Pflegenotstand: Migration löst kein Massenproblem

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Flüchtlingen und Migranten eine Perspektive bieten

Beitrag von WernerSchell » 20.05.2016, 06:37

„Wir wollen Flüchtlingen und Migranten eine Perspektive bieten“

MHH, Arbeiterwohlfahrt und Koordinierungsstelle „Album“ starten Projekt zur Pflegeausbildung

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover e.V. und der Koordinierungsstelle „Album“ der Stadt Hannover am Mittwoch ein Projekt gestartet, bei dem Flüchtlinge und Migranten mit einer Pflegeausbildung oder Interesse daran gewonnen und qualifiziert werden sollen. „Wir wollen Flüchtlingen und Migranten eine echte Perspektive bieten“, betont Yasmen Alsheikh, Projektleiterin auf Seiten der MHH. Sie begrüßte gestern die 16 Teilnehmenden in der Hochschule.

Die Flüchtlinge kommen aus unterschiedlichen Teilen der Welt: aus Somalia, Ruanda, Ghana und Syrien bis hin zur ehemaligen Elfenbeinküste – eine heterogene Gruppe mit dem Ziel, sich in Deutschland eine echte Bleibeperspektive zu erarbeiten. „Die Hälfte der Menschen hat bereits in ihrem Heimatland ein Pflegestudium absolviert und soll nun bei der Anerkennung ihrer Qualifikation unterstützt werden“, erläutert Nuray Karaköse, Sozialpädagogin und Integrationscoach bei der AWO. Anschließend besteht die Möglichkeit, in der MHH als examinierte Pflegekraft zu arbeiten. Die andere Hälfte ist sehr an einer Pflegeausbildung interessiert. Für sie gibt es anschließend das Angebot, die Teilzeitausbildung an der Pflegeschule der MHH zu absolvieren.

Alle Teilnehmenden erhalten während der Projektphase deutschen Sprachunterricht bis zum Sprachniveau B2 sowie Fachsprachunterricht. Zusätzlich durchlaufen sie Praktika auf ausgewählten Stationen, um einen Einblick in die Pflegepraxis in Deutschland zu erhalten. Das Projekt läuft bis Ende November diesen Jahres.

Weitere Informationen erhalten Sie in bei Yasmen Alsheikh, unter Telefon 01761-532-6926.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.05.2016
Stefan Zorn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Hochschule Hannover
https://idw-online.de/de/news651595

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich klar geäußert: Flüchtlinge in der Pflege - als Versorgungskonzept der "Willkommenskultur" wird abgelehnt. Es kann Sinn machen, länger hier lebende Migranten bei ausreichender Sprachkompetenz zu qualifizieren. Aber ein Konzept, das darauf abstellt, Flüchtlingen möglichst schnell eine berufliche Zukunft zu bieten, wird in dieser Form abgelehnt. Es wird bereits jetzt zunehmend darüber geklagt, dass die Sprachkompetenz im Gesundheits- und Pflegesystem rapide rückläufig ist. - Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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