Hausarzt auf dem Land ... Bedingungen verbessern

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Hausarzt auf dem Land ... Bedingungen verbessern

Beitrag von Presse » 30.03.2011, 07:53

Die Arbeit als Hausarzt auf dem Land macht Freude – aber die Bedingungen müssen besser werden!

Studie von Forschern der Universität Witten/Herdecke befasst sich mit der Situation der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf dem Land ist ohne Hausarzt nicht möglich, aber die Zahl der Hausärzte sinkt. Über diese Problematik wird jetzt endlich öffentlich diskutiert, oft allerdings, ohne das Erleben und den Sachverstand der Betroffenen vor Ort einzubeziehen. Eine Studie am Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der Universität Witten/Herdecke zielt jetzt darauf, die konkrete gesundheitliche Versorgungssituation der Menschen in ländlichen Gebieten aus Sicht der lokalen beteiligten Akteure zu beschreiben. Die Regionalstudie wurde in zwei Versorgungsregionen NRWs durchgeführt. Die Sicht der an der gesundheitlichen Basisversorgung beteiligten Berufsgruppen und der Patienten wurde über qualitative Interviews erfasst, an denen unter anderem fünf der sieben in den beiden Versorgungsregionen praktizierenden Hausärzte teilgenommen haben.

Noch ist die Versorgung gesichert…
…so die einhellige Einschätzung der Hausärzte und anderen Befragten – allerdings auch, weil sie sich trotz sinkender Vergütung und bürokratischer Erschwernisse für ihre Patienten einsetzen. Die zukünftige Sicherung der hausärztlichen Versorgung sehen sie jedoch massiv bedroht, sollten nicht vielfältige Anreize geschaffen werden, die jungen, engagierten Nachwuchs für ausscheidende Ärzte in ländliche Regionen locken. Von den demographischen und gesundheitspolitischen Veränderungen sind die Patienten in jeder Versorgungsregion aber sehr unterschiedlich betroffen. Pflegebedürftige Patienten in abgelegenen Gebieten haben schon heute mit Schwierigkeiten zu kämpfen – „Pauschale Lösungen vom ‚grünen Tisch’ helfen also nicht“, erklärt Prof. Dr. med. Stefan Wilm, der Initiator der Studie.

Die Stimmung an der Basis ist schlecht, doch die hausärztliche Tätigkeit selbst sorgt für große berufliche Zufriedenheit!
Angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen sehen die Hausärzte wenig zuversichtlich in die Zukunft. Beklagt werden in erster Linie: ungenügende und unsichere Finanzierung, steigender Bürokratie- und Verwaltungsaufwand, Beschränkungen des hausärztlichen Handlungsspielraumes, steigende Fallzahlen pro Praxis. Zudem fühlen sich die Hausärzte seitens des Gesundheitssystems und der Gesellschaft immer weniger wertgeschätzt und anerkannt.
Die hausärztliche Tätigkeit selbst wird von den befragten Hausärzten aber sehr positiv eingeschätzt, wobei insbesondere die intensive Arzt-Patienten-Beziehung, der umfassende Charakter der Allgemeinmedizin („Vom Fußpilz bis zur Ehescheidung“) sowie der oftmals über Generationen gehende Kontakt zu Patienten und ihren Familien für berufliche Zufriedenheit sorgt. Mit ihrem umfassenden, integrativen Blick können Hausärzte einen besonderen Beitrag in der medizinischen Versorgung der zunehmend älteren Bevölkerung leisten: Sie erkennen psychosoziale Probleme, bevor sie sich gesundheitlich niederschlagen, behalten einen kompetenten Überblick bei der wachsenden Zahl der Medikamente und chronischen Krankheiten beim einzelnen Patienten, sie vermeiden unnötige, den Patienten schädigende Diagnostik und stationäre Behandlung. Die Bedeutung des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient und der Stolz, den die Hausärzte darüber empfinden, werden von den Befragten betont. Allerdings geht es um mehr als um persönliche Befriedigung.
„Patienten brauchen vertrauenswürdige Ansprechpartner und Fürsprecher“, meint Prof. Stefan Wilm, der selbst als Hausarzt in eigener Praxis arbeitet. „Wir müssen einen Rahmen schaffen, in dem Ärzte, auch in Zukunft und auf dem Land, dies für ihre Patienten sein können.“

Vernetzung und Teamwork sichern eine positive Zukunft
Ein wichtiger Aspekt zur Sicherung der wohnortnahen gesundheitlichen Versorgung in ländlichen Gebieten wird die Qualität der Zusammenarbeit aller medizinischen und pflegerischen Berufsgruppen sein. Dafür muss sich aber das professionelle Selbstverständnis aller Beteiligten noch schrittweise wandeln, Ängste und Konkurrenzgedanken müssen abgebaut werden. Medizinische Fachangestellte (MFA – früher: Arzthelferinnen), so zeigt die Studie, spielen bereits heute in der hausärztlichen Versorgung in und außerhalb der Praxis eine zunehmend wichtige Rolle.

Der Abschlussbericht der Studie findet sich auf Webseite des Instituts:
http://www.uni-wh.de/gesundheit/lehrstu ... /projekte/

Kontakt
Prof. Dr. med. Stefan Wilm
Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin
Fakultät für Gesundheit
Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Str. 50, 58448 Witten
eMail: Stefan.Wilm@uni-wh.de
Tel.: 02302/926741
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de/gesundheit/lehrstu ... /projekte/

Quelle: Pressemitteilung vom 29.03.2011
Kay Gropp Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/de/news415501

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Hausarzt - Niederlassung und Arbeitsbedingungen verbessern

Beitrag von Nursing-Neuss » 05.12.2012, 09:16

An anderer Stelle im Forum wird über die hausärztliche Versorgung geschrieben und diskutiert: viewtopic.php?t=18197
Darauf weise ich hin und fordere auch hier, die Niederlassung und Arbeitsbedingungen der Hausärzte zu verbessern. Das käme auch einer besseren Versorgung der pflegebedürftigen Menschen in den Heimen zugute.

Nursing - Neuss
Das Pflegesystem muss grundlegend reformiert werden. U.a. ist deutlich mehr Pflegepersonal erforderlich!

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Hausärztliche Tätigkeit stärken - sprechende Medizin fördern

Beitrag von WernerSchell » 11.12.2012, 08:05

Hausärztliche Tätigkeit stärken - sprechende Medizin fördern

Das Thema ärztliche Versorgung, Ärztemangel, falsche Verteilung der Ärzte usw. wird aufgrund einer aktuellen Umfrage lebhaft diskutiert.
Dazu gibt es in diesem Forum weiterführende Hinweise unter
viewtopic.php?t=18219
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Cicero
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Hausärztliche Tätigkeit stärken - sprechende Medizin fördern

Beitrag von Cicero » 14.12.2012, 17:50

ProPflege hat geschrieben: Hausärztliche Versorgung & sprechende Medizin müssen Priorität erfahren
In Deutschland gibt es keinen Ärztemangel. Stetig gestiegene Arztzahlen belegen das Gegenteil. Allerdings haben wir klar eine falsche Verteilung der Ärzte.
Sehr geehrter Herr Schell,
ich danke Ihnen sehr für den guten Text, der nach meiner Einschätzung treffend die Situation beschreibt. Es ist auch meine Meinung, dass der gute alte Hausarzt nicht verschwinden darf, sozusagen den ökonomischen Interessen anderer geopfert werden darf. Der hausärztlichen Tätigkeit muss Priorität zukommen. Bitte bleiben Sie dam Thema dran!
Hochachtungsvoll
Cicero
Politisch interessierter Pflegefan!
Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

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Hausarzt gehört ins Zentrum der medizinischen Versorgung

Beitrag von Karl Büser » 19.12.2012, 17:02

Es ist mir seit Jahren ein großes Anliegen, den Hausarzt wohnortnah zu erhalten. Wir haben in unserer Familien über Jahrzehnte beste Erfahrungen mit der hausärztlichen Betreuung gemacht und möchten sie unter keinen Umständen missen. Wir verzichten gerne auf optimierte Medizintechnik und bis in Einzelheiten ausgefeilten Sachverstand der Fachärzte. Wir plädieren dafür, die häusärztliche Versorgung wieder ins Zentrum der medizinischen Versorgung zu rücken. Das ist auch für unsere Gesundheitsversorgung preiswerter. Die jetzigen Anpreisungen des Systems werden wir ohnehin bald nicht mehr finanzieren können.

Karl Büser
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G-BA reformiert ambulante ärztliche Bedarfsplanung

Beitrag von WernerSchell » 20.12.2012, 18:25

Text aus Forum:
viewtopic.php?p=70420#70420

Zielgenau, flexibel, fristgerecht: G-BA reformiert ambulante ärztliche Bedarfsplanung

Berlin, 20. Dezember 2012 – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat mit einer Neufassung der entsprechenden Richtlinie den Planungsrahmen für die Zulassungsmöglichkeiten von Ärztinnen und Ärzten nach Fachgruppen einschließlich der Psychotherapeutinnen und -therapeuten für eine gleichmäßige und bedarfsgerechte ambulante medizinische Versorgung festgelegt. Mit dem am Donnerstag in Berlin gefassten Beschluss erfüllt der G-BA – vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – fristgerecht zum Jahresende seinen Auftrag aus dem am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG), eine funktionsfähige Bedarfsplanung zu schaffen.

„Wir haben nun eine zielgenaue und den regionalen Besonderheiten Rechnung tragende flexible Regelung vorgelegt, mit der die Zulassungsmöglichkeiten von Ärztinnen und Ärzten in ländlichen Regionen verbessert und mit der Verteilungsprobleme in der ärztlichen Versorgung zielgerichtet angegangen werden können“; sagte Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA, am Donnerstag in Berlin. „Das neue und feingliedrigere Planungsraster ermöglicht es, Versorgungslücken schneller zu erkennen und zu schließen.“

„Eine wirklich gute Versorgungssteuerung mit bundeseinheitlichen Rahmenbedingungen wird nur dann den vielfältigen Facetten lokaler Besonderheiten gerecht, wenn sie in begründeten Fällen Anpassungsmöglichkeiten zulässt. Die Richtlinie wird diesem Anspruch in besonderer Weise gerecht. Wir wissen, dass vor allem die regionale Altersstruktur und Morbidität, räumliche Faktoren oder auch besondere Versorgungslagen Anlass dafür sein können. Gut gesichert ist auch der Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Faktoren und der Morbidität einer Bevölkerung“, so Hecken weiter. „Damit stellt die Bedarfsplanung auch ein Steuerungsinstrument dar, das flexibler auf die geänderten Anforderungen an die ambulante Versorgung reagieren kann. Die neue Richtlinie stellt somit gleichwertige Versorgungszugänge im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland sicher.“

Die Bedarfsplanung legt bundeseinheitlich einen verbindlichen Rahmen zur Bestimmung der Arztzahlen fest, die für eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung benötigt werden und ermöglicht gleichzeitig eine Bewertung der bestehenden Versorgungssituation. Sie macht kenntlich, wo ein über- bzw. unterdurchschnittliches Versorgungsniveau vorliegt.

Die Grundzüge der neuen Bedarfsplanung:

Um den aktuellen Erfordernissen an die ambulante Versorgung gerecht zu werden, wird das ärztliche Leistungsangebot stärker nach Arztgruppen ausdifferenziert und die Raumbezüge auf dieser Basis somit neu strukturiert. Um die hausärztliche Versorgung vor Ort zu sichern und zugleich dem Umstand Rechnung zu tragen, dass Fachärzte mit zunehmendem Spezialisierungsgrad deutlich größere Einzugsgebiete versorgen können, sieht die Richtlinie als neue Planungsbereiche den sogenannten Mittelbereich, die Kreise bzw. kreisfreien Städte, die Raumordnungsregion und das KV-Gebiet vor. Durch die so erreichte Differenzierung der Planungsbereiche in Größe und Zuschnitt wird die Verteilung der Arztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten deutlich verbessert. Neu in die Bedarfsplanung aufgenommen ist die gesonderte fachärztliche Versorgung, um dem Auftrag der Versorgungssteuerung im Sinne eines gleichmäßigen Zugangs auch in diesem Bereich gerecht zu werden.

Künftig gilt für die hausärztliche Versorgung der Mittelbereich, für die allgemeine fachärztliche Versorgung der Kreis und die kreisfreie Stadt und für die spezialisierte fachärztliche Versorgung die Raumordnungsregion als Planungsraum.

Bundesweit ergeben sich so für den hausärztlichen Bereich annähernd 3.000 (inkl. der jetzt schon freien Sitze) neue Zulassungsmöglichkeiten. Für den Bereich der Psychotherapeutinnen und -therapeuten wird ein Aufwuchs von knapp 1.400 konstatiert. Gerade in diesem Bereich wird damit die im europäischen Vergleich einzigartige Versorgungssituation noch einmal verbessert.

Bild

Die neue Bedarfsplanung hat zudem das Ziel, die Versorgung zu steuern und Zulassungsmöglichkeiten genau dort auszuweisen, wo sie benötigt werden – weg von Ballungszentren hin zu schlechter gestellten Regionen. Gerade im Bereich der Psychotherapie sind solche Ballungen deutlich feststellbar. Die Regelungen ermöglichen daher, den Aufbau von Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum zu beschleunigen. Beispielsweise können innerhalb einer dreijährigen Übergangsphase bestehende Zulassungsbeschränkungen beibehalten werden, bis in jedem ehemaligen Planungsbereich innerhalb des neuen Planungsbereiches ein Versorgungsgrad von mindestens 100 v.H. erreicht ist. Weiterhin wurde die Möglichkeit geschaffen, ebenfalls innerhalb dieser Übergangszeit Planungsbereiche mit einem Versorgungsgrad zwischen 100 bis 110 v.H. zu sperren.

Um eine sukzessive Anpassung von Versorgungsgraden vorzunehmen, sieht die Richtlinie auch die Möglichkeit vor, zeitlich gestaffelt entsprechende Strukturen aufzubauen. Da allerdings kurzfristige Zuwächse bei Hausärztinnen und -ärzten sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten vor allem in ländlichen Gebieten erklärtes Ziel dieser Bedarfsplanungsreform sind, werden diese von der Regelung ausgenommen.

Die neue Richtlinie sieht einen Demografiefaktor vor, der sowohl auf die gegenwärtige Verteilung der Ärzte abstellt als auch die im Bundesgebiet unterschiedliche Alterung der Bevölkerung berücksichtigt. So wird der Leistungsbedarf der 65-Jährigen und Älteren bzw. unter 65-Jährigen eines Planungsbereichs getrennt ermittelt. In Folge dessen ergeben sich für eine Reihe von ärztlichen Fachgruppen deutlich gesteigerte Leistungsumfänge für die ältere Bevölkerung im Vergleich zur jüngeren. Allerdings kann der Demografiefaktor nur dort wirken, wo er auch angemessen steuern kann. Der Bereich der Kinderärzte und Kinder- und Jugendpsychiater sowie die Arztgruppen der gesonderten fachärztlichen Versorgung werden daher ausgenommen.

Der Beschluss tritt nach Nichtbeanstandung durch das BMG und Veröffentlichung im Bundesanzeiger zum 1. Januar 2013 in Kraft. Es ist eine Übergangsregelung bis Mitte 2013 vorgesehen. Der Beschlusstext und die Tragenden Gründe werden auf folgender Seite veröffentlicht: http://www.g-ba.de/informationen/beschl ... sschuss/7/

Quelle: Pressemitteilung vom 20.12.2012 - Gemeinsamer Bundesausschuss
Ansp­rech­partner:
Kris­tine Reis
030 / 275 838-173
kris­tine.reis@g-ba.de
Kai Fortelka
030 / 275 838-171
kai.fortel­ka@g-ba.de

Weitere Informationen unter
http://www.g-ba.de/institution/presse/p ... ungen/466/
u.a. Pressemitteilung zum Download (184.2 kB, PDF) http://www.g-ba.de/downloads/34-215-466 ... g-BDPL.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Bedarfsplanung: Die Reform ist nicht genug

Beitrag von Presse » 11.01.2013, 07:29

Bedarfsplanung: Die Reform ist nicht genug
Die Bedarfsplanung kommt in die Regionen. Wirklich gut ist damit aber noch lange nicht alles, sagen Ärzte und Landespolitiker.
Ihre Forderung: Mehr Spielräume und vernünftige Honorare. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=829 ... tik&n=2456

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Bedarfsplanung: Die Verantwortung in der Region

Beitrag von Presse » 11.01.2013, 15:33

Leitartikel zur Bedarfsplanung: Die Verantwortung in der Region
Neue Bedarfsplanung als Instrument gegen den Ärztemangel? Die Vergangenheit zeigt, dass die Planung meist nicht zielgerecht funktioniert hat.
Und allein mit der Beschreibung eines neuen Sollzustandes wird Ärztemangel nicht behoben. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=829 ... tik&n=2458

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Bedarfsplanung: Das ändert sich für Hausärzte

Beitrag von Presse » 23.01.2013, 08:27

Bedarfsplanung: Das ändert sich für Hausärzte
Seit 23 Tagen gilt die neue Bedarfsplanung - und sie hat auch Konsequenzen für bereits niedergelassene Ärzte.
Wir haben zusammengestellt, was für Hausärzte gilt.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=830 ... ung&n=2480

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Kassen-Studie: Hausarztmangel - eine Verteilungsfrage?

Beitrag von Presse » 25.04.2013, 06:54

Kassen-Studie: Hausarztmangel - eine Verteilungsfrage?
Eine Studie für den GKV-Spitzenverband relativiert den Hausarztmangel. Hauptprobleme seien die mangelhafte Verteilung der Ärzte
und traditionelle Rollenbilder, die Ärztinnen das Leben schwer machten. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=837 ... tik&n=2674

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Recht auf Arzt vor Ort - Häusärztliche Versorgung stärken

Beitrag von Presse » 01.07.2013, 17:27

CDU fordert Recht auf Arzt vor Ort

VON GERHARD VOOGT - zuletzt aktualisiert: 01.07.2013
Hünxe (RP). Immer weniger Mediziner haben Lust, auf dem Land zu arbeiten.
Der Job des Allgemeinmediziners ist vielen Absolventen nicht attraktiv genug. Die CDU macht Problem jetzt zum Thema im Landtag.
... (weiter lesen) .... http://nachrichten.rp-online.de/regiona ... -1.3505056

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Kassen-Positionen: Sprechende Medizin fördern!

Beitrag von Presse » 02.07.2013, 05:57

Kassen-Positionen: Sprechende Medizin fördern!
Wie soll die gesetzliche Krankenversicherung der Zukunft aussehen?
Der GKV-Spitzenverband hat sich mit einem eigenen Papier positioniert - und fordert mehr sprechende Medizin.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=841 ... sen&n=2809

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Ärzte vorrangig in die ländlichen Strukturen

Beitrag von Karl Büser » 02.07.2013, 06:45

Die Verteilung der Ärzte ist seit Jahren in eine Schieflage geraten. Ärzte streben in Massen in die guten Regionen, die Städte, und vernachlässigen aus ökonomischen Erwägungen die ländlichen Gebiete. Das alles wird durch die Zulassungsregeln begünstigt. Man hat zwar insoweit einige Korrekturen vorgenommen, aber das reicht nicht.
Es müssen geeignetere Maßnahmen ergriffen werden, damit die ärztliche Versorgung überall gesichert werden kann. Die Hausärzte auf dem Land müssen höchste Priorität erfahren. Ggf. müssen Neuzulassungen nur dort noch erfolgen dürfen, wo eine Versorgung notleidend ist. Erst wenn die ländlichen Strukturen auskömmlich abgedeckt sind, können auch andere Zulassungen infrage kommen. Da die Ärzte alle am Futternapf der Sozialsysteme sitzen, sind m.E. solche rigorose Maßnahmen zulässig. Dass ein Aufschrei der Ärzteschaft geben wird, muss hingenommen werden. Wer packt das "heiße Eisen" endlich an?

K.B.
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Hausärztemangel in der Region ?

Beitrag von Gaby Modig » 01.10.2013, 06:44

Die Westdeutsche Zeitung berichtete am 30.09.2013 (online)
Versorgungsreport: In Region Nordrhein droht Hausärztemangel
Bei den Hausärzten droht in der Region Nordrhein in den nächsten Jahren ein Mangel. Die Ärzte sind im Moment im Schnitt 52,2 Jahre alt. Um den derzeitigen Versorgungsstand zu halten, müssen rund 5000 Hausärzte bis 2030 ersetzt werden. … (mehr)
http://www.wz-newsline.de/home/politik/ ... -1.1440934
Ein ähnlicher Bericht erschien am 01.10.3013 in der Rheinischen Post:
Versorgungsreport: In Nordrhein droht Hausärztemangel
zuletzt aktualisiert: 30.09.2013 - 15:28
Düsseldorf (RPO). Bei den Hausärzten droht in der Region Nordrhein in den nächsten Jahren ein Mangel. Die Ärzte sind im Moment im Schnitt 52,2 Jahre alt. Um den derzeitigen Versorgungsstand zu halten, müssen rund 5000 Hausärzte bis 2030 ersetzt werden. … (mehr)
http://www.rp-online.de/gesundheit/medi ... -1.3713906
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

Gaby Modig
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Forscher finden keinen Ärztemangel

Beitrag von Gaby Modig » 01.10.2013, 06:55

Zum Thema Hausärztemangel berichtet am 01.10.2013 auch die Ärzte Zeitung (siehe unten) und sieht in ihrem Beitrag eher keine Versorgungslücken. Was ist richtig? Auf jeden Fall sind wohl die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, den entsprechenden Fragestellungen nachzugehen. Im Rahmen der Bedarfsplanung müssen dann ggf. Folgerungen gezogen werden. Hausärzte sind wichtige Dienstleister im Gesundheitssystem und müssen, wie auch immer, in ausreichender Zahl, und vor allem engagiert, erhalten bleiben.
Gaby Modig.

Ärzte Zeitung online, 01.10.2013
IW-Studie
Forscher finden keinen Ärztemangel
Ärztemangel - die Drohung vor krassen Versorgungslücken im Land geistert durch die deutsche Mediziner. Ökonomen haben jetzt auf ihre Weise nachgerechnet - und den drohenden Mangel vergebens gesucht.
Von Florian Staeck
KÖLN. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) widerspricht der Annahme, es gebe jetzt oder in den nächsten 15 Jahren einen Ärztemangel in Deutschland. Das schließe nicht aus, dass es regional oder in bestimmten Fachgruppen Engpässe geben könne. … (mehr)
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=847 ... ung&n=3008
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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