlichen
Kooperationsvereinbarungen vor. Das wollen wir jetzt nutzen, um die Zusammenarbeit
der Behörden wirklich besser aufeinander abzustimmen“, bekräftigte Leßmann auf
der Veranstaltung.

Quelle: Pressemitteilung vom 08.05.2015
Pressekontakt: Dr. Barbara Marnach
presse@mdk‐nordrhein.de
http://www.mdk‐nordrhein.de

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Nordrhein ist der unabhängige
sozialmedizinische Beratungs‐ und Begutachtungsdienst in Nordrhein, der die gesetzlichen
Kranken‐ und Pflegekassen in medizinischen und pflegerischen Fragen berät und
unterstützt.

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BeitragVerfasst: 11.06.2015, 06:21 
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Ärzte Zeitung vom 11.06.2015:
Entbürokratisierung: Laumann mit Tour zufrieden
Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, ist mit dem Verlauf seiner Entbürokratisierungstour bislang zufrieden.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=887 ... ege&n=4278

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BeitragVerfasst: 20.11.2015, 08:46 
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Am 20.11.2015 bei Facebook gepostet:
Obhutspflichten / Verkehrssicherungspflichten im Heim - Qualität ohne gute Pflegepersonalausstattung? Geht nicht! > viewtopic.php?f=2&t=21275 - Die Unsicherheiten im Umgang mit sturzgefährdeten HeimbewohnerInnen sind weit verbreitet. Da können auch "entlastende" Gerichtsentscheidungen wenig helfen. Pflegekräfte sind gut beraten, wenn sie ihr Handeln ordentlich dokumentieren. > viewtopic.php?f=3&t=20323&hilit=Oberschenkelhalsbruch - "Der Sturz - Im Spannungsfeld zwischen Haftungsrecht und pflegerischen Handlungsmöglichkeiten" - Buchtipp dazu > viewtopic.php?f=2&t=21337

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BeitragVerfasst: 19.12.2015, 09:02 
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BeitragVerfasst: 15.07.2016, 06:29 
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Pressemitteilung Hochschule München, Christina Kaufmann, 14.07.2016

Mindestanforderungen an die Pflegedokumentation aus pflegepraktischer Sicht
Teilprojekt geht unter Leitung von Prof. Dr. rer. medic. Astrid Herold- Majumdar an die Hochschule München

Nachdem die Bayerische Staatsregierung 2013 eine Literaturstudie in Auftrag gegeben hatte, die den Mindestbedarf an Dokumentation in Pflegeeinrichtungen ermitteln sollte, ging ein Teilprojekt an die HM.
Weitere Projektteilnehmer waren die Martin-Luther Universität Halle Wittenberg und die Evangelische Fachhochschule Freiburg. Das Projekt soll Licht in die Entbürokratisierungsdiskussion bezüglich der Pflegedokumentation bringen. Unter Mitarbeit von Michael Schaller, einem Krankenpfleger und Kandidaten für Bachelor of Science im dualen Studiengang Pflege, führte die Gruppe unter Leitung von Prof. Astrid Herold-Majumdar, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, einen systematischen Review durch:
• Dabei analysierte sie 1.190 Studienberichte,
• wovon 205 als Volltexte ausgewertet
• und 6 Studienberichte in die Ergebniszusammenfassung
eingeschlossen wurden.

Die Forschungsgruppe definierte folgende Kriterien als wünschenswerte Ergebnisse aus pflegepraktischer Sicht:
• Lebensqualität und soziale Teilhabe der BewohnerInnen
• Qualität des Arbeitslebens der Pflegefach- und Hilfspersonen
• Handlungsleitende Erfassung des aktuellen Gesundheitszustandes und
des Pflegebedarfs
• Kommunikation versorgungsrelevanter Aspekte mit den am
Versorgungsprozess unmittelbar Beteiligten

Die Dokumentation sollte dabei nicht nur den gesetzlichen Anforderungen genügen, sondern in erster Linie die Pflegenden und die BewohnerInnen von stationären Einrichtungen unterstützen, diese wünschenswerten Ergebnisse zu erreichen.

Das Ergebnis des systematischen Reviews lässt sich folgendermaßen
zusammenfassen:
Positive Effekte auf die genannten Endpunkte hatten Pflegedokumentationssysteme auf Basis von Pflegediagnosen nach NANDA-I, Systeme, welche die verstehende Diagnostik unterstützen und solche, die systematisch Situationen erheben und planen, die für BewohnerInnen von Pflegeeinrichtungen mit positiven Gefühlen verbunden sind.

Mindestanforderungen an die Pflegedokumentation sind nicht nur rechtlich zu begründen, sondern müssen Evidence-basiert sein. Das bedeutet, es können nur solche Bestandteile bei der Pflegedokumentation als Mindeststandard eingefordert werden, die wissenschaftlich nachgewiesen wünschenswerte Ergebnisse in der Pflege unterstützen und gleichzeitig möglichst wenig unerwünschte Wirkungen haben. In der Literatur konnten solche unerwünschten Wirkungen ebenfalls identifiziert werden, z. B. das Gefühl der Pflegefachpersonen, kontrolliert zu werden; das Gefühl der Pflegefach-personen, den BewohnerInnen und ihrer jeweils individuellen Situation nicht gerecht zu werden; von den BewohnerInnen wahrgenommener Ärger darüber, beobachtet und bewertet zu werden.

Weiterer Forschungsbedarf besteht nach wie vor für die Entwicklung und Untersuchung von Pflegedokumentationssystemen, die in der Alltagspraxis sinnvoll unterstützen. In diesem Bereich ist mehr Nutzerorientierung vonnöten, wobei die pflegebedürftigen Menschen als mittelbare und die
Pflegefach- und Hilfspersonen als unmittelbare NutzerInnen von Pflegedokumentationssystemen zu sehen sind. Es ist ein nutzerorientiertes Design von Pflegedokumentationssystemen anzustreben, ein sogenanntes user- centered design of nursing care planning tools. Hier sind Industrie, etwa die Hersteller von Pflegedokumentationssystemen, und Wissenschaft weiter gefragt.

Weitere Informationen unter der Homepage des IQP e.V.:
http://www.iqp-ev.de/clients/IQP/IQP_Co ... ?Open&lang (Projektbericht des Gesamtprojektes)

Kontakt: astrid.herold-majumdar@hm.edu

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BeitragVerfasst: 31.08.2016, 08:48 
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Pressemitteilung Universität Bremen, Meike Mossig, 31.08.2016

Pflegedokumentation auf dem Prüfstand

Bremer Pflegewissenschaftler evaluieren im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums das neu entwickelte Pflegedokumentationssystem.

In der Pflegedokumentation werden wichtige Patientenmerkmale und die geplanten Pflegetätigkeiten festgehalten. Die Dokumentation ist damit ein äußerst wichtiges Arbeitsmittel in der professionellen Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege. Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit wurden im Jahr 2013 Empfehlungen zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation entwickelt, die in ein Strukturmodell mündeten. Die flächendeckende Einführung der neuen Pflegedokumentation „Strukturmodell“ startete dann am 1. Januar 2015. Inzwischen beteiligen sich bundesweit knapp 10.000 Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen an dem Projekt. Professorin Karin Wolf-Ostermann und ihr Team am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen sind jetzt vom Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV Spitzenverband) beauftragt worden, Qualität und Effizienz des neu entwickelten Pflegedokumentationssystems zu erheben. Die Studie „Evaluation der Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“ (EvaSIS) wird in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe durchgeführt.

Qualität und Aufwand der Pflegedokumentation werden evaluiert

Der Blick der Pflegewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gilt der Praxis in der ambulanten und stationären Pflege. Im Zentrum der Evaluation steht die Überprüfung der Effizienz und der Qualität der neuen Pflegedokumentation im Zusammenhang mit dem damit verbundenen Aufwand.
Auch die Auswirkungen auf die interne und externe Qualitätsprüfung werden untersucht. Gleichzeitig erfolgt ein Vergleich zu bislang benutzten Pflegedokumentationssystemen.

Umfangreiche Datenerhebung bei allen Beteiligten

Konkret werden in der Studie die einzelnen Schritte der Pflegedokumentation erfasst. Dieses Vorgehen erlaubt eine umfassende Untersuchung der neuen Pflegedokumentation und der Rahmenbedingungen in der Praxis sowie bereits erfassbarer Auswirkungen. Die Forscherinnen und Forscher nehmen die Datenerhebungen mit vielfältigen Methoden vor: So kommen standardisierte Befragungen involvierter Akteure, Fokusgruppen- Interviews mit Pflegekräften und Prüfungsinstanzen wie dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und Heimaufsichten, Interviews mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sowie Analysen von Pflegeakten zum Einsatz. In die Untersuchung eingeschlossen werden alle Einrichtungen, die die neue Pflegedokumentation seit mindestens drei Monaten einsetzen. Die Datenerhebung erfolgt von Oktober 2016 bis Mai 2017 und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen, von Prüfinstanzen, aber auch Angehörige von Menschen mit Pflegebedarf aus dem gesamten Bundesgebiet in die Befragungen ein.

Zusätzliche Handlungsempfehlungen

Das Forschungsprojekt soll nicht nur Erkenntnisse über die Umstellung der Pflegedokumentation in den in die Erhebungen einbezogenen Einrichtungen sowie Erfahrungen der direkt beteiligten Akteursgruppen liefern. Die Wissenschaftler werden ergänzend auch einen Ausblick auf Handlungsempfehlungen für den weiteren Implementierungsprozess sowie die Weiterentwicklung und Optimierung des Pflegedokumentationssystems entwickeln.

Projektpartner

Die Projektkoordination und eines der drei Studienzentren sind in der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des IPP der Universität Bremen angesiedelt und werden von Professorin Karin Wolf- Ostermann geleitet. Kooperationspartner sind Privatdozent Dr. Gero Langer und Professorin Gabriele Meyer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Studienzentrum) sowie Dr. Tanja Bratan, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe (Studienzentrum).

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann Tel. (0421) 218-68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
oder
Dr. Dirk Peschke
E-Mail: dpeschke@uni-bremen.de

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BeitragVerfasst: 23.09.2016, 06:38 
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Pressemitteilung Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Anne- Catherine Jung, 22.09.2016

Entbürokratisierung in der Pflege: Forschungsprojekt prüft neues Dokumentationssystem

In einem neuen Forschungsprojekt wird die Qualität und Effizienz eines Dokumentationssystems zur Entbürokratisierung in der Pflege wissenschaftlich untersucht. Das Projekt EvaSIS wird im Auftrag des Spitzenverbands der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen unter Federführung von Prof. Karin Wolf-Ostermann des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen durchgeführt, Kooperationspartner sind die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI. Anhand der gewonnen Erkenntnisse sollen Empfehlungen erarbeitet werden, wie sich die weitere Einführung und Nutzung des Dokumentationssystems optimieren lässt.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat im Jahr 2013 Empfehlungen zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation entwickelt, die 2014 erstmals in der Praxis getestet wurden. Am 1. Januar 2015 startete auf Initiative der Bundesregierung die flächendeckende Einführung der neuen Pflegedokumentation. Seitdem haben bundesweit knapp 10.000 Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen auf das neue Dokumentationssystem umgestellt – das sind gut 40 Prozent aller Einrichtungen.

Bislang fehlen allerdings Erkenntnisse, inwiefern die Einführung der neuen Pflegedokumentation zu Effizienzsteigerungen und Verbesserungen der Qualität in der ambulanten und stationären Pflege geführt hat. Um dies herauszufinden, bezieht das EvaSIS-Projekt verschiedene Akteursgruppen und Untersuchungsebenen ein: Die Erfahrungen von Pflegekräften und Heimleitungen werden ebenso erfasst wie die von Prüfinstanzen wie dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und Heimaufsichten. Zudem erfolgt ein Vergleich zu anderen Pflegedokumentationssystemen.

Die Datenerhebung im Rahmen der Qualitätsprüfung greift auf vielfältige Untersuchungsmethoden zurück: Beispielsweise werden zwischen Oktober 2016 und Mai 2017 standardisierte Befragungen mit involvierten Akteuren (Einrichtungsleitungen, Pflegefachkräften, Mitarbeiter/-innen der Heimaufsicht und des MDK) geführt, ebenso Fokusgruppen-Interviews mit Pflegekräften und Prüfinstanzen sowie Interviews mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Darüber hinaus kommen Dokumentenanalysen von Pflegeakten zum Einsatz. Die Untersuchung bezieht alle Einrichtungen ein, die seit mindestens drei Monaten mit der neuen Pflegedokumentation arbeiten.

Dr. Tanja Bratan, Projektleiterin am Fraunhofer ISI, nennt wichtige
Untersuchungsaspekte: „Wir evaluieren unter anderem, welchen Einfluss unterschiedliche Rahmenbedingungen in den Pflegeeinrichtungen auf die Nutzung der neuen Pflegedokumentation haben, beispielsweise die Größe oder der Personalschlüssel. Zudem untersuchen wir, wie praktikabel das System für die Pflegekräfte ist. Nicht zuletzt prüfen wir, ob die Individualität und die Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen angemessen berücksichtigt werden können.“

Ziel des Projekts EvaSIS ist, Erkenntnisse zur Umstellung auf die neue Pflegedokumentation zu gewinnen und die Erfahrungen der beteiligten Akteure zu ermitteln. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen für den Implementierungsprozess und die Weiterentwicklung beziehungsweise Optimierung des Pflegedokumentationssystems entwickelt. Diese Handlungsempfehlungen sollen im Sommer 2017 vorliegen.

Kontakt:
Anne-Catherine Jung MA
Telefon: +49 721 6809-100
E-Mail: presse@isi.fraunhofer.de

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 Betreff des Beitrags: Entbürokratisierung in der Pflege
BeitragVerfasst: 12.09.2017, 18:40 
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Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e. V.
Bundesgeschäftsstelle, Zweigertstr. 50, 45130 Essen,
Tel. 0201 . 354001, Fax: 0201 . 357980, E-Mail: info@bad-ev.de

Entbürokratisierung in der Pflege:
bad e.V. setzt Erfolgsprojekt fort


Essen, 12. September 2017. Ingrid Fischbach, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, hat das erfolgreiche Projekt „Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ in die Verantwortung der großen Pflegeverbände der Pflege übergeben. Mit diesem Projekt wurde in den letzten drei Jahren bundesweit in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen eine vereinfachte Pflegedokumentation eingeführt. Damit konnte die häufig von Pflegekräften in der Altenpflege beklagte Belastung mit Bürokratie auf ein vernünftiges Maß verringert werden. „Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. hat dieses Ziel von Anfang an unterstützt und wird sich auch nach Auslaufen des Bundesprojekts dafür einsetzen, dass die Entbürokratisierung in der Pflegedokumentation fortgesetzt wird“, bekräftigt Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e.V., das andauernde Engagement des Verbands.
„Wir haben allein knapp 30 Multiplikatoren geschult, die ehrenamtlich die vereinfachte Dokumentation in die Breite des Verbandes gebracht haben und auch andere Pflegedienste von den Vorteilen des Systems überzeugt haben.“ Auch wenn sich inzwischen rund die Hälfte aller bundesdeutschen Pflegedienste und -einrichtungen für die Anwendung des „Strukturmodell“ registriert haben, sieht Kapp keine Veranlassung, die Hände in den Schoß zu legen: „Weiteren 10.000 Einrichtungen wollen wir die vereinfachte Pflegedokumentation nahe bringen, denn sie steigert die Arbeitszufriedenheit und Motivation von Pflegekräften und schafft mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen.“
Die Pflegebevollmächtigte Ingrid Fischbach hatte das vom bad e.V. und anderen Leistungserbringerverbänden gezeigte Engagement eingehend gewürdigt: „Das Projekt ist sicherlich das erfolgreichste Entbürokratisierungsprojekt in der Pflege, das es jemals gegeben hat. Darauf können alle Beteiligten stolz sein. Ich danke den Verbänden der Pflegebranche für ihr außergewöhnliches Engagement. Mit der vereinfachten Pflegedokumentation tragen wir zu verbesserten Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte bei. Das unsinnige Häkchen machen im Pflegebericht hat endlich ein Ende. Pflegende in Heimen und Pflegediensten werden handfest entlastet und gewinnen wieder mehr Zeit für ihre eigentlichen Pflegeaufgaben.“

Der bad e.V. will seinen Teil dazu beitragen, dass der bisherige Erfolg auch weiterhin gesichert wird. „Wir werden uns weiter für das vereinfachte Modell einsetzen und Einrichtungen bei der Entbürokratisierung unterstützen: denn Pflege will pflegen – und nicht nur schreiben“, griff Andrea Kapp noch einmal das Aktionsmotto auf, mit dem der Verband in den letzten drei Jahren für die vereinfachte Pflegedokumentation geworben hatte.

Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit rund 1000 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.
Ziel seiner Arbeit ist es, die Qualität und die Bedingungen der Leistungserbringung der ambulanten und stationären Pflege zu verbessern: und zwar gleichermaßen für die Unternehmen, die Pflegenden und die Patienten. Der bad e.V. mit seinen Landesorganisationen führt Verhandlungen unter anderem zu Vergütungsbedingungen für Pflegedienste und Pflegesätze für Heime.
Der bad e.V. ist in den wichtigen Beratungsgremien in Berlin vertreten und wird zu Änderungen pflegerelevanter Gesetze angehört. Zudem müssen die Landesorganisationen zu geplanten Landesgesetzen und -vorschriften gehört werden. Diese haben seit der Föderalismusreform im Pflegebereich erheblich an Bedeutung gewonnen.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.09.2017
Kontakt
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin bad e.V.
Qualitätsbeauftragte (TÜV)

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BeitragVerfasst: 13.09.2017, 10:15 
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Dem Grunde nach bleibt wieder alles an dem Mitarbeiter in der Pflege hängen.
Der einzelne Mitarbeiter, wird nur kurz durch 1 bis 2 Schulungen darauf hingewiesen, das er seine Dokumentation ändert, und das auf ein Minimum.

Bei aller Liebe, was haben sich die Politiker dabei gedacht. Wir haben den Pflegenotstand (kaum Pflegepersonal auf dem Markt), Das Pflegepersonal muss sich umstellen, jetzt auf diese Entbürokratisierung. Kann es aber nicht , oder nicht ausreichend, da eine intensive Schulung fehlt.
Mit intensive Schulung meine ich: wie in derKranken/Alten/Behinderten -Pflegeausbildung ( drei Jahre). Schüler die immer wieder die Pfegedokumentation trainiert haben, um später im Berufsleben, eine fachliche Dokumentation zu erstellen.

Meiner Meinung nach, ist es auch möglich sämtliche Dokumentationen (Pflegeplan usw.,beizubehalten. Den auch mit dem Neuen Begutachtungsinstrument, das ja fast zeitgleich Ihre Gültigkeit erlangte, kann eine Eingradung stattfinden. Ich denke sogar wesentlich besser.

Man muss sich im klaren sein, das wenn wir, weniger Dokumentieren, es für den Pflegebedürftigen schlechter bestellt ist. Es fehlt ja die intensive Schulung der Pflegekräfte. Wie man weiss ist der Pflegeplan, in kompremierter Form oft lückenhaft, zählt aber bei einer Begutachtung durch den MDK, der im Auftrag der Krankenkassen/Pflegekassen tätig ist.

Jetzt hört sich alles gut an, ( wie in ein Geschenk verpackt), haben die Menschen mit Pflegestufe, einen höheren Grad bekommen.
Aber was ist nach 2019? Dann geht´s los, der MDK bekommt viel zu tun. Was man höher Graden kann, kann auch heruntergegradet werden (was für ein Wort: heruntergegradet, oder kann man das anders nennen?)

Ich finde es sehr schade, das so viel negatives in dieser Sache, Entbürokratisierung und Eingradung steckt. Keiner will es sehen. Noch nicht?


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