Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 04.02.2013, 16:14 
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phpBB God

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Antifolterstelle soll deutsche Altenheime prüfen

Schläge, Hunger, Fixieren: Experten schätzen, dass jeder fünfte Bewohner eines Altenheims Opfer von Gewalt wird. Jetzt soll die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter Seniorenheime kontrollieren.
Von Anette Dowideit
Vor Kurzem ging ein verstörender Kurzfilm durch die deutschen Medien, aufgenommen mit versteckter Kamera: Eine Pflegerin zieht einer alten, pflegebedürftigen Frau an den Haaren, schubst und beschimpft sie – offenbar nicht zum ersten Mal. ( siehe dazu unter > viewtopic.php?t=18106&highlight=bremen )
"Immer hauen Sie mich", sagt die alte Demenzkranke auf dem Video zaghaft. Der Sohn der Bremer Heimbewohnerin hatte die Kamera im Zimmer seiner Mutter aufgebaut, obwohl eine solche Überwachung illegal ist.
...
Demnächst müssen sich Altenheimbetreiber jedoch auf Besuche einer weiteren Aufsichtsstelle einstellen: Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter *) soll nach Informationen der "Welt" schon bald auch Altenheime kontrollieren. "Unser gesetzlicher Auftrag umfasst die Pflegeheime, deshalb müssen auch diese Einrichtungen besucht werden", sagte der Leiter der Länderkommission der Antifolterstelle, Rainer Dopp.
...
(weiter lesen unter)
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... uefen.html
http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... ystem.html
+++
*) Nationale Stelle zur Verhütung von Folter -
Viktoriastraße 35 . 65189 Wiesbaden
> http://www.nationale-stelle.de/

+++
Was ist Folter?
Artikel 1 Abs. 1 der UN-Antifolterkonvention definiert Folter als jede Handlung, durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden, zum Beispiel um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu erlangen, um sie für eine tatsächlich oder mutmaßlich von ihr oder einem Dritten begangene Tat zu bestrafen um sie oder einen Dritten einzuschüchtern oder zu nötigen, oder aus einem anderen, auf irgendeiner Art von Diskriminierung beruhenden Grund. Diese Schmerzen oder Leiden müssen von einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder einer anderen in amtlicher Eigenschaft handelnden Person, auf deren Veranlassung oder mit deren ausdrücklichem oder stillschweigendem Einverständnis verursacht werden. Nicht vom Begriff der Folter umfasst sind Schmerzen oder Leiden, die sich lediglich aus gesetzlich zulässigen Sanktionen ergeben, dazu gehören oder damit verbunden sind.
Quelle: http://www.nationale-stelle.de/antworte ... 1b839.html


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BeitragVerfasst: 04.02.2013, 16:20 
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Immer mehr Gewalt in Altenheimen - Alarm der Polizei
Lesen Sie dazu die näheren Hinweise unter
viewtopic.php?t=18383&highlight=gdp

Anmerkung der Moderration:
Wie sich nach einem Schriftwechsel ergab, beruhte die "Alarmierung" im Wesentlichen auf Mutmaßungen. - So geht`s nun wirklich nicht!

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Zuletzt geändert von WernerSchell am 21.07.2013, 07:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12.03.2013, 15:48 
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Pflegenotstand – Bessere Pflege nur mit mehr Personal
Unzureichende Pflegebedingungen rufen bereits die Antifolterstelle und die Gewerkschaft der Polizei auf den Plan

Pressemitteilung von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk vom 05.02.2013 hier:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.php

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 Betreff des Beitrags: Nationale Anti-Folter-Stelle ...
BeitragVerfasst: 26.06.2013, 09:51 
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phpBB God

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Pressemitteilung
Datum: 26.06.2013
Dokumentennummer: 775
Arbeitsgruppe: Menschenrechte und humanitäre Hilfe


Nationale Anti-Folter-Stelle muss ihre Aufgabe erfüllen können

Zum heutigen Internationalen Tag der Folteropfer erklären der menschenrechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Christoph Strässer und die zuständige Berichterstatterin Angelika Graf:

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt den Beschluss der Justizministerkonferenz, die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter personell und finanziell besser auszustatten. Die Nationale Stelle überprüft und berät Haft- und Gewahrsamseinrichtungen und versucht auf diese Weise, Missständen, grausamer und unwürdiger Behandlung von Menschen oder gar Folter vorzubeugen.

Bundesweit fallen rund 13.000 Einrichtungen in die Zuständigkeit der Stelle.
Für die Bewältigung dieser Sisyphos-Aufgabe stehen bislang fünf ehrenamtliche Mitarbeiter/innen und eine hauptamtliche Geschäftsstelle zur Verfügung. Der Bund stellt jährlich 100.000 Euro zur Verfügung, die Länder sind mit 200.000 Euro beteiligt. Nunmehr soll die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen auf acht erhöht werden; die Aufstockung des finanziellen Beitrags wird noch verhandelt. Trotz der schwierigen Finanzsituation insbesondere der Länder fordert die SPD eine deutliche Beitragserhöhung.

Der nationale Präventionsmechanismus beruht auf einem Zusatzprotokoll zur UN-Anti-Folter-Konvention. Deutschland setzt sich weltweit dafür ein, dass möglichst viele Staaten das Zusatzprotokoll ratifizieren. 68 Staaten haben dies bereits getan. Bei der Ausgestaltung des Präventionsmechanismus sollte Deutschland beispielhaft vorangehen. Gegenwärtig ist dies nicht der Fall.
Die SPD-Fraktion befürchtet, dass sich menschenrechtlich problematische Vertragsstaaten an der knappen hiesigen Ausstattung orientieren könnten. Ein schwacher nationaler Präventionsmechanismus geht zu Lasten jener Menschen, für die das Zusatzprotokoll geschaffen wurde.

In Deutschland gibt es keine Anzeichen von Folter. Dies hat die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter in ihrem Jahresbericht 2012 festgestellt.
Durch die unangemeldeten Besuche konnten jedoch Missstände wie zum Beispiel nicht nötige Fixierungen oder fehlende Brandschutzmelder aufgedeckt werden.
Unabhängige Kontrollinstanzen sind wichtig. Auch für Menschen in Pflegeheimen, die künftig in die Kontrollen mit einbezogen werden sollen, kann so der Schutz erhöht werden.


Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/presse/presse ... %C3%B6nnen

-------------------------------------------------------------------
© 2012 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de V.i.S.d.P. Herausgeber Thomas Oppermann MdB, Redaktion Hannes Schwarz TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69 E-MAIL presse@spdfraktion.DE


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BeitragVerfasst: 26.06.2013, 10:10 
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Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
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26.06.2013

An die
SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihre Pressemitteilung ins Forum übernommen. Den Text finden Sie unter: viewtopic.php?p=74261#74261
In der Pressemitteilung vom 26.06.2013 wird ausgeführt: "In Deutschland gibt es keine Anzeichen von Folter. Dies hat die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter in ihrem Jahresbericht 2012 festgestellt."
Folgerichtig gibt es auch keinen Anlass für die Antifolterstelle, in Pflegeeinrichtungen irgendwelche Prüfungen vorzunehmen. Soweit es darum gehen sollte, "Missstände wie zum Beispiel nicht nötige Fixierungen oder fehlende Brandschutzmelder" aufzuspüren, sind bereits die Heimaufsichten; MDK und Brandschutzbehörden zuständig und mit entsprechenden Prüftätigkeiten beschäftigt, auch unangemeldet.

Maßgeblich muss sein: Mehr Personal = bessere Pflege!
Wir brauchen nicht mehr Prüfungen, sondern mehr Personal in den Pflegeeinrichtungen!!!

Siehe dazu die zahlreichen Beiträge von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk -> http://www.ngz-online.de/neuss/nachrich ... e-1.316561
viewtopic.php?t=18558
viewtopic.php?t=18477
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.php

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist gerne bereit, der SPD-Fraktion weitere Informationen zur Verfügung zu stellen bzw. die gebotenen Maßnahmen für eine bessere gewaltfreie Pflege zu erläutern.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

+++ Die Medien berichten wie folgt: +++
http://www.openbroadcast.de/article/292 ... flege.html
http://www.presseanzeiger.de/pa/Mehr-Pe ... ege-681272
http://www.openpr.de/news/729592.html
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=26233

Stand:27.06.2013

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BeitragVerfasst: 21.07.2013, 07:32 
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Gewalt in der Pflege - Skandalisierung in den Medien hilft nicht weiter

In jüngster Zeit wird wieder vermehrt über die Gewalt in der Pflege berichtet:

Antifolterstelle soll deutsche Altenheime prüfen
viewtopic.php?t=18477
Immer mehr Gewalt in Altenheimen - Alarm der Polizei
viewtopic.php?t=18383
Gewalt in der Pflege – Westpolbericht wenig hilfreich
viewtopic.php?t=19159
Institut für Rechtsmedizin: Interventionsprojekt „Prävention von Gewalt in der Pflege“
viewtopic.php?t=19141

Dazu informiert Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk u.a. wie folgt:

Pflegemängel müssen vermieden werden. Es ist daher grundsätzlich in Ordnung, wenn diesbezüglich in den Medien in aller Sachlichkeit berichtet wird. Allerdings muss man auch über die wirklichen Ursachen informieren und Lösungen einfordern. Für Kenner des Gesundheits- und Pflegesystems dürfte klar sein, dass die Hauptursache für ungute Pflegesituationen in den völlig unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen begründet liegt. Und dafür ist der Gesetzgeber verantwortlich ( -> viewtopic.php?t=17439 ), natürlich auch diejenigen die in den Rahmenverträgen nach §75 SGB XI nicht auskömmliche Stellenschlüssel vereinbaren.
Der Hauptknackpunkt bei einer Pflegereform ist im Pflegenotstand zu sehen (neben der Veränderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes). Wenn nämlich die unzureichenden Stellenschlüssel nicht deutlich verbessert werden, wird es auch in der Zukunft immer wieder Mängelberichte geben. Mit mehr Prüfungen, Schaffung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften usw. werden wir nichts verändern. Damit wird nur der Druck auf die Pflegekräfte erhöht, aber keineswegs Freiraum für eine verbesserte Pflege geschaffen. In diesem Sinne informiert Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit Jahren. In einer Mitteilung 03.08.2010 wurde ausführlicher dazu Stellung genommen. Bitte nachlesen unter -> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... heimen.php

Werner Schell konnte beim „Nachtcafé“, Talk-Klassiker des SWR, am 01.03.2013 deutlich machen, dass die Pflege-Rahmenbedingungen trotz PNG völlig unzureichend sind und dringend einer wirklichen Reform bedürfen. Der Beitrag (rd. 88 Minuten) ist in der Mediathek des SWR, Nachtcafé, (voraussichtlich für ein Jahr) verfügbar und damit anschaubar. > http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198 ... index.html

Bild
Quelle: SWR Nachtcafé, Daheim oder ins Heim?, 01.03.2013, Fotograf Tom Oettle - Wieland Backes und Werner Schell, v.l.

Der übernächste Pflegetreff (voraussichtlich am 13. oder 14. 05.) 2014 wird das Thema Pflegenotstand breit aufgreifen.
-> viewtopic.php?t=19125

Der bereits vor Jahren formulierte Grundsatz ist und bleibt richtig:
Mehr Personal = bessere Pflege! - Wer dies nicht als Lösungsansatz erkennt, wird keine Verbesserungen im Pflegesystem gestalten können.
Siehe dazu passend: "Pflegenotstand - Deutscher Pflegerat e.V. fordert die Politik zum Handeln auf"
(Quelle: viewtopic.php?p=74327#74327 ).

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt für eine
Pflegereform ein, die diesen Namen verdient:

- > viewtopic.php?t=19186

+++ Facebooktext +++
Überlastungsanzeigen: Haftungsrechtliche Entlastungsgrundlage für die MitarbeiterInnen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
Die Geschäftsführung und Betriebsrat der Sozial-Holding GmbH (größter Anbieter stationärer Altenpflege in Mönchengladbach mit rund 870 Beschäftigten), haben eine Dienstvereinbarung für arbeitsrechtliche Überlastungsanzeigen abgeschlossen. Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, begrüßt die Übereinkunft in einer Erklärung vom 02.04.2013 sehr und fordert gleichzeitig alle Arbeitgeber im Gesundheits- und Pflegesystem dazu auf, der vorbildlichen Personalpolitik des Mönchengladbachers Unternehmen zu folgen und ebenfalls ähnliche Vereinbarungen zur haftungsrechtlichen Entlastung der MitarbeiterInnen anzustreben bzw. abzuschließen.
Bild
Näheres im Forum unter
viewtopic.php?t=18774

+++ Das Statement hat bislang vielfältige und uneingeschränkte Zustimmung erfahren. +++

Stand: 21.07.2013

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 Betreff des Beitrags: Ein Altenpfleger packt aus
BeitragVerfasst: 06.08.2013, 17:05 
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Aus Forum:
viewtopic.php?t=18062

Augsburg
Ein Altenpfleger packt aus
Die Heimbetreiber fordern mehr Geld. Doch ein erfahrener Mitarbeiter sagt: „Das wird nie bei den Senioren ankommen.“ Er wirft den Trägern Verlogenheit vor
Von Ute Krogull
Jammernde Pflegekräfte und Fernsehsendungen, die aus Altenheimen regelrechte Folterkammern machen, sind Markus Goger ein Gräuel. Er macht seinen Job seit über 20 Jahren – und liebt ihn immer noch. „Natürlich können wir den alten Menschen ein Stück Lebensqualität geben“, sagt er. „Manche kommen abgemagert und apathisch von zu Hause zu uns und blühen dann regelrecht auf.“ ...
http://www.augsburger-allgemeine.de/aug ... 83771.html

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BeitragVerfasst: 25.11.2013, 07:34 
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Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet heute über "Anti-Folter-Stelle soll Heime überprüfen" und kommentiert dazu "Zerrbild von der Pflege".

Düsseldorf - Anti-Folter-Stelle soll Heime überprüfen
Düsseldorf. Künftig sollen in NRW nicht nur Polizeistationen und Gefängnisse, sondern auch Altenheime von der staatlichen Stelle zur Verhütung von Folter Besuch bekommen. Die Heimleiter sind empört.
Von Gerhard Voogt
... (mehr) ... http://www.rp-online.de/politik/anti-fo ... -1.3840448

Ich denke, dass Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bereits klar Position bezogen hat und mit seiner Einschätzung genau richtig liegt. Eine weitere Prüfstelle ist kontraproduktiv.
Mehr Personal in die Heime ist das Gebot der Stunde - und nicht noch mehr Prüfungen. Über die von der Rheinischen Post vorgestellten Pläne darf man entsetzt sein.

Gaby Modig

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Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!


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BeitragVerfasst: 25.11.2013, 07:40 
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Gaby Modig hat geschrieben:
Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet heute über "Anti-Folter-Stelle soll Heime überprüfen" und kommentiert dazu "Zerrbild von der Pflege".
Ich denke, dass Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bereits klar Position bezogen hat und mit seiner Einschätzung genau richtig liegt. Eine weitere Prüfstelle ist kontraproduktiv.
Mehr Personal in die Heime ist das Gebot der Stunde - und nicht noch mehr Prüfungen. Über die von der Rheinischen Post vorgestellten Pläne darf man entsetzt sein. ...


Guten Morgen Frau Modig,
danke für die Texteinstellung. Ich habe den Bericht auch schon gelesen und werde dazu noch eine gesonderte Erklärung abgeben. Richtig ist, dass wir mehr Personal für die stationären Pflegeeinrichtungen benötigen. Auf eine weitere Prüfinstanz zu setzen, ist schlicht ein Irrweg. Bezüglich der personellen Verbesserungen verweise ich im Übrigen auf die hiesigen Bemühungen, die Koalitionäre in Berlin zu entsprechenden Vereinbarungen zu motivieren. Siehe dazu noch einmal die angefügten Hinweise.
Mit freundlichen Grüßen Werner Schell

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk votierte (am 30.10. und 17.11.2013) gegenüber den Koalitionären in Berlin ("Arbeitsgruppe Gesundheit") und forderte nicht nur die Auflösung des Pflegenotstandes, sondern auch die Setzung von Schwerpunkten bei einer Pflegereform. -> viewtopic.php?t=19782 Mittlerweile gibt es Informationen, dass an die Einstellung von rd. 100.000 zusätzlichen Pflegekräften gedacht ist. - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bleibt am Thema dran und wird am 13.05.2014 zum Pflegenotstand einen Pflegetreff durchführen. Siehe dazu die ersten Hinweise im Forum (ständige Aktualisierung) -> viewtopic.php?t=19125

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BeitragVerfasst: 25.11.2013, 14:49 
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WernerSchell hat geschrieben:
.... Richtig ist, dass wir mehr Personal für die stationären Pflegeeinrichtungen benötigen. Auf eine weitere Prüfinstanz zu setzen, ist schlicht ein Irrweg. Bezüglich der personellen Verbesserungen verweise ich im Übrigen auf die hiesigen Bemühungen, die Koalitionäre in Berlin zu entsprechenden Vereinbarungen zu motivieren. Siehe dazu noch einmal die angefügten Hinweise. ...


Sehr geehrter Herr Schell,
danke für Ihr erneutes Engagement für die Pflegekräfte. Wir leiden doch auch unter den systemischen Unzulänglichkeiten. Wir brauchen Veränderungen in der täglichen Arbeit für unsere BewohnerInnen, aber nicht noch mehr Prüfungen. Wann kapieren das die verantwortlichen Politiker? Reformen werden seit Jahren verschleppt, kleine Gesetzeskorrekturen helfen nicht wirklich weiter !
Ich bin nun gespannt, was die Große Koalition veranstaltet. Dass man erst für 2015 eine Beitragsanhebung vorsieht, lässt schon erahnen, dass mit Wirkung von 2014 nichts passieren wird. Kleine Schritte in welche Richtung? Bei solchen Erwartungen ist die Benennung der Antifolterstelle als weitere Prüfinstanz total überflüssig. Frust ist angesagt!
Lb Grüße Pflege Cologne

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Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
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BeitragVerfasst: 25.11.2013, 15:06 
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PflegeCologne hat geschrieben:
.... Wir leiden doch auch unter den systemischen Unzulänglichkeiten. Wir brauchen Veränderungen in der täglichen Arbeit für unsere BewohnerInnen, aber nicht noch mehr Prüfungen. Wann kapieren das die verantwortlichen Politiker? Reformen werden seit Jahren verschleppt, kleine Gesetzeskorrekturen helfen nicht wirklich weiter !
Ich bin nun gespannt, was die Große Koalition veranstaltet. Dass man erst für 2015 eine Beitragsanhebung vorsieht, lässt schon erahnen, dass mit Wirkung von 2014 nichts passieren wird. Kleine Schritte in welche Richtung? Bei solchen Erwartungen ist die Benennung der Antifolterstelle als weitere Prüfinstanz total überflüssig. Frust ist angesagt! ...


Danke an alle, die sich gegen den Prüfwahnsinn wenden. Mittlerweile steht wohl jede pflegerische Handlung unter Verdacht, schädlich/falsch zu sein. Womit haben die Pflegekräfte, die ebenfalls unter dem System leiden, sowas verdient?
Nursing-Neuss

Bericht von News89.4 - 25.11.2013 ( http://www.news894.de/aktuell/lokale-news/ ) :
Rhein-Kreis Neuss - Anti-Folter-Stelle für Altenheime stößt auf Unverständnis
Die geplante Anti-Folter-Stelle für Altenheime sorgt bei uns im Rhein-Kreis Neuss für Unverständnis. Eine zusätzliche Instanz, um Altenheime zu kontrollieren, sei unnötig hat uns der Kreis gesagt. Die aktuellen Kontrollinstanzen funktionierten auch jetzt schon einwandfrei. Im Moment ist hauptsächlich der Rhein-Kreis Neuss als Heimaufsicht zuständig. Zusätzlich kontrolliert auch der medizinische Dienst der Krankenkassen. Dass die Kontrollen funktionierten, zeige schon das Beispiel zweier Altenheime in Meerbusch, sagt der Rhein-Kreis Neuss. In den beiden Heimen wurde wegen Pflegemängeln erst vor kurzem die Leitung ausgetauscht. Die Anti-Folter-Stelle kontrolliert im Moment Polizei und Justiz. Anfang Dezember wollen die Innenminister von Bund und Ländern mehr Geld für Personal freigeben. Dann soll die Anti-Folter-Stelle auch für Altenheime zuständig sein. Bei uns im Rhein-Kreis Neuss gibt es im Moment rund 30 Altenheime.

_________________
Das Pflegesystem muss grundlegend reformiert werden. U.a. ist deutlich mehr Pflegepersonal erforderlich!


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BeitragVerfasst: 26.11.2013, 18:09 
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für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Neuss, den 26.11.2013

An die Fraktionen und Abgeordneten
im Landtag von Nordrhein-Westfalen


Nachrichtlich an die Medien….

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern und heute berichtete u.a. die Rheinische Post umfänglich darüber, dass die stationären Pflegeeinrichtungen nun auch noch von der Antifolterstelle überprüft werden sollen. Obwohl sich Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren für die Verbesserung der Versorgung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen einsetzt (diesbezüglich auch die Koalitionäre in Berlin angeschrieben hat -> viewtopic.php?t=19782 ), müssen weitere Prüfaktivitäten, von wem auch immer, als nicht hilfreich eingestuft werden. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich daher am 25.11.2013 an das Justizministerium NRW gewandt und wegen der Erwägungen zur Ausweitung der Prüftätigkeit um ein Statement gebeten. Ungeachtet dieser Zuschrift wurde auch die hiesige Heimaufsicht am 25.11.2013 angeschrieben und darin die aktuelle Sichtweise von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk dargelegt. Der Text ist unten angefügt.

Ich möchte hiermit auf die hiesige Sichtweise aufmerksam machen und bitten (mit) sicherzustellen, dass endlich entscheidende Schritte dazu unternommen werden, den Pflegenotstand durch deutliche Verbesserung der Stellenschlüssel aufzulösen. Noch mehr Kontrollen lösen kein einziges Versorgungsproblem, erhöhen nur den Frust bei den MitarbeiterInnen in den Einrichtungen.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

+++


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie wissen, bin ich grundsätzlich pflegekritisch unterwegs und bin daher bemüht, bestehende Mängel in den Pflegeeinrichtungen mit abstellen zu helfen. Den heutigen Bericht in der NGZ, der die "Antifolterstelle" als neue Prüfinstanz für die Heime benennt, sehe ich mehr als kritisch. In einer Rundmail von heute habe ich geschrieben:

Heute, 25.11.2013, berichtet die Rheinische Post über "Anti-Folter-Stelle soll Heime überprüfen" und kommentiert "Zerrbild von der Pflege".
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hält weitere Prüfungen in den stationären Pflegeeinrichtungen für überflüssig und fordert stattdessen eindeutige Verbesserungen der Pflege-Rahmenbedingungen, vor allem mehr Personal! Zum Thema "Antifolterstelle" gibt es im hiesigen Forum bereits Textstellungen unter folgender Adresse -> viewtopic.php?t=18477 Ein ergänzendes Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird folgen.

Ich habe gesondert das Justizministerium NRW um nähere Informationen gebeten.

Da ich mich als Vertreter von Pro Pflege Selbsthilfenetzwerk gegen eine Ausweitung der Prüftätigkeit gewandt habe, bin ich bereits heftig kritisiert worden. U.a. wurde ausgeführt:

"…. da ich Sie als einen sehr engagierten Sprecher für eine verbesserte Situation der Pflege - vor allem der PflegerInnen - erlebt habe, wundert mich die Stellungnahme von Pro Pflege - also die Ihre - doch sehr. Natürlich sind Prüfungen in den Einrichtungen völlig sinnlos, wenn die Prüfenden nicht die Dinge sehen können oder wollen, die gefährliche Pflege oder unwürdige Lebenssituationen beinhalten. Aber - die Erfahrung zeigt doch auch, dass nur mit Kontrolle Dinge - leider - verändert werden können. Und dass es in der Pflege nicht zum Besten bestellt ist, darüber sind sich wohl alle einig. Es wäre natürlich schön, wenn die Heimaufsicht schärfere Maßstäbe anlegen würde bzw. zu solchen Prüfungen auch Kritiker der Einrichtung hören würde, was sie nach meinen Erfahrungen leider nicht tut. DANN sind natürlich weitere Prüfungen nur Augenwischerei. Aber die Heimaufsicht - zumindest erlebe ich es in Hessen - bei aller Kritik - ist doch einer der Motoren gewesen, bessere Heimbedingungen (und damit konsequenterweise auch der Arbeitsbedingungen der Pflege) durchzusetzen. Für meinen Geschmack viel zu langsam. Aber - sie ist doch sozusagen Mitstreiter für die Belange besserer Pflege, besserer Arbeitsbedingungen und besserer Lebensbedingungen für die Bewohner. Daher verstehe ich leider Ihre Haltung nicht ganz. …"

Ich habe darauf spontan wie folgt geantwortet:

"…. ich bemühe mich seit vielen Jahren darum, die Pflege-Rahmenbedingungen verbessern zu helfen. Dazu gehört in erster Linie die deutliche Ausweitung der Stellenschlüssel, die aufgrund von Vereinbarungen nach § 75 SGB XI den wirklichen Pflegebedarf nicht abdecken. Daraus resultieren nahezu sämtliche Mängel in den stationären Einrichtungen. Was sollen denn daran vermehrte Prüfungen ändern? Solche Aktivitäten sind allenfalls dazu geeignet, das ohnehin zu knappe Personal noch mehr unter Druck zu setzen. Und die Personalnot bleibt.
Was wir wirklich brauchen, sind Reformen der Pflege-Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang sehe ich den Pflegenotstand als den Hauptknackpunkt an. Dazu habe ich vieles geschrieben, u.a. zuletzt auch in Richtung Koaltionäre -> viewtopic.php?t=19782 Wenn wir jemanden deutlicher auf die Finger klopfen müssen, dann den Volksvertretern, die möglicherweise ihren gesetzgeberischen Verpflichtungen nicht ausreichend nachkommen.
Die Auffassung, dass wir nicht mehr Prüfungen brauchen, sondern wirkliche Refomren, vertrete ich seit Jahren. Siehe z.B. die Erklärung vom 03.08.2010 - > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... heimen.php
Die jetzigen Prüfmechanismen (Heimaufsicht, MDK, Brandschutz/Feuerwehr, Gesundheitsamt, Ordnungsamt, Heimberat, Angehörige usw.) sind bereits üppig und völlig ausreichend. Ich sehe bei den bestehenden Prüfinstitutionen allerdings Optimierungsmöglichkeiten.
Anfang des Jahres hat sich die Polizeigewerkschaft mit dicken Schlagzeilen gemeldet und bezüglich der Pflegemängel Alarm geschlagen. Auf meine Nachfragen gab es keine konkreten Feststellungen. Die Grundlage der Alarmierung waren Mutmaßungen. Nun die Antifolterstelle zu bemühen, halte ich für fatal. Wäre ich Pflegekraft, würde ich mir spätestens jetzt überlegen, ob nicht einen Berufswechsel in Betracht ziehen sollte.
Ich werde daher mit Rücksicht auf die wertvolle und gute Arbeit der Pflegekräfte gegen weitere Diskriminierungen antreten, allerdings auch weiterhin deutlich für systemische Verbesserungen werben. Dazu soll auch der für den 13.05.2014 geplante Pflegetreff dienen. Er wird sich nur mit dem Pflegenotstand befassen. -> viewtopic.php?t=19125 Wo sind denn all die klugen Pflegekritiker, die ständig in Talkshows sitzen und die Situationen bejammern? Ich lade seit Jahren zu einem Aktionsbündnis menschenwürdige Pflege jetzt ein und nahezu niemand ist bereit, bei gemeinsamen Strategien mitzuwirken.
Gewalt, die allzu oft nur auf die Heime bezogen diskutiert wird, ist im Übrigen ein Teil der Gesellschaft. Im Rahmen einer Buchveröffentlichung fiel mehr auf, dass es gute Belege dafür gibt, die Gewalt in der häuslichen Umgebung als eigentlich problematischer einzustufen. -> http://www.wernerschell.de/Buchtipps/10 ... tungen.php ..."

Sobald das Justizministerium NRW geantwortet hat, wird es ein weiteres Statement geben.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell - http://www.wernerschell.de

+++ Anmerkung +++
Es gab vielfache Zustimmung. Siehe u.a. unter:
http://www.ak-gewerkschafter.de/2013/11 ... llt-loewe/
Dort wird u.a. ausgeführt:
Herr Werner Schell, der Vorstand des PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWERKS ( http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell ), ist wieder einmal sehr aktiv in die Öffentlichkeit gegangen. Er hat allen Fraktionen im Landtag von NRW einen, wie wir meinen, geharnischten Brief geschrieben, der sich mit dem Thema „ÜBERPRÜFUNG DER PFLEGEINRICHTUNGEN DURCH DIE ANTIFOLTERSTELLE“ befasst. Herr Schell weist mit Recht darauf hin, dass der ursächliche Pflegekräftemangel zu beseitigen ist und alles andere wohl nicht sehr hilfreich ist. Werner Schell nimmt kein Blatt vor dem Mund, was wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ausdrücklich immer wieder begrüßen. Die komplette Mitteilung des PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWERK über seinen Vorstand Werner Schell haben wir ob der WICHTIGKEIT ungekürzt nachstehende zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet. „Gut gebrüllt Löwe“, bleibt uns da nur zu sagen!

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BeitragVerfasst: 27.11.2013, 07:32 
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Registriert: 18.05.2003, 23:13
Beiträge: 17764
WDR-Fernsehen - Aktuelle Stunde - 25.11.2013
Unter Beobachtung - Pflegeheime unter Folterverdacht:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/send ... rue#banner
(Der Beitrag, rd. 3 Minuten, ist möglicherweise nur vorübergehend anschaubar)

Anmerkung der Moderation:
Der WDR "Aktuelle Stunde" wurde von Pro Pflege - Selbsthilfenetz mittels Statement informiert.
Bedauerlicherweise hat sich von der Redaktion des Senders wegen weiterer Einzelheiten niemand gemeldet.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hätte zielgerichtet über die Mängelproblematik informieren können.

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BeitragVerfasst: 04.12.2013, 17:33 
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phpBB God

Registriert: 10.11.2006, 12:44
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Fixierung in Heimen ist nur das letzte Mittel
Kreis Heinsberg. Die landesweite Berichterstattung über die Fixierungspraxis in Alten- und Pflegeheimen und über die von den ­Länder-Justizministern verfolgten Pläne, nach denen die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter künftig auch diese Heime überprüfen soll, hat vermehrt zu Anfragen bei der Heimaufsicht des Kreises Heinsberg geführt, berichtete die Pressestelle des Kreises Heinsberg.
... (weiter lesen unter) ... http://www.aachener-zeitung.de/mobile/l ... l-1.710924


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BeitragVerfasst: 04.12.2013, 17:43 
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Beiträge: 124
Presse hat geschrieben:
Fixierung in Heimen ist nur das letzte Mittel


Diese Aussage ist richtig und wird auch wohl in meisten Pflegeheimen konsequent umgesetzt.
Der Einsatz der Antifolterstelle als weitere Prüfinstanz halte ich für überflüssig und schädlich.
Wer diese Stelle in die Heime schicken will, sieht wohl in den Pflegekräften pauschaliert "Folterknechte".
Eine untragbare Sichtweise.

Bettina Olbing

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