Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 20.07.2017, 06:03 
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Die Westdeutsche Zeitung (ähnlich die Rheinische Post / NGZ) berichtete am 11.07.2017:

Rhein-Kreis Neuss
Das Etienne-Krankenhaus verteilt ab sofort „Notfalldosen“
Von Bärbel Broer
Patienten können darin Infos, zum Beispiel zu Vorerkrankungen, notieren. Das soll Ärzten im Notfall bei der Behandlung helfen.

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lber Krankenhaus-Geschäftsführer Paul Kudlich (l.), Notärztin Dr. Annika Stollenwerk und Tim Gladis von den Maltesern zeigen die Notfalldosen.

Nordstadt. Ob Blinddarm-Operation, Herzinfarkt oder Geburt – ab sofort erhält jeder Patient des Johanna-Etienne-Krankenhauses (JEK) bei seiner Entlassung kostenlos eine sogenannte Notfalldose. Den darin enthaltenen Fragebogen zu Vorerkrankungen, Allergien, Medikamenten, Blutgruppe, Patientenverfügung und Notfallkontakt sollte er umgehend ausfüllen und zuhause in den Kühlschrank stellen. Kleine Info-Aufkleber weisen darauf hin, dass in diesem Haushalt eine Notfalldose steht. „Der Kühlschrank ist der ideale Aufbewahrungsort, weil jeder einen hat. Zudem müssen wir dann nicht lange suchen“, erklärt Dr. Annika Stollenwerk, Notärztin und Leiterin der Zentralambulanz am JEK.
… (weiter lesen unter) …


Näheres zur "Notfalldose"
>>> http://www.notfalldose.de/

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hält es für wichtig, die BürgerInnen zeitgerecht über "vorsorgliche Verfügungen", wie z.B. Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, zu informieren und dabei anzuleiten, wie solche Verfügungen rechtssicher erstellt werden. Dabei wird v.a. zu verdeutlichen sein, dass besonders einer Vorsorgevollmacht große Bedeutung zukommt. Denn sie stellt bei fehlender Einwilligungs- bzw. Geschäftsfähigkeit eine Rechtsvertretung sicher. Im Zusammenhang mit der Erstellung einer Patientenverfügung ist darauf aufmerksam zu machen, dass es klarer Festlegungen bedarf, die tunlichst vorweg mit dem Hausarzt bzw. einem Arzt des Vertrauens besprochen werden sollten. Im Übrigen ist es wichtig, alle Verfügungen im Familienkreis zu besprechen und dabei auch zu bestimmen, wer ggf. Verfügungstexte zur Verwendung erhält bzw. wo diese Unterlagen aufbewahrt werden. Dabei versteht sich, dass sie tunlichst so aufbewahrt werden, dass sie schnellstmöglich für alle Beteiligten zur Verfügung stehen. Die näheren Festlegungen bestimmen sich immer nach den Umständen im Einzelfall.

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk informiert umfangreich zum Thema, auch in Vorträgen, und macht auf wichtige Buchveröffentlichungen zum Thema aufmerksam, z.B.:
viewtopic.php?f=2&t=21981
viewtopic.php?f=2&t=21906
viewtopic.php?f=2&t=21798
viewtopic.php?f=2&t=20452
In den Vorträgen und Buchveröffentlichungen wird auf das geeignete Vorgehen im Zusammenhang mit "vorsorglichen Verfügungen" aufmerksam gemacht. Im Übrigen wird dabei auf hilfreiche Anleitungen / Vordrucke verwiesen.
Die nächsten Vorträge zum Thema "Patientenautonomie am Lebensende" sind für den 26.09.2017 in Neuss-Erfttal (Bürgerhaus) und 06.11.2017 in der Volkshochschule Neuss geplant.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich beim Neusser Pflegetreff am 10.05.2017 mit der "Gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase" (§ 132g SGB V) befassst und dabei aufzeigen können, dass vor der Abgabe von Erklärungen für Notfallsituationen und plötzlich auftretende Krankheitssituationen eine gute Beratung durch Fachpersonal erforderlich ist. Darüber informiert eine Filmdokumentation > https://youtu.be/4JyK_cU1Ayo
Wer nun glaubt, die komplexe Situation der richtigen Vorgehensweise in Notfallsituationen einfach mittels einer "Notfalldose" lösen zu können, hat wahrscheinlich nur unvollkommen geholfen.
Das neuerliche Angebot erinnert ein wenig an die im Oktober 2015 gestartete Aktion "Sterbebegleitung als Kneipenthema". Mit einer Bierdeckelaktion wollte der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln zur Diskussion anregen. Es gab heftige Kritik und das Thema war damit anscheinend erledigt. Siehe insoweit unter > posting.php?mode=edit&f=2&t=21303&p=88516
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 23.07.2017, 12:42 
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Im Zusammenhang mit vielfältigen Unterstützungsaktivitäten für hilfesuchende pflegebedürftige Menschen bzw. Angehörige gab es heute, 23.07.2017, bereits gegen 10.00 Uhr, Veranlassung, in einer Neusser Pflegeeinrichtungen einen Besuch abzustatten. Vorausgegangen waren u.a. Mängelrügen der Angehörigen. Es konnte aber vor Ort geklärt werden, dass die pflegerische und sonstige Versorgung eines älteren pflegebedürftigen Herrn völlig in Ordnung war. Die Angehörigen, v.a. die Ehefrau, hat wohl nicht verstanden oder nicht verstehen wollen, dass ihr Ehemann im Sterben liegt und nur noch palliative Versorgung, Begleitung, geboten ist. Durch ein klärendes Gespräch mit der Ehefrau konnten die "Weichen" für eine gute Sterbebegleitung gestellt werden.
Es wurde deutlich, dass die beim Neusser Pflegetreff am 10.05.2017 diskutierte "Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase" wichtig gewesen wäre, seitens aller Beteiligten für den totkranken Patienten zeitgerecht in richtiger Weise zu agieren. Dann hätte auch vor Wochen ein unnötiger Krankentransport und eine Krankenhausaufnahme vermieden werden können. Bedauerlicherweise muss vermeldet werden, dass der GKV-Spitzenverband bislang die nach § 132g SGB erforderlichen Umsetzungsregelungen noch nicht herausgegeben hat. Diese hätten nach der Gesetzeslage bereits am 31.12.2016 vorliegen müssen. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird am Thema dran bleiben und demnächst weiter informieren!
>>>> viewtopic.php?f=4&t=22110

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