Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 22.10.2014, 06:44 
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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt u.a. regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.

Einladung

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk lädt zum (21.) Pflegetreff, am 22.10.2014, 16.00 - 18.00 Uhr, im Jugendzentrum "Kontakt Erfttal" (großer Saal), Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal, ein. Es wird dann erneut um Fragen einer patientengerechten Palliativversorgung und Hospizarbeit gehen. Die Themen des Treffs u.a.:

- Schwere Krankheit - Sterben – Tod -

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Welche Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung gibt es? Welche Art des Beistandes macht Sinn? Welche Entscheidungen kann ich für Krisensituationen vorbereiten (vorsorgliche Verfügungen)? Welche Möglichkeiten der Sterbehilfe bestehen? Sind Verfügungen möglich, die bestimmte Therapien ausschließen (künstliche Beatmung, künstliche Ernährung)?
Es wird im Anschluss an den Pflegetreff vom 13.05.2014 auch erneut darzustellen sein, dass eine angemessene Pflege von schwer kranken bzw. pflegebedürftigen Menschen nur mit mehr Pflegekräften ermöglicht werden kann. Die Aktivitäten für eine umfassende professionelle Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in den Pflegeeinrichtungen müssen ausgeweitet werden!

---

Hochkarätige Gäste stehen für Statements und Diskussionsbeiträge zur Verfügung:

Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, wird vorab ein Grußwort sprechen und dabei u.a. einige Hinweise zu einer Veranstaltung in Bochum am 21.10.2014 mit dem Thema "Sterben in Würde erleichtern" geben. Es wird dabei um eine engere Zusammenarbeit zwischen Palliativversorgung und Hospizarbeit mit Pflegeeinrichtungen gehen.

Auf dem Podium werden folgende Gäste für Statements und Diskussionsbeiträge zur Verfügung stehen:

-- Wolfgang Bosbach, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) und Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages,
-- Birgit Lotz, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes der Augustinerinnen in Neuss - cor unum -,
-- Dr. med. Jürgen in der Schmitten, Arzt für Allgemeinmedizin, Uniklinik Düsseldorf - Projekt „beizeiten begleiten“® - und
-- Sebastian Appelfeller, Evangelischer Pfarrer - Neuss - 2. Pfarrbezirk: Gnadental – Erfttal –Meertal.

Die Statements der Podiumsgäste werden sich unterschiedlich den Pflegetreffthemen zuwenden. - So wird sich zum Beispiel Wolfgang Bosbach, MdB, vornehmlich mit den Themen Patientenautonomie und Patientenverfügung befassen. Dr. med. Jürgen in der Schmitten wird insoweit die ergänzenden Verfügungsmöglichkeiten für die HeimbewohnerInnen durch das Projekt „beizeiten begleiten“® erläutern. Im Übrigen wird es um die konkrete menschliche Zuwendung bei schwerstkranken bzw. sterbenden Menschen durch die entsprechenden professionellen und ehrenamtlichen Dienste gehen.

Die Moderation obliegt Dr. med. Michael Dörr, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Kreises Neuss.

Es sind im Übrigen in der Zeit von 15.00 - 19.00 Uhr zu den Pflegetreffthemen passende Infostände eingeplant. U.a. werden entsprechende Angebote präsent sein (Stand: 01.10.2014):

• Bürgerhaus Neuss - Erfttal in Trägerschaft des Sozialdienstes Katholischer Männer e.V. (SKM) mit dem Projekt „Altersgerechte Hilfen“ mit Lotsenpunkt Bürgerhaus Erfttal
• Hospiz Immaculata, das Augustinus-Hospiz in Neuss – „Zuwendung in der letzten Lebensphase“
• Seniorenhaus Lindenhof, Auf der Schanze 3, 41515 Grevenbroich, mit dem Projekt "beizeiten begleiten®"
• Johanniter-Stift Kaarst, Am Sandfeld, 41564 Kaarst
• Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst im Diakonischen Werk Neuss, Plankstr. 1, 41462 Neuss
• Stadt Neuss - Betreuungsstelle

Wie bei den Pflegetreffs üblich, werden zahlreiche Schriften zur kostenlosen Mitnahme ausgelegt; u.a. zum Grußwort von Frau Ministerin Barbara Steffens passend eine Broschüre des MGEPA NRW (2014) mit dem Titel "Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis."

Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss und Mitglied des Landtages (MdL) von NRW von 2000 - 2010, ist der Schirmherr des Pflegetreffs. Organisation und Leitung werden von Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk, wahrgenommen.

Die Veranstaltung am 22.10.2014 wird in Kooperation
mit der Volkshochschule Neuss durchgeführt!

Eingeladen sind Patienten, pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Ärzte bzw. sonstige Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sowie alle interessierten BürgerInnen! - Der Eintritt ist frei!

Wegbeschreibung: Mit dem Auto die A 57, Ausfahrt Neuss-Norf - Richtung Erfttal (Wegstrecke beschildert) fahren. Bahnreisende fahren bis Neuss-Norf (S-Bahn-Station). Der Bahnhof ist vom Veranstaltungsort etwa 10 Minuten Fußweg entfernt. Erfttal ist mit dem Bus (öffentlicher Nahverkehr Linie 849) gut erreichbar. Von der Haltestelle sind es nur wenige Meter bis zum Veranstaltungsort. - Übersichtskarten (Lage und Anfahrt) finden Sie in der Erfttaler Homepage unter:
http://www.neuss-erfttal.de/forum/viewt ... p?f=5&t=15
Parken im Umfeld des Veranstaltungsortes möglich; ggf. auch im Bereich 41469 Neuss (Norf),
Schellbergstraße (Bereich "Edeka") - Derikumer Hof >>> Fußweg bis zum "Kontakt Erfttal" (8-10 Minuten in westlicher Richtung vorbei am Hotel Mercure).

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei!
Weitere Informationen im Forum von Pro Pflege Selbsthilfenetzwerk
mit Fotos (zur eventuellen Nutzung):
viewtopic.php?f=7&t=20451

+++
Die Medien berichten u.a. wie folgt:
https://programm.vhs-neuss.de/index.php ... :D504060V;
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/termine/29991/
http://www.demenz-service-duesseldorf.d ... bt-es.html
http://www.openbroadcast.de/article/367 ... sende.html
http://www.presseanzeiger.de/pa/Neusser ... ber-753807
http://www.openpr.de/news/819043.html
http://www.ak-gewerkschafter.de/2014/10 ... er-schell/
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 07.10.2014 in einer Ankündigung zum Pflegetreff und titelte:
"Bosbach kommt zum Pflegetreff nach Erfttal".
http://diakonie-news.de/inxmail/html_ma ... h#news0124
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=30993
http://www.dga-medien.com/cms/index.php?id=754538
http://www.dpsb.de/?p=1135
http://www.a-f-pflegedienst.de/cms/index.php?id=754345
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 13.10.2014 nochmals in einer Ankündigung zum Pflegetreff und titelte:
"Erfttaler Pflegetreff zum Thema Sterben und Tod".
http://www.aekno.de/page.asp?pageID=7880
http://www.deutsche-pflegeauskunft.de/c ... 4e09802979
http://www.deutsche-alzheimer.de/termin ... weise.html
https://www.facebook.com/katholisch.de/ ... 5918041612
Pfarrnachrichten "Neuss - Rund um die Erftmündung" - 11.- 26.10.2014:
Hinweis zum Pflegetreff "Patientenautonomie am Lebensende" im Kontakt Erfttal, Bedburger Str. 57
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 21.10.2014 erneut in einer kurzen Ankündigung zum Pflegetreff und titelte:
"Bosbach kommt morgen zum Pflegetreff".


Stand: 22.10.2014

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BeitragVerfasst: 25.10.2014, 06:44 
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„Das Ende des Lebens aus Tabuzone holen“
- so titelte die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) zum Pflegetreff am 22.10.2014.
Der Bericht der NGZ wird mit Erlaubnis der Redaktion vollständig vorgestellt.
Weitere Informationen (Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Bilddatei …) folgen.

>>>
Siehe auch bei Facebook unter
https://www.facebook.com/werner.schell.7
Dort können Bild und Text vergrößert aufgerufen werden.

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BeitragVerfasst: 27.10.2014, 08:13 
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Pflegetreff am 22.10.2014 - Bilderdatei
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt u.a. regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.

Pressemitteilung vom 01.11.2014

„Patientenautonomie am Lebensende“ – Thema beim Neusser Pflegetreff am 22.10.2014

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte zum 21. Pflegetreff am 22.10.2014 nach Neuss-Erfttal eingeladen. Als Gäste konnten rd. 300 Pflegefachkräfte und interessierte BürgerInnen begrüßt werden. Auch zahlreiche MedienvertreterInnen waren erschienen. – Beim Pflegetreff ging es diesmal um die „Patientenautonomie am Lebensende“ (schwere Krankheit, Sterben und Tod); ein Thema, dem angesichts der im politischen Raum lebhaft geführten Debatte um die assistierte Selbsttötung große Aktualität zukommt.

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Foto vom Pflegetreff am 22.10.2014 (Nr. 50b):
Wolfgang Bosbach, MdB, Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW und Werner Schell (v.l.)

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Leiter des Pflegetreffs, hatte für dieses Thema (wieder) hochkarätige Referenten gewinnen können:

-- Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen,
-- Wolfgang Bosbach, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) und Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages,
-- Birgit Lotz, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes der Augustinerinnen in Neuss - cor unum -,
-- Dr. med. Jürgen in der Schmitten, Arzt für Allgemeinmedizin, Uniklinik Düsseldorf - Projekt „beizeiten begleiten“® - und
-- Sebastian Appelfeller, Evangelischer Pfarrer - Neuss - 2. Pfarrbezirk: Gnadental – Erfttal –Meertal.
-- Dr. med. Michael Dörr, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Kreises Neuss, moderierte den Treff.

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Foto vom Pflegetreff am 22.10.2014 (Nr. 69b):
Barbara Steffens am Stehpult und auf dem Podium: Wolfgang Bosbach, Birgit Lotz,
Dr. Michael Dörr, Dr. med. in der Schmitten, Sebastian Appelfeller (v.l.)

Nach einer kurzen Begrüßung aller Gäste durch Werner Schell wurde die weitere Moderation des Pflegetreffs von Dr. med. Michael Dörr übernommen.

Dr. med. Michael Dörr ging bei seiner Moderation zunächst auf die engagierte Arbeit von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ein und machte deutlich, dass von dieser Initiative bzw. von Vorstand Werner Schell wertvolle Aktivitäten zur Verbesserung der Pflege-Rahmenbedingungen ausgingen. Insoweit sei ein Dankeschön auszusprechen. Sodann wurden durch sehr kompetente Ankündigungen die einzelnen Podiumsgäste vorgestellt bzw. ihre Statements durch hilfreiche Hintergrundinformationen eingeleitet.

Barbara Steffens verdeutlichte in ihrem Grußwort, dass es großen Sinn mache, sich zeitgerecht mit der letzten Lebensphase – dem Sterben – auseinanderzusetzen. Es müssten vielfältige Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichen, in Würde zu altern und zu sterben. Dabei sei auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Palliativversorgung bzw. Hospizarbeit mit Pflegeeinrichtungen notwendig. Die Aktivitäten für eine umfassende professionelle Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in Pflegeeinrichtungen müssten zielgerichtet ausgeweitet werden.

Wolfgang Bosbach befasste sich in seiner Eigenschaft als Mitglied des Deutschen Bundestages vornehmlich mit den Patientenrechten und der Patientenverfügung. Dabei ging er auf die aktuelle Rechtslage ein. Er selbst, so Wolfgang Bosbach, habe für sich keine Patientenverfügung erstellt und wisse auch gar nicht, was er da hinein schreiben solle: „Woher soll ich wissen, was ich mir für eine Situation wünsche, die ich noch gar nicht kenne.“ Dann erläuterte er die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und verdeutlichte anhand interessanter Gerichtsentscheidungen die geltende Rechtslage.

Dr. med. Jürgen in der Schmitten warb in seinem Statement für das Projekt „beizeiten begleiten“®. Damit könne gewährleistet werden, dass die Menschen v.a. in den Heimen durch geeignete Informationen frühzeitig selbstbestimmte Entscheidungen treffen, wie sie in krisenhaften Situationen bzw. beim Sterben versorgt werden möchten. Ziel sei es daher, unter Beteiligung von Angehörigen und Hausärzten verbindliche Anordnungen zeichnen zu lassen, die in aller Deutlichkeit die Handlungswünsche aufzeigen. Letztlich soll dabei auch vermieden werden, todkranke Patienten ohne ausreichende medizinische bzw. pflegerische Indikation in eine Klinik zu verlegen.

Birgit Lotz erläuterte die ambulante hospizliche Arbeit am schwer kranken bzw. sterbenden Menschen und verdeutlichte, wie konkret die betroffenen Menschen und die Familien Unterstützung durch Zuwendung erfahren können. Das oberste Gebot sei dabei, die Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, nicht, diesen Weg vorzugeben. Es wurde klar, dass angesichts der demografischen Entwicklung die Nachfrage nach diesbezüglicher Begleitung zunehmen wird und die weitere Einwerbung ehrenamtlicher HelferInnen erforderlich erscheint.

Sebastian Appelfeller erläuterte, wie aus christlicher Sicht mit schwerer Krankheit, Sterben und Tod umzugehen sei. Er berichtete über eigene Erfahrungen im Familienverband und knüpfte im Übrigen bei seinen Ausführungen an den Würdebegriff an. Er plädierte dafür, das Sterben und den Tod wieder in die Gesellschaft hineinzunehmen, also aus der Tabuzone herauszuholen. Dabei sei eine Sterbebegleitung, die auch schweigend erfolge könne, ungemein wichtig. Eine Patientenverfügung könne nach seiner Ansicht entlastend sein, weil der Patient selbst die Entscheidung über seine weitere Behandlung bereits getroffen habe.

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Foto vom Pflegetreff am 22.10.2014: Publikum (Teilansicht, Nr. 108b)

Heinz Sahnen, Schirmherr des Treffs, bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Beteiligten und brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass der Pflegetreff ein wichtiges und zudem aktuelles Thema aufgegriffen habe. Der Treff sei, das gelte es zu bekräftigen, mittlerweile zur Institution, nicht nur für Neuss, sondern mit bundesweiter Bedeutung geworden. Die Veranstaltung habe viele nachdenklich stimmende Hinweise vermittelt.

Im Zusammenhang mit dem Pflegetreff gab es vielfältige Informationsmöglichkeiten. Es standen in der Zeit von 15.00 - 19.00 Uhr folgende Infostände zur Verfügung:

• Bürgerhaus Neuss - Erfttal in Trägerschaft des Sozialdienstes Katholischer Männer e.V. (SKM) mit dem Projekt „Altersgerechte Hilfen“ mit Lotsenpunkt Bürgerhaus Erfttal
• Hospiz Immaculata, das Augustinus-Hospiz in Neuss – „Zuwendung in der letzten Lebensphase“
• Seniorenhaus Lindenhof, Auf der Schanze 3, 41515 Grevenbroich, mit dem Projekt "beizeiten begleiten®"
• Johanniter-Stift Kaarst, Am Sandfeld, 41564 Kaarst
• Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst im Diakonischen Werk Neuss, Plankstr. 1, 41462 Neuss
• Stadt Neuss - Betreuungsstelle

Werner Schell
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Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei

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„Patientenautonomie am Lebensende“
– Thema beim Neusser Pflegetreff am 22.10.2014


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Umfangreiche Informationen zur Veranstaltung u.a. im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
> viewtopic.php?f=7&t=20451
Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 29.10.2014 hier
> viewtopic.php?f=2&t=20704
Bilder vom Pflegetreff am 22.10.2014 (Auswahl - Bilderdatei) hier
> viewtopic.php?f=2&t=20696

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Das Radio im Rhein-Kreis Neuss


Sterbehilfe wird diskutiert

Der Bundestag diskutiert heute Vormittag über das Thema Sterbehilfe. Bei uns in Deutschland ist die Sterbehilfe verboten. Werner Schell vom Neusser Netzwerk "Pro Pflege" findet, dass das auch in Zukunft so bleiben sollte. Er fordert statt einer gesetzlichen Sterbehilfe eine bessere Betreuung vom Schwerstkranken. Also eine bessere Palliativmedizin und mehr Unterstützung für die Hospizarbeit. Der Bundestag will sich ab jetzt ein Jahr lang intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Eine endgültige Entscheidung zu dem Thema soll es im nächsten Herbst geben.
Quelle: http://www.news894.de/ 13-11-2ß14

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BeitragVerfasst: 16.12.2014, 12:57 
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Presseinformation – 911/12/2014 Düsseldorf, 16. Dezember 2014

Ministerin Steffens:
Bestmögliche Unterstützung für Sterbende und ihre Angehörigen – Land fördert Implementierung von Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit einer stärkeren Verankerung der Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeheimen soll in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Wohnorte erweitert werden, in denen schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen bestmögliche Unterstützung und Begleitung erfahren können bis zu ihrem Tod.

„Der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe wird in den Hintergrund treten, wenn Menschen die Angst vor der letzten Lebensphase genommen werden kann“, erklärte Ministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Qualifizierte Hospizarbeit und Palliativversorgung stehen für ein Sterben in Würde, das nicht von Einsamkeit und unnötigem Leiden geprägt ist. Mit der Landesinitiative ‚Gemeinsam auf dem Weg‘, die eine breite Zustimmung bei Heimträgern, Ärzteschaft und Pflegepersonal findet, unterstützen wir jetzt systematisch die Ausweitung der Hospiz- und Palliativversorgung“, so Steffens weiter.

Das Landeskonzept trägt den Titel „Gemeinsam auf dem Weg – Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen“. Träger von Pflegeeinrichtungen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bisher noch nicht gezielt mit ambulanten Hospiz- und Palliativteams zusammenarbeiten, erhalten konkrete Hilfestellung, wie sie den gesetzlichen Anspruch ihrer Bewohnerinnen und Bewohner auf eine medizinisch-pflegerische Versorgung in der letzten Lebensphase wirkungsvoll umsetzen können. Im Landeshaushalt für 2015 sind rund eine halbe Million Euro (498.000 Euro) zur Unterstützung der Arbeit der beiden ALPHA-Stellen vorgesehen.

„Im Rahmen eines zweijährigen Projektes werden die vom Land eingerichteten und finanzierten ALPHA-Stellen in Bonn und Münster die Pflegeheime in vielfältiger Weise gezielt unterstützen. Darunter fallen zum Beispiel Praxisleitfäden, die Erarbeitung von Indikatoren zur Notwendigkeit von Palliativversorgung und Anleitungen zur Schmerz- und Symptombehandlung“, sagte Martina Kern, Leiterin der ALPHA Rheinland. Die Unterstützungsleistungen berücksichtigen die individuell unterschiedlich gewachsenen Strukturen in den Heimen.

Studien zufolge sterben 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung, 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres.

„Grundvoraussetzung für die Sicherstellung einer ganzheitlichen Palliativversorgung ist, dass die an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen kooperativ, interdisziplinär und Sektor übergreifend zusammenarbeiten“, betonte Professor Lukas Radbruch, Direktor der Klinik für Palliativmedizin an der Universitätsklinik Bonn, der am Aufbau der Landesinitiative maßgeblich mitgewirkt hat. „Ebenso unverzichtbar ist die Einbindung der Pflegeeinrichtungen in die in Nordrhein-Westfalen bestehenden und gut funktionierenden Versorgungsnetzwerke“, so Professor Radbruch weiter.

Nach einer großen Auftaktveranstaltung zur Landesinitiative mit mehr als 700 Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeeinrichtungen, Hospiz- und Palliativversorgung Ende Oktober in Bochum sollen der Meinungsaustausch und die Stärkung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im kommenden Jahr u. a. bei fünf regionalen Veranstaltungen fortgesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.mgepa.nrw.de/gesundheit/vers ... index.php; http://www.alpha-nrw.de

Hintergrundinformationen:

Anteil der über 65-Jährigen in NRW wächst
2012: rund 3,6 Mio. = 20,3 Prozent der Bevölkerung
2030: rund 4,7 Mio. = 26,9 Prozent = + 26,9 Prozent gegenüber 2012
2050: rund 4,9 Mio. = 31,1 Prozent = + 34,4 Prozent gegenüber 2012

Anteil der über 80-Jährigen in NRW wächst besonders stark
2012: 0,9 Mio. = 5,3 Prozent der Bevölkerung
2030: 1,3 Mio. = 7,9 Prozent = + 41,5 Prozent gegenüber 2012
2050: 2,2 Mio. =14,0 Prozent = + 133 Prozent gegenüber 2012

Pflegebedürftige in NRW: 547.000 (2011) Anstieg auf 700.000 (2030), auf rund 920.000 im Jahr 2050
• In NRW werden rd. 159.000 Pflegebedürftige in Heimen versorgt, davon 154.000 in vollstationärer Dauerpflege – Tendenz steigend
• 2.325 Pflegeheime in NRW, darunter 2052 Heime mit vollstationärer Dauerpflege (2011)
• 30 Prozent der BewohnerInnen versterben innerhalb der ersten drei Monate, 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach Aufnahme ins Pflegeheim
• 1 Pflegekraft begleitet pro Jahr zurzeit durchschnittlich
9 Sterbende
• Mehr als 8.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in NRW in der Hospizversorgung
• Über 300 ambulante Hospizdienste
• Rd. 120 ambulante Palliativpflegedienste
• 66 stationäre Hospize (davon 5 Kinder- und Jugendhospize)
• 389 Palliativbetten (56 Feststellungbescheide)
• 23 spezialisierte ambulante Palliative Care Teams (PCT) im
rheinischen Landesteil (1 weiterer in Vorbereitung) und 34 spezialisierte Palliativmedizinische Konsiliardienste (PKD) in Westfalen-Lippe - flächendeckende ambulante Palliativversorgung in NRW
• Beispielhafte Unterstützungsleistungen der ALPHA-Stellen:
- Erstellung konkreter Praxisleitfäden
- Indikatoren zur Notwendigkeit der Palliativversorgung
- Anleitungen zur Schmerz- und Symptombehandlung
- Abläufe und Verantwortlichkeiten für die Palliativversorgung in Heimen
- Zugangswege zu hospizlichen und palliativen Versorgern
- Kooperationsvereinbarungen zum Auf- und Ausbau externer Kooperationen
- Broschüre für BewohnerInnen „Gemeinsam auf dem Weg“

Die Broschüre Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis (Veröffentlichungsnummer 144) bietet Pflegeinrichtungen einen schriftlichen Leitfaden.

Die Broschüre ist auf der Internetseite des Ministeriums unter http://www.mgepa.nrw.de/publikationen bestellbar und kann dort auch heruntergeladen werden. Bitte Veröffentlichungsnummer angeben.

Telefonische Bestellungen sind möglich bei Nordrhein-Westfalen direkt unter der Nummer 0211 – 837-1001. Bitte Veröffentlichungsnummer angeben.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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HPG - Mehr Personal für Sterbebegleitung erforderlich
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Pressemitteilung vom 22.12.2015

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Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) - Mehr Personal für Sterbebegleitung erforderlich

Das Hospiz- und Palliativgesetz (HPG - in Kraft ab 01.01.2016) sieht einige Leistungsverbesserungen vor. Die vielfältigen Hinweise von Pro Pflege - Stelbsthilfenetzwerk, u.a. am 03.11.2015 an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die für notwendig erachtete Vollfinanzierung der Hospize und eine auskömmliche Stellendotierung der Pflegeeinrichtungen, auch im Bereich der Palliativversorgung vorzusehen, haben leider keine Beachtung gefunden (>http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=2&t=20985 ). Elisabeth Scharfenberg, MdB und Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, hat anlässlich der Verabschiedung des HPG u.a. erklärt: "Ein Grund, die Hände in den Schoss zu legen, ist das neue Gesetz jedoch nicht. Wir brauchen weiterhin mehr Personal im Krankenhaus, im Pflegeheim und im ambulanten Bereich für die Begleitung in der letzten Lebensphase. Nur so kann eine gute, all umfassende Pflege gelingen, in der Raum für Gespräche und Zuwendung ist." Der Bundesrat und zahlreiche Experten sehen ebenfalls Lücken im HPG. So hat z.B. der Berliner Palliativmediziner Peter Thuß-Patience gegenüber DPA erklärt, dass u.a. eine deutliche Aufstockung des Pflegepersonals für die Betreuung schwer kranker, sterbender Menschen erforderlich sei (Quelle: Ärzte Zeitung vom 21.12.2015). - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk kann sich dem nur anschließen.

Werner Schell
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führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).

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