Palliativwegweiser mit vielfältigen Angeboten gestartet

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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Palliativwegweiser mit vielfältigen Angeboten gestartet

Beitrag von WernerSchell » 14.10.2016, 06:24

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AOK startet Palliativwegweiser zu Angeboten für Menschen in der letzten Lebensphase

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Zum AOK-Palliativwegweiser > http://www.aok.de/palliativwegweiser

Zum Deutschen Hospiztag am 14. Oktober startet die AOK auf ihrer Internetseite einen bundesweiten Palliativwegweiser, mit dem sich schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige über Versorgungs- und Beratungsangebote in ihrer Nähe informieren können. Auf der Seite http://www.aok.de/palliativwegweiser haben die Nutzer die Möglichkeit, nach Eingabe von Postleitzahl oder Ort gezielt nach besonders qualifizierten Einrichtungen oder Hilfsangeboten zur Hospiz- und Palliativversorgung in ihrer Region zu suchen.

Der AOK-Palliativwegweiser umfasst mehr als 8.000 Einträge. Neben 238 stationären Hospizen und mehr als 600 Palliativstationen in Kliniken sind etwa 1.000 Hospizdienste, knapp 400 Pflegedienste mit Schwerpunkt Palliativversorgung und 300 Teams der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) verzeichnet. Darüber hinaus sind in der Datenbank auch mehr als 4.500 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin enthalten. Ergänzt wird das Angebot durch Angaben zu Selbsthilfegruppen, Telefonseelsorge und zu fast 700 Pflegeberatern der AOK, die eine besondere Qualifikation zum Thema Palliativversorgung haben.

Die Nutzer können ihre Suchergebnisse nach bestimmten Kriterien filtern. So ist zum Beispiel eine gezielte Suche nach ambulanten Angeboten zur Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen möglich. Darüber hinaus bietet der Palliativwegweiser auch weiterführende Informationen zu den verschiedenen Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung sowie zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

"Mit dem Palliativwegweiser informiert die AOK ihre Versicherten als erste Krankenkasse auch online über Beratungs- und Hilfsangebote der Hospiz- und Palliativversorgung", sagt Nadine-Michèle Szepan, Leiterin der Abteilung Pflege im AOK-Bundesverband. "Wir ergänzen damit unser flächendeckendes Beratungsangebot." Nach dem Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung haben Versicherte, die Hospiz- oder Palliativversorgung benötigen, seit Dezember 2015 einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch ihre Krankenkasse. Außerdem sollen die Kassen über die regional verfügbaren Beratungs- und Versorgungsangebote informieren.

Die Palliativversorgung hat das Ziel, schwerstkranke und sterbende Menschen in der letzten Phase ihres Lebens umfassend und individuell zu betreuen - sowohl medizinisch als auch pflegerisch. Im Mittelpunkt der Versorgung steht die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Beschwerden.

Unter der Adresse http://www.aok.de/palliativwegweiser ist das neue Angebot für alle Interessierten frei zugänglich.

Quelle: Pressemitteilung des AOK-Bundesverbandes vom 13.10.16
http://aok-bv.de/presse/pressemitteilun ... 17272.html

AOK startet Palliativwegweiser zu Angeboten für Menschen in der letzten Lebensphase
Die Pressemitteilung zum Download > http://aok-bv.de/imperia/md/aokbv/press ... 131016.pdf

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Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht, informiert regelmäßig in Vorträgen
über das Thema "Patientenautonomie am Lebensende - Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung".
Die Vorträge finden u.a. in der Volkshochschule Neuss, im Bürgerhaus Neuss-Erfttal und nach Absprache in anderen Institutionen
statt. Die Informationen werden durch Broschüren bzw. Mustertexte ergänzt - Der Eintritt ist regelmäßig kostenlos.


Die nächste Vortragsveranstaltung findet am 23.11.2016 im Bürgerhaus Neuss-Erfttal statt! Näheres unter
> viewtopic.php?f=7&t=21832
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Re: Palliativwegweiser mit vielfältigen Angeboten gestartet

Beitrag von WernerSchell » 14.10.2016, 07:14

Am 14.10.2016 bei Facebook gepostet:
Zum Deutschen Hospiztag am 14.10.2016 startet die AOK auf ihrer Internetseite einen bundesweiten Palliativwegweiser,
mit dem sich schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige über Versorgungs- und Beratungsangebote
in ihrer Nähe informieren können! - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk informiert ebenfalls regelmäßig zum Thema - u.a. mit
Vortragen zur "Patientenautonomie am Lebensende."
>>> viewtopic.php?f=2&t=21835
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Vorsorgliche Verfügungen - präzise Aussagen geboten

Beitrag von WernerSchell » 30.10.2016, 06:41

Vorsorgliche Verfügungen - präzise Aussagen geboten

Am 18.10.2016 bei Facebook gepostet:
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Beschluss vom 06.07.2016 - XII ZB 61/16 - die Anforderungen an Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung im Zusammenhang mit dem Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen präzisiert. Danach sollen entsprechende Verfügungen millionenfach ungültig sein. Dazu u.a. passend mein Vortrag im Bürgerhaus 41469 Neuss-Erfttal, Bedburger Straße 61, am 23.11.2016, 15.00 - 17,00 Uhr. Eintritt ist frei! - Bei der Veranstaltung wird auf den erwähnten Beschluss des BGH eingegangen. Dieser Beschluss befasst sich mit den Anforderungen an Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung im Zusammenhang mit dem Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen und verdeutlicht die notwendigen textlichen Erfordernisse. Da der BGH unmissverständliche Textformulierungen als erforderlich erachtet, scheinen zahlreiche Patientenverfügungen dem nicht gerecht zu werden. Sie sind möglicherweise unwirksam. - Grund genug, sich aktuell zu informieren. Richtig ist aber auch, dass der BGH keine neue Rechtslage geschaffen hat. Der Beschlusstext mahnt nur das an, was als Selbstverständlichkeit bereits vorher zu gelten hatte: Vorsorgliche Verfügungen müssen klare und konkrete Anweisungen enthalten.
Näheres unter folgender Adresse: viewtopic.php?f=7&t=21832
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Palliativwegweiser informiert über regionale Angebote

Beitrag von WernerSchell » 04.11.2016, 07:13

Ärzte Zeitung vom 04.11.2016:
AOK: Palliativwegweiser informiert über regionale Angebote
Seit Kurzem bietet die AOK auf ihrer Internetseite einen bundesweiten Palliativwegweiser. Mit diesem können sich Betroffene und Angehörige
über Versorgungs- und Beratungsangebote für schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer Nähe informieren.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=922 ... sen&n=5355
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SAPV: Versorgung Sterbenskranker blockiert

Beitrag von WernerSchell » 22.02.2017, 10:09

Ärzte Zeitung vom 22.02.2017:
SAPV: Versorgung Sterbenskranker blockiert
Unklare Zukunft für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung: Weil Verträge europaweit ausgeschrieben werden müssen,
herrscht vielerorts Stillstand. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=930 ... ung&n=5579
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Bessere Versorgung todkranker Patienten

Beitrag von WernerSchell » 29.03.2017, 17:20

Bessere Versorgung todkranker Patienten
Gesundheit/Ausschuss

Berlin: (hib/PK) Die Versorgung sterbenskranker Patienten hat sich nach Angaben von Gesundheitsexperten in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich verbessert. Wie aus Berichten des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hervorgeht, konnten bis Ende 2015 insgesamt 280 Verträge zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) zwischen den Leistungsanbietern abgeschlossen werden. 2010 waren es noch 136 Verträge.
Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) sagte am Mittwoch im Gesundheitsausschuss, wo über die Fachberichte zur Umsetzung der SAPV-Richtlinie für 2015 beraten wurde, zwar seien weitere Verbesserungen in der Versorgung erforderlich, es gebe aber "keine Anhaltspunkte für flächenmäßige Problemfälle".
An der Palliativversorgung beteiligt sind Ärzte, Pflegedienste, Krankenhäuser und Hospize. Im November 2015 hatte der Bundestag das Gesetz zur Reform der Hospiz- und Palliativversorgung (18/5170 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/051/1805170.pdf ; 18/6585 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/065/1806585.pdf ) verabschiedet, um sterbenskranke Menschen besser und individueller betreuen zu können.
Den Berichten für 2015 zufolge ist eine vollständige vertragliche Abdeckung der SAPV noch nicht in allen Bundesländern erreicht worden. Als Grund wird der Mangel an qualifizierten Fachkräften angegeben. Zugleich vergrößerte sich jedoch die Zahl der Ärzte mit einer Weiterbildung in Palliativmedizin.
Als Sonderfall gilt die Palliativversorgung schwer kranker Kinder und Jugendlicher. Junge Leute müssten im Vergleich zu Erwachsenen "sehr individuell und spezialisiert" versorgt werden, heißt es im Bericht des GKV-Spitzenverbandes. Daher sei die vertragliche Ausgestaltung grundsätzlich schwierig. In ländlichen Regionen mangele es an Fachkräften mit spezialisiertem Wissen und Erfahrung bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen Erkrankungen und Krankheitsverläufen.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.03.2017
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase ...

Beitrag von WernerSchell » 20.05.2017, 07:28

Zum Neusser Pflegetreff am 10.05.2017 mit dem Thema: Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (§ 132g SGB V) … gibt es umfängliche Informationen. Siehe insoweit > http://www.wernerschell.de/aktuelles.php - Es können folgende Beiträge aufgerufen werden:
- Einführendes Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk im Forum hier viewtopic.php?f=4&t=22110
- Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 13.05.2017 hier http://www.rp-online.de/nrw/staedte/rhe ... -1.6816993
- Filmdokumentation Langfassung (rd. 2 Stunden) hier https://youtu.be/4JyK_cU1Ayo
- Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 18.05.2017 hier (PDF) http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 052017.pdf
- Bilderschau (Auswahl) hier (PDF) http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 052017.pdf

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Foto: Dr. med. Verfürth und Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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