Tötung auf Verlangen durch Unterlassen und unterlassene Hilfeleistung des Arztes bei freiverantwortlichem Suizid

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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Tötung auf Verlangen durch Unterlassen und unterlassene Hilfeleistung des Arztes bei freiverantwortlichem Suizid

Beitrag von WernerSchell » 01.07.2018, 06:12

Tötung auf Verlangen durch Unterlassen und unterlassene Hilfeleistung des Arztes bei freiverantwortlichem Suizid

Ein Arzt, der - vereinbarungsgemäß - in der Wohnung zweier Frauen (85 Jahre alt und 81 Jahre alt) anwesend ist, als diese sich mittels von ihm empfohlener Medikamente freiverantwortlich das Leben nehmen, wobei er die Einnahme der Medikamente - Metoclopramid, Chloroquin und Diazepam - beobachtet und den gesamten Sterbevorgang protokolliert und nach Eintritt der Bewusstlosigkeit - dem Wunsch beider Frauen entsprechend - keine Rettungsbemühungen einleitet, dann den Tod feststellt und nach einer weiteren Wartezeit die Feuerwehr ruft, macht sich unter keinem denkbaren rechtlichen Gesichtspunkt strafbar.

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Urteil des Landgerichts (LG) Hamburg vom 08.11.2017 - 619 KLs 7/16 -
Download > http://www.landesrecht-hamburg.de/jport ... E200252018

Weitere Informationen:
http://www.humanistische-union.de/nc/ak ... um-fuehrt/
https://www.juris.de/jportal/portal/pag ... hricht.jsp
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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