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BeitragVerfasst: 24.03.2016, 07:33 
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Pressemitteilung der BARMER GEK vom 23. Februar 2016
- https://presse.barmer-gek.de/barmer/web ... -2016.html -

BARMER GEK Arztreport 2016
Über drei Millionen Patienten mit chronischem Schmerz

Berlin - In Deutschland leiden etwa 3,25 Millionen Menschen an chronischem Schmerz. Doch trotz wichtiger Fortschritte muss ihre Versorgung noch deutlich verbessert werden. Zu diesem Ergebnis kommt der BARMER GEK Arztreport 2016, der erstmals valide Zahlen auf der Basis von Krankenkassendaten zu dem Thema liefert. „Chronischer Schmerz ist eine eigenständige Erkrankung, die sehr spezifisch behandelt werden muss. Angesichts von Millionen Betroffenen muss die Bekämpfung des chronischen Schmerzes zu einem nationalen Gesundheitsziel werden“, forderte Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, bei der Vorstellung der Studie heute in Berlin. Dessen Anliegen müsse eine durchgängige Versorgungskette sein, um durch interdisziplinäre Zusammenarbeit möglichst oft die Chronifizierung von Schmerzen zu verhindern. Dabei solle der Hausarzt eine Lotsenfunktion übernehmen.

Chronischer Schmerz in Brandenburg am häufigsten
Der Report zeigt, dass chronische Schmerzen in Deutschland regional sehr unterschiedlich dokumentiert werden. Am häufigsten sind mit 5,79 Prozent die Menschen im Bundesland Brandenburg betroffen. Die geringste Rate wurde in Bremen mit 2,94 Prozent dokumentiert. Im Bundesdurchschnitt liegt die Diagnoserate chronischer Schmerzen bei 4,02 Prozent. Für ihre Auswertung hatten die Reportautoren vom AQUA-Institut Göttingen die Diagnosen berücksichtigt, mit denen chronische Schmerzen ohne direkten Bezug auf ein Organ dokumentiert werden. Dabei zeigt sich für die zehn Jahre von 2005 bis 2014, dass chronischer Schmerz stetig häufiger diagnostiziert wurde. So waren 2005 erst 1,59 Prozent der Bevölkerung betroffen. Chronische Schmerzen werden in allen Altersgruppen deutlich häufiger bei Frauen dokumentiert, wobei die Zahl der Betroffenen mit dem Alter ansteigt. In der Gruppe der über 80-Jährigen waren im Jahr 2014 etwa 13,2 Prozent betroffen, 143.000 Männer und 444.000 Frauen. Das entsprach Diagnoseraten von 9,3 Prozent bei den Männern und 15,2 Prozent bei den Frauen. Bei den über 90-Jährigen sind etwa zehn Prozent der Männer und knapp 16 Prozent der Frauen betroffen, rund 15.000 Männer und knapp 83.000 Frauen.

Multimodale Schmerztherapie nur bei einem von fünf Patienten
In den letzten Jahren habe sich, so Straub, in der Versorgung chronischer Schmerzpatienten vieles getan, allerdings zeige sich ein differenziertes Bild der Schmerzmedizin. So habe sich die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus mit einer multimodalen Schmerztherapie behandelt wurden, in den Jahren 2006 bis 2014 mehr als verdoppelt. Damit seien im Jahr 2014 bei rund 61.000 Patienten chronische Schmerzen multimodal therapiert worden. Das entspräche jedoch nur einem Fünftel aller Patienten, die potenziell für eine solche Therapie geeignet wären. Straub verwies darauf, dass die Versorgung mit multimodaler Schmerztherapie insbesondere unter Qualitätsgesichtspunkten nicht ausreichend sichergestellt sei. „Wir unterstützen daher intensiv die Bemühungen seitens der Fachgesellschaften, verbindliche Qualitätskriterien für die multimodale Schmerztherapie im Krankenhaus zu entwickeln.“

Fallzahl ambulanter Behandlungen auf neuem Höchststand
Der Arztreport analysiert auf der Basis der Daten aus der ambulanten medizinischen Versorgung von 8,6 Millionen Versicherten der BARMER GEK im Jahr 2014 aktuelle Trends in diesem Versorgungsbereich. Prof. Dr. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen, Göttingen, verwies darauf, dass im Jahr 2014 jeder Einwohner in Deutschland durchschnittlich pro Quartal rund zwei Ärzte aufgesucht hatte. Mit 8,5 Behandlungsfällen pro Kopf sei die Fallzahl 2014 auf einen neuen Höchststand seit dem Jahr 2005 gestiegen.

Für die ambulante medizinische Betreuung ihrer Versicherten zahlten die Krankenkassen im Jahr 2014 durchschnittlich 522,96 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2013, in dem noch 505,24 Euro für einen Versicherten aufgewendet worden waren. Wie in den Vorjahren betrugen im Jahr 2014 die Aufwendungen für Männer mit 450 Euro deutlich weniger als für Frauen mit 593 Euro. „Erneut zeigen sich regionale Unterschiede. In Berlin und Hamburg gab es im Jahr 2014 versichertenbezogene ambulante Behandlungskosten, die mehr als zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt lagen“, so Szecsenyi. 
Daten aus dem BARMER GEK Arztreport 2016

• In der ambulanten medizinischen Versorgung chronischer Schmerzpatienten hat die Zahl der betroffenen Patienten in den Jahren 2008 bis 2014 kontinuierlich zugenommen, von 0,59 Prozent auf 0,81 Prozent. Demnach wurden in Deutschland im Jahr 2014 rund 655.000 Personen wegen chronischer Schmerzen ambulant behandelt. Dabei steigt die Betroffenheit mit dem Alter an, bis auf einen kurzen Knick nach dem Erreichen des Rentenalters. Am stärksten genutzt wird die ambulante Versorgung von Männern im Alter zwischen 80 und 84 Jahren und Frauen zwischen 75 und 79 Jahren. Die an der Versorgung chronischer Schmerzpatienten beteiligten 1142 Ärzte verteilen sich regional unterschiedlich. In Niedersachsen ergaben sich 0,54 Ärzte je 100.000 Einwohner, in Bremen rund 2,6 (siehe ab Seite 218).
• Innerhalb des Jahres 2014 hatten nach geschlechts- und altersstandardisierten Auswertungen von BARMER GEK Daten 92,9 Prozent der Bevölkerung Kontakt zur ambulanten ärztlichen Versorgung. Im Vergleich zum Vorjahr 2013, in dem die Behandlungsrate in Folge der ausgeprägten Grippe- und Erkältungswelle noch etwas höher lag, war damit ein leichter Rückgang zu verzeichnen (siehe ab Seite 48).
• Die sogenannten U-Untersuchungen U1 bis U9 für Kinder erfreuen sich nach wie vor einer regen Nutzung. So wurden die U3 bis U7 bundesweit bei etwa 93 bis 97 Prozent der dazu berechtigten Kinder im Alter zwischen der vierten und fünften Lebenswoche bzw. dem 21. bis 24. Lebensmonat genutzt. Auch die relativ neue U7a, die erst im Jahr 2008 eingeführt wurde, wurde mit 89,7 Prozent deutlich besser genutzt als in den Anfangsjahren (ab Seite 129).
• Krebsfrüherkennungsuntersuchungen werden nach wie vor von Frauen deutlich häufiger beansprucht. 58 Prozent der Frauen zwischen 20 und 45 Jahren haben sie genutzt. Mit zunehmendem Alter sinkt jedoch bei ihnen die Bereitschaft, daran teilzunehmen. Ab einem Alter von 75 Jahren liegt sie unter 40 Prozent. Nach Hochrechnung der BARMER GEK Daten hatten 41 Prozent aller Frauen in Deutschland (in absoluten Zahlen: 16,93 Millionen) im Jahr 2014 eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Von den Männern nahmen 11,7 Prozent beziehungsweise 4,65 Millionen an einer solchen Untersuchung teil (siehe ab Seite 121).

Mehr Informationen unter http://www.barmer-gek.de/546800.
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Presseabteilung der BARMER GEK
Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 33 20 60 99 1421
Sunna Gieseke, Telefon: 0800 33 20 60 44-30 20
E-Mail: presse@barmer-gek.de
http://www.barmer-gek.de/

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Ärzte Zeitung vom 23.02.2016:
Arztreport 2016: Barmer GEK-Studie liefert erstmals Zahlen zu Schmerzpatienten
Wie viele Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen? Dazu will die Barmer GEK heute erstmals belastbare Zahlen vorlegen.
Die Stiftung Patientenschutz prangert unterdessen Missstände an. Zehntausende seien unterversorgt.
...
In deutschen Pflegeheimen bleiben Zehntausende Menschen mit chronischen Schmerzen laut Deutscher Stiftung Patientenschutz ohne angemessene Versorgung. "Ein gutes Drittel der Pflegeheimbewohner leidet unter chronischen Schmerzen", sagte Vorstand Eugen Brysch.
Bundesweit seien mehr als 260 000 Heimbewohner von chronischen Schmerzen betroffen, so Brysch. "Deren Versorgung liegt häufig im Argen", kritisierte er. Bei jedem fünften betroffenen Pflegeheimbewohner würden Schmerzen noch nicht einmal erfasst.
Besonders betroffen: Pflegeheimbewohner
"Somit bleiben 56 000 Menschen völlig unversorgt", sagte Brysch. Aber auch viele Betroffene mit erkannten Schmerzen bekämen nicht die notwendigen Medikamente. Besonders betroffen seien Pflegeheimbewohner mit Demenz. Brysch forderte für Alten- und Pflegekräfte eine Weiterbildung zur Schmerzerkennung. Die Hausärzte würden bei der Schmerzversorgung ihrer Verantwortung nicht gerecht. (dpa/sts)
... mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=905 ... sen&n=4812

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Am 24.02.2016 bei Facebook gepostet:
Über drei Millionen Patienten mit chronischem Schmerz - ihre Versorgung muss verbessert werden. - So der BARMER GEK Arztreport 2016 > viewtopic.php?f=2&t=21530 - Die Ärzte Zeitung berichtete dazu am 23.02.2016, dass bundesweit rd. 260.000 Pflegeheimbewohner von chronischen Schmerzen betroffen seien und mindestens jeder fünfte Bewohner unversorgt sei. Etwa 56.000 Bewohner bekämen nicht die notwendigen Medikamente! - Der Neusser Pflegetreff am 27.04.2016 wird das Thema Arzneimittelversorgung aufgreifen und für die bekannten Probleme Lösungen einfordern: > viewtopic.php?f=7&t=21371 - Unterstützer sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

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BeitragVerfasst: 13.04.2016, 06:45 
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Ärzte Zeitung vom 13.04.2016:
Schmerztherapie bei älteren Patienten: Start low, go slow!
Alte Patienten klagen häufig über chronische Schmerzenvor allem des Bewegungsapparates.
Doch viele, vor allem Demenz- Patienten, sind unzureichend analgetisch versorgt. Bei der Gabe
eines Analgetikums sind jedoch altersspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=909 ... erz&n=4915

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BeitragVerfasst: 06.06.2016, 14:28 
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Am 06.06.2016 bei Facebook gepostet:
4% der BürgerInnen leiden unter chronischen Schmerzen. Das muss am Aktionstag gegen den Schmerz am 07.06.2016 zu denken geben und Folgerungen nach sich ziehen. Es ist eine Hotline von PflegeexpertInnen geschaltet > viewtopic.php?f=7&t=21600 - Im Zusammenhang mit Schmerzen stellen sich auch vielfältige Fragen zur angemessenen und richtigen Medikation. Darüber informiert u.a. das Statement, das zum Pflegetreff am 27.04.2016 vorgestellt wurde > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tement.pdf Es muss leider von einer Unterversorgung der Schmerzpatienten gesprochen werden!

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BeitragVerfasst: 15.07.2016, 15:43 
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Am 15.07.2016 bei Facebook gepostet:

„Arzneimittelversorgung der älteren Menschen“ - Thema beim Neusser Pflegetreff am 27.04.2016. Es wurden zahlreiche Handlungserfordernisse deutlich!
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk informiert in einem Statement vom 15.07.2016 hier: > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072016.pdf
Die Ärzteschaft ist vorrangig gefordert! Die Filmdokumentation vom Pflegetreff mahnt mehr Sorgfalt an: > https://youtu.be/BtVjGv00e6U

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BeitragVerfasst: 15.11.2016, 07:05 
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Ärzte Zeitung vom 15.11.2016:
Rückenschmerzen: Jede dritte MRT ist überflüssig
Auf Druck von Patienten gewähren offenbar viele Ärzte bei Rückenschmerzen eine CT oder MRT, weil sei keine Lust und Zeit auf längere Diskussionen haben.
Darauf deutet eine Umfrage in US-Kliniken. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=923 ... zen&n=5376

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BeitragVerfasst: 23.11.2016, 07:18 
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Ärzte Zeitung vom 23.11.2016:

Rückenschmerzen: Ärzte röntgen oft zu schnell
Bei Rückenschmerzen machen Ärzte oft vorschnelle Bildaufnahmen – und finden die Ursache trotzdem nicht:
Das sagt eine Bertelsmann-Studie. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=924 ... zen&n=5394

Rückenschmerzen: Ärzte setzen bildgebende Verfahren zu oft ein
Die Mehrzahl der Patienten mit Rückenschmerzen besteht auf Röntgen-, CT oder MRT-Aufnahmen. Das zeigt der
"Faktencheck Rücken" der Bertelsmann Stiftung. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=924 ... zen&n=5394

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BeitragVerfasst: 02.12.2016, 06:59 
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Ärzte Zeitung vom 02.12.2016:
Schmerztherapie: Placebo wirkt sogar bei eingeweihten Patienten
Placeboeffekte bei Patienten mit Rückenschmerzen sind nicht davon abhängig, dass die Patienten getäuscht werden.
Die Placebotherapie muss aber "in einem positiven Kontext" präsentiert werden.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=925 ... zen&n=5415

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