"Zwei-Klassen-Medizin" ist rechtlich gedeckt

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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"Zwei-Klassen-Medizin" ist rechtlich gedeckt

Beitrag von Presse » 02.09.2009, 07:29

"Zwei-Klassen-Medizin" ist rechtlich gedeckt
Juristisch gesehen dürfen Kassenärzte Privatpatienten bevorzugen


Baierbrunn (ots) - Auch wenn dies für Kassenpatienten ärgerlich ist: Als "freier Unternehmer" darf ein niedergelassener Kassenarzt Privatpatienten bevorzugt behandeln, berichtet die "Apotheken Umschau". Der Arzt kann dies als Eigenart seiner Praxisorganisation ansehen, für die es keine rechtlichen Vorgaben gibt. Die Freiheit endet jedoch bei einem Notfall oder wenn sich die Wartezeit für andere Patienten unangemessen verlängern würde. Auf keinen Fall, so das Gesundheitsmagazin, dürfen Ärzte Kassenpatienten ablehnen, weil sie sonst zu wenig Zeit für ihre Privatpatienten hätten. "Kassenärzte" tragen deshalb diesen Namen, weil sie sich verpflichtet haben, die Versorgung der Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen zu gewährleisten.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2009 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Quelle: Pressemitteilung vom 2.9.2009
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
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Zweiklassenmedizin in Deutschland - Umfrage

Beitrag von Presse » 06.06.2011, 08:58

Zweiklassenmedizin in Deutschland - Umfrage: Das Gros der Deutschen sieht gesetzlich und privat Krankenversicherte ungleich behandelt

Baierbrunn (ots) - Kassenpatienten bekommen nicht die gleiche ärztliche Behandlung wie Privatpatienten. Dies meinen laut einer repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" 83,0 Prozent der Deutschen. Sie sind der Ansicht, dass es in Deutschland schon heute eine Zweiklassenmedizin gibt und nur noch Privatpatienten und Selbstzahler eine optimale medizinische Versorgung erhalten. Laut dieser Studie gehört nach eigenen Angaben nahezu jeder zehnte (9,5 Prozent) Bundesbürger zu den von vielen als privilegiert eingeschätzten Privatversicherten. Die meisten Deutschen (89,1 Prozent) sind Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Nur jeder siebte gesetzlich Versicherte (14,1 Prozent) hat eine private Zusatzversicherung abgeschlossen, die sie über die Kassenleistungen hinaus absichert.

Mehr zum Thema unter http://www.apotheken-umschau.de/Wirtsch ... 54920.html .

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.969 Personen ab 14 Jahren.

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Quelle: Pressemitteilung vom 06.06.2011
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Keine „Zwei-Klassen-Medizin“ – Patientenstudie ....

Beitrag von Presse » 22.06.2011, 17:47

Keine „Zwei-Klassen-Medizin“ – Patientenstudie ergibt Zufriedenheit bei Wartezeiten und Behandlungsstil der Praxisärzte

„Die durchschnittlichen Wartezeiten in den Arztpraxen werden von den Patienten als akzeptabel empfunden. Im Vergleich zu den Versicherten der Gesetzlichen Krankenkassen liegen die Wartezeiten der privat Versicherten nur knapp darunter. Das Arzt-Patienten-Verhältnis ist darüber hinaus von einem kooperativen Behandlungsstil und großem Verständnis geprägt.“ Auf diese Aussagen bricht Prof. Harald Mau, Vorsitzender des Vorstands der Brendan-Schmittmann-Stiftung im NAV-Virchow-Bund, die Ergebnisse der Patientenbefragung „Vertragsärzte im Urteil ihrer Patienten“ herunter.

Der Studie zufolge betragen die Wartezeiten bei Hausärzten durchschnittlich circa 29 Minuten. Bei ihren fachärztlichen Kollegen dauert es rund drei Minuten länger. Bis zur Behandlung beim Zahnarzt müssen sich die Patienten etwa 20 Minuten gedulden. Damit liegen die Zeiten unter (Hausärzte und Zahnärzte) bzw. nur knapp über (Fachärzte) den von den Patienten angegebenen akzeptablen Wartezeiten. Die viel zitierte „Zwei-Klassen-Medizin“ war dagegen nicht nachzuweisen. Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung kamen laut den Befragungsergebnissen im Schnitt nach etwa 28 Minuten und damit gerade mal knapp 1,5 Minuten später als Privatpatienten (26,5 Minuten) an die Reihe.

Insgesamt sehr zufrieden zeigten sich die Patienten mit dem Behandlungsstil ihrer Ärzte. Sowohl das Einfühlungsvermögen und der Zuspruch, der ihnen entgegengebracht wurde, als auch die Einbeziehung in die Behandlungsentscheidung beurteilten die Befragten deutlich positiv; jeweils rund 90 Prozent stimmten entsprechenden Aussagen voll zu. Lediglich die Frage, ob die Ärzte neben der Erkrankung auch ein Interesse an der Person zeigen, bejahten nur circa 60 Prozent der Teilnehmer.

Grundlage der Ergebnisse bilden 5504 Fragebögen aus 111 Arztpraxen, die zwischen Oktober 2008 und April 2010 von den Patienten beantwortet wurden. Die Fragen der Studie wurden im Zuge einer seit Längerem bestehenden Kooperation der Brendan-Schmittmann-Stiftung mit dem Institut für Soziologie an der Technischen Universität in Dresden entwickelt.

Eine individuelle Untersuchung der eigenen Praxis ermöglicht das Qualitätssicherungs-Projekt „Praxistest“ der Brendan-Schmittmann-Stiftung. Hierbei wird analog zur Studie ermittelt, wie die Patienten die Praxisräume, das Praxisteam und den persönlichen Umgang mit ihrem Arzt bewerten. Den Vertragsärzten stehen damit empirisch abgesicherte Daten zur Verfügung, die ihnen Hinweise zur Verbesserung der Behandlungsqualität liefern. Prof. Mau: „Der Praxistest zeigt eindrucksvoll, wie die einzelne Arztpraxis bei den Patienten ankommt und wo gegebenenfalls Änderungsbedarf besteht.“

Weitere Information sowie das Anmeldeformular zum „Praxistest“ finden sich im Internet unter http://www.nav-virchowbund.de/praxistest. Die vollständige Studie ist gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 20 Euro erhältlich.

Quelle: Pressemitteilung vom 22.06.2011
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Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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Psychisch Kranke landen zu oft in der Warteschleife

Beitrag von Presse » 24.06.2011, 06:28

Psychisch Kranke landen zu oft in der Warteschleife
Drei Monate warten psychisch kranke Menschen durchschnittlich auf ein Erstgespräch beim Psychotherapeuten. Für viele ist das eine Qual. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=660 ... tik&n=1182

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Kratzt Zwei-Klassen-Medizin am Ärzteimage?

Beitrag von Presse » 04.07.2012, 10:56

Pressemitteilung von BARMER GEK und Bertelsmann Stiftung vom 4. Juli 2012

Kratzt Zwei-Klassen-Medizin am Ärzteimage?

Berlin - Warum genießen Feuerwehrmänner und Piloten, aber auch Hebammen und Krankenschwestern in Deutschland mehr Vertrauen als Ärzte? Eine mögliche Ursache dafür könnte die Zwei-Klassen-Medizin sein, an deren Existenz eine Mehrheit der Deutschen glaubt. Das deuten Befragungsdaten des aktuellen Gesundheitsmonitors von Bertelsmann Stiftung und BARMER GEK an.

In der repräsentativen Befragung von 1772 Männern und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren wurde nach dem Vertrauen in verschiedene Berufsgruppen gefragt. Ärzte rangierten auf Platz 5. Ihnen billigten 91 Prozent der Befragten ein sehr hohes oder eher hohes Vertrauen zu, während die vor ihnen liegenden Berufsgruppen zwischen 95 und 98 Prozent erreichten. Gleichzeitig stimmten 71 Prozent zumindest teilweise der These zu, dass es in Deutschland eine Zwei-Klassen-Medizin gibt.

Die Autoren der Befragung – der Arzt und Journalist Dr. Magnus Heier und der Gesundheitswissenschaftler Dr. Gerd Marstedt – widmen sich unter anderem der Frage, wo die Bevölkerung eine Zwei-Klassen-Medizin wahrnimmt. Ungleichbehandlung, so ihr Befund, wird nicht nur bei Wartezeiten vermutet. Auch für mehrere Aspekte der Behandlungsqualität werden Unterschiede ausgemacht. So nehmen 66 Prozent der befragten Privatversicherten und 69 Prozent der gesetzlich Versicherten an, dass Kassenpatienten mit weniger Zeit für ihre Behandlung zufrieden sein müssen. Dass neueste medizinische Erkenntnisse für Kassenpatienten seltener berücksichtigt werden, glauben 61 Prozent der privat und 66 Prozent der gesetzlich versicherten Befragten. Immerhin 50 bzw. 57 Prozent der privat und gesetzlich Versicherten denken, dass Kassenpatienten nicht so oft von besser wirkenden Medikamenten mit geringeren Nebenwirkungen profitieren.

Gegen die empfundene Benachteiligung wendet Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, ein: „Tatsächlich ist der Leistungsanspruch in der gesetzlichen Krankenversicherung meist umfassender als in der privaten. Auch die Teilhabe am echten medizinischen Fortschritt ist sicher. Allerdings gehört dazu eine Bewertung, ob ein neues Arzneimittel oder eine Therapie nachweislich hilft. Einige kritische Beispiele aus jüngerer Vergangenheit bekräftigen diese Qualitätssicherung für GKV-Versicherte. Offenbar wird das als übertriebener Sparwille aufgefasst.“

Zudem kann man Zwei-Klassen-Medizin auch mit umgekehrten Vorzeichen verstehen. Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, verweist auf eine bislang selten in der Öffentlichkeit diskutierte Facette der Diskussion: „Die Befragungsergebnisse deuten darauf hin, dass Privatpatienten sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie immer wieder überversorgt werden.“ So hätten acht Prozent der befragten Privatpatienten angegeben, bei sich selbst oder Bekannten letztlich überflüssige Operationen erlitten zu haben. Jeweils ein Fünftel der Befragten berichtet von Untersuchungen, die als überflüssig empfunden wurden – vor allem Labor-, Ultraschall-, Röntgen- oder Kernspinuntersuchungen. Von überflüssigen Kontrollterminen berichtete fast ein Drittel.

Wie stark konkrete Versorgungserfahrungen hier wirken, zeigt beispielhaft, dass Patienten, deren Hausarzt nur wenig über die Krankengeschichte erfragt hat, ein sehr viel ungünstigeres Bild von Ärzten haben. Achtung und Respektsbekundung, aber auch subjektive Eindrücke wie Zeitdruck oder wenig gründliche Untersuchungen bewirkten ebenfalls ein deutlich negativ geprägtes Image. Auch wenn die Befragung keine Kausalzusammenhänge zeigen könne, so die Autoren, zeige sich doch der große Einfluss persönlichen Verhaltens der Ärzte auf das Image ihres Berufsstandes.

Interessenten finden den aktuellen Newsletter des Gesundheitsmonitors hier: http://www.bertelsmann-stiftung.de/gesundheitsmonitor.

________________________________________
BARMER GEK Pressestelle
Tel.: 0800 33 20 60 99 1420
presse@barmer-gek.de
Athanasios Drougias (Ltg.), Tel.: 0800 33 20 60 99 1421
Dr. Kai Behrens, Tel.: 0800 33 20 60 44 3020

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Ärzte rechnen mit mehr Zwei-Klassen-Medizin

Beitrag von Presse » 02.04.2014, 06:37

Umfrage zeigt: Ärzte rechnen mit mehr Zwei-Klassen-Medizin
Die medizinische Versorgung wird sich verschlechtern - davon ist die Mehrheit der Ärzte in Deutschland überzeugt.
Eine Umfrage zeigt auch: Die meisten Mediziner sehen ihre Therapiefreiheit in Gefahr.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=858 ... ung&n=3387

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Gesetzlich Versicherte sind "Patienten zweiter Klasse"

Beitrag von WernerSchell » 02.02.2015, 07:42

Mehrheit der Norddeutschen meint: Gesetzlich Versicherte sind "Patienten zweiter Klasse"

Hamburg (ots) - 62 Prozent der Norddeutschen meinen, dass die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen wie "Patienten zweiter Klasse" behandelt werden. Nur 34 Prozent stimmen der Aussage eher nicht/überhaupt nicht zu. Außerdem denken 75 Prozent der Menschen im Norden, dass ärztliche Entscheidungen heutzutage zu sehr von finanziellen Aspekten beeinflusst würden. In Mecklenburg Vorpommern sind es sogar 80 Prozent. Das sind einige Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zur Bewertung des Gesundheitssystems, die das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag des NDR Fernsehens gemacht hat. Anlass ist der NDR Thementag Gesundheit: Am Montag, 2. Februar, werden sich das NDR Fernsehen, die NDR Radioprogramme und NDR.de u. a. mit der Gesundheitsversorgung im Norden beschäftigen. Die Umfrage ist Teil der Dokumentation "Das Geschäft mit unserer Gesundheit - Zwei-Klassen-Medizin in Norddeutschland?" um 21.00 Uhr im NDR Fernsehen.

Während in Mecklenburg-Vorpommern sogar 67 Prozent der Befragten der Aussage zustimmen, dass die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen wie "Patienten zweiter Klasse" behandelt werden, sind es in Hamburg nur 50 Prozent. In Niedersachsen unterstützen 64 Prozent die Aussage, in Schleswig-Holstein 63 Prozent und in Bremen
57 Prozent.

Dass im deutschen Gesundheitssystem die Mittel effizient eingesetzt werden, bejahen 46 Prozent. Die Mehrheit von 49 Prozent stimmt der Aussage eher nicht/überhaupt nicht zu. In Bremen liegt der Prozentsatz sogar bei 52 Prozent der Befragten.

Grundsätzlich gibt es eine große Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung. So meinen 72 Prozent der Norddeutschen, dass das deutsche Gesundheitssystem eine hochwertige Versorgung für alle Patienten bietet, die Bedarf haben. 27 Prozent, also fast jeder dritte Befragte, stimmt dieser Aussage allerdings eher nicht/überhaupt nicht zu. Die größte Zustimmung zu der Frage gibt es mit 79 Prozent in Bremen, die größte Unzufriedenheit mit 61 Prozent in Mecklenburg Vorpommern. In die Zukunft blicken die Norddeutschen allerdings eher skeptisch: Dass sich die Leistungen des Gesundheitswesens in 10 bis 20 Jahren für die Patienten verbessern werden, glauben nur 21 Prozent der Befragten. 41 Prozent meinen, sie werden schlechter sein. 36 Prozent gehen von gleichbleibenden Leistungen aus.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe reagiert in einem Interview des Radioprogramms NDR Info auf die Studie: "Die Gefühlslage, die in der Befragung zum Ausdruck kommt, nehmen wir ernst. Wir arbeiten an schnelleren Facharztterminen für gesetzlich Versicherte." Zudem äußert sich Gröhe zu dem Ergebnis, dass 72 Prozent der Befragten mit der medizinischen Versorgung in Deutschland zufrieden sind, 41 Prozent aber glauben, dass die Leistungen sich verschlechtern werden. Gröhe: "Es ist eine ganz starke Ausgangsbasis, dass eine überwältigende Mehrheit sagt, ich bin gut versorgt.
Gleichzeitig ist es wahr, dass viel mehr Menschen älter werden und mehr Bedarf an unterschiedlicher medizinischer Versorgung haben.
Insofern stehen wir vor großen Herausforderungen, den Leistungsstand, den wir heute haben, auch in die Zukunft zu tragen."

Für die repräsentative Studie hat Infratest dimap 1010 Norddeutsche im Alter ab 14 Jahren in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen befragt. Erhebungszeitraum war der 5. November bis 3. Dezember 2014.

Die komplette Studie sowie weitere Informationen finden Sie unter http://www.NDR.de/thementag.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an NDR Redakteur Joachim Grimm, Tel. 040/4156-2869, E-Mail j.grimm@ndr.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 02.02.2015 NDR Norddeutscher Rundfunk
Pressekontakt: Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Tel: 040-4156-2304
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Gesetzlich Versicherte sind "Patienten zweiter Klasse"

Beitrag von Rauel Kombüchen » 02.02.2015, 08:16

WernerSchell hat geschrieben:Mehrheit der Norddeutschen meint: Gesetzlich Versicherte sind "Patienten zweiter Klasse"
Solche Untersuchungsergebnisse machen wenig Sinn. Es werden nur Fehleinschätzungen / Vorurteile bedient. Tatsächlich ist es so, dass es sich bei der PKV und der GKV um zwei unterschiedliche Versicherungssysteme handelt, die auch differenziert betrachtet werden müssen. Das aber ist bei solchen Befragungen kaum möglich, zumal sich auch die Kenntnisse der Bundesbürgerinnen über Einzelheiten der Versicherungssysteme in Grenzen halten.
Wer etwas verändern will, muss die GKV verbessern. Und da hätte ich eine Menge Vorschläge.
Rauel Kombüchen
Pflegeversicherung - Pflegebegriff erneuern und Finanzierung nachhaltig sichern! BürgerInnen müssen mehr Informationen erhalten - z.B. wg. Individualvorsorge!

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