Patientenorientiertes Beschwerdemanagement

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

Moderator: WernerSchell

Gesperrt
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 20683
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Patientenorientiertes Beschwerdemanagement

Beitrag von WernerSchell » 09.07.2017, 06:08

Bild
Siehe auch unter "Tag des Patienten - 26.01.2017" >>> viewtopic.php?f=2&t=21965

Staatssekretär Laumann fordert Verbesserungen beim Patientenorientierten Beschwerdemanagement

Bild
Foto: Karl-Josef Laumann - Quelle: http://www.karl-josef-laumann.de/

Im Mittelpunkt unseres Gesundheitssystems müssen die Interessen der Patientinnen und Patienten stehen. Das gilt selbstverständlich auch für die Versorgung in den Krankenhäusern. Die Sichtweise der Patientinnen und Patienten und ihre Beschwerden können hier einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. Aus diesem Grund wurde 2013 mit dem Patientenrechtegesetz das Patientenorientierte Beschwerdemanagement (PatBM) verpflichtend eingeführt. Doch wie werden die gesetzlichen Vorgaben eigentlich in der Praxis umgesetzt? Das wollte auch der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, wissen. Er hat deshalb beim AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben, deren repräsentative Ergebnisse nun vorliegen.

Die gute Nachricht ist: In den von der Studie erfassten Krankenhäusern ist das PatBM weitgehend implementiert. Im Bereich der Beschwerdeannahme und -bearbeitung verfügen die Krankenhäuser zu über 90 Prozent über strukturierte und/oder schriftlich niedergelegte Prozessabläufe. Auch findet in den allermeisten Fällen eine Dokumentation der Beschwerden statt und die Beschwerdeführer erhalten eine Rückmeldung. Die Studie zeigt aber auch Defizite – zum Beispiel bei der Personalausstattung für das Beschwerdemanagement und bei der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Defizite müssen nun beseitigt werden, um den Nutzen des PatBM für die Patientensicherheit in vollem Umfang ausschöpfen zu können.

Staatssekretär Laumann hat deshalb einen Forderungskatalog vorgelegt, damit etwa Kriterien wie Qualität und Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten ein noch größeres Gewicht erhalten. „Neben einer ausreichenden Personalausstattung und einer guten Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss vor allem verbindlich und strukturiert festgelegt werden, wie mit den Beschwerden im Krankenhausalltag umgegangen wird. Sonst nützt der beste Hinweis nichts“, sagt Laumann.


Die Studie des AQUA-Instituts sowie den Forderungskatalog von Staatssekretär Laumann finden Sie hier:

• Studie „Umsetzung und Wirkungen des Patientenorientierten Beschwerdemanagements im Krankenhaus“ > https://www.patientenbeauftragter.de/im ... tPatBM.pdf
• Forderungskatalog von Staatssekretär Karl-Josef Laumann > https://www.patientenbeauftragter.de/im ... -PatBM.pdf


Quelle: Pressemitteilung vom 21.06.2017
Büro des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie des Bevollmächtigten für Pflege
Friedrichstr. 108
10117 Berlin
Kontakt Patientenrechte: 030/18 441-3424
Kontakt Pflege: 030/18 441-3425
Telefax: 030/18 441-3422
https://www.patientenbeauftragter.de/10 ... management

+++
Bild
In der Hälfte der Kliniken beschäftigt sich – rechnerisch – gerade mal eine Viertelkraft mit den Patientenbeschwerden.
© momius / stock.adobe.com - Quelle: Ärzte Zeitung


Ärzte Zeitung vom 22.06.2017
AQUA-Institut
Wenig Gehör für die Sorgen von Klinikpatienten

Hektik und Personalmangel sorgen oft für Frust bei Patienten im Krankenhaus. Deswegen sollen sie sich vor Ort beschweren können - doch dabei gibt es offensichtlich Defizite. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=938 ... fpuryyqrde

Deutsches Ärzteblatt vom 22.06.2017
Beschwerdemanagement in Kliniken oft unzureichend
Personalmangel im Krankenhaus verhindert offenbar häufig, dass Patientenbeschwerden adäquat bearbeitet werden können. Das zeigt eine neue Studie des AQUA-Instituts für Qualität im Gesundheitswesen ...  https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... zureichend

+++
Am 22.06.2017 bei Facebook gepostet und Problem kurz und bündig auf den Punkt gebracht:
Hektik und Personalmangel sorgen oft für Frust bei Patienten im Krankenhaus. Aber das Beschwerdemanagement in Kliniken ist oft unzureichend. So eine Studie des AQUA-Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. Staatssekretär Laumann forderte am 21.06.2017 Verbesserungen und stellt klar: „Neben einer ausreichenden Personalausstattung und einer guten Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss vor allem verbindlich und strukturiert festgelegt werden, wie mit den Beschwerden im Krankenhausalltag umgegangen wird. Sonst nützt der beste Hinweis nichts.“
>>> viewtopic.php?f=2&t=22179
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Gesperrt