Neuregelung der Organspende

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Neuregelung der Organspende

Beitrag von Presse » 31.05.2011, 16:19

Organspende-Umfrage: Große Zustimmung zur Entscheidungslösung

Hamburg (ots) - Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind für eine Änderung des Transplantationsgesetzes. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Darin sprachen sich 41 Prozent der Befragten dafür aus, die von Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagene Entscheidungslösung einzuführen. Sie sieht vor, jeden Bürger zu seiner Bereitschaft für oder gegen die Organspende zu befragen und diese Meinung auf dem Personalausweis, Führerschein oder der Krankenversicherungskarte zu dokumentieren. Für die derzeit geltende Zustimmungslösung, nach der nur derjenige Organspender ist, der dies in einem Organspendeausweis festgehalten hat, sprach sich jeder dritte Bundesbürger aus. 23 Prozent der Befragten sind dafür, die Widerspruchslösung einzuführen. Das bedeutet, dass jeder Organspender ist, der sich zu Lebzeiten nicht dagegen ausgesprochen hat.

Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: "Organspende bietet vielen Menschen eine neue Lebenschance. Dies ist aber nur möglich, wenn es Menschen gibt, die bereit sind, ihre Organe nach ihrem Tod zur Verfügung zu stellen."

Wie die TK-Umfrage zeigt, besitzen derzeit nur 18 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis, obwohl 86 Prozent angeben, der Organspende positiv gegenüber zu stehen. "Auch wenn beide Werte in den letzten drei Jahren gestiegen sind, müssen wir das Thema stärker in den Alltag der Menschen rücken", so Klusen. "Wichtig ist aber, die Menschen nicht unvorbereitet mit diesem schwierigen Thema zu konfrontieren, sondern ihnen genügend Informationen zur Verfügung zu stellen, damit sie sich eine Meinung bilden können."

Besonders groß ist der Informationsbedarf laut der TK-Umfrage bei den 26- bis 35-Jährigen. In dieser Gruppe gab die Hälfte der Befragten an, mangels Information noch keinen Organspendeausweis ausgefüllt zu haben. Bei den über 65-Jährigen fühlt sich nur jeder Fünfte nicht ausreichend informiert.

Hinweis für die Redaktionen:
Für die bundesweit repräsentative Untersuchung im Auftrag der TK befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Mai dieses Jahres 1.003 erwachsene Männer und Frauen in Deutschland. Weitere Daten, Informationen und Beiträge zur Organspende enthält der aktuelle TK-Medienservice "Organ- und Gewebespende", der mit Illustrationsvorschlägen unter http://www.presse.tk.de zum kostenlosen Download steht.

Quelle: Pressemitteilung vom 31.05.2011
Pressekontakt: Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle
Tel.: 040 - 6909 - 2223, E-Mail: michaela.hombrecher@tk.de
Zuletzt geändert von Presse am 25.05.2012, 15:10, insgesamt 2-mal geändert.

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Selbstbestimmungslösung mit Erklärungspflicht

Beitrag von Presse » 01.06.2011, 16:05

Organspende: Ärztetag plädiert für Informations- und Selbstbestimmungslösung mit Erklärungspflicht

Berlin, 01.06.2011 – In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Jeden Tag sterben drei Patienten, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. Um die Zahl der Spenderorgane zu erhöhen, hat sich der 114. Deutsche Ärztetag in Kiel dafür ausgesprochen, die Information der Bevölkerung über die Möglichkeiten der Organspende und der Transplantationsmedizin zu intensivieren. Ziel müsse es sein, dass möglichst viele Bürger ihre Bereitschaft für eine Organ- und eine Gewebespende erklären. Dabei müsse das Selbstbestimmungsrecht der Bürger gewahrt bleiben. „Wird dieses Recht nicht zu Lebzeiten wahrgenommen und liegt somit keine Erklärung vor, können dem Verstorbenen unter Ermittlung des mutmaßlichen Willens durch Einbeziehung der Angehörigen, Organe und/oder Gewebe entnommen werden“, heißt es in dem Beschluss des Ärztetages.

Die Delegierten folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, die das sogenannte „Modell einer Informations- und Selbstbestimmungslösung mit Erklärungspflicht“ entwickelt hat. Der Ärztetag betonte, dass diese Regelung die positiven Aspekte sowohl der derzeit geltenden Zustimmungslösung wie auch der sogenannten Widerspruchslösung, bei der nicht spendebereite Bürger einer Organentnahme aktiv widersprechen müssen, konstruktiv aufgreift und zusammenführt.

Das Konzept soll nun von der Bundesärztekammer konkretisiert und in die anstehenden parlamentarischen Beratungen des Bundestages über eine Novellierung des Transplantationsgesetzes eingebracht werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 01.06.2011
Pressestelle der deutschen Ärzteschaft
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin
Tel.: 030 / 4004 56 700
Fax: 030 / 4004 56 707

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Informations- und Selbstbestimmungs­lösung ...

Beitrag von Presse » 02.06.2011, 09:09

Ärztetag für Informations- und Selbstbestimmungs­lösung mit Erklärungspflicht
Köln – In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan, jeden Tag sterben drei Patienten, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht.
Um die Zahl der Spenderorgane zu erhöhen, hat sich der 114. Deutsche Ärztetag in Kiel dafür ausgesprochen, die Information der Bevölkerung über die Möglichkeiten der Organspende und der Transplantationsmedizin zu intensivieren. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... flicht.htm

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Organspende - freiwillige Lösung - was denn sonst =

Beitrag von Presse » 28.06.2011, 06:31

Kauder will Gruppenantrag zur Organspende vorlegen
Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) will gemeinsam mit SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (SPD) einen Gruppenantrag zur Neuregelung der Organspende im Sinne einer „Entscheidungslösung“ vorgelegen. Das [...]
Organspende: FDP für freiwillige Lösung
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=46376
Organspende: Söder für Widerspruchslösung
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=46301

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Organspende - Selbstbestimmungsrecht nicht antasten

Beitrag von Cicero » 28.06.2011, 08:51

Organspende - Selbstbestimmungsrecht nicht antasten - Freiwilligkeit ohne Druck erhalten!

Ich plädiere dafür, die Organspende weiterhin uneingeschränkt dem Selbstbestimmungsrecht der Menschen zu überlassen. Jeder Druck ist überflüssig und problematisch.
Es muss m.E. dafür Sorge getragen werden, dass die Ärzteschaft bzw. die Krankenhäuser die bisherigen Möglichkeiten zur Organentnahme intensiver nutzen. Es ist doch allgemein bekannt, dass viele Krankenhäuser an solchen Vorgängen kein Interesse haben, weil es ökonomisch nicht lohnt. Hier muss der Hebel angesetzt werden!

Cicero
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Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

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Organspende ist eine Gewissensfrage

Beitrag von Presse » 30.06.2011, 06:36

Steinmeier und Kauder preschen bei Organspende vor
Das Thema Organspende ist eine Gewissensfrage - um so heftiger wird um die neue Regeln gerungen. Die Fraktionschefs von Union und SPD preschen nun vor: Sie wollen die Entscheidungslösung. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=661 ... nde&n=1194

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Entscheidungslösung bei Organspende

Beitrag von Presse » 30.06.2011, 08:18

Expertenzuspruch für Entscheidungslösung bei Organspende
Ausschuss für Gesundheit (Anhörung)

Berlin: (hib/MPI) Um die Zahl der Organspenden in Deutschland zu erhöhen, halten zahlreiche Experten eine Änderung des Transplantationsgesetzes (TPG) für erforderlich. In einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses zu den rechtlichen und ethischen Aspekten von Organspenden sprachen sich unter anderen der ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Eckhard Nagel, und der der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, für eine so genannte Entscheidungslösung aus. Diese sieht vor, jeden Bürger zu seiner Bereitschaft für oder gegen die Organspende zu befragen und diese Entscheidung auf dem Personalausweis, dem Führerschein, der Krankenversicherungskarte oder einem anderen Dokument festzuhalten. Im Todesfall eines Patienten müssten heute schon die Angehörigen befragt werden, ob dieser als Organspender infrage kommt, sagte Nagel. Die Angehörigen könnten sich nicht vor einer Entscheidung drücken. Der Professor fügte hinzu, es sei deshalb folgerichtig, dass jeder zu Lebzeiten selbst mit einer solchen Entscheidung konfrontiert wird.

Huber sagte, es gebe eine ”ethische Entscheidungspflicht“ jedes Einzelnen. Diese könne von der Gesellschaft auch eingefordert werden. Gleichwohl dürfe niemand zu einer Organspende gezwungen werden. ”Wir reden über Organspende und nicht über eine Organspendepflicht“, betonte der Bischof. Auch der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Edzard Schmidt-Jortzig, hob hervor, eine Entscheidungslösung könne nur dann verfassungsgemäß sein, wenn an die Entscheidungspflicht keine juristischen Konsequenzen geknüpft würden.

Für eine ebenfalls diskutierte Widerspruchslösung, bei der jeder automatisch Organspender ist, der dies zu Lebzeiten nicht ausdrücklich verneint hat, sprach sich dagegen der Direktor der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie der Charité-Universitätsmedizin in Berlin, Peter Neuhaus, aus. Beispiele anderer europäischer Länder zeigten, dass mit der Einführung einer Widerspruchslösung erheblich mehr Organe zur Transplantation gewonnen werden könnten. Der Professor plädierte dafür, die Organentnahme für zulässig zu erklären, ”wenn die Angehörigen ihr nicht widersprochen haben“. Schmidt-Jortzig hingegen machte deutlich, dass eine Widerspruchslösung ”nicht verfassungsgemäß wäre“. Verletzt sehe er insbesondere das Selbstbestimmungsrecht.

Zurzeit gilt in Deutschland eine erweiterte Zustimmungslösung. Danach dürfen einem Menschen nur dann Organe entnommen werden, wenn er seine Zustimmung selbst vor seinem Tod in einem Organspendeausweis festgehalten hat oder seine Angehörigen einer Organentnahme nach seinem Tod zustimmen. Nach Angaben der DSO warten derzeit rund 12.000 schwer erkrankte Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan, allein 8.000 auf eine Niere. Drei von ihnen sterben laut DSO aber pro Tag, weil es nicht ausreichend Organspender gibt. Deutschland liegt bei der Quote der Organspender im EU-Vergleich auf den hinteren Rängen.

Die Gastprofessorin am Institut für Soziologie der Technischen Universität Darmstadt, Alexandra Manzei, erinnerte in der Anhörung daran, dass im Vorfeld der Transplantationsgesetzgebung von 1997 höchst umstritten gewesen sei, wann der Tod eintritt und mit welchen Mitteln er sich feststellen lässt. Angesichts neuer medizinischer Studien stehe das der Zustimmungslösung zugrunde liegende Hirntodkonzept erneut in Frage. Daher solle die Bundesärztekammer (BÄK) die Kriterien der Hirntodfeststellung überprüfen. Sowohl der Münchner Hirntod-Experte Heinz Angstwurm als auch der BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery widersprachen deutlich: Angstwurm betonte, es gebe keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Montgomery fügte hinzu: ”Es ist unendlich schwer, etwas zu beweisen, was es nicht gibt.“

Quelle: Pressemitteilung vom 29.06.2011
Deutscher Bundestag
Parlamentskorrespondenz, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
e-mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de
http://www.bundestag.de, Mobil: m.bundestag.de

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Eindrücke von der Anhörung zur Organspende

Beitrag von Presse » 30.06.2011, 12:59

Einmal Ausschuss und zurück: Eindrücke von der Anhörung zur Organspende

Von einem Ausschuss des Deutschen Bundestages als Einzelsachverständiger geladen zu werden ist selbstverständlich eine große Ehre. Es ist auch ein Ehrenamt, denn als Sachverständiger bekommt man nichts - mit etwas Pech nicht mal eine Gelegenheit sich sachverständig zu äußern. Vor zweieinhalb Jahren hatten Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke eine Anhörung zum brisanten Thema „Cannabis in der Medizin" durchgesetzt - 24 Sachverständige mussten ihre Statements in 60 Minuten unterbringen. Da hatte ich Glück eine Frage zu ergattern, auf die ich zwei Minuten antworten konnte. .... (mehr)
http://faz-community.faz.net/blogs/biop ... pende.aspx

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Organspende - Jeder Bürger soll befragt werden

Beitrag von Presse » 01.07.2011, 06:43

Systemversagen der Transplantationspraxis und dem Informationsbedarf der Bevölkerung

Zu den Ergebnissen, die die Gesundheitsministerkonferenz heute zu den geplanten Änderungen des Transplantationsgesetzes vorgestellt hat, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:
Frankfurt/Berlin. "Für die Bevölkerung ist das Transplantationssystem in Deutschland undurchsichtig. Statt Klarheit in das System zu bringen, wollen die Gesundheitsminister in Frankfurt die ethischen Leitplanken verschieben. Dabei werden die Möglichkeiten des bestehenden Transplantationsgesetzes schon jetzt in der Praxis nicht konsequent ausgeschöpft. Jährlich sterben mehr als 120.000 Menschen, die einen Organspendeausweis haben. Da aber nur ein Bruchteil der in Frage Kommenden gemeldet wird, müssen 12.500 Menschen über Jahre auf ein Organ warten: ein unzumutbarer Zustand, den Ärzte zu verantworten haben. Ebenso ist die Bevölkerung nicht aufgeklärt über die Hirntodkriterien und das Verfahren der Organentnahme und -vergabe. Über die Verteilung von Lebenschancen entscheiden private Organisationen, die nicht unter staatlicher Aufsicht stehen. Das ist eine verfassungsrechtliche Grauzone, die die Politik zu verantworten hat. Deshalb fordert die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung zuallererst, dass Ärzte ihren schon bestehenden Aufgaben im Transplantationsgesetz nachkommen. Ebenso ist die Politik aufgefordert, Mittel bereit zu stellen, um Aufklärung und Information für selbst bestimmte Entscheidungen für Organspende erst möglich zu machen. Die jetzt von den Gesundheitsministern diskutierten Lösungen gehen am Kern dieser Probleme vorbei. Sie sind die Flucht vor einem Systemversagen der Transplantationspraxis und dem Informationsbedarf der Bevölkerung."
Quelle: Pressemitteilung vom 30.06.2011
Judith Peller 030/ 284 44 84 - 4 peller@patientenschuetzer.de

Thema Organspende
Jeder Bürger soll befragt werden

zuletzt aktualisiert: 30.06.2011 - 18:15 Frankfurt/Main (RPO).
Die Gesundheitsminister der Länder haben sich bei der Organspende für die sogenannte Befragungslösung ausgesprochen. Jeder Bürger solle sich so einmal im Leben entscheiden müssen, ob er im Todesfall zur Organspende bereit ist oder nicht oder auch dazu keine Festlegung treffen will, beschlossen die Länderressortchefs am Donnerstag auf ihrer Konferenz in Frankfurt am Main. Die Entscheidung fiel einstimmig. .... (mehr)
http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... 12195.html

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Organspende - Krankenhäuser & Ärzte mobilisieren

Beitrag von Sabrina Merck » 01.07.2011, 10:49

Ich halte es für wichtig, dass die Öffentlichkeit über die Organspende informiert wird. Das kann ruhig verstärkt erfolgen.
Probleme gab und gibt es aber nicht in Bezug der Spendenbereitschaft, sondern vorwiegend, oder sogar allein, im Bereich der Krankenhäuser und Ärzteschaft. Dort müssen mehr Leute mobilisiert werden, unter den bereits gegebenen Möglichkeiten, das Transplantationswesen zu stärken.
Der jetzt geplante Druck auf junge Menschen, z.B. beim Führerscheinerwerb, halte ich nicht für vertretbar. Ich bin klar dagegen.

Sabrina
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Rob Hüser
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Organspende - Krankenhäuser & Ärzte mobilisieren

Beitrag von Rob Hüser » 02.07.2011, 06:40

Sabrina Merck hat geschrieben: ....Ich halte es für wichtig, dass die Öffentlichkeit über die Organspende informiert wird. Das kann ruhig verstärkt erfolgen.
Probleme gab und gibt es aber nicht in Bezug der Spendenbereitschaft, sondern vorwiegend, oder sogar allein, im Bereich der Krankenhäuser und Ärzteschaft. Dort müssen mehr Leute mobilisiert werden, unter den bereits gegebenen Möglichkeiten, das Transplantationswesen zu stärken.
Der jetzt geplante Druck auf junge Menschen, z.B. beim Führerscheinerwerb, halte ich nicht für vertretbar. Ich bin klar dagegen.
....
Guten Morgen Sabrina,
ich bin auch der Meinung, dass die geplante Regelung Druck ausüben soll, der weder nötig noch rechtlich vertretbar erscheint. Die bislang schon vorgeschriebene Aufklärungsarbeit und die Aktivitäten der Krankenhäuser und Ärzte zur Organentnahme müssen verstärkt werden.
Die Selbstbestimmungsrecht der BürgerInnen dürfen nicht beeinflusst werden durch merkwürdige Befragungen.
MfG Rob
Das Pflegesystem muss dringend zukunftsfest reformiert werden!

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Organspende - Die Freiheit, unentschlossen zu sein

Beitrag von Presse » 02.07.2011, 06:59

Beschluss zur Organspende
Die Freiheit, unentschlossen zu sein


Ein Kommentar von Werner Bartens


In Deutschland fehlt es an Spenderorganen. Wenn es nach den Gesundheitsministern der Länder geht, soll deshalb in Zukunft jeder persönlich gefragt werden, ob er nach dem Tod seine Organe zur Verfügung stellen will. Ein Vorstoß, der zu weit geht - niemand sollte gezwungen werden, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden
.... (mehr)
http://www.sueddeutsche.de/politik/orga ... -1.1114672

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Paten für Organspende informieren neutral ...

Beitrag von Presse » 04.07.2011, 17:47

Paten für Organspende informieren neutral und ergebnisoffen
Projekt von bdo und Ersatzkassen hilft bei der Entscheidung


Nach dem Willen der Gesundheitsminister aller Länder soll künftig jeder Bürger und jede Bürgerin in einem noch festzulegenden Verfahren über Organspende informiert und zu einer persönlichen Erklärung aufgefordert werden, ob sie einer Organspende zustimmen, sie ablehnen oder sich nicht erklären möchten. Mit dieser sogenannten Erklärungslösung - so der Beschluss der Gesundheitsministerkonfrenz vom 30.6.2011 - soll dem fortbestehenden Organmangel in Deutschland entgegen gewirkt werden.

Vor einer solchen Entscheidung ist nach Ansicht des Verbandes der Ersatzkassen NRW (vdek) eine neutrale und ergebnisoffene Information notwendig. Das 2008 ins Leben gerufene Projekt "Paten für Organspende" vom Bundesverband der Organtransplantierten e.V. (bdo) und den Ersatzkassen TK und HEK in NRW hilft schon heute dabei. dabei. Schulen, Vereine, Jugendzentren, Volkhochschulen usw. können im Projektbüro Paten für Vorträge, Diskussionen und Info-Stände anfordern.

Weitere Infos unter http://www.paten-fuer-organspende.de

Quelle: Pressemitteilung vom 04.07.2011
Bärbel Brünger
Referentin für Grundsatzfragen, Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung NRW
Kampstr. 42
44137 Dortmund
Tel.: 0231/ 91771-20
mobil: 0173/ 7383 758
und
Ludwig-Erhard-Allee 9
40227 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 38410-27
e-mail: baerbel.bruenger@vdek.com
Internet: http://www.vdek.com

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Organspende muss freiwillig bleiben

Beitrag von Presse » 08.07.2011, 16:09

Bahr: Organspende muss freiwillig bleiben

München – Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will die Bürger nicht zu einem Ja oder Nein zur Organspende zwingen. „Nach meinem Werteverständnis kann es keinen Anspruch auf einen Akt der Nächstenliebe geben. Und Organspende ist ein Akt der Nächstenliebe“, sagte der FDP-Politiker der Süddeutschen Zeitung vom Freitag .....
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/lette ... m&id=41178

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Organspende - Seminarangebot

Beitrag von Service » 08.07.2011, 16:35

Seminarangebot für den 08.09.2011

Die Einwilligung des Patienten und seiner Angehörigen zur Organspende

Bei kaum einer anderen Thematik können Rechts- und andere Irrtümer hinsichtlich der Sachlage derart weitreichende negative Konsequenzen haben wie bei der Einwilligung des Patienten bzw. seiner Angehörigen zu Organspenden. Mangelnde Kenntnisse führen dazu, dass weite Teile der Bevölkerung Organspenden gegenüber reserviert und ängstlich, wenn nicht gar ablehnend gegenüberstehen. Dies hat fatale Folgen für eine zunehmende Anzahl von Patienten, deren einzige Hoffnung eine Organspende ist.

Nähere Informationen unter
http://www.dki.de/index.php?TM=0&BM=4&LM=1&semnr=4281

Quelle: Pressemitteilung vom 08.07.2011
Deutsches Krankenhausinstitut GmbH
Hansaallee 201
40549 Düsseldorf
seminar@dki.de
Internet: http://www.dki.de

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