Bewohner von Pflegeheimen werden zu wenig aktiviert

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Bewohner von Pflegeheimen werden zu wenig aktiviert

Beitrag von Presse » 27.02.2014, 08:13

Ursache und Wirkung:
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Bewohner von Pflegeheimen werden zu wenig aktiviert
Deutsches Ärzteblatt vom 25. Februar 2014
Berlin – Fast jeder fünfte Pflegeheimbewohner könnte seinen Alltag selbständiger gestal­ten, wenn es im Heim mehr bewegungsfördernde Maßnahmen gäbe. Das berichtet die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Dabei ist offenbar weniger die Zeit des Personals oder mangelnder guter Wille das Problem – laut dem ZQP ist vielmehr das Angebot an Bewegungsprogrammen zu unübersichtlich. Häufig fehle der Nachweis, ob die jeweiligen Bewegungsprogramme tatsächlich wirken. ... (weiter lesen) ... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57746

Sabrina Merck
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HeimbewohnerInnen zu 10% mangelhaft versorgt

Beitrag von Sabrina Merck » 27.02.2014, 08:52

Dass die Bewohnerinnen von Pflegeheimen zu wenig aktiviert bzw. mobilisiert werden, ist allseits bekannt.
Auch andere dringend gebotene Leistungen werden nicht oder nur unvollkommen erbracht. - Dies und vieles
mehr belegen allein die jährlich erscheinenden Qualitätsberichte des MDK. Mindestens rd. 10% der Heim-
Bewohnerinnen können als unterversorgt bzw. mangelhaft versorgt eingestuft werden.
Dies liegt aber nicht an der unzureichenden Qualifikation der Pflegekräfte, sondern einzig und allein an den
schlechten Pflege-Rahmenbedingungen. Vor allem die Stellenschlüssel reichen hinten und vorne nicht aus.
ich begrüße daher sehr, dass der Neusser Pflegetreff am 13.05.2014 genau den Finger in diese "Pflege-Wunde"
legt. Näheres unter -> viewtopic.php?t=19125
Sabrina Merck
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Hildegard Kaiser
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Bewohner von Pflegeheimen werden zu wenig aktiviert

Beitrag von Hildegard Kaiser » 28.02.2014, 08:12

Guten Morgen,

die zeitlichen Vorgaben in der Heimversorgung sind den Einstufungszeiten nachgebildet.
Bei den Stellenschlüsseln für die stationären Pflegeeinrichtungen gibt es keine wirklich
nützlichen Zeitzuschläge für die Aktivierung der Bewohnerinnen.
Das Problem bei der fehlenden Aktivierung hat also auch mit dem Pflegenotstand zu tun.
Es bestätikgt sich auch im Zusammenhang mit der hier angestoßenen Diskussion erneut, dass
eine bessere Versorgung der HeimbewohnerInnen nur mit mehr Personal zu bewerkstelligen sein wird.
Das muss immer wieder gesagt werden.

Es grüßt Hildegard Kaiser
Mehr Pflegekräfte = bessere Pflege!

Cornelia Süstersell
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Bewohner von Pflegeheimen werden zu wenig aktiviert

Beitrag von Cornelia Süstersell » 02.03.2014, 10:34

Hildegard Kaiser hat geschrieben: ... die zeitlichen Vorgaben in der Heimversorgung sind den Einstufungszeiten nachgebildet.
Bei den Stellenschlüsseln für die stationären Pflegeeinrichtungen gibt es keine wirklich
nützlichen Zeitzuschläge für die Aktivierung der Bewohnerinnen.
Das Problem bei der fehlenden Aktivierung hat also auch mit dem Pflegenotstand zu tun.
Es bestätikgt sich auch im Zusammenhang mit der hier angestoßenen Diskussion erneut, dass
eine bessere Versorgung der HeimbewohnerInnen nur mit mehr Personal zu bewerkstelligen sein wird.
Das muss immer wieder gesagt werden. ...
Pflegekräfte wollen eine gute Pflege abliefern, werden aber permanent daran gehindert, weil ihnen
die Zeit dafür fehlt. Das Pflegepersonal, das kann man drehen und wenden wie man will, ist überall
zu knapp bemessen. Und das hat Folgen. Wer als Pflegekraft seine Pflichten ordentlich erledigen
will, muss immer Abstriche machen und sich im Zweifel auf das Notwendigste beschränken. Das
führt aber schnell zu Beanstandungen bzw. zu dem, was viele Neunmalkluge als Mängel bezeichnen.
Pflegekräfte werden auch gerne von solchen Leuten für diejenigen HeimbewohnerInnen verantwortlich
gemacht, die scheinbar unbeachtet oder unversorgt herumsitzen. Dann wird auch noch behauptet,
die Pflege würde diese Personen mit Pillen voll dröhnen. Eine völlige Verkennung der Situation. Wie
schon gesagt, es fehlt die Zuwendungszeit an allen Ecken und Enden. Und Pillen können / dürfen nur vom
Pflegepersonal verabreicht werden, wenn sie ärztlich verordnet sind. Wer sich also über zu viele Pillen
für ältere Menschen aufregt, muss die Ärzte in die Pflicht nehmen.


Das musste so noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden.

Cornelia
Ich trete für eine menschenwürdige Pflege ein und halte für es zwingend, mehr Pflegepersonal einzustellen.

Presse
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Raus aus dem Pflegebett

Beitrag von Presse » 12.03.2014, 08:19

Raus aus dem Pflegebett - Zu wenige Bewohner in deutschen Pflegeheimen profitieren von Bewegungsförderung

In deutschen Pflegeheimen werden die körperlichen Potenziale vieler pflegebedürftiger Bewohner nur selten genutzt. Laut einer Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) könnte fast jeder fünfte Pflegeheimbewohner seinen Alltag selbständiger gestalten, wenn beispielsweise gezielt bewegungsfördernde Maßnahmen eingeleitet würden. Allerdings lässt sich für die meisten Pflegeinrichtungen nur schwer einschätzen, welches Konzept das richtige ist. Zu unübersichtlich ist das Angebot, zu häufig fehlt der Nachweis, ob die jeweiligen Bewegungsprogramme tatsächlich wirken. Die Folge: Nur ein kleiner Teil der Senioren kann von den angebotenen Übungen profitieren. Das ZQP hat daher in einer aktuellen Untersuchung ein Forscherteam der Universität Bielefeld damit beauftragt, Informationen zu recherchieren und auszuwerten, die Heimen den gezielten Einsatz von bewegungsfördernden Maßnahmen ermöglicht.

Die Studienergebnisse der Wissenschaftler sind ernüchternd: Von den insgesamt 222 identifizierten Präventionskonzepten haben nur 19 einen praxisrelevanten Nutzen. Die Analyse des ZQP verdeutlicht, dass es nach wie vor einen dringenden Nachholbedarf bei der Weiterentwicklung bewegungsfördernder Konzepte sowie bei deren erfolgreicher Umsetzung in der Pflegepraxis gibt. Insbesondere für stark körperlich eingeschränkte und hochgradig demenzerkrankte Menschen fehlen maßgeschneiderte Angebote.

Die vorliegenden Studienergebnisse hat das ZQP in einer Online-Übersicht systematisch aufbereitet und dargestellt. Mithilfe der neuen Datenbank können Pflegeheime beispielsweise die organisatorischen und personellen Voraussetzungen ersehen, die für eine der aufgeführten Maßnahmen erforderlich wären. Zudem entwickelte die Stiftung ein Analyseinstrument, welches stationären Einrichtungen künftig helfen wird, maßgeschneiderte Bewegungsprogramme für die Bewohner zusammenzustellen.

Mehr zur PM, zur ZQP-Studie und zur Präventionsdatenbank finden Sie auf http://www.presse.zqp.de

Quelle: Mitteilung vom 11.03.2014
Peter Tackenberg MScN, RbP | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0

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Pflegenotstand und die Reformerfordernisse

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2014, 07:30

Pflegenotstand und die Reformerfordernisse

Das anlässlich des Pflegetreffs am 13.05.2014 Herrn Bundesminister Gröhe übergebene Papier mit den
"Anforderungen an die von der Großen Koalition (GroKO) in Aussicht gestellte Pflegereform 2014"
ist im Netz unter folgender Adresse verfügbar: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... lungen.php

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Mehr Personal und weniger Pillen - die einfache Botschaft

Beitrag von WernerSchell » 28.06.2014, 11:05

Mehr Pflegepersonal in den Pflegeeinrichtungen – weniger Psychopharmaka

"Psychopharmaka in der Altenpflege - Spaziergang statt Pille." - So lautet der Titel eines Beitrages in der "Süddeutschen" - > viewtopic.php?f=6&t=20477 Dazu ergibt sich u.a.:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk spricht die Arzneimittelversorgung der älteren Menschen, u.a. auch die Gabe von Psychopharmaka in den Pflegeeinrichtungen, seit Jahren kritisch an und hat erreicht, dass sich u.a. die Gesundheitskonferenz des Rhein-Kreises Neuss mit dem Thema befasst und am 04.06.2014 Handlungsempfehlungen beschlossen hat. Unabhängig von vielfältigen Bemühungen, die Gabe von Psychopharmaka einzuschränken, wird auch an dieser Stelle noch einmal auf die "Anforderungen an die von der Großen Koalition (GroKO) in Aussicht gestellte Pflegereform 2014" - nachlesbar unter > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf / viewtopic.php?f=3&t=20429 - verwiesen. Darin sind die Hauptursachen für zahlreiche Fehlentwicklungen in den Pflegesystemen näher ausgeführt. Es wird vor allem die Auflösung des Pflegenotstandes eingefordert. Die einfache Botschaft lautet: Ohne mehr Pflegepersonal wird es keine bessere Pflege geben können! Es muss nicht - wieder einmal - nach irgendwelchen Projekten und Verfahrenswegen gesucht werden. Der Pflegenotstand ist die Hauptursache. Es fragt sich, wann endlich die Verantwortlichen dies kapieren! - Bei der Arzneimittelversorgung tragen im Übrigen die Ärzte eine große Verantwortung. Denn die Verordnung der Arzneimittel erfolgt allein durch Ärzte. Sie haben es daher auch vorrangig in der Hand, die Gabe von Psychopharmaka durch die Zurückführung entsprechender Verordnungen einzuschränken. - Werner Schell - http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de
Dazu ein passender Text: "Pflegekräfte wollen eine gute Pflege abliefern, werden aber permanent daran gehindert, weil ihnen die Zeit dafür fehlt. Das Pflegepersonal, das kann man drehen und wenden wie man will, ist überall zu knapp bemessen. Und das hat Folgen. Wer als Pflegekraft seine Pflichten ordentlich erledigen will, muss immer Abstriche machen und sich im Zweifel auf das Notwendigste beschränken. Das führt aber schnell zu Beanstandungen bzw. zu dem, was viele Neunmalkluge als Mängel bezeichnen. Pflegekräfte werden auch gerne von solchen Leuten für diejenigen HeimbewohnerInnen verantwortlich gemacht, die scheinbar unbeachtet oder unversorgt herumsitzen. Dann wird auch noch behauptet, die Pflege würde diese Personen mit Pillen voll dröhnen. Eine völlige Verkennung der Situation. Wie schon gesagt, es fehlt die Zuwendungszeit an allen Ecken und Enden. Und Pillen können / dürfen nur vom Pflegepersonal verabreicht werden, wenn sie ärztlich verordnet sind. Wer sich also über zu viele Pillen für ältere Menschen aufregt, muss die Ärzte in die Pflicht nehmen. - Das musste so noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden." (Texteinstellung von Cornelia unter folgender Adresse: > viewtopic.php?f=6&t=17490&p=80891#p80891 )

Quelle: https://www.facebook.com/werner.schell.7
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Wie Senioren mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden

Beitrag von WernerSchell » 16.08.2014, 07:34

Rheinische Post vom 15.08.2014:
Altenheime - Wie Senioren mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden
München. Nachdem erst vor kurzem bekannt wurde, dass die Anzahl von richterlichen Anordnung für Fixierungen von Senioren durch Gurte in Altenheimen zurückgegangen ist,
wird nun eine andere alarmierende Zahl deutlich: rund 40 Prozent der Senioren in Deutschland werden mit Psychopharmaka sediert - eine Handlung, die gesetzlich der Fixierung gleichgestellt ist.
… (weiter lesen unter …) http://www.rp-online.de/leben/gesundhei ... tter-wesel
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Arzneimittelversorgung älterer Menschen - mehr Sorgfalt

Beitrag von WernerSchell » 26.12.2014, 08:28

Arzneimittelversorgung älterer Menschen - mehr Sorgfalt geboten!

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"Das wichtigste Medikament in der Gerontopsychiatrie ist Wasser.
Ein wesentlicher Anteil der unklaren Verwirrtheitszustände im Alter
ist auf einen Flüssigkeitsmangel zurückzuführen."

Ältere Menschen sind nicht einfach nur alte Erwachsene. Sie haben andere Erkrankungen, andere Stoffwechselgeschwindigkeiten
und andere Bedürfnisse.
Quelle: Dr. med. Jan Dreher in "Psychopharmakotherapie griffbereit", Schattauer Verlag, 2015
> viewtopic.php?f=4&t=20833

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Gute Informationen bzw. Handlungsempfehlungen sind im übrigen zu entnehmen:

Gesundheitsamt Bremen:
Flüssigkeitsversorgung älterer Menschen - aktueller Kenntnisstand
Quelle: Internethinweise
> http://www.gesundheitsamt.bremen.de/det ... .c.7978.de

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V.
Zu viele und inadäquate Medikamente für ältere Patienten – und die fatalen Folgen
Quelle: Pressemitteilung vom 13.09.2013
> viewtopic.php?f=6&t=19582&hilit=Arbeitskreis

Cornelia Stolze:
"Krank durch Medikamente", Piper Verlag, 2014
> viewtopic.php?f=4&t=20774

Hilko J. Meyer / Stefanie Kortekamp (Herausgeber):
Medikationsmananagement in stationären Pflegeeinrichtungen: Teamarbeit der Solisten
> viewtopic.php?f=4&t=20735

MDS:
"Grundsatzstellungnahme Essen und Trinken im Alter Ernährung und Flüssigkeitsversorgung älterer Menschen"
> viewtopic.php?f=3&t=20533

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
Seit Jahren wird in Pflegetreffs und Veröffentlichungen auf die Notwendigkeit, die Arzneimittelversorgung
älterer Menschen zu verbessern, aufmerksam gemacht. Auf Drängen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
hat sich der Rhein-Kreis Neuss in der Gesundheitkonferenz durch Einrichtung eines Arbeitskreises mit der
Thematik befasst und am 04.06.2014 Handlungsempfehlungen für die Pflegeeinrichtungen beschlossen.
Quelle. Zahlreiche Informationen im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
> index.php
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Fixierungen zurückführen

Beitrag von WernerSchell » 02.05.2015, 07:46

Zitat der Woche:
"Wenn immer noch mehr als jeder zehnte Heimbewohner fixiert wird, ist das skandalös.
Bei uns in den Einrichtungen liegen wir bei zwei Prozent."

Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozialholding der Stadt Mönchengladbach,
in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über die Ergebnisse des jüngst erschienenen
Qualítätsberichts des MDS.

Quelle: "CAREkonkret", viewtopic.php?f=4&t=20865 / viewtopic.php?f=2&t=20662&p=86058#p86058
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Bewegungsförderung - Mobil im Pflegeheim

Beitrag von WernerSchell » 04.03.2016, 07:18

Am 04.03.2016 bei Facebook gepostet:
In Kliniken und Pflegeheimen wird zu wenig bewegt. Dabei ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Bewegungsförderung zwar oft vorhanden, aber es mangelt schlicht an Zeit. … "Es hat deutlich schwerwiegendere Folgen, wenn ich eine immobile Person einen Tag nicht bewege, als einen Tag nicht wasche" (Prof. Dr. Angelika Zegelin in "Die Schwester / Der Pfleger", 03/16, S. 20).
Siehe auch:
• Bewegungsförderung - Mobil im Pflegeheim: > https://www.station24.de/pflege-alter-m ... ail/365597
• Viele Heimbewohner büßen in den ersten Monaten an Mobilität ein: > viewtopic.php?f=3&t=20396&p=89758#p80230
• Praxisheft Mobilität: > viewtopic.php?f=3&t=21415&p=90780#p90780
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Muskeln stärken, Stürze verhindern

Beitrag von WernerSchell » 25.05.2017, 07:04

Ärzte Zeitung vom 25.05.2017:
Sachsen-Anhalt
Muskeln stärken, Stürze verhindern

In Sachsen-Anhalt leben knapp 100.000 Pflegebedürftige, etwa ein Drittel in 560 stationären Pflegeeinrichtungen. Viele sind nicht mehr mobil,
das Gehen fällt zunehmend schwerer, der Lebensmut sinkt. Da will das Projekt "PAF - Pflegebedürftige AKTIV Fördern" ansetzen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=936 ... fpuryyqrde
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Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

Beitrag von WernerSchell » 25.08.2017, 12:21

Gesundheitswesen 2017; 79(S 01): S2-S3
DOI: 10.1055/s-0042-123346
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart • New York


Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung
National Recommendations for Physical Activity and Physical Activity PromotionKlaus Pfeifer1, Alfred Rütten


Es ist heute mit hohem Evidenzgrad nachgewiesen, dass ein Mindestmaß an regelmäßiger körperlicher Aktivität ein erheblicher Schutzfaktor gegen das Auftreten nicht ansteckender chronischer Erkrankungen und gegen frühzeitiges Versterben ist. Bewegungsmangel ist als eigenständiger Risikofaktor für das Auftreten dieser Krankheiten anerkannt, mit einer vergleichbaren Bedeutung wie Rauchen oder Übergewicht. Demzufolge gewinnt die Entwicklung neuer Strategien zur bevölkerungsbezogenen sowie individuellen Bewegungsförderung erheblich an Bedeutung. Zwei kürzlich erschienene Sonderhefte in der Zeitschrift „The Lancet“ zum Thema Gesundheitswirkungen von Bewegung, Bewegungsmangel und Bewegungsförderung beschreiben die Hintergründe und stehen beispielhaft für diesen wissenschaftlich begründeten Bedeutungsgewinn.
Hervorzuheben ist insbesondere die große „Breitbandwirkung“ von ausreichender Bewegung in Bezug auf eine Vielzahl chronischer Erkrankung („exercise as polypill”). In Bezug auf den potentiell großen individuellen, kollektiven und ökonomischen Nutzen einer körperlich aktiven Lebensweise werden Maßnahmen der Bewegungsförderung als „best buy” der Gesundheitsförderung empfohlen. Die Begriffe „Bewegung“ und, hier synonym verwendet, „körperliche Aktivität“ umfassen dabei das gesamte Spektrum von Alltagsbewegung, z. B. Fahrradfahren und Zufußgehen als bewegungsaktiver Transport, bis zu sportlichen Aktivitäten, sofern diese der Gesundheit nutzen und gesundheitliche Gefährdungen vermeiden.
Ein wichtiger Baustein für die Initiierung und Umsetzung von Maßnahmen der bewegungsbezogenen Gesundheitsförderung ist die Formulierung von zielgerichteten und wissenschaftlich begründeten Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. 2016 wurden erstmals „Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ für Deutschland veröffentlicht (> http://www.bewegungsempfehlungen.de ). Die Erstellung dieser Empfehlungen wurde 2014 in einer intersektoral besetzten Arbeitsgruppe zur Bewegungsförderung im Alltag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) initiiert und durch die Projektförderung des BMG ermöglicht. Wichtige Rahmenbedingungen dafür ergaben sich zudem aus politischen Forderungen der WHO, der Europäischen Kommission, des Europäischen Rats sowie letztlich national aus einem gemeinsamen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) und der Sportministerkonferenz (SMK).
Im internationalen Vergleich war die Erstellung nationaler Empfehlungen für Deutschland überfällig. Nach ersten, noch auf den Sport im engeren Sinne bezogenen Empfehlungen im Jahr 1978 folgten 1995 in den USA Empfehlungen, in denen die gesundheitsförderliche Bewegung im Alltag berücksichtigt wurde. In der Folge der 2010 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichten „Global Recommendations on Physical Activity for Health“ erschienen nationale Bewegungsempfehlungen weiterer Länder, wie Großbritannien, Österreich, Schweiz, Australien und Kanada.
Für die Entwicklung der „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ für Deutschland wurden folgende Prämissen festgelegt:
• Eine Anpassung bzw. Aktualisierung der international vorliegenden, vornehmlich auf das individuelle Verhalten gerichteten, Bewegungsempfehlungen wurde als notwendig, aber im Hinblick auf die Herausforderung einer breitflächigen Disseminierung und Implementierung von Strategien und konkreten Maßnahmen der Bewegungsförderung als nicht ausreichend erachtet. Daher sollten zusätzlich Empfehlungen für Bewegungsförderung entwickelt werden, in denen jeweils die Lebenswelten der relevanten Zielgruppen (Kindern und Jugendliche, Erwachsene, ältere Erwachsene, Menschen mit Vorerkrankungen) sowie Interventionswege zur Erreichung der gesamten Bevölkerung zu berücksichtigen waren.
• Die in den international vorliegenden Empfehlungen für Bewegung vorhandene Zielgruppendifferenzierung (Kindern und Jugendliche, Erwachsene, ältere Erwachsenen) sollte erweitert werden um die Zielgruppe von Menschen mit chronischen Erkrankungen bzw. mit Vorerkrankungen.
• Die Entwicklung der Nationalen Empfehlung für Bewegung und Bewegungsförderung sollte inhaltlich und methodisch wissenschaftlich fundiert sein, d. h. die aktuelle Evidenzlage zum Thema berücksichtigen, internationalen methodischen Standards genügen und damit transparent und nachvollziehbar sein.
Die Autoren der Beiträge des vorliegenden Sonderhefts schlossen sich in einem Projektkonsortium zur Entwicklung der Empfehlungen zusammen und verabredeten zu Beginn ein gemeinsames methodisches Vorgehen. Als Grundlage für die (Weiter-)Entwicklung der Empfehlungen für Bewegung wurden systematische Literaturrecherchen, kriteriengeleitete Qualitätsbewertungen sowie Inhaltsanalysen und -synthesen von international vorhandenen Bewegungsempfehlungen sowie hochwertigen Übersichtsarbeiten festgelegt. Die Grundlage für die Entwicklung der Empfehlungen für Bewegungsförderung bildeten ebenfalls systematische Literaturrecherchen und Evidenzsynthesen auf Basis der international gültigen methodischen Standards.
Zweck des vorliegenden Sonderhefts ist es, die theoretischen Hintergründe, das methodische Vorgehen und die einzelnen Ergebnisse bei der Entwicklung der Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung umfassend zu beschreiben. Entsprechend finden sich in diesem Heft verschiedene Beiträge der an der Entwicklung der Empfehlungen beteiligten Autorengruppen.
Im ersten Teil zu den Empfehlungen für Bewegung folgen nach der einführenden Darstellung des methodischen Vorgehens (Geidl & Pfeifer) die einzelnen zielgruppenbezogenen Beiträge zu Kindern und Jugendlichen (Graf et al.), Erwachsenen und älteren Erwachsenen (Füzeki et al.) und Menschen mit chronischen Erkrankungen (Pfeifer& Geidl). Zusätzlich erhalten die in den Empfehlungen für Erwachsene zwar integrierten, aber dort nicht explizit ausgeführten Bewegungsempfehlungen für Frauen während und nach der Schwangerschaft einen eigenen Raum (Ferrari & Graf).
Im zweiten Teil zu den Empfehlungen für Bewegungsförderung beschreiben Rütten et al. zunächst den theoretischen Rahmen und die Evidenzbasis. Darauf folgt eine Übersichtsarbeit zu Interventionen der Bewegungsförderung (Abu-Omar et al.), gefolgt von einer Analyse der Kosteneffektivität entsprechender Maßnahmen (Rütten et al.). Messing & Rütten beschreiben dann Qualitätskriterien für erfolgreiche Bewegungsförderungsmaßnahmen.
Den Abschluss des Heftes bildet ein Beitrag von Henn et al., in dem das methodische Vorgehen und Ergebnisse bei der Identifikation von Beispielen guter Praxis der Bewegungsförderung dargestellt werden. Dieser Beitrag entspringt einem weiteren Arbeitspaket des Projektkonsortiums und wird unter Federführung von Alexander Woll in umfassenderer Form in naher Zukunft ebenfalls als Buchpublikation vorliegen.
Die hier zusammengestellten Beiträge bieten einerseits Ansatzpunkte für die Diskussion, die Weiterentwicklung und die Verbreitung der Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Insbesondere die Dissemination der Empfehlungen wird aktuell in einem Anschlussprojekt bearbeitet. Dabei werden unter Beteiligung von Vertretern der Zielgruppen und Lebenswelten, von Akteuren und Organisationen im Gesundheitswesen sowie der Wissenschaft zielgruppengerechte Medien und Materialien erarbeitet sowie passfähige Verbreitungs- und Implementierungswege identifiziert, Ergebnisse sind im Laufe des Jahres 2017 zu erwarten. Andererseits liefern die vorliegenden Beiträge die Basis für eine weiterführende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema aus Sicht der Gesundheitswissenschaften, der Medizin, der Sportwissenschaft, der Versorgungsforschung u. a. und bieten Ansatzpunkte für die interdisziplinäre Bearbeitung weiterführender Fragestellungen.
Unser ausdrücklicher Dank gilt an dieser Stelle dem Bundesministerium für Gesundheit für die Projektförderung und dort insbesondere Frau Dr. Ute Winkler für die stetige gute Unterstützung. Wir danken allen Autorinnen und Autoren herzlich für die Bereitschaft zur Mitwirkung und für ihr Engagement. Zudem danken wir Klaus Bös, Sonia Kahlmeier und Willem van Mechelen für das Einbringen ihrer fachwissenschaftlichen Expertise im wissenschaftlichen Beirat. Ein besonderer Dank gilt auch allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe Bewegungsförderung im Alltag für die konstruktiven Rückmeldungen und Anregungen im Entwicklungsprozess.

Quelle und weitere Informationen: https://www.thieme-connect.com/products ... 042-123346

Bewegungsempfehlungen

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Zentrales Ergebnis dieses vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts sind die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“, die sich an Fachleute, Entscheidungsträger und Multiplikatoren richten. Sie können hier > http://www.sport.fau.de/files/2016/05/N ... g-2016.pdf heruntergeladen werden.

+++
Siehe auch zum Thema:
Hessisches Ärzteblatt, September 2017
"Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung - ein Überblick
>>> https://www.laekh.de/images/Hessisches_ ... 9_2017.pdf (Seite 496f.)
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Sport schützt Zellen im Körper vor Alterung

Beitrag von WernerSchell » 31.08.2017, 06:40

Aus Forum:
viewtopic.php?f=6&t=22286

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"Visite", NDR-Gesundheitsmagazin - 29.08.2017 20:15 Uhr Autor/in: Volker Ide
Beitrag, 05,40 Minuten, (vorübergehend) anschaubar >>> http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/S ... t2390.html
Interview in Ergänzung des Filmbeitrages: Sport ist gut für die Zellen, 05,16 Minuten - >>> http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/v ... 13468.html


Sport schützt Zellen im Körper vor Alterung

Regelmäßiger Sport kann das biologische Alter senken. Studien zeigen: Selbst wer erst ab einem Alter von 50 anfängt, Sport zu treiben, kann die Fitness seiner Zellen verbessern und den Alterungsprozess verlangsamen. Als besonders wirkungsvoll gelten Ausdauersportarten wie Jogging und Schwimmen, aber auch Krafttraining.

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Sport gegen Demenz? Frankfurter Forscher haben möglicherweise Ansätze dafür, dass fitte Senioren ein geringeres
Krankheitsrisiko haben. © Volker Witt / Fotolia - Ärzte Zeitung


Biologisches Alter sinkt durch Sport um 15 Jahre
Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wollten herausfinden, was im Körper passiert, wenn man anfängt, regelmäßig Sport zu treiben. 67 Mitarbeiter der MHH mussten deshalb täglich eine halbe Stunde auf dem Ergometer radeln. Innerhalb von sechs Monaten verringerte sich das biologische Alter der Studienteilnehmer um bis zu 15 Jahre:
• Die Funktion der linken Herzkammer verbesserte sich, der Ruhepuls sank und der Kreislauf verbesserte sich deutlich.
• Der Blutdruck stieg mit der Belastung stark an, und fiel danach wieder ab. Bei einigen Teilnehmern sank der Blutdruck unter das Ausgangsniveau - und blieb durch das Training langfristig gesenkt.

Für die Praxis sind die Studienergebnisse eine große Hilfe: Mediziner können nun besser voraussagen, ob ein Bluthochdruck-Erkrankter von regelmäßigem Sport profitieren wird - oder ob Medikamente gegen Bluthochdruck sinnvoller sind.

Sport reduziert natürliche Alterung der Zellen
Wie Sport die Alterung von Zellen beeinflussen kann, haben Forscher am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg untersucht. Gegenstand ihrer Forschung ist das Innere des Zellkerns von weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Dort lagern die Chromosomen, die die Erbinformation (DNA) enthalten. Jedes Chromosom hat am Ende seiner DNA-Stränge sogenannte Telomere. Sie schützen die DNA ähnlich wie die Kappen am Ende von Schnürsenkeln. Doch mit jeder Zellteilung verkürzen sich die schützenden Telomere, sodass die natürliche Alterung der Zelle voranschreitet. Durch Sport lassen sich die Telomere nach Ansicht der Forscher wieder verlängern.

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Ausdauersport und Krafttraining schützen Zellen
In einer Vorstudie konnten die Forscher beweisen, dass es bei Profisportlern zu Veränderungen in der Zellalterung kommt. Untersucht wurden 267 Master-Athleten - das sind Sportler jenseits der 50, die im Schnitt 35 Jahre ihres Lebens ausgiebiges Ausdauertraining wie Triathlon oder Marathon absolviert haben. Die Teilnehmer der Studie hatten keine Vorerkrankungen und trieben direkt vor Studienbeginn nicht regelmäßig Sport.

Die Athleten trainierten sechs Monate lang nach dem Plan der Forscher in vier Gruppen mit unterschiedlichen Anforderungen:
• Krafttraining
• Ausdauertraining
• Jogging mit intensivem Intervalltraining
• Kontrollgruppe ohne Training

Vor und nach der Trainingsphase gab es für alle Probanden einen Belastungstest, bei dem die persönliche Fitness ermittelt wurde. Gemessen wurden die Herzfrequenz, der Laktatwert im Blut und die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers bei Auslastung.
Durch den regelmäßigen Sport ließ sich die Zellalterung deutlich reduzieren. Alle Studien-Probanden hatten am Ende jüngere Zellen, als die Vergleichsgruppe, die nicht trainierte. Vor allem Ausdauertraining führte zu einer Verlängerung der Telomere um 15 bis 20 Prozent. Beim Krafttraining produzierte der Körper Proteine, die sich schützend um die Telomere legen und so dem schnellen Verschleiß vorbeugen. Die Forscher wollen nun herausfinden, ob das auch bei Laien gelingt.

Alle zwei Tage 30 Minuten trainieren
Wer mit 50 Jahren nach langem Nichtstun mit regelmäßigem Ausdauersport oder Kraftsport beginnt, kann mit 80 immer noch genauso fitte Zellen haben wie mit 50. Dazu sollte man etwa alle zwei Tage für mindestens 30 Minuten Sport treiben. Vor Trainingsstart ist eine medizinische Kontrolle beim Hausarzt sinnvoll. Wichtig: Wird nicht regelmäßig trainiert, nehmen die positiven Effekte schnell wieder ab. Um die Motivation zu erhöhen, am besten in einer Gruppe oder mit einem Partner trainieren.
…. (weiter unter) …. http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/S ... t2390.html

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Die Entschlüsselung des Alterns - Buchtipp
Der Telomer-Effekt - Von der Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn

>>> viewtopic.php?f=6&t=22164&hilit=Telomere

+++
Der 27. Neusser Pflegetreff ist für den 22.11 2017 geplant und wird sich mit dem Thema
"Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prävention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit schenken
- körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter …

befassen. …. Mit Blick auf das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz ist das Thema ganz wichtig (> Infos - ständige Aktualisierung - > viewtopic.php?f=7&t=22212 ).
Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und auch Demenz lassen sich durch eine frühzeitig begonnene gesunde Lebensführung (richtige - mediterrane - Ernährung, ausreichende Bewegung und Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte usw.) weitgehend vermeiden. Gleichwohl eintretende Gesundheitsstörungen (z.B. Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes) lassen sich durch eine gesunde Lebensführung günstig beeinflussen. Es geht also letztlich um Maßnahmen, die eine umfassende gesundheitsförderliche Wirkung erzielen können. Es macht Sinn, möglichst frühzeitig eine gesunde Lebensführung zu praktizieren. ….Auch für ältere Menschen macht Prävention … Sinn. Daher gibt es für die Stationären Pflegeeinrichtungen mittlerweile eine Leitlinie zur Prävention, die aber fast überhaupt nicht bekannt ist. … Dies sollte Veranlassung geben, das o.a. Thema auch im Interesse der älteren und pflegebedürftigen Menschen aufzugreifen.
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WernerSchell
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Langzeit-Studie - Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Beitrag von WernerSchell » 18.10.2017, 06:58

Ärzte Zeitung online, 18.10.2017
Langzeit-Studie - Zehn Jahre "jünger" durch Sport

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Quelle: Ärzte Zeitung - Sport hält jung: nicht nur beim Aussehen, sondern auch motorisch,
© jamstockfoto / Fotolia


KARLSRUHE. Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Langzeitstudie "Gesundheit zum Mitmachen", die am Dienstag am Karlsruher Institut für Sport und Sportwissenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vorgestellt wurde. Diese untersuchte unter anderem Aktive und Nicht-Aktive im mittleren Erwachsenenalter. "An unseren Daten sieht man: Der 50-jährige Aktive ist so fit wie der 40-jährige Inaktive", so Professor Klaus Bös, der die Studie gemeinsam mit Alexander Woll koordiniert.
… (weiter lesen unter) …. https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=94 ... efpuryykqr
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