Die Pflege fühlt sich im Stich gelassen - So die Ergebnisse des CARE Klima-Index 2017

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Die Pflege fühlt sich im Stich gelassen - So die Ergebnisse des CARE Klima-Index 2017

Beitrag von WernerSchell » 16.01.2018, 14:19

Kalter Wind in der Pflege
Die Ergebnisse des ersten CARE Klima-Index 2017: Die Pflege fühlt sich im Stich gelassen


Berlin, 16. Januar 2018 – „Es herrscht eine unterkühlte Stimmung in der Pflegebranche“ so fasst Stephanie Hollaus, Leiterin der nationalen Marktforschungsabteilung bei Psyma Health & CARE und Projektverantwortliche des ersten CARE Klima-Index Deutschland, die Ergebnisse zusammen.
Die zentralen Ergebnisse sind: Die Pflege fühlt sich von der Politik im Stich gelassen: So bewerten 91 % der professionell Pflegenden, dass das Thema Pflege in der Politik einen geringen Stellenwert hat. Die neuen gesetzlichen Regelungen durch die Pflegestärkungsgesetze werden ebenfalls kritisch beurteilt: Die neuen gesetzlichen Regelungen durch die Pflegestärkungsgesetze werden ebenfalls kritisch beurteilt: Bei den Pflegenden sehen 59 % noch keine relevanten Verbesserung im Alltag. Die Kostenträger fällen mit nur 35 % jedoch ein deutlich positiveres Urteil.
Auch insgesamt fühlen sich die Pflegefachpersonen wenig wertgeschätzt: 56 % der professionell Pflegenden beurteilen den gesellschaftlichen Stellenwert ihrer Profession niedriger als den anderer Berufsgruppen.
Eher neutral bis negativ wird die wirtschaftliche Lage bei den stationären Pflegeeinrichtungen beurteilt: nur 17 % der Befragten sehen sie positiv, 31 % neutral, 36 % negativ.
Noch nicht im Pflegealltag angekommen sind digitale Innovationen: 67 % der professionell Pflegenden wissen noch nichts über sie, weitere 10 % sehen in ihnen keine Hilfen, lediglich 6 % bewerten sie positiv.
Gut dagegen wird die Qualität der Ausbildung zumindest von den Pflegenden selbst eingeschätzt: 73 % beurteilen sie positiv. Pflegemanager beurteilen sie allerdings nur mit 35 % als gut. Ernüchterung setzt dann im Berufsalltag ein: Die Einschätzung des Qualitätsniveaus der professionellen Pflege landet nur noch im Mittelfeld. Lediglich 15 % beurteilen die Qualität der Versorgung als hochwertig, 51 % nur als mittelmäßig und 28% sogar als mangelhaft. Auch bei dem Stichwort der interdisziplinären Teamarbeit – ein wichtiges Kriterium für eine gut funktionierende Pflege – fällt die Stimmung eher unterkühlt aus: Zwar wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit noch von 44 % der Ärzte positiv gesehen, aber nur 22 % der Pflegenden sehen das ebenso.
Als großes Manko wird nicht zuletzt die personelle Ausstattung in der Pflege bewertet: 80 % der Pflegenden empfinden sie als nicht ausreichend, ebenso 72% der Ärzte. Die Kostenträger zeigen sich stattdessen mit 45 % indifferent.
Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates e.V., fordert daher unverzüglich eine spürbar bessere Personalausstattung in allen Versorgungsbereichen: „Die Anforderungen an die Pflege steigen qualitativ wie quantitativ ständig an. Es wird aber nicht der Rahmen geschaffen, in dem Pflegende gut und zufrieden arbeiten können und dabei selbst gesund bleiben. Der extrem hohe Krankenstand in den Pflegeberufen und der Exodus aus dem Beruf sind deutliche Signale“, so Franz Wagner. „Die Sondierungsergebnisse begreifen wir als Schritt in die richtige Richtung. Es müssen aber schnell Taten folgen und darf nicht bei gut gemeinten Ankündigungen bleiben.“
Ein deutliches Signal an die Politik ist auch die Einschätzung zur Zukunft der Pflege: Die professionelle Pflege sieht die Versorgung zukünftig gefährdet – 65 % der befragten Pflegenden blicken düster und negativ in die Zukunft.
Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder sieht daher auch die Politik in der Pflicht: „Ich setze mich für bessere Pflegeschlüssel ein, sowohl im Bereich der Kranken- wie auch der Altenpflege. Außerdem müssen wir eine vernünftige Organisation für eine gute Interessensvertretung der Pflege bekommen. Die Pflege muss in die Lage versetzt werden, ihre Bedürfnisse im Gesundheitswesen auch durchzusetzen“, so Karl-Josef Laumann.

Der CARE Klima-Index
Der CARE Klima-Index wurde von dem unabhängigen Institut Psyma Health & CARE GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat e.V. und der Schlüterschen Verlagsgesellschaft als Veranstalter des Deutschen Pflegetags konzipiert und realisiert. Er soll in Zukunft, analog zum ifo-Geschäftsklimaindex, jährlich die Veränderungen im Stimmungsbild der in der Pflege agierenden Akteure aufzeigen und Handlungsfelder sowie Herausforderungen ermitteln. Die Befragung 2017 ist daher eine Nullmessung, die die Basis für die Bewertung der zukünftigen Entwicklung bildet. Befragt wurden insgesamt 2.016 Personen – nicht nur beruflich Pflegende, sondern auch Vertreter/innen des Pflegemanagements, pflegende Angehörige, Patienten, Haus- und Fachärzte sowie Apotheker/innen, Kostenträger, Vertreter/innen der Industrie sowie Kommunen und Verbände.

Die digitale Pressemappe zum Pressegespräch und zu den Ergebnissen des CARE Klima-Index 2017 finden Sie unter http://www.deutscher-pflegetag.de/presse

Pressekontakt
Pressebüro Deutscher Pflegetag
Katharina Ferber
c/o neues handeln GmbH
Luisenstr. 46
10117 Berlin
Telefon: 030/288 83 78 - 16
Telefax: 030/288 83 78 - 28
E-Mail: deutscher-pflegetag@neueshandeln.de

Über den Deutschen Pflegetag
Der Deutsche Pflegetag ist eine Veranstaltung des Deutschen Pflegerats e.V. und der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG und gilt als die zentrale Veranstaltung für Pflege in Deutschland. Hier gestalten Experten und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft die Zukunft der Pflege. 2018 findet der 5. Deutsche Pflegetag unter dem Motto "Teamarbeit – Pflege interdisziplinär" vom 15.-17. März in der STATION Berlin statt.
Das vollständige Programm gibt es unter deutscher-pflegetag.de
facebook: /deutscherpflegetag
Twitter: #pflegetag

Über den Deutschen Pflegerat
Der Deutsche Pflegerat e.V. ist seit 1998 Dachverband der bedeutendsten Berufsverbände des deutschen Pflege- und Hebammenwesens. Er vertritt die Interessen der insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten in der Pflege. Der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung ist oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Über die Schlütersche
Die Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG ist ausführender Veranstalter des Deutschen Pflegetags. Das Themenfeld Gesundheit und Pflege gehört zu den Kernkompetenzen der Schlüterschen: Das Portfolio umfasst in den Verlagsprogrammen Schlütersche Pflege und Brigitte Kunz Verlag eine Vielzahl von Pflegemedien für die Praxis mit dem Schwerpunkt auf Fachbüchern, dem Online -Portal pflegen-online.de, dem Magazin der Pflegekammer Rheinland Pfalz. Das Tochterunternehmen Carry-On Trade Publishing GmbH ist im Bereich digital Publishing aufgestellt. Das Angebot im Bereich Gesundheit und Pflege wurde mit der Produktlinie sgp (Sozial-, Gesundheits- und Pflegewirtschaft) erweitert.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.01.2018
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Luisenstraße 46
10117 Berlin

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Statements zum CARE Klima-Index 2017
• Das Statement von Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. zum Care Klima-Index finden Sie hier: https://deutscher-pflegetag.de/wagner-c ... index-2017
• Das Statement von Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder zum Care Klima-Index 2017 finden Sie hier: https://deutscher-pflegetag.de/laumann- ... index-2017
• Das Statement von Psyma zum Care Klima-Index 2017 finden Sie hier: https://deutscher-pflegetag.de/psyma-ca ... index-2017
• Die Info-Grafiken zum Care Klima-Index 2017 finden Sie hier: https://deutscher-pflegetag.de/infograf ... index-2017 >>> https://deutscher-pflegetag.de/sites/de ... aIndex.pdf

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Siehe auch unter
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Terminvorschau/Veranstaltungskalender
15.-17. März 2018 - Deutscher Pflegetag 2018 in Berlin
>>> viewtopic.php?f=7&t=22394

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Auszubildende in Pflegeberufen leiden unter Zeitdruck - dpa Bildfunk
Notleidendes Pflegesystem = zielgerichtet verbessern!
viewtopic.php?f=4&t=22085
Siehe auch die aktuellen Beiträge unter:
Pflege, Gesundheit, Rente - Koalitionäre & die Sondierungsergebnisse
>>> viewtopic.php?f=4&t=22459
Deutsche fürchten überlastetes Pflegepersonal in den Heimen
>>> viewtopic.php?f=4&t=22456


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Zwei ausgewählte Grafiken:

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Die Pflege fühlt sich im Stich gelassen - So das Ergebni s des CARE Klima-Index 2017

Beitrag von WernerSchell » 16.01.2018, 14:33

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=22459&p=101796#p101796

Die professionelle Pflege fordert glaubwürdige politische Zusagen!

Die professionell Pflegenden in Deutschland fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Die detaillierten Umfrageergebnisse des Care-Klima-Index 2017, die heute in Berlin vorgestellt wurden, sprechen eine sehr deutliche Sprache. „Leider haben die politisch Verantwortlichen die Belange der beruflich Pflegenden seit vielen Jahren sträflich vernachlässigt. Lange hat man Pflege politisch fast vollständig zur Nebensache erklärt – wohl in der Erwartung, irgendwie werde es trotzdem funktionieren“, sagt Johanna Knüppel, Sprecherin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Eine künftige Regierung, die es ernst meint mit ihrer Verantwortung für die Zukunft der Pflege im Land und die den deutschen Pflegenotstand beheben will, muss zuallererst um das Vertrauen der beruflich Pflegenden werben. Das wurde gründlich verspielt in den zurückliegenden Jahren. Ohne die professionelle Pflege werden alle Strategien ins Leere laufen. Gemeinsam mit den Interessenvertretern der Pflegeberufe muss die Politik Lösungswege einschlagen, die weit über das hinausgehen, wovon bisher auch nur die Rede war. Verpflichtende Pflegepersonaluntergrenzen in allen bettenführenden Bereichen, erhebliche Investitionen in Pflegefachpersonalkapazität und moderne Berufsbildung auf europäischem Niveau sind da nur ein erster Anfang! Wir brauchen in Deutschland ein neues Denken und weitreichende Reformen in der Gestaltung von Gesundheitsversorgung. Es gilt, andere und komplexere Anforderungen zu erfüllen als in der Vergangenheit. Das gelingt nur, wenn die herkömmlichen Strukturen auf den Prüfstand kommen und innovative Konzepte eine Chance erhalten. Die Pflegeberufe erwarten, dass ihr Potenzial sinnvoller genutzt wird als bisher, und dass die Leistung und Kompetenz, die sie zum Gesamtgeschehen beitragen, anerkannt und respektiert werden.“

In der vergangenen Legislaturperiode wurden zwar Reformen eingeleitet, aber eher halbherzig oder mit überlangen Übergangszeiten. Von einer immer wieder versprochenen Verbesserung ihrer seit langem hochbelastenden Arbeitsbedingungen haben die Pflegenden bislang nichts gesehen. Und wenn jetzt als Ergebnis der Sondierungsgespräche „sofortige und spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen“, „Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung“, „Förderung zusätzlicher Stellen“, „Tarifgehälter in der Altenpflege“ und „eine bessere Gesundheitsvorsorge für die Beschäftigten“ in Aussicht gestellt werden, sorgt das allenfalls für sarkastische Kommentare in der Berufsgruppe. Die Reaktion der Pflegenden auf solch abgenutzte Versprechen ist bezeichnend und in den sozialen Medien nachzulesen. In Koalitionsverhandlungen müsste ganz erheblich nachgelegt werden!

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.01.2018
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140
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Mehr Personal für Altenpflege und Krankenhäuser - Sofortprogramm gefordert

Beitrag von WernerSchell » 16.01.2018, 15:02

Grüne wollen mehr Personal für Altenpflege und Krankenhäuser

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Sofortprogramme für mehr Personal in der Altenpflege und in Krankenhäusern fordern die Abgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Dazu legen die Abgeordneten am Donnerstag, 18. Januar 2018, je einen Antrag für den Bereich der Altenpflege und den Bereich des Pflegepersonals im Krankenhaus vor, die erstmals im Plenum beraten werden sollen. Im Anschluss an die dreiviertelstündige Debatte sollen beide Vorlagen zur weiteren Beratung an den Gesundheitsausschuss überwiesen werden. (eis/11.01.2018)

Quelle: https://www.bundestag.de/dokumente/text ... nal/537020
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Die Pflege fühlt sich im Stich gelassen - So die Ergebnisse des CARE Klima-Index 2017

Beitrag von WernerSchell » 17.01.2018, 07:03

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Rheinische Post vom 17.01.2018:

Studie
Pfleger fühlen sich von der Politik im Stich gelassen

Berlin. Die Pfleger in Deutschland fühlen sich einer Studie zufolge von der Politik dramatisch vernachlässigt. Für die Alten und Kranken gebe es zu wenig Personal, die Qualität leide darunter, und für die schwierigen Aufgaben gebe es keine Anerkennung.
Das geht aus einer Studie hervor, die das Marktforschungsinstitut Psyma in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Pflegetag am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Demnach gaben 91 Prozent aller befragten Pfleger an, sie fühlten sich von der Politik im Stich gelassen. "Das ist ein gravierendes Ergebnis", sagte die Studienleiterin Stephanie Hollaus bei der Präsentation.
… (weiter lesen unter) …. http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7326450

Umfrage in der Branche
"Die Pflege ist ein Pflegefall"

Berlin. Eine Studie zeigt abermals, wie unzufrieden die Pflege-Branche ist. Die Politik will handeln, sieht aber auch die Berufsverbände in der Pflicht.
Von Laura Ihme und Eva Quadbeck
Keine Wertschätzung, mittelmäßige Qualität in der Versorgung und viel zu wenig Personal - die Stimmung in der Pflegebranche ist schlecht. Das geht aus dem neuen "Care Klima-Index" des Marktforschungsinstituts Psyma in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Pflegetag hervor. Interessensvertreter fordern daher mehr Hilfe aus der Politik - diese verspricht, schnell zu handeln, appelliert aber auch an die Branche, sich selbst zu helfen.
"Die Ergebnisse der Befragung sind für mich nicht überraschend. Sie bestätigen unsere Kritik an den Entwicklungen in der Pflege und insbesondere in den Pflegeberufen", sagt Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, der die Interessen der Berufsverbände der Pflegebranche vertritt.
… (weiter lesen unter) …. http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7325707

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Deutsches Ärzteblatt:
Ärzte und Pflegekräfte bewerten Zusammenarbeit unterschiedlich
Pflegekräfte bewerten die Lage der Pflege in Deutschland zumeist anders als andere Akteure des Gesundheitswesens. Das geht aus dem ersten Care-Klima-Index hervor, der von dem Marktforschungsunternehmen ... https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... schiedlich
Pflege: Vieles getan – nicht genug erreicht > https://www.aerzteblatt.de/archiv/19297 ... g-erreicht
Pflege im Krankenhaus: Krankenkassen pochen auf Gesamtkonzept > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... rankenhaus
Gesundheitssystem: Schnelle Reformen notwendig > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... eitssystem

Ärzte Zeitung vom 17.01.2018:
Arbeitsmarktforscher
Nachholbedarf bei Bezahlung in der Altenpflege

Arbeitsmarktforscher sehen bei der Bezahlung von Altenpflegekräften trotz Lohnsteigerungen in den vergangenen Jahren noch erheblichen Nachholbedarf. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=95 ... efpuryykqr
Care Klima-Index
Tiefe Depression bei den Pflegeberufen

Mangelndes Selbstwertgefühl, fehlende gesellschaftliche Wertschätzung, düstere Zukunftsperspektiven der Pflege: Das sind Ergebnisse des ersten "Care Klima-Index". >>> https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=95 ... efpuryykqr
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Sofortprogramme für Krankenhauspflege und Altenpflege gefordert

Beitrag von WernerSchell » 18.01.2018, 08:38

Am 18.01.2018 bei Facebook gepostet:
Sofortprogramme für Krankenhauspflege und Altenpflege! Deutscher Bundestag stellt Anträge von Bündnis90/Die Grünen vom 18.01.2017 vor. Downloadhinweise und weitere Beiträge zum Pflegenotstand: > viewtopic.php?f=4&t=22459&p=101828#p101828
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Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

Beitrag von WernerSchell » 19.01.2018, 07:39

Ärzte Zeitung online, 19.01.2018
Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten
Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigten sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt.
Von Anno Fricke
BERLIN. In ihrem Sondierungspapier haben Union und SPD angekündigt (> https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... ldern.html ), die Personalausstattung in der Pflege und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dafür sollen 8000 neue Fachkraftstellen in der Behandlungspflege in Heimen geschaffen werden. Auf allen bettenführenden Abteilungen in den Krankenhäusern sollen zudem Personaluntergrenzen eingeführt werden.
Der Pflegenotstand lässt sich auch anders benennen: In den Krankenhäusern gefährde die Überlastung der Pflegedienste manifest die Patientensicherheit, sagte der Pflegewissenschaftler Michael Simon von der Hochschule Hannover. Schwere Komplikationen aufgrund von Pflegepersonalmangel reichten vom Herzstillstand, über Thromboembolie, Sepsis und Dekubitus bis hin zu Medikationsfehlern.
Mehr als 100.000 Pflegestellen fehlten schon heute in den Krankenhäusern, sagte Simon bei der Auftaktpressekonferenz zum Kongress Pflege 2018 von Springer Pflege am Donnerstag in Berlin.
… (weiter lesen unter) …. https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=95 ... efpuryykqr

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Masterplan Pflege!? >>> https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... flege.html
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Mehr Personal für Altenpflege und Krankenhäuser - JETZT

Beitrag von WernerSchell » 21.01.2018, 08:13

Chronikbild - 20.01.2018 - bei Facebook:
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Bundestagssitzung am 19.01.2018 TOP 14 - Personalerhöhung in Alten- und Krankenpflege. - Die Reformvorschläge von Union und SPD sind völlig unzureichend. Bündnis90/Die Grünen präsentieren zwar höhere Stellenschlüssel und nennen Milliardenbeträge zur Finanzierung, aber auch das ist als Sanierungsrahmen für die Auflösung des Pflegenotstandes nicht auskömmlich. -
Debattenbeiträge >> http://www.bundestag.de/mediathek?video ... =mediathek
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Pflegenotstand: Auflösung muss oberste Priorität haben

Beitrag von WernerSchell » 25.01.2018, 17:48

"Kranke Pflege" - Der gestern vom WDR ausgestrahlte Film ist bis zum 24.01.2019 in der Mediathek anschaubar! Anzumerken bleibt aber, dass es u.a. von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren Statements zum Pflegenotstand gegeben hat. Und dies nicht nur als Anklage, sondern mit konstruktiven Handlungsanforderungen verbunden. Siehe z.B. unter
> Pflegenotstand - Auswege aus der Misere? - Statement aus Patientensicht vom 02.02.2010 > viewtopic.php?f=3&t=22463
> "Anforderungen an die von der Großen Koalition (GroKO) in Aussicht gestellte Pflegereform 2014." > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf
> Filmdokumentionen, u.a. über die Neusser Pflegetreffs belegen das Engagement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk zur Auflösung des Pflegenotstandes > viewtopic.php?f=6&t=21070


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Pflegenotstand: Auflösung muss oberste Priorität haben

Beitrag von WernerSchell » 04.02.2018, 07:49

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Der Pflegenotstand, zu wenig Pflegepersonal für immer mehr Patienten und pflegebedürftige Menschen, ist menschenunwürdig und zugleich lebensgefährlich! - Die Koalitionäre müssen ihre Vorstellungen um ein Vielfaches nachbessern. 8.000 neue Pflegekräfte lösen null Probleme. Es müssen eher 50.000 bis 80.000 (und mehr) sein! Den deutlich ausgeweiteten Stellenschlüsseln müssen umfassende Qualifizierungsmaßnahmen folgen. Die Tarifvertragsparteien sind im Übrigen wg. höherer Vergütungen gefordert. "Geflüchtete" Pflegekräfte können so für eine Rückkehr ins Pflegesystem gewonnen werden.
Zu all dem passt die Aussage: >>>> "Man sollte an allen Fronten für Klärung sorgen, und zwar sofort und ohne jede Verzögerung." ….
>>> viewtopic.php?f=4&t=22459&p=102116#p102116
>>> viewtopic.php?f=3&t=22474&p=102124#p102124
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Pflegenotstand - Politiker haben die Misere nicht begriffen

Beitrag von WernerSchell » 08.02.2018, 16:13

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=22459&p=102187#p102187

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Union und SPD haben sich in eine Neuauflage der GroKo gerettet. Bei einer Neuwahl hätten diese Parteien laut aktueller Umfragen keine Mehrheit mehr. Also war ein "weiter so" die scheinbar beste Lösung. Es wäre eigentlich vieles anzumerken, auch zu einigen handelnden Personen. - Wenn man aber nur die demografische Entwicklung mit ihren Folgewirkungen in den Blick nimmt, stellt man fest, dass dieses Thema keine ernsthafte Rolle bei den Koalitionären gespielt haben kann. Denn was zum Gesundheits- und Pflegesystem in der Koalitionsvereinbarung ausgeführt worden ist, muss mehr als dünn bezeichnet werden. Es wird so auf diesen Gebieten kein einziges Problem gelöst. Daher wird uns z.B. der Pflegenotstand - zu wenig Pflegekräfte für immer mehr Patienten und pflegebedürftige Menschen - erhalten bleiben und die Versorgung der kranken und pflegebedürftigen Menschen bleibt inakzeptabel mängelbehaftet. Das ist menschenunwürdig und zudem lebensgefährlich. - Und das muss auch gesagt werden dürfen!
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Mit dem Koalitionsvertrag vom 07.02.2018 kann der Pflegenotstand nicht aufgelöst werden

Beitrag von WernerSchell » 09.02.2018, 08:59

Übernahme aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=22459&p=102212#p102212
Dort sind auch zahlreiche Beiträge zum Sondierungsverfahren und erste Einschätzungen zur Koalitionsvereinbarung nachlesbar!

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Ein neuer Aufbruch für Europa
Eine neue Dynamik für Deutschland
Ein neuer Zusammenhalt für unser Land

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom 7. Februar 2018
Download: https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/ ... g_2018.pdf

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Das Thema "Gesundheit und Pflege" wird auf den Seiten 96 - 103 behandelt! Es geht dabei überwiegend um allgemein gehaltende Ankündigungen, die nicht wirklich aufzeigen, wie man die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen und immer wieder beschriebenen Pflegemängel auflösen will. Ähnliche Erklärungen gibt es nämlich seit Jahrzehnten, ohne dass sich entscheidende Veränderungen ergeben haben. Wenn aber zum Beispiel mit der angekündigten Förderung präventiver Hausbesuche durch Mittel des Präventionsgesetzes auch die Gestaltung von kommunalen Quartiershilfen voran gebracht werden kann, würde damit eine seit Jahren von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk erhobene Forderung aufgegriffen und erfüllt (siehe insoweit > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf ). - Werner Schell

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat die Vereinbarungen am 08.02.2018 kritisch beleuchtet:
Union und SPD haben sich in eine Neuauflage der GroKo gerettet. Bei einer Neuwahl hätten diese Parteien laut aktueller Umfragen keine Mehrheit mehr. Also war ein "weiter so" die scheinbar beste Lösung. Es wäre eigentlich vieles anzumerken, auch zu einigen handelnden Personen. - Wenn man aber nur die demografische Entwicklung mit ihren Folgewirkungen in den Blick nimmt, stellt man fest, dass dieses Thema keine ernsthafte Rolle bei den Koalitionären gespielt haben kann. Denn was zum Gesundheits- und Pflegesystem in der Koalitionsvereinbarung ausgeführt worden ist, muss mehr als dünn bezeichnet werden. Es wird so auf diesen Gebieten kein einziges Problem gelöst. Daher wird uns z.B. der Pflegenotstand - zu wenig Pflegekräfte für immer mehr Patienten und pflegebedürftige Menschen - erhalten bleiben und die Versorgung der kranken und pflegebedürftigen Menschen bleibt inakzeptabel mängelbehaftet. Das ist menschenunwürdig und zudem lebensgefährlich. - Und das muss auch gesagt werden dürfen!
Quelle: viewtopic.php?f=4&t=22459&p=102187#p102187
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Pflegealltag in deutschen Kliniken: "Es regiert der Wahnsinn"

Beitrag von WernerSchell » 16.02.2018, 10:45

Pflegealltag in deutschen Kliniken: "Es regiert der Wahnsinn"

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Auf vielen Klinikstationen fehlt es am Nötigsten. Zu wenige Pflegekräfte müssen sich um immer mehr Patienten kümmern. Jetzt gibt eine Pflegerin Einblick in ein System, das für alle zur Gefahr wird.
Quelle: Der Spiegel
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 93264.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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