Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 16.06.2016, 06:36 
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Meldepflicht und Erfassung der Behandlungsfehler gefordert
Eine bereits vor Jahren von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk erhobene Forderung
wurde von den Krankenkassen aufgegriffen


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Bericht der Rheinischen Post / Neuss-Grevenbroicher Zeitung am 13.05.2016:
Kassen fordern Meldepflicht für Kunstfehler
Berlin.
Die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler in Deutschland hat sich laut dem jüngsten Jahresbericht nicht erhöht. Aber nicht alle Betroffenen tauchen tatsächlich in der Statistik auf.
Von Tim Harpers
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) hält die Daten, die er zu Kunstfehlern erhebt, nur für bedingt aussagekräftig. Deshalb haben seine Vertreter nun die Einführung einer bundesweiten Meldepflicht für Behandlungsfehlervorwürfe gefordert. "Die Sicherheitskultur ist in Deutschland noch unterentwickelt", sagte Dr. Stefan Gronemeyer, Leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer des MDK. "Im Vergleich zu Ländern, in denen Fehler im medizinischen Bereich verpflichtend gemeldet werden müssen, kann in Deutschland aufgrund der intransparenten Datenlage noch zu wenig aus den Problemen gelernt werden", so der Mediziner.
Die Schwierigkeit: Aktuell sammeln nur die Bundesärztekammer und der MDK entsprechende Zahlen. Andere Stellen, wie Versicherer oder Gerichte, die auch mit Vorwürfen gegen Ärzte und Krankenhäuser zu tun haben, geben ihre Informationen dagegen nicht weiter. ...
(weiter lesen unter) .... http://www.rp-online.de/politik/kassen- ... -1.5973885

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"Kassen fordern Meldepflicht für Kunstfehler" - Bericht in der Rheinischen Post am 13.05.2016. - Quelle: viewtopic.php?f=2&t=21632
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk befasst sich seit vielen Jahren mit den Patientenrechten und hat wiederholt eine Erfassung aller Behandlungsfehlerfälle und ihre wissenschaftliche Auswertung gefordert. Die jetzigen Hinweise der Krankenkassen sind also nicht neu und greifen nur frühere Forderungen wieder auf. Näheres ist nachlesbar im hiesigen Statement zur "Pflegereform 2011/2012 und Patientenrechtegesetz" vom 08.08.2011 (vgl. Seite 67 ff.). - Quelle: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tz2011.pdf Darüber und über vieles mehr wurde dann beim Neusser Pflegetreff am 13.09.2011 mit Wolfgang Zöller, MdB und damaliger Patientenbeauftragter des Bundestages, gesprochen. In seiner Begleitung und für ein Grußwort war auch Hermann Gröhe, Generalsekretär der CDU und MdB aus Neuss, anwesend. - Quelle: viewtopic.php?f=7&t=15674&hilit=Patientenrechtegesetz


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Bei Facebook gepostet:
Meldepflicht und Erfassung der Behandlungsfehler gefordert. Eine bereits vor Jahren von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk erhobene Forderung
wurde von den Krankenkassen aufgegriffen. Näheres mit weiteren Verweisungen unter
> viewtopic.php?f=2&t=21632

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 Betreff des Beitrags: Patientenselbstbestimmung im Fokus
BeitragVerfasst: 01.07.2016, 07:10 
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Am 01.07.2016 bei Facebook gepostet:

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Ärzte sind in einem Haftungsstreit bei OP ohne Einwilligung in der Pflicht, mutmaßliches korrektes Handeln zu beweisen (= Umkehr der Beweislast). So urteilte der BUNDESGERICHTSHOF am 22.03.2016 - VI ZR 467/14 - > viewtopic.php?f=2&t=21686 Die Entscheidung verdeutlicht, dass es auch im Interesse der Ärzteschaft liegt, das Patientenselbstbestimmungsrecht uneingeschränkt zu achten (Art. 2 GG; § 630d BGB)! Solche Forderungen werden zwar von der Ärzteschaft oftmals kritisch gesehen (> viewtopic.php?f=2&t=21676 ), sollte aber die Patienten nicht davon abhalten, in eigener Regie zeitgerecht vertrauenswürdige Informationsmaterialien beizuziehen. Insoweit können Internetquellen durchaus hilfreich sein. Das Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist mit guten und stets aktuellen Infos dabei! > index.php

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BeitragVerfasst: 15.11.2016, 12:34 
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Viele Patienten fühlen sich falsch behandelt
Gesundheit/Antwort

Berlin: (hib/PK) Mehrere Tausend Patienten pro Jahr fühlen sich von Ärzten falsch behandelt und wenden sich deswegen an Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen. Wie aus der Antwort (18/10203 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/102/1810203.pdf ) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/10022 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/100/1810022.pdf ) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervorgeht, machten zwischen 2010 und 2015 jeweils mehr als 11.000 Patienten von dieser Möglichkeit der Begutachtung Gebrauch. Von den zur Entscheidung angenommenen Beschwerden lag in 28 bis 30 Prozent der Fälle tatsächlich ein Behandlungsfehler vor.
2015 wurden nach Angaben des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) 14.828 Einzelfälle zu vermuteten Behandlungsfehlern von einem der 15 Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) mit einem Gutachten bearbeitet. Die Quote der anerkannten Behandlungsfehler in dem Jahr lag den Angaben zufolge bei 21,3 Prozent.
Nach Ansicht der Bundesregierung können Patienten ihre Rechte im Fall von Behandlungsfehlern wirksam durchsetzen. Gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestehe daher nicht.

Quelle: Mitteilung vom 15.11.2016
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de

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